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Rapfen, ist der essbar?
Verfasst: 05.11.2009, 19:26
von Bäschwatz
Hallo , Freunde von Fleischwolf Fisch und Filettiermesser.
Wie schmeckt Rapfen?
Wie etwa ist das Fleisch dieses angeblich kampfstarken Fischs denn so.
Die Frage wurde mir von einem gestellt der noch länger angelt als ich.
Da es Rapfen in unserer Bäsch nicht gibt weiß das bei uns niemand genau.
Angeblich viel große Gräten und labberiges, wenig wohlschmeckendes Fleisch.
Wer hat schon mal einen durch den Wolf gedreht?
Gruß Thilo
Verfasst: 05.11.2009, 19:55
von Olli D
Also, viele Gräten, am besten erst mal nen Tag liegen lassen und dann essen.
Verfasst: 05.11.2009, 20:49
von greypanther
Hallo Thilo,
habe zwar schon etliche Rapfen im Main gefangen, die aber, eingedenk des schlechten Leumunds, den diese Fischart als Speisefisch "genießt", immer alle schonend zurückgesetzt. Will sagen: habe noch keinen verspeist.
Aus der Literatur weiß ich allerdings, dass Rapfen früher in Bierteig zubereitet und verzehrt worden ist.
Du hast recht mit Deiner Vermutung, Rapfen sollen extrem viele Gräten und kein wirklich wohlschmeckendes Fleisch haben. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Rapfenfilets durch den Wolf gedreht, mit Sahne, Salz, Pfeffer, Dill, Blattpetersilie, Chilli und einem Spritzer Zitrone zu einer Farce verabeitet und, in Klößchen geformt, in heißem Wasser gegart, mit einer schönen Sahnesoße und einem guten Riesling serviert durchaus wohlschmeckend sein könnten.
Versuch macht klug!
Verfasst: 05.11.2009, 22:04
von Gädda
Moin Moin,
ich hatte dieses Jahr einige hier bei uns in der Treene gefangen.Darauf habe ich einige Sachen probiert. Frikadellen waren zu lasch, selbst mit div. Gewürzen. Am ehesten ging es den Rapfen in Sauer zu legen, so wie Heringe. Der Renner war das aber auch nicht. Die Gräten sind dann zwar schön weich, aber es sind recht viele davon vorhanden. Das Fleisch ist nicht sehr schmackhaft. Seit dieser Erfahrung lasse ich die Jungs wieder schwimmen. Da sind Brassen wirklich besser, und die sind ja auch nicht gerade lecker!!
Viele Grüße aus NF
Heiko
Rapfen in.....
Verfasst: 05.11.2009, 22:07
von Bäschwatz
Kurz um , ab in de Wolf demit.
Werde meinen Frikadellenvollernter nächtes Jahr im Main zu Wasser lassen.
Mal sehen was debei raus kommt.
Gruß Thilo
Verfasst: 07.03.2010, 17:03
von Aalwaller
Hallo Thilo,
ich habe mal einen Rapfen geräuchert, gemundet hat er nicht sonderlich. Lass die Rapfen lieber wieder frei. Brassen hingegen sind geräuchert ein Gaumenschmaus.
Gruß Wolfgang
Verfasst: 10.03.2010, 07:34
von Philzlaus
greypanther hat geschrieben:Ich könnte mir aber vorstellen, dass Rapfenfilets durch den Wolf gedreht, mit Sahne, Salz, Pfeffer, Dill, Blattpetersilie, Chilli und einem Spritzer Zitrone zu einer Farce verabeitet und, in Klößchen geformt, in heißem Wasser gegart, mit einer schönen Sahnesoße und einem guten Riesling serviert durchaus wohlschmeckend sein könnten.
Versuch macht klug!
Bei soviel Geschmacksverstärker kannst aber auch das gleiche mit ner Ratte machen und das würde schmecken. Also wenn man nicht gerade am Hungertot nagt würde ich releasen.
Verfasst: 11.03.2010, 09:50
von dr_d
Essbar? Ja.
Schmackhaft? Nein!
Oliver
Verfasst: 11.03.2010, 16:35
von Zweihandwedler
Im Blinker wurde der Rapfen mal so beschrieben:
Wenn sie ein Nachbar immer nervt ihn mal ein Fisch zu fangen, ein Rapfen und der wird nie wieder fragen.
Essbarkeit von Rapfen
Verfasst: 11.03.2010, 23:09
von Bäschwatz
Hallo Freunde der Fischerei
Danke für Eure Antworten.
Mich wundert's halt schon das ein Karpfenartiger der sich ab einer gewissen Größe vorwiegend von kleineren Fischen ernährt so schlecht abschneidet.
Erinnert mich an die Frage ob Karauschen essbar sind.
Damals waren diese noch nicht geschützt.
Da es davon Unmengen gab hab ich den Selbstversuch halt mal gewagt.
Einmal und nie mehr wieder.l
Gruß Thilo
Re: Essbarkeit von Rapfen
Verfasst: 13.03.2010, 14:22
von Zweihandwedler
Bäschwatz hat geschrieben:
Erinnert mich an die Frage ob Karauschen essbar sind.
Damals waren diese noch nicht geschützt.
Einmal und nie mehr wieder.l
Gruß Thilo
Sorry, aber die Karrausche hat weniger Gräten als jeder andere Friedfisch (ungefähr wie eine Forelle), in Ostpreussen eine Delikatesse. Beim Fischessen spielt der Kopf oft eine Rolle. Versuche mal mit einen Nicht-Angler einen Flussbarsch zu essen, der meckert über Gräten, futtert der ein Hecht sagt er nichts (wo der Hecht der Brassen unter den Fischen ist).
Verfasst: 21.03.2010, 23:18
von strongbow
Geschmack ist tatsächlich subjektiv.
Objektiv ist Rapfen aber einer der grätenreichsten Fische überhaupt.
Daher: Schwimmen lassen.
Harro