Stammbaum gesucht
Verfasst: 11.03.2012, 21:49
Hallo Freunde,
im letzten Jahr habe ich eine gespliesste Fliegenrute......ich geb zu......günstig in der Bucht geschossen. Nach der Überweisung eines relativ läppischen Betrages kam eine Mail: "Leider hat mein Sohn in einem unbeaufsichtigtem Moment während des Verpackens die Ersatzspitze durchgebrochen. Wenn sie möchten können sie vom Vertrag zurücktreten."
Ich habe da direkt Lunte gerochen und habe auf Abwicklung des Vertrages bestanden.
Als das Paket dann ankam habe ich ein (für einen Laien) wirkliches Schmuckstück vorgefunden. Die Ersatzspitze war tatsächlich direkt hinter dem Spitzenring gebrochen. Sah aber aus wie durchgekniffen. Ansonsten war die Rute in einem ungefischten 1A-Zustand. Das Futteral war anbei und total von Mottenfrass zerfressen. Zur Auktion gehörte noch eine Ryobi 445.
Nun zu den eigentlichen Daten:
Lable: Dickson&Son (Alex Martin)
Herstellerland: Schottland (Edinburgh)
Rutenserie: Thistle
Länge: 2,30 m (7,5 Fuß)
Klasse: #5
Folgende Angaben standen in der Artikelbeschreibung:
Rute: Dickson # 5 2,30m mit 2 identischen Spitzen und Originalfutteral.
Rute ist neu und ungefischt, Griff noch in Folie. Habe sie auf Grund ihres Alters als gebraucht eingestellt!!! Blank ist absolut gerade, die Steckverbindungen top i.o. Rollenhalter in Nickelsilber, Tropenholzspacer. Die eingestellten Bilder des Verkäufers bestätigen diese Angaben!
Natürlich habe ich vor Abgabe meines Gebotes versucht etwas über die Rute bzw. das Lable herauszubekommen. Leider waren die gefundenen Infos nur sehr dürftig:
Die Firma Dickson&Son ist ein 1820 gegründeter Hersteller von Waffen aus Edinburgh. Irgendwann schloß sich Alex Martin der Firma an, der einen bekannten Tackleshop in Edinburgh hatte und sich vor allem mit der gleichnamigen Rolle (Thistle) einen Namen machte. Diese unter Eigenlable vertriebene Rolle ist zumindest ein begehrtes Sammlerobjekt. Irgendwo stand dann in englischer Sprache das die Firma Dickson&Son die (unter eigenem Lable verkauften) Ruten wahrscheinlich bei Hardy in Auftrag hat fertigen lassen - man weiß ja nicht ob das stimmt!
Aber vielleicht ist ja unter den Reihen der Gespliessten-Spezialisten hier unter uns jemand der mehr über die Firma-/ die Rute zu berichten weiß.
Inzwischen habe ich die defekte Spitze beim Gerd-Peter Wieditz reparieren lassen (war wohl kein Akt und selbst der Originalspitzenring konnte verwendet werden) und ein Probewerfen hat sich äußerst positiv dargestellt. Ein neues Futteral habe ich der Rute ebenfalls gegönnt. Nachfolgend ein paar Bilder des Feuerholzes für "Kohlefaserfreaks":















Nun zu meinem "Begehren":
Wer kann mir mehr über die Geschichte der Rute sagen? Wann wurde sie gebaut? Wer hat sie tatsächlich gebaut (Dickson&Son ist wahrscheinlich nur ein Lable für eingekaufte Ruten)? Was ist die Rute tendenziell tatsächlich wert? Soll ich sie fischen oder als Dekorations- bzw. Sammlerobjekt halten?
Kleiner Zusatz: Gerd-Peter Wieditz denkt das die einzelnen Spleisse "gefräst" worden sind, was tatsächlich eher auf einen größeren Hersteller wie Hardy hindeuten würde und nicht auf eine individuelle Einzelperson.
