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Spezielle Techniken für Rotationsbindestöcke
Verfasst: 22.11.2006, 16:43
von Marco Reisen
Hallo zusammen
Ich habe mal dieses Thema erstellt, mit der hoffnung das man sich austauschen kann, wer für was welche Technik an einen Rotationsbindestock verwendet.
Diese Art von Bindestöcken wird ja immer Beliebter und denach entwickeln sich auch neue oder abgewandelte Bindetechniken.
Wie oft benutzt Ihr an euren Bindestock die Rotation, vorrausgesetzt Ihr habt einen ?.
TL Marco
Verfasst: 22.11.2006, 19:08
von pehers
Servus!
Habe bis jetzt mit einem echten Billiggerät gearbeitet, habe aber jetzt auch einen Rotary!
Ich bin eigentlich nach wie vor genauso wie immer, mit dem einen Unterschied, dass man sich seine Muster schon während des Bindens von allen Seiten anschauen kann. Das hatte bei mir den Effekt, dass die Proportionen dauerhaft besser gelungen sind. Früher hatte ich immer wieder ein bissl schiefe Muster dabei, das gibt's jetzt nimmer!
Gruß,
Hans
Verfasst: 22.11.2006, 21:03
von markus
pehers hat geschrieben:Früher hatte ich immer wieder ein bissl schiefe Muster dabei, das gibt's jetzt nimmer!
Hallo Hans,
die Fische hat's doch aber prächtig amüsiert, Deine schiefen Muster zu sehen.

Dieses Vergnügen willst Du ihnen jetzt nehmen? Im Ernst: gefangen hast Du doch auch schon vorher.
Ich binde rotierend und starr. Je nach Muster und Laune verwende ich den einen oder den anderen Stock. Ich bilde mir ein, durch Verwendung des Roto-Stocks, auch starr besser binden zu können, also weniger schief. Die Techniken entscheiden über den von mir verwendeten Stock. Gehäkeltes erarbeite ich z.B. am liebsten starr.
Da beide Methoden ihre Fische fangen lassen, liegt das Vergnügen der Wahl wohl beim Binder selbst.
Kyllfischer hat geschrieben:Wie oft benutzt Ihr an euren Bindestock die Rotation, vorrausgesetzt Ihr habt einen ?.
Hallo Marco,
Ich verwende sehr gerne beim Rotieren die Dubbingschlaufen, wie man sie bei J.P. Dessaigne zu sehen bekommt. Als Material nehme ich Hasen- und Kaninchenmaske (langhaariger!), sowie Katze. Katze ist der Hit [aber schwer zu fangen

].
Hecheln und Tinsel lassen sich rotierend spielerischer verarbeiten. Richtig klasse finde ich die Dubbingtechnik von Norm Norlander, wenn das Dubbing für kleinste Trockenfliegen nur hauchdünn aufgetragen werden soll.
Es ist interessant, rotierend zu binden. Aber starr tue ich es genauso gern.
TL Markus
Verfasst: 22.11.2006, 22:22
von Mario Malarczuk
Hi Marco
Ist in einem Satz gesagt
Ich setze den Rotationsmechanismus ein um die Fliege von allen Seiten sehen zu können, beim Auftragen von Epoxy bei großen Fliegen, bei Hechtbunnies kann man super den Körper mit einem Kaninchenfellstreifen wickeln auf die Art, Hecheln kann man so winden, ebenso Tinselkörper und Streamer-Brush-Stränge und geduppte Körper lassen sich so auch prima bilden.
Ein langer Satz, aber ist glaube ich alles drinn.
Gruß
Mario
Verfasst: 23.11.2006, 11:12
von Maggov
Hallo,
ich habe einen Regalnachbau, den man auch rotieren kann. Meistens benutze ich ihn ähnlich wie Hans um die Fliege von mehreren Seiten zu betrachten. Des weiteren ist er praktisch, wenn ich bei Hechstreamern Material auf der Körperunterseite einbinden will.
Am wichtigsten und auch am praktischsten finde ich ihn allerdings beim Lackieren des Kopfknotens. Tröpfchen oben, drehen, tröpchen unten, fertsch...
Viele grüsse und keinen Drehwurm
Markus
Verfasst: 23.11.2006, 12:06
von Torsten Rühl
Mache mit der Rotationfunktion meine Parachutefliegen.
Hab ich Danvisevideo gesehen und war tolle begeistert wei einfach das gehen kann.
Hab mir das Video mal zu den Bindestock gegönnt und dort werden einge Funktionen gezeigt wie z.B. Dubbingstrang herstellen,Parachute binden. Streamer schneller binden.
Leider gibt es das Video nur als VHS.
Verfasst: 23.11.2006, 13:19
von Olaf Kurth
Torsten Rühl hat geschrieben:Hab ich Danvisevideo gesehen und war tolle begeistert wei einfach das gehen kann.
Ey krass Aldder,
hab isch auch gesehen Video und war auch tolle begeistert. Willsu wissen, welche krasse Film war?
Ey, war so'n schei. Lehrfilm uber korrekte Reschtschreibuung für teutsche Sprache. Mussu ma' guggen, total krass meine Meinung!
Verstanden?
Gruß an den Niederrhein,
Olaf (sorry, aber das musste einfach raus)
Verfasst: 23.11.2006, 13:30
von Fliegenbader
Hi Marco,
wie in Deinem "NorVise Thread" schon beschrieben - bzw. auf den Videos von Norm zu sehen ist (
http://nor-vise.com/multimedia/video.htm), so binde ich alle meine Fliegen. Diese Bindeweise ist grundsätzlich auch auf allen anderen Bindestöcken möglich (außer den Dubbingstrang zu spinnen, dazu laufen die meisten Stöcke zu langsam!).
Wer es in der Praxis sehen will/sich nichts darunter vorstellen kann, sollte sich mal nach den Bindevideos von Rene Föllmi umschauen, dort wird sehr viel in der "traditionellen" Roto-Bindeweise gebunden! Übrigens, einen Roto-Bindestock zu haben, um nur die Fliegen von allen Seiten zu betrachten ist m.E. Ressourcenverschwendung, aber ich möchte da keinem reinreden!
last but not least - für mich ist ein zentrischer Lauf des Hakens um die eigene Achse absolut umungänglich bei der Rotobindeweise , sonst verliert ihr schnell die Lust am Roto-Binden! Dieses Feature gibts vereinzelt auch schon bei günstigen Bindestöcken, z.B. beim DanVise, ..... muss also kein Renzetti, Lazzeri, DynKing, ...what ever sein!
Cheers und viel Spaß beim rotieren!
Rüdiger
"langjähriger Rotobinder aus Leidenschaft"

