Seite 1 von 1
Schusskopf oder WF-Schnur?
Verfasst: 09.12.2009, 18:17
von ostlachs
Hi, ich wollt fragen ob beim fischen auf Mefo, Lachs oder Hecht, mit der Einhandfliegenrute, ein Schusskopf oder eine WF-Schnur besser geeignet ist. Ich weis das man mit einem Schusskopf weiter werfen kann und bei mehr Wind aber ich wollt mal eure Meinung hören.
Danke im Vorraus.
Lucas
Verfasst: 09.12.2009, 18:33
von Ringo
Hallo,
Es gibt Leute die mit einem SK weiter werfen. Aber auch viele die damit nicht zurecht kommen. Ich kenne einige Angler die wieder auf Vollschnüre umgestiegen sind. Außerdem ist Weite nicht alles.
Das verschiedene SK schnell ausgetauscht werden können ist vorteilhaft. Ob du das auch machen würdest ist eine andere Frage. Ich fische an der Küste eigentlich immer die gleiche Schnur.
An fließenden Gewässern ist zu beachten, dass ein SK nicht gemendet (umgelegt) werden kann.
Verfasst: 10.12.2009, 09:34
von derflow
Moin !
....ich fische beides

- allerdings bedingt durch zwei unterschiedliche Ruten. Beim Hechtstreamern benutze ich lieber Vollschnüre auf meiner 9er, da ich auch viel im Nahbereiche werfe / fische. Auf Meerforelle fische ne sauschnelle 7er die wunderbar Schnussköpfe anfeuert und mit der anständig meter machen kann. Der größte Störenfried ist für mich immer die Verbindung zwischen Runningline und SK. Im Nahbereich, wenn man gerade sowie damit beschäftigt ist den Streamer unter Büsche, um die Ecke oder unter Brücken zu zwirbeln stört mich das extrem, wenn diese Verbindung irgendwo in den Ringen hängen bleibt und mir den Wurf versaut. An der Küste, wo ich viel Platz habe und einen sauberen Doppelzug machen kann funktioniert das SK-System prima.
Zurück zu Deiner Ausgangsfrage bzw. mein Fazit:
Hast Du Platz zum Werfen, musst häufiger auf verschiedene Tiefen wechseln nimm die Schussköpfe.
Fischst Du auch im Nahbereich, kommst mit einer Schwimmschnur aus (musst nicht häufiger mal die Schnur wechseln) würde ich eher zu einer Basstaper-Schnur tendieren, da diese vom Aufbau her dem Schusskopf-system am meissten ähnelt bzw. ähnliche Eigenschaften hat aber dafür keine Störende Verbinden zwischen SK und RL
Verfasst: 10.12.2009, 10:57
von Achim Stahl
Moin,
mal ganz nüchtern betrachtet ist ein Schußkopf nichts weiter als eine WF, bei der die Keule und die Runningline nicht nahtlos ineinander übergehen, sondern per Schlaufenverbindung, Knoten oder verspleisen miteinander verbunden werden.
Das heißt auch im Klartext, dass sich ein Schußkopf mit identischer Keule und Runningline wie bei einer WF nicht weiter oder besser bei Wind werfen lässt.
Und man bekommt WF-Schnüre inzwischen problemlos mit allen möglichen radikalen "Schußkopf"-Tapern.
Zusätzliche Weite beim Schußkopfwerfen erreicht man nur, wenn man statt einer normalen gecoateten Runningline ein dünnes Monofil, Flatbeam oder irgendetwas in dieser Art anknotet. Damit vermindert man die Reibung in den Ringen und den Luftwiderstand. Diese dünnen Schnüre sind allerdings beim Einstrippen und sicheren Greifen nicht jedermanns Sache. Und die Schnur schön gestreckt auszulegen, ist damit auch nicht so einfach.
Ich verwende Schußköpfe sehr selten, vor allem, weil ich den holprigen Übergang von Kopf zur Runningline nicht gerne in den Ringen habe. Der einzige Einsatzbereich ist bei mir beim Bellyboatfischen, wenn ich oft verschiedene Wassertiefen abfischen will oder auch als "Resteverwertung". Das heißt, ich schneide bei alten WF Schnüren die noch intakte Keule ab und verbinde sie mit einer neuen Runningline.
Das bezieht sich jetzt natürlich auf die Einhandfischerei. Für den Underhandcast mit der Zweihandrute sind spezielle Schußköpfe selbstverständlich.
Viele Grüße!
Achim