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Vom Ende der Gänse (Bericht aus Hamm)

Verfasst: 29.11.2006, 12:49
von Frank.
Liebe Leute,

mit arger Verspätung – Pardon, es gab anderes zu tun! – komme ich nun endlich meinem Versprechen nach, ein paar kleine schriftliche Nachträge zum Gänseessen in Hamm zu liefern. Die sind ziemlich lang geworden, und ich könnte es niemand verdenken, wenn er keine Lust hat, alles zu lesen.

Deshalb vorab eine kurze Quintessenz, die sich sehr frei an eine Formulierung unseres Göttinger Ortsheiligen Georg Christoph Lichtenberg anlehnt:

Wenn einem das Geld fehlen sollte, zum nächstjährigen Treffen zu reisen – er aber zwei Fliegenruten hat: Dann verkaufe er eine und fahre nach Hamm!


Etwas ausführlicher, gefällig? Begründung? Na gut.

Thomas rief, und alle kamen. Alle? Machen wir es etwas genauer:

1. Ein paar Meister der Fliegenrute (Meister in den Disziplinen Werfen, Bauen, Besitzen ...)
2. Ein paar Meister der Fliegen (Meister in den Disziplinen Werfen, Bauen, Besitzen ...)
3. Ein paar Meister der Teller (Auffüllen, Leeren, Auffüllen ...)
4. Ein paar Meister der Gläser (Bestellen, Leeren, Bestellen ...)
5. Ein paar Meister des Erzählens (Ich sag Dir, sooo ein Monstrum ...“, „Ehrlich, zwei Stunden Drill, 12er Vorfach ...“, „Nee wirklich, Lachse bis zum Abwinken ...“)
6. Eine Menge Allrounder (Meister in den Disziplinen 1 bis 5, unter Ausschluss von ... – ach was, lassen wir das!)
7. Ein paar Tiefstapler, die sich in weises Schweigen hüllen – aber alles können, von Punkt 1 bis 4.

Oder noch etwa genauer: Es kamen eine ganze Menge ziemlich verrückter, schräger, ausgesprochen netter Vögel beiderlei Geschlechts (Birgit sei Dank!), die jede Menge Spaß miteinander hatten. Etwas ballaballa waren (und sind) sie allesamt: Wer nicht zum „Club der Infizierten“ gehört, wird es wohl nie und nimmer verstehen, was an diesem Wochenende abgelaufen ist. Ein Glück: Ich muss das hier nicht erklären. Nur ein klein bisschen zusammenfassen.
Die meisten Namen lasse ich aber weg; besser ist das.

1. Aufzug (Delecke, Messe bei Flyfishing Europe, Gastgeberin Mirjana Pavlic):
Im Laufe des Vormittags kommen fast alle diejenigen hier an, die sich am Abend dann in Hamm treffen werden. Kaum einer kommt herum um den Begrüßungsschnaps, den Mirjanas Vater destilliert hat – wenn man das Zeug in einen Fluss schüttet, ist selbst für den kapitalsten Huchen Ende im Gelände. Aber, zugegeben, köstlich! Ein wunderbarer Stoff.
Die meisten nahmen noch ein zweites Gläschen. Ein paar dann noch eines.
Die Angehören derjenigen jedenfalls, die ein fünftes Gläschen tranken, hören noch heute im Verkehrsfunk regelmäßig den Text „Gesucht wird der 44jährige X aus Y. Er ist bekleidet mit einer grünen Watjacke und führt wahrscheinlich eine Fliegenrute mit sich. X ist orientierungslos und bedarf dringend ärztlicher Hilfe.“
Diejenigen, die unter dem tödlichen Quantum blieben, hatten einen fabelhaften Auftakt. Alte Freunde trafen sich wieder; andere, die sich bislang nur aus dem Internet kannten, schlossen erste persönliche Kontakte; ganz neue Bekanntschaften wurden geschlossen. Rutentests, Fachsimpeleien, dank Mirjanas Gastfreundschaft reichlich Essen und Trinken, gemeinsames Schlangestehen an der Kasse, weil die Rabatte die Brieftaschen gelockert hatten – dieser Beginn war rundum gelungen; die Laune allgemein prächtig.

2. Aufzug (unterwegs nach Hamm).
Markus und ich – wir sind gemeinsam nach Delecke gekommen – haben uns ein wenig im Laden verquasselt und auch noch ausführlich eine der wunderbaren Gespließten getestet, die Ralf gebaut hat.
Au Backe. Die anderen sind schon alle unterwegs. Markus’ Handy klingelt: „Ja, schon klar, Thomas. Wir fahren gleich los.“
Hat dann aber doch noch ein paar Minuten gedauert. Dann, eine halbe Stunde später, wieder das Handy: „Nee, ehrlich, Thomas – wir fahren gerade nach Hamm rein!“ Wieder zehn Minuten später: „Wir sind schon da, sozusagen. Heiwi in Sichtweite.“ Langer Rede kurzer Sinn: Thomas, der große Organisator und Pastor Bonus, treibt seine Herde zusammen – fürsorglich, nachdrücklich, besorgt. Man kann ja nie wissen, was passiert.
Und natürlich passiert etwas später wirklich etwas, aber nicht uns. Einem anderen unserer Freunde ist unterwegs der Sprit ausgegangen. Der muss dann aufgesammelt und zum Essen gebracht werden. Dann später noch mit dem Kanister zur Tanke, und zurück in die Kneipe. Markus macht das, Thomas fährt mit. Andere hätten das wohl nervig gefunden. Aber hier gibt es keine Spur von Gereiztheit: Ist passiert, wird ausgebügelt, basta.
Zwischendurch gab es offenbar ein spektakuläres Foto-Shooting auf einer Wiese, aber das habe ich verpasst.
Abschleppdienst zurück, große Wiedersehensfreude, nur gelinder Spott – „Kein Sprit mehr? Die haben da was erfunden. Man nennt es: Tankuhr.“
Endlich Zeit für Thomas' Ansprache und Begrüßung. Birgit als einzige Frau unter uns Kerlen wird von ihm besonders herzlich begrüßt – wir alle freuen uns sehr, wenigstens eine Frau unter uns zu haben (vielleicht haben wir im nächsten Jahr eine bessere Quote?). Und sie erhält ein wunderbares Präsent von Thomas, mit dem sie in unserem Kreise willkommen geheißen wird: ein Jahresabo der Zeitschrift „Fliegenfischen“! Infizieren muss man sie gar nicht mehr, das ist längst geschehen. Aber die Lektüre wird ihr über die finsteren Monate hinweghelfen und das Virus am Leben halten.

Aber kommen wir zum

3. Aufzug (Kalorienzufuhr).
Thomas hat tatsächlich so lange gewartet, bis (fast) alle in der Kneipe eingetroffen sind. Dann gibt er das Signal: „Gänse Marsch!“ Nun beginnt ein furchtbares Gemetzel; die Feder sträubt sich zu schildern, was nun geschieht. Wäre ein Dokumentarfilmer beauftragt worden, das im Bild festzuhalten, liefe das jetzt im Discovery-Channel unter einem Titel wie „Unter Räubern“ oder (aber das gibt es ja leider schon) „Das große Fressen“.
Fliegenfischer sind zivilisierte Menschen. Dachte ich. Bis ich sie beim Gänseessen sah. Übrigens habe ich Fotos davon gemacht. Aber keine Sorge - die sind sekretiert. Niemand wird sie sehen, versprochen!
Die ersten fünf Vögel werden ratzfatz verputzt, samt Klößen, Grünkohl, Sauce. Angeblich gab es noch weitere Beilagen, aber die haben es bis zu meinem Platz nicht geschafft. Schon sehr schnell sind überall Skelette zu sehen. Löffel scharren vergeblich in leeren Schüsseln. Allerletzte Klöße werden eilfertig in den Hamstertaschen verstaut (Ihr wisst schon, wen ich meine?). Und ich glaube, sogar Knochenknacken gehört zu haben.
Die Meute knurrt. Sabbert. Knurrt lauter. Thomas gibt Signal: „Mehr Gänse, Marsch!“ – und drei weitere Gänse sorgen für Frieden.
Zwischendurch gibt es allen Ernstes eine Diskussion über die - - - Vogelgrippe. Vergessen wir’s.
Pappsatte Fliegenfischer lehnen sich zurück, rülpsen dezent (Birgit sei Dank!), nehmen sich eine kurze Bedenkzeit für die Vorbereitung der kleinen Geschichten, die ihn dann begleiten werden, den

4. Aufzug (Hochwasser).
Nun hilft auch Birgits Anwesenheit kaum mehr etwas; die Rülpser werden im Laufe des Abends lauter. Diese Stunden, in denen wahre Ströme von Bier die Kehlen passieren, bilden nun eigentlich wohl den Hauptteil des Events – und sind in kurzen Worten einfach nicht zu schildern. Es bilden sich immer neue Grüppchen, die mal über dies, mal über das, gelegentlich über jenes plaudern. Da werden Freundschaften geschlossen, gemeinsame Ausflüge verabredet, Tipps gegeben, Erfahrungen ausgetauscht, kurzum: Wir verstehen uns, und zwar ganz prächtig. Diejenigen, die dabei waren, wissen, warum es hier nicht präziser wird. Diejenigen, die nicht dabei waren, werden ahnen, was sie verpasst haben. Und im nächsten Jahr hoffentlich dabei sein. Das lohnt sich! Gemeinsam verbringen wir einen wunderbaren Abend, für den wir Thomas danken. Sollte im Laufe des Abends gelegentlich Anglerlatein gesprochen worden sein – was soll’s? Wer seinen Spaß nicht hatte, der werfe den ersten Stein!
Aber ein paar von uns bleiben nüchtern, weil sie für die Fahrt ins Hotel verantwortlich zeichnen. Dank, auf den Knien meines Herzens! Und Respekt vor dieser Leistung! Und alle Achtung, dass ihr den trunkenen Zungen lauschen konntet, ohne euch dem Suff zu ergeben. Nur am Rande: Auch vom Endzustand einiger Teilnehmer habe ich Fotos. Danke! Sollte ich mal eine zweite Karriere als Erpresser starten wollen, dann fürchtet euch! Es wäre euch sicher eine Sage wert, die Bilder gelöscht zu wissen ... Aber ich will durchaus nicht ausschließen, dass es auch von mir solche Bilder gibt - seid so gnädig, wie ich es bin, bitte!
Für mindesten einen von uns wurde es dann noch ganz schlimm, im

5. Aufzug (Hotel, Nacht).
Kaum liege ich im Bett, geht es los. Irgendwo ein paar Zimmer weiter wollen Grünkohl, Gans und Bier an einen anderen Ort – in die Kanalisation, vermute ich. Du meine Güte! Da geht die Post ab, grauenhaft. Doch ich freue mich über meinen Pferdemagen, gestehe mir ein, völlig blau zu sein und entschlummere sanft, während nebenan noch immer geysirhaft der Grünkohl ins Freie will: „Wuurbs! Kuuöörz! Wuuhuurbs!“
Ich kontere, vermute ich, mit heftigem Schnarchen. Der Wecker steht auf 7.30 Uhr, und bis dahin ist es wirklich nicht mehr lange hin.

6. Aufzug (Warteschleife).
Um 8 Uhr wollen wir frühstücken. Thomas hatte die Parole ausgegeben, dass wir um 9 bei Heiwi starten, um gemeinsam in den Forellenp*** zu fahren. Aber wir stehen vor einer verschlossenen Gasthaustür, im Raum ist es stockfinster. Klopfen, Klingeln – nichts. Aber da steht eine Handynummer vermerkt, wo man sich in solchen Fällen melden kann. Dort rufe ich an und erkläre unser Anliegen – dem Anrufbeantworter. Während ich noch schwätze, höre ich merkwürdigerweise meine eigene Stimme noch einmal: Der Anrufbeantworter steht hinter der verschlossenen Tür! Da steht er vielleicht ganz gut, aber nützen tut er nichts.
Nun steht schon ein ganzes Rudel hungriger, graugesichtiger Wölfe vor der Tür. Rasch klärt sich das Problem – ursprünglich sollte erst um 10 Uhr gestartet werden. Frühstück war für 9 Uhr bestellt. Irgendwie hat sich die Terminplanänderung nicht bis zum Gasthof herumgesprochen.
Also warten wir, was bleibt uns übrig? Telefonate mit Thomas – wir werden später kommen.
Um kurz vor 9: Nahrungsanflug. Die Wirtin kommt, ist peinlich berührt, kann gleichwohl nichts dafür. Im Eiltempo wird das reichhaltige Buffet geplündert, mangels Zeit fehlt es zwar am heiß ersehnten Rührei, aber alle werden satt. Unsere Gesichter sind nun nicht mehr ganz so blass; die Laune ist prächtig; auch Kuuöörz scheint sich erholt zu haben …

7. Aufzug (zum und am P***).
Nun werde ich ein klein wenig einsilbiger … Dafür gibt es mehrere Gründe, aber ich will nur ein paar davon aufzählen: Regen, Wind, Kälte – und unterwegs der erste Schnee! Das Wetter ist wirklich eklig, und trotz unserer kleidungsmäßigen Hochrüstung ist es einfach nur schweinekalt. Auf dem Parkplatz kratzt dann noch das eine an dem anderen Fliefi-Gefährt – Kotflügel und Rückleuchte demoliert. Das ist der allgemeinen Stimmungslage zwischenzeitlich nicht vollends förderlich.
Dann gab es noch die Panne mit der Erbensuppe. Zwölf bis auf die Knochen durchgefrorene Fliegenfischer freuten sich darauf, aber das Töpflein Suppe, das dann kam, war entschieden untermaßig. Für einige von uns gab es kein einziges Löffelchen mehr zu kosten, und wenn Markus nicht einen reichlichen Vorrat an Eichsfelder Mettwurst bei sich gehabt hätte, wäre vielleicht die eine oder andere Forelle roh verschlungen worden. Aber Schwamm drüber, Shit happens, langes Lamentieren hat keinen Zweck. Vergessen und Verziehen!

Ja, meine Güte, was berichte ich aber vom Fischen im Forellenp***? Nehmt es mir nicht übel, bitte. Denn ich berichte – nichts. Versuch macht klug, hatte ich gedacht, aber meine Sache ist das nun einmal nicht (und ich war weiß Gott nicht der einzige, dem das so ging). Es wäre nun vollends sinnlos, hier Bemerkungen zur Philosophie des Fliegenfischens einzustreuen, deshalb halte ich besser die Klappe.
Was man allerdings ehrlicherweise sagen sollte: Hier konnte man wirklich ein paar Meister unseres Faches bewundern, die ihre Streamer olympiaverdächtig in die Ferne schossen: Hut ab, und zwar tief!
Und ergänzen sollte man auch, dass Birgit als Frischling ihre Sache ganz fabelhaft gemacht hat. Noch einmal: Hut ab, und zwar tief!

Liebe Leute, das sind ein paar entschieden subjektive Aufzeichnungen über ein Wochenende, das sehr verschiedene Seiten hatte. Den Ausflug zum P*** mögen andere anders als ich beurteilen, aber ich hülle mich da in Schweigen.

Das Treffen in Hamm (und das Vorspiel am Möhnesee): Das waren wirklich wunderbare Aktionen, von denen ich aber auch keine einzige Minute missen möchte. Wer nicht dabei war, der sollte sich die Haare raufen! Thomas hat das fabelhaft organisiert. Alle, aber auch alle haben davon profitiert, dass wir in so vergnügter, fröhlicher Runde die Köpfe zusammenstecken konnten:

Hab herzlichsten Dank, mein Lieber!
Und sollte ich im nächsten Jahr kein Geld haben, um die Reise zu bezahlen – dann verkaufe ich eine meiner Fliegenruten und fahre nach Hamm.


Euer Frank

Verfasst: 29.11.2006, 13:11
von Harald aus LEV
Hallo Frank,
einen tollen Bericht hast Du da geschrieben und wenn ich das lese raufe ich mir wirklich ein wenig die Haare, da ich leider nicht dabei war.

Allerdings glaube ich, daß Du den von Dir in Aufzug 5 beschriebenen Akt falsch gedeutet hast. Wahrscheinlich handelt es sich hier um einen frommen Menschen, einen Anbeter des hl. Jörg.
Der heilige Jörg wird angebetet in dem man demütig auf Knieen rutschend, gerne sich dabei über eine Opferschale oder - schüssel beugend, mehrmals hintereinander sein Namen ruft.
Jöööörg, Jöööörg....

Gruß
Harald

Verfasst: 29.11.2006, 13:16
von Frank.
Danke für die Aufklärung, mein Lieber! Das wird's gewesen sein.
Nüchtern sei der Fliegenfischer, fröhlich und fromm! Leiste hiermit in aller Form Abbitte!

St. Jörg hat wirklich eine tolle Nacht gehabt - mit solch eindrucksvollen Rufen ist er wohl selten bedacht worden.

Sehr bedrückt - Frank

Verfasst: 29.11.2006, 15:49
von Norbert WAF
Hallo Frank,

super Bericht, dass hätte wohl kaum jemand besser schreiben können!

Ich konnte an dem beschriebenen Wochenende leider nur dem von Dir beschriebenen 3. und 4. Aufzug beiwohnen, jedoch verwundert es wohl kaum einen, der die ganze Sache, wie ich, nüchtern überstehen musste, was im 5. Aufzug geschah.

Ich freue mich schon riesig auf´s nächste "Hamm(er)wochenende" und ebenso darüber, dass ich glücklicher Besitzer mehrerer Fliegengerten bin, sodass ich, so Gott will, auch in den nächsten Jahren noch teilnehmen kann! :D

Es grüsst herzlichst

der Norbert

Verfasst: 29.11.2006, 15:50
von Hardy
Moin moin

Sehr schöner Bericht, Frank! Ein paar Bilder sollten aber doch drin sein, oder? Die schlimmsten reichen ja schon. 8)

Leider konnte ich ja in Hamm nicht dabei sein, habe es mir aber nicht nehmen lassen, sonntags am P*ff mal nach dem Rechten zu sehen.
Dann gab es noch die Panne mit der Erbensuppe. Zwölf bis auf die Knochen durchgefrorene Fliegenfischer freuten sich darauf, aber das Töpflein Suppe, das dann kam, war entschieden untermaßig. Für einige von uns gab es kein einziges Löffelchen mehr zu kosten...
Tja, da kann ich nur sagen: Suppenorganisation soll man den Leuten überlassen, die davon was verstehen! Wenn das jemand in die Hände nimmt, der ansonsten nur Schampe in Waschkesseln kocht, wie soll’s denn gelingen?? :twisted:

Ich darf diesbezüglich an den vorletzten Event am Tümpel des Grauens erinnern. Zwar wurde hier die Konsistenz der von mir in mühevoller Arbeit gekochten und kredenzten Gulaschsuppe von einem einzelnen Herrn völlig ungerechtfertigt kritisiert, beim Geschmack war man sich doch wieder einig, da gab es nichts zu deuteln.
Darüber hinaus war auch für jeden genug da.

Ich würde daher vorschlagen, sollte es noch einmal zu einem solchen Event kommen, wäre ich bereit, wenn besagter Herr Abbitte in Form von einem Kasten Tannenzäpfle Pils und einer Spende an die SHG "Verkannte Spitzenköche Nassau" leistet, nochmals einen Topf Gulaschsuppe zu brauen. Sogar mit verbesserter Rezeptur, damit nicht wieder an der Konsistenz gemäkelt werden braucht.

Bis dahin
Groetjes

Hardy "Schubeck" K.

Verfasst: 29.11.2006, 16:17
von Thomas aus Hamm
Hardy hat geschrieben:Moin moin

Ich würde daher vorschlagen, sollte es noch einmal zu einem solchen Event kommen, wäre ich bereit, wenn besagter Herr Abbitte in Form von einem Kasten Tannenzäpfle Pils und einer Spende an die SHG "Verkannte Spitzenköche Nassau" leistet, nochmals einen Topf Gulaschsuppe zu brauen. Sogar mit verbesserter Rezeptur, damit nicht wieder an der Konsistenz gemäkelt werden braucht.

Bis dahin
Groetjes

Hardy "Schubeck" K.

Liebster Kollege,

offiziell möchte ich das hiermit tun.Wenn auch etwas :? , nein Spaß beiseite, letztendlich wurden alle satt und als die ersten Sättigungsaufstoßer zu hören waren, konnte man den Boden des Topfes noch nicht sehen.

Mit Hochachtung

TaH

Verfasst: 29.11.2006, 16:28
von Olaf Kurth
Hallo Frank,

wunderbar kurzweilige Zeilen, die Atmosphäre kann wohl jeder nachvollziehen. Natürlich werden wir "Infizierten" noch öfter zusammen kommen und Spaß haben. Du weißt ja von Markus, was nächstes Jahr geplant ist.
Gegen ein paar völlig unverfängliche Bilder hätte doch bestimmt niemand was.


Lieber nassauischer Vereinskollege:

organisiert habe ich die Suppe nicht, ich habe sie nur bestellt und da habe ich leider auf das Augenmaß deiner hessischen Landsleute vertraut. Wir waren mit 14 Leuten am Teich, die Frau von Boris hat den Topf mit 15 Kellen gefüllt und wenn schon 12 Mann ihre Portion reichlich aus dem Topf auslöffeln, guckt der Rest in die Röhre. Das hat mir auch nicht gefallen.

Apropos "Schampe in Waschkesseln": Wenn du das nächste Mal deine nassauische Gulaschsuppe kredenzen möchtest, kann ich dir mit leckeren Fleischzutaten helfen. Gucksu hier: www.hundefeind.de

Über die Fischerei an diesen Gewässern kann man natürlich geteilter Meinung sein. War ich noch in früheren Jahren ein strikter Gegner dieser Etablissement, so hat sich mein Blick in den letzten Jahren etwas geändert. Für Kollegen, denen in der spannenden Winterzeit die Fischwaid an heimischen Fließgewässern untersagt bleibt, ist es fast die einzige Möglichkeit, unser Hobby auszuführen. So what?!

Gruß, Olaf

Verfasst: 29.11.2006, 20:26
von Frank.
Hardy hat geschrieben:Moin moin
Sehr schöner Bericht, Frank! Ein paar Bilder sollten aber doch drin sein, oder? Die schlimmsten reichen ja schon.
Sorry, mein Lieber - keine Chance. Die Bilder behalte ich für mich, solange ich meine berufliche Zukunft überdenke ...

Dein Frank (call me Dagobert)

Verfasst: 29.11.2006, 20:48
von Frank.
Olaf Kurth hat geschrieben: Gegen ein paar völlig unverfängliche Bilder hätte doch bestimmt niemand was.
Stimmt. Aber solche habe ich leider nicht ...
Olaf Kurth hat geschrieben: organisiert habe ich die Suppe nicht, ich habe sie nur bestellt und da habe ich leider auf das Augenmaß deiner hessischen Landsleute vertraut. Wir waren mit 14 Leuten am Teich, die Frau von Boris hat den Topf mit 15 Kellen gefüllt und wenn schon 12 Mann ihre Portion reichlich aus dem Topf auslöffeln, guckt der Rest in die Röhre. Das hat mir auch nicht gefallen.
Endlich und endgültig: Schwamm drüber, verziehen, vergessen! Die blöde Suppenepisode hatte letztlich vor allem etwas Komisches - kein Mensch sollte auch nur noch einen Gedanken darauf verschwenden, mein Lieber! Hiermit rufe ich den Hessischen Erbssuppenfrieden aus! Keine Widerrede!