Über möglichst reichhaltige Infos, besonders aus dem Lager der "Spezies" hier würde ich mich dehr freuen!
liebe Grüsse
Detlef
im letzten Jahr habe ich eine gespliesste Fliegenrute......ich geb zu......günstig in der Bucht geschossen. Nach der Überweisung eines relativ läppischen Betrages kam eine Mail: "Leider hat mein Sohn in einem unbeaufsichtigtem Moment während des Verpackens die Ersatzspitze durchgebrochen. Wenn sie möchten können sie vom Vertrag zurücktreten."
Ich habe da direkt Lunte gerochen und habe auf Abwicklung des Vertrages bestanden.
Als das Paket dann ankam habe ich ein (für einen Laien) wirkliches Schmuckstück vorgefunden. Die Ersatzspitze war tatsächlich direkt hinter dem Spitzenring gebrochen. Sah aber aus wie durchgekniffen. Ansonsten war die Rute in einem ungefischten 1A-Zustand. Das Futteral war anbei und total von Mottenfrass zerfressen. Zur Auktion gehörte noch eine Ryobi 445.
Nun zu den eigentlichen Daten:
Lable: Dickson&Son (Alex Martin)
Herstellerland: Schottland (Edinburgh)
Rutenserie: Thistle
Länge: 2,30 m (7,5 Fuß)
Klasse: #5
Folgende Angaben standen in der Artikelbeschreibung:
Rute: Dickson # 5 2,30m mit 2 identischen Spitzen und Originalfutteral.
Rute ist neu und ungefischt, Griff noch in Folie. Habe sie auf Grund ihres Alters als gebraucht eingestellt!!! Blank ist absolut gerade, die Steckverbindungen top i.o. Rollenhalter in Nickelsilber, Tropenholzspacer. Die eingestellten Bilder des Verkäufers bestätigen diese Angaben!
Natürlich habe ich vor Abgabe meines Gebotes versucht etwas über die Rute bzw. das Lable herauszubekommen. Leider waren die gefundenen Infos nur sehr dürftig:
Die Firma Dickson&Son ist ein 1820 gegründeter Hersteller von Waffen aus Edinburgh. Irgendwann schloß sich Alex Martin der Firma an, der einen bekannten Tackleshop in Edinburgh hatte und sich vor allem mit der gleichnamigen Rolle (Thistle) einen Namen machte. Diese unter Eigenlable vertriebene Rolle ist zumindest ein begehrtes Sammlerobjekt. Irgendwo stand dann in englischer Sprache das die Firma Dickson&Son die (unter eigenem Lable verkauften) Ruten wahrscheinlich bei Hardy in Auftrag hat fertigen lassen - man weiß ja nicht ob das stimmt!
Aber vielleicht ist ja unter den Reihen der Gespliessten-Spezialisten hier unter uns jemand der mehr über die Firma-/ die Rute zu berichten weiß.
Inzwischen habe ich die defekte Spitze beim Gerd-Peter Wieditz reparieren lassen (war wohl kein Akt und selbst der Originalspitzenring konnte verwendet werden) und ein Probewerfen hat sich äußerst positiv dargestellt. Ein neues Futteral habe ich der Rute ebenfalls gegönnt. Nachfolgend ein paar Bilder des Feuerholzes für "Kohlefaserfreaks":
Nun zu meinem "Begehren":
Wer kann mir mehr über die Geschichte der Rute sagen? Wann wurde sie gebaut? Wer hat sie tatsächlich gebaut (Dickson&Son ist wahrscheinlich nur ein Lable für eingekaufte Ruten)? Was ist die Rute tendenziell tatsächlich wert? Soll ich sie fischen oder als Dekorations- bzw. Sammlerobjekt halten?
Kleiner Zusatz: Gerd-Peter Wieditz denkt das die einzelnen Spleisse "gefräst" worden sind, was tatsächlich eher auf einen größeren Hersteller wie Hardy hindeuten würde und nicht auf eine individuelle Einzelperson.
Über möglichst reichhaltige Infos, besonders aus dem Lager der "Spezies" hier würde ich mich dehr freuen!
liebe Grüsse
Detlef
