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Rute fürs Feine
Verfasst: 07.01.2008, 16:46
von MichaelN
Hallo zusammen.
Da ich im netz kaum fündig werde, wende ich mich wieder an euch.
Ich bin auf der Suche nach ner kleinen, feinen Rute fürs Trockenfischen bis Klasse 2.
Welche Ruten könnt ihr mir da empfehlen?
Übern Preis möcht ich erstmal ned reden.
Grüße, Michael
Verfasst: 07.01.2008, 17:44
von Joerg Giersbach
Hallo Michael!Als Blanks zum Aufbau gibt`s da schon einiges!z.b.Batson-Forecast 6,6`#2 in 4 Teilig,oder Dan Craft Five Rivers 6´10" #1 in 3 teilig.Gruß Jörg
Verfasst: 07.01.2008, 17:52
von sts
Hallo Michael,
ich hatte kürzlich eine Five Rivers 6'10'', #1, aufgebaut und mittlerweile auch geworfen.
Sie wirft sich mit einer Sage Quiet Taper DT1 gut, eine 2er Schnur würde gerade im Nahbereich sicher auch gut zu fischen sein.
Gruß
Stefan
Verfasst: 07.01.2008, 17:57
von Kurt Zumbrunn
Hallo Stefan
Tönt nach einem klaren Fall für eine Gesplisste....
Gruss
Kurt
Verfasst: 07.01.2008, 18:12
von Matthias M.
Kurt Zumbrunn hat geschrieben:
Tönt nach einem klaren Fall für eine Gespliesste....
Hallo Michael,
dies finde ich auch...
ich fische seit fast zwei Jahren eine parabolische 2er mit etwa 160 cm (einteilig).
Ich darf behaupten, dass ich sehr viel mit leichten Schnurklassen fische,
aber etwas Vergleichbares aus dem Kohlefasersektor konnte ich bis jetzt nicht finden.
Gruß Matthias
Verfasst: 07.01.2008, 18:40
von Martin1976
Hallo Michael,
ich fische bisher als leichteste Rute eine Sage TXL 3710-3 und habe letztes Jahr mal die leichten 0, 00 und 000 werfen können.
Beeindruckt war ich, als mal jemand an der Schnur dieser leichten Ruten gezogen hatte. Ein Grinsen konnte ich mir da nicht verkneifen, so stabil wirken (und sind) diese zarten Ruten.
Da ich aber mit meiner 3er sehr zufrieden bin und sie in Sachen Wurf- und Drilleigenschaften eine gute Figur macht, steht mir z.B. momentan wenig der Sinn nach noch leichterem Gerät, obwohl das Gefühl beim Fischen im Ultralight-Bereich schon toll ist. Wobei für mich ne 3er auch sehr leicht ist.
Für mich ist auch wichtig welche Fliegengröße ich noch werfen will/muß und mit Midges fische ich nicht, da bisher nicht nötig.
Maximal würde ich bis 0 oder 1 runtergehen, aber wann kann man sowas einsetzen? Ein 0,12er Vorfach unterstützt die 3er sehr gut und noch feiner mag ich nicht gehen. Selbst mit der 3er fische ich meistens ein 0,14er oder 0,16er.
Sorry, ich wollte jetzt keine Diskussion über Sinn oder Unsinn von Ultralight-Gerät anzetteln
Also die SAGE TXL kann ich guten Gewissens empfehlen, wenn man das Geld ausgeben will.
tight lines
Martin
Verfasst: 07.01.2008, 18:48
von gespliesste
Genau, das ist die Domäne einer "midge", oder sogar einer "bantam" die ja über die Zeit zu eigenen Gattungen im Bereich der gespliessten geworden sind!
Ich habe eine Lee Wulff "midge" - made by Farlows und ohne das ich einen grossen Vergleich habe ist das ein Traum am Wasser und im Drill. Das sind die Ruten mit denen die alten Meister 20/20 Fischer wurden (20 inch trout on size 20 fly) und manche haben noch ein weiteres 20 für 20 foot leader dazugefügt ... Orvis, Hardy und Farlows haben die unter anderen hergestellt nach dem Vorbild von Paul Young of Detroit.
Bin nicht sicher ob und wer die heute noch herstellt ... Wer weiss ob es dafür noch einen Markt gibt, aber vielleicht weiss da jemand mehr würde mich auch interessieren.
Wenn du Kohlefaser nimmst, würde ich nach meinem Geschmak schauen das es nicht so hoch moduliert ist, ich hab mir mal eine 3'er aus einem Sage LL (LightLine) blank gebaut, die waren fast so weich wie gespliesste, aber ein wirklicher Vergleich beim Fischen ist es nicht. Aber jeder hat ja auch andere Vorlieben.
Gruss,
Olaf
Verfasst: 07.01.2008, 19:16
von Karl
Hallo Olaf,
du willst wissen wer die heute noch baut?
Ganz einfach, jeder der Gespließte baut, kann mit dem entsprechenden taper so ne Rute herstellen.