Olaf Kurth hat geschrieben: Über die Fischerei an diesen Gewässern kann man natürlich geteilter Meinung sein. War ich noch in früheren Jahren ein strikter Gegner dieser Etablissement, so hat sich mein Blick in den letzten Jahren etwas geändert. Für Kollegen, denen in der spannenden Winterzeit die Fischwaid an heimischen Fließgewässern untersagt bleibt, ist es fast die einzige Möglichkeit, unser Hobby auszuführen. So what?!
Stimmt, lieber Olaf - so what? Auch darüber brauchen wir doch kein Wort mehr zu verlieren. Es war ein fabelhaftes Weekend! Hiermit füge ich dem Hessischen Erbssuppenfrieden den Hessischen Forellenp***friedenspakt hinzu. Bitte - ebenfalls keine Widerrede!

Bis bald - Frank

Verfasst: 29.11.2006, 21:49
von Matthias M.
Hallo Frank,

eine sehr schöne Zusammenfassung eines gelungenen Wochenendes.

Ich kann mich nur wiederholen, es hat viel Spaß gemacht mit dieser Truppe.

Zum Thema zu bestimmten „Seen“:

Bedingt durch den starken Regen am vergangenen Wochenende viel unser geplantes Äschenfischen aus und ich entschied mich mit einen Freund dem See im Waldecker Land einen erneuten Besuch abzustatten.

Gruß Matthias

Verfasst: 30.11.2006, 19:32
von Frank.
Matthias Meyer hat geschrieben:Hallo Frank,

eine sehr schöne Zusammenfassung eines gelungenen Wochenendes.

Ich kann mich nur wiederholen, es hat viel Spaß gemacht mit dieser Truppe.

Zum Thema zu bestimmten „Seen“:

Bedingt durch den starken Regen am vergangenen Wochenende viel unser geplantes Äschenfischen aus und ich entschied mich mit einen Freund dem See im Waldecker Land einen erneuten Besuch abzustatten.

Gruß Matthias
Danke, lieber Matthias! Vielleicht wäre es ein ganz sinnvoller Ausgleich, wenn jemand wie Du ein paar Zeilen zum "bestimmten See" schreiben würde? Ich fände es entschieden vorteilhaft, wenn jeder Aspekt unseres Weekends festgehalten werden würde! Ich bin dafür einfach nicht der Richtige, sorry.

Herzlichst, Frank

Verfasst: 01.12.2006, 10:49
von Michael.
Superklasse geschrieben Frank !!! Ich werd' deine Zeilen mit einigen "unverfänglichen" Bildern von Dreemich spicken und in "Reise & Report" einstellen. Wenn doch noch jemand Tümpel-Bilder geschossen hat - oder auch etwas dazu schreiben möchte - bitte schnell her damit.

Gruß
Michael

Verfasst: 01.12.2006, 11:12
von Frank.
Danke :oops: , mein Lieber - einverstanden! Mir sind mittlerweile auch noch ein paar unverfängliche Bilder zugespielt worden; ich werde sie Dir am Abend zusenden, wenn ich wieder daheim bin (liegen auf dem privaten Rechner).

Herzlichst, Frank

Verfasst: 01.12.2006, 17:06
von Marc/Ruhrpott
Abend zusammen

eine wundervolle Geschichte zu einem wunderbaren Ereigniss .

Ich denke die meisten können sich wirklich vorstellen was da abgegangen ist und wer nicht dabei war selber schuld .

Danke an dich Frank für den schönen Bericht und nochmal dank an Thomas .

MFG Marc

Hamm

Verfasst: 01.12.2006, 21:55
von Dreemich
8) @ alle zusammen,
eine schöne geschriebene und auch erlebte Flyfi geschichte wie sie nicht besser gelebt und dargestellt werden kann.
So habe ich es und auch die anderen emfunden.
Wie der Michael schon geschrieben hat Bilder sind raus und auch recht schönegeworden ,schmunzel. ( Verstopfter E-Mailkasten)
Ich freue mich schon auf ein leckeres Schweine Essen in Hamm.
Es ist schön gleichgesinte zu kennen und sich in Hamm auszutauschen.
gruß vom Dreemich 8)