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heikle Äschen
Verfasst: 29.09.2009, 18:09
von wooly-bugger
Hallo,
ich muss mal von einem Erlebnis gestern am Wasser erzählen.
Ich wollte nocheinmal zum letzten Forellenausflug in die Zw. Mulde, bei relativ niedrigem Wasserstand. Also um 4 am Wasser angekommen die Rute zusammen gesteckt und los gehts. Mit meiner Nymphe auch ohne Probleme viele Forellers gefangen ( trotz des wenigen Wassers)

.
Nach ein paar Metern konnte ich dann einige Äschen ausmachen ( im knietiefen Wasser), teils in stattlichen Größen.
Meine Forellennymphen wurden grundsätzlich abgelehnt, so habe ich nach und nach meine komplette Box den Äschen serviert, jedoch ohne Erfolg. Flohkrebs, Red Tag Nymphe usw am 14er Vorfach wurden konsequent ignoriert. Die Ba und Refo´s störte das aber wenig, sie bissen weiterhin auf alles servierte.
Deswegen meine Frage, kann man GEZIELT!!! mit der Nymphe auf Äschen fischen?! Bisher waren die bei mir "nur" Beifang, bzw auf Trockene?!
Und muss man an der Standardtaktik ( also schräg stromauf servieren, menden, abtreiben lassen,leine Kurz halten)etwas ändern.
Grüße und Danke
Thomas
Verfasst: 29.09.2009, 21:04
von Darth Wader
man kann glück haben, man kann pech haben
Verfasst: 29.09.2009, 22:09
von hdidi
Ich versteh jetzt das Wort "gezielt" nicht ganz.
Gezielt so, daß man nur Äschen fängt und keine Forellen?
Oder einfach gezielt mit Nympfen auf Äschen?
Zweiteres kann ich nur bejahen, da ich fast alle grösseren Äschen mit Nympfen fange und auf Trockenfliegen meist nur den Kindergarten.
Die Technik ist relativ unkritisch, man braucht nur ein gutes Auge um die feinen Bisse mitzubekommen.
Allerdings wird nicht jede Nympfe genommen, da muß man echt durchprobieren, bis man die richtige hat.
Dann gehts aber sehr gut.
Achja, ich fische kaum schräg stromauf, sondern meist direkt stromauf.
Vielleicht hilft es Dir bisschen weiter

Verfasst: 29.09.2009, 22:56
von Andreas F.
Natürlich kannst du Äschen gezielt anwerfen, aber du wirst keine Fliege und Präsentationstechnik finden bei der nur Äschen beißen.
Damit sie überhaupt beißen muss die Präsentation perfekt sein und selbst dann verweigern sie oft noch.
Meine Erfolgsfliegen für Äschen (und auch Forellen) sind übrigens die auch von dir verwendeten Bachflohkrebse und die Red Tag als Trockene, deshalb einfach weiter versuchen
Gruß Andreas
Verfasst: 30.09.2009, 10:30
von wooly-bugger
Danke erstmal für die Antworten. Dann hatte ich wohl wirklich einfach nur Pech. Das nächste mal dann Indiander spielen und einfach wieder probieren:)
Mit "gezielt" meinte ich tatsächlich, ob es eine Taktik/Technik gibt die vornehmlich von Äschen bevorzugt wird ( beim Nymphenfischen). Gerade im Hinblick auf die kommene Schonzeit der Forellen erscheint mir das wichtig.
Gruß Thomas
Verfasst: 30.09.2009, 16:36
von Pudlich
Ich bilde mir ein - was aber bitte meine singuläre Schlußfolgerung ist - , daß Äschen deutliche Probleme mit sich zweidimensional verhaltenden Mustern haben.
Will sagen, eine von oben nach unten sinkend präsentierte Nymphe stösst häufig auf Ablehnung. Wird das gleiche Muster in konstanter Höhe über Grund angeboten, wird es genommen.
Verfasst: 30.09.2009, 16:42
von hdidi
Ohja, da kannst Du sehrwohl recht haben.
Guter Gedanke !
Verfasst: 01.10.2009, 09:54
von wooly-bugger
hm, aber muss meine Nymphe nicht erstmal zum grund?! Dh. ich müsste 2/3m oberhalb des Fisches einwerfen und dann hoffen die Nymphe torkelt über den Grund auf die Äsche zu?!Halt nur auf "Grundhöhe"!
thight lines
Thomas
Verfasst: 01.10.2009, 10:14
von hdidi
Warum?
Ich fange bis jetzt die grössten Äschen in den sehr schnellen Ausläufen unserer kleinen Mini-Ewerke und dort siehst Du mit blossem Auge die Äschen, wie sie in verschiedenen Tiefen die daherkommende Nahrung aufsammeln.
Ich glaube, es ist der Äsche egal, ob die Nympfe am Grund daherpurzelt oder 10cm darüber dahertreibt.
Die Betonung liegt aber auf "Ich glaube ".