Verfasst: 23.11.2006, 14:26
von pehers
Hey Markus!
Du wirst lachen: Das ist nicht für die Fische wichtig, sondern für mich! Bei manchen Fliegen weiß ich, die werde ich nie fischen!!! Weil sie zB schief sind, die Proportion nicht perfekt, das Kopferl zu groß...
Dann fangen die perfekten dann zwar oft erst, wenn sie völlig zerzaust sind (ganz frappant bei Goldkopfnymphen).
Aber so bin ich halt und Oscar Werner sagte mal: "Unser Charakter ist unser Schicksal!" Ich sehe das bis zu einem gewissen Grad genauso!
Dixi,
Hans
Verfasst: 23.11.2006, 14:27
von Marco Reisen
Hallo zusammen
wie in Deinem "NorVise Thread" schon beschrieben
Das ist nich mein oder Dein Thread .. Threads sind für alle da

Ich habe mich nur an diesem Beteiligt, da ich wie nun jeder Wissen sollte, ich diesen Stock schon des längeren im Auge hatte.
Ich binde seit Jahren auf "Normalen" Stöcken, unteranderem habe ich einen großteil auf einen Regal gebunden, der in meinen Augen kein Rotobindestock ist, da die Zentrierung nicht gegeben ist, was für mich einen Rotobindestock auszeichnet.
Ansehen der Fliegen kann man mit jeden "besseren" also nicht gerade ein 10 Euro Ding, obwohl manche das auch schon können.
Das wie in dem Nor-Vise Video gezeigte anspinnen des Dubbing, ist eine Interessante Sache, obwohl ich mir schwer tue das ganze zu verstehen.
Ich habe bislang noch auf keinen Rotbindestock gebunden, da ich es immer Klassisch gemacht habe, und bisweilen auch nicht das verlangen nach veränderung gehabt habe.
Aber da muss ich jetzt doch noch mal nachhaken, undzwar habe ich gestern mal etwas an meinem Stock rumgetestet, wenn ich wie in dem Video gezeigt die Bindeseide nach Rechts auf die ablage lege zieht sich bei mir immer die Bindeseide vom Haken runter, und das noch ohne zu ziehen... Wie soll das hallten? Im dem Ausschnitt sieht man nicht ob er evtl. einen halben Stich legt um das runterrutschen zu verhindern.
Torsten Rühl hat geschrieben:Mache mit der Rotationfunktion meine Parachutefliegen.
Hab ich Danvisevideo gesehen und war tolle begeistert wei einfach das gehen kann.
Hab mir das Video mal zu den Bindestock gegönnt und dort werden einge Funktionen gezeigt wie z.B. Dubbingstrang herstellen,Parachute binden. Streamer schneller binden.
Leider gibt es das Video nur als VHS.
War das unser Torsten ?
Kein Hallo, kein Tschüss, ?? Hmmm
ich habe einen Regalnachbau, den man auch rotieren kann.
Hallo Markus
Wie schon geschrieben, man kann diesen Drehen, aber nicht Rotieren im meinem Binde Sinn.
Gruß Marco
Verfasst: 23.11.2006, 14:45
von Maggov
Hallo Marco,
vielleicht falsch ausgedrückt - vielleicht auch falsch verstanden. Der Kopf des Bindestocks lässt sich rotieren. Zum Binden selbst - also Faden/Material Festhalten und über Rotation des Kopfes binden - ist er allerdings nicht sonderlich geeignet.
Gruss
MArkus
Verfasst: 23.11.2006, 14:57
von Marco Reisen
Maggov hat geschrieben:Hallo Marco,
vielleicht falsch ausgedrückt - vielleicht auch falsch verstanden. Der Kopf des Bindestocks lässt sich rotieren. Zum Binden selbst - also Faden/Material Festhalten und über Rotation des Kopfes binden - ist er allerdings nicht sonderlich geeignet.
Gruss
MArkus
?????????????????????????
Versteh ich net.. Ist doch total ungeeignet, ich habe ja selbst den Regal, da iss nix mit Rotation. Ich kann den Runddrehen das Stimmt, aber der Haken ist dabei nicht symetrisch.
TL Marco
Verfasst: 23.11.2006, 15:07
von Maggov
Hallo Marco,
1. Habe nicht den Original sondern einen Nachbau - vielleicht ist das ja nicht 100% ig deckungsgleich
2. Der Bindestock bzw. der Kopf ist bei mir über einen Imbus in dem Winkel verstellbar. Da habe ich ihn auf 90 Grad zum Fuss eingestellt.
3. der Kopf selbst ist über einen Hebel und eine art Mutter fixiert. Lockert man die Mutter oder den Hebel lässt sich der Kopf rotieren (also um die eigene Achse drehen).
4. Spannt man nun den Haken gerade ein, löst den Hebel hinten, dann kann man die Fliege um die eigene Achse drehen. Klappt bei mir zumindest wunderbar (ich lackiere das Köpfchen immer von der Unterseite, da der Whipfinish bei mir immer unten endet).
ich hoffe das ist soweit verständlich geschrieben...
Viele Grüsse und sorry für die Konfusion...
Markus
Verfasst: 23.11.2006, 15:24
von Fliegenbader
Hi Marco,
1, 2, 3 ....Meins oder Deins....
hast ja recht, "es lebe die Anarchie" und die Threads sind für uns alle da

!
@Marco
Das wie in dem Nor-Vise Video gezeigte anspinnen des Dubbing, ist eine Interessante Sache, obwohl ich mir schwer tue das ganze zu verstehen.
Ich habe bislang noch auf keinen Rotbindestock gebunden, da ich es immer Klassisch gemacht habe, und bisweilen auch nicht das verlangen nach veränderung gehabt habe.
Ein Tipp - verwende beim NorVise langfasriges Dubbing (bzw. mixe kurzes mit langfasrigem Dubbing) - Kurzhaardubbing ist so gut wie nicht zu dubben/spinnen. Für Kurzhaardubbing solltest Du den DubbingBrush Table von Norlander nehmen, damit funzt es extrem gut. Aber Du wirst selbst sehen, mit ein wenig Übung geht das Dubben spielend, egal ob kurz oder lang, mit dem Table (wie im Video von Norm

).
...zieht sich bei mir immer die Bindeseide vom Haken runter
Du beziehst Dich hier auf Deinen Stock (?), d.h. ohne zentrischen Lauf!?
Wenn ja - der Haken "liegt" bei Dir beim rotieren nicht in der Schnurachse, da ist es ohne halben Stich extrem schwer. Beim Norvise ist der Bobbinholder auf gleicher Höhe mit der Hakenachse, deshalb rutscht da der Faden auch nicht runter/rum!
Gruß
Rüdiger
Verfasst: 23.11.2006, 15:47
von Marco Reisen
Hi
Du beziehst Dich hier auf Deinen Stock (?), d.h. ohne zentrischen Lauf!?
Nicht umbedingt, das ist eigentlich egal, sobald ich die Grundwicklung lege, nun gehe auf gleicher Höhe des Hakes mit dem Faden nach Rechts, dann zieht sich die ganze Wicklung von hinten nach vorne wieder auf. Da habe ich noch garnicht angefangen zu Drehen sondern nur den Faden nach Rechts geführt.
Das ganze ohne zug und Druck....
??
Gruß Marco