Station Dimension Form Setting
0 0.074 0.037
5 0.090 0.045
10 0.106 0.053
15 0.118 0.059
20 0.134 0.067
25 0.154 0.077
30 0.165 0.083
35 0.180 0.090
40 0.196 0.098
45 0.200 0.100
50 0.213 0.107
55 0.217 0.109
60 0.224 0.112
65 0.236 0.118
70 0.238 0.119
75 0.238 0.119
80 0.238 0.119
Gruß Karl
Verfasst: 07.01.2008, 20:21
von Kurt Zumbrunn
Hallo Olaf
Diesen Markt gibt es noch, weil es auch die passenden Gewässer gibt. Gerade für die Gebirgsbachfischerei sind solch kurze, feine Ruten kaum zu übertreffen. Allerdings sind mir persönlich die mir bekannten Midge-Varianten eine bis zwei Schnurklassen zu hoch angesetzt (Schnurklassen 4 und 5 soweit mir bekannt). Die meisten amerikanischen Taper, welche es für Schnurklasse 2 gibt sind eher weniger parabolisch von der Aktion her und meist in Längen um die 7 Fuss. Habe vor Jahren einige dieser Ruten nachgebaut, was mir sehr viel für die Entwicklung der eigenen Taper für diesen Einsatzbereich gebracht hat, da ich ja bekanntlich nur in Gebirgsbächen fische. Als sehr gut habe ich die Pezon&Michel Midget empfunden. Das Taper findest Du hier:
http://www.uwm.edu/cgi-bin/stetzer/hexrod-cN.pl
aber eben, Schnurklasse 4.
@Trout-Gizmo: Falls Du mal einen Ausflug in die Schweiz machen möchtest - Ruten, auch für Schnurklasse 2, stehen in genügender Anzahl bereit ........
Gruss
Kurt
Verfasst: 07.01.2008, 20:38
von gespliesste
Hallo Kurt, Karl,
danke für die Infos, nicht das der falsche Eindruck entsteht, meine Kunst im Rutenbau beschränkt sich darauf ein Paar Ringe und den Griff an einem Kohlefaserblank mehr oder minder professionell zu befestigen
Hab Respekt vor jedem der diese Taperinformationen in gespliesste Ruten umwandeln kann.
Aber schön zu wissen, dass es noch eine lebendige Zunft gibt die diese Art Ruten wie es scheint mit Hingabe nach wie vor herstellt.
Gruss,
Olaf
Verfasst: 08.01.2008, 08:23
von Karl
Servus Kurt, hoffe du bist nicht von der Außenwelt abgeschnitten, Schnee hats diese Jahr ja genug

. Ich denke mal das sind 2 paar Stiefel. Einmal die Fischerei mit sehr kleinen Fliegen, eben midges, und feinen Vorfächern für die Fischerei auf scheue Fische in eher ruhigerem Gewässer und zum Anderem die Gebirgsbachfischerei im schnellen Wasser. Fürs erstere ist die 2er mit 7´ durchaus angebracht, aber für den Gebirgsbach darf m.M. die Schnurklasse schon 4-5 sein und etwas steiferes taper. Wenn du bei entsprechendem Strömungsdruck mit ner 2er fischt, hast du fast keine Chance den Fisch zu landen. Hab z.Z. ne 7´#2 2/1 im Bau fürs Feine. Gruß Karl
P.S. Kommst zur EWF ?
Verfasst: 08.01.2008, 08:42
von Kurt Zumbrunn
Hallo Karl
Bezüglich EWF steht noch nicht definitiv fest, denn ich habe noch die Ausstellung in der Schweiz (Fischen, Jagen, Schiessen 2008), wenns aber reicht komme ich gerne.
Beste Grüsse
Kurt
Verfasst: 08.01.2008, 10:49
von Matthias M.
Hallo Karl,
wenn der Name „Gebirgsbach“ fällt, assoziiert man bedingt durch die Morphologie meist Sturzbäche.
Die meist durch schnelles turbulentes Wasser geprägt sind.
Hier ist die Wahl zu stärkerem Gerät wohl sinnvoll.
Dennoch gibt es eine Reihe weiterer Gewässertypen, welche fürs Gebirge charakteristisch sind, wie z.B. Quellbäche die durch Hochebenen verlaufen.
Hier findet man Habitatstrukturen die visuell Stillgewässern sehr stark ähneln.
Die Verwendung von 2er oder 3er Ruten ist meiner Meinung in solchen Gewässern absolut gerechtfertigt, bedingt sogar vorteilhaft weil ähnliche Situationen vorzufinden sind wie von dir oben beschrieben (solange der Wind sich in Maßen hält).
Gruß Matthias
Gewässersituation im Hochgebirge (über 2000 Meter)
Verfasst: 08.01.2008, 11:59
von gespliesste
Hallo,
ich finde das die feine Fischerei und die damit verbundene delikate Presentation von kleinsten Fliegen eigentlich der entscheidende Punkt für eine "Midge" ist und wenn man sie auf Spezialruten ausschliesslich für kleine Flüsse limitiert man ihnen unrecht tut. Gerade die stark frequentierten Strecken auch von grossen Flüssen wo die Forellen schon alles gesehen haben, oder die ruhig fliessenden Kreideflüsse/Spring Creeks in England, USA oder Slowenien ... Neben natürlich den von euch aufgeführten Einsatzgebieten ...
In den USA entwickleten sich die "Midges" laut Überlieferung und zum Erstaunen ihrer Erbauer als "altlantic Salmon killer"

Auch wenn ich das weder probiert noch richtig nachvollziehen kann.
Gruss,
Olaf
Re: Rute fürs Feine
Verfasst: 08.01.2008, 13:16
von markus
Hallo Michael,
neben den sicherlich berechtigten Gespließten kann die ORVIS Superfine Trout Bum 602-4, 6 feet, 4-piece, Full Flex 3.0, 2 weight line. 1 oz. mithalten. Die Superfine-Blanks und deren Eigenschaften finde ich überzeugend und fische sie gerne alternativ zu meinen Bambusruten.
TL Markus