Verfasst: 01.10.2009, 11:09
von Michael.
Pudlich hat geschrieben:Ich bilde mir ein - was aber bitte meine singuläre Schlußfolgerung ist - , daß Äschen deutliche Probleme mit sich zweidimensional verhaltenden Mustern haben.
Will sagen, eine von oben nach unten sinkend präsentierte Nymphe stösst häufig auf Ablehnung. Wird das gleiche Muster in konstanter Höhe über Grund angeboten, wird es genommen.
Hallo,
wir haben wir auch so ein Flüsschen, wo einen die jegliche Fliegen ignorierenden Äschen an manchen Tagen komplett wahnsinnig machen können... Kleiner Tipp: Konsequent verweigernde Äschen fassen oft doch noch zu, wenn man die Nymphe kurz vor Ihnen leicht aufsteigen lässt. Mal ausprobieren.
Gruß
Michael
Verfasst: 01.10.2009, 11:11
von Bernd Ziesche
.
Verfasst: 01.10.2009, 14:45
von wooly-bugger
Danke für eure Antworten. Werde nächste Woche mal einen Bericht rein stellen wie es war ( Sonntag nächster Ausflug)....
getreu dem Motto
Versuch macht klug;)
TL
Thomas
Taktik
Verfasst: 04.10.2009, 20:03
von Seeadler
Was deine Frage nach der Taktik betrifft, Äschen kann man auch sehr gut mit dem Wurf stromabwärts an den haken bekommen.
Sie sind weitaus weniger menschenscheu als Forellen. Oft stellen sich sich sogar direkt hinter den eigenen Beinen ein, um die dort geringere Strömung zu nutzen.
Grüße,
Daniel
Verfasst: 22.10.2009, 16:52
von joric_fischer
Tja, ich will es am Samstag auch mal auf Äschen probieren und probiere den einen oder anderen rat hier mal aus.
Sollte ich etwas fangen malede ich mich wieder. Aber insgesamt danke für die Tipps!!
Gruß Jörgi
Verfasst: 23.10.2009, 10:34
von momo
Ciao a tutti
Letzte Woche war ich in Norditalien am Fluss Resia. Der hat noch einen guten Äschenbestand, und diese darf man auch noch bis Ende Oktober befischen, allerdings nur C&R. Die Äschen waren fleissig am steigen, aber all meine Trockenfliegen wurden konsequent abgelehnt. Meinem Kollegen Paolo gelang es ab und an eine Thymmalus zu haken, aber auch er hatte mehr "Verweigerer" als "Zubeisser". Wir waren ratlos, denn unsere Fliegen waren den gerade schlüpfenden Insekten sehr, wirklich sehr ähnlich (Farbe und Grösse). Das Vorfach hatten wir auf 12 runtergegschraubt, ohne nennenswerten Erfolg.

Erst als ich eine viel zu kleine Palmer (22er Haken) und erst noch in der "falschen" Farbe (rot-schwarz) anknüpfte stellte sich der Erfolg ein.
Fazit: Fische sind Fische, nur sie wissen weshalb sie nehmen oder eben nicht. Bei so heiklen Situationen wie oben beschrieben gibt's meiner Meinung nach nur eines: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Und: der schlimmste Fliegenfischertag ist immer noch besser als der beste Arbeitstag, oder?
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno