Kleine Impression vom Äschenfischen
Verfasst: 16.01.2014, 16:27
Kleine Impression vom Äschenfischen
Es wird schon dunkel. Und tatsächlich, die seit Stunden drohenden Schneewolken befreien sich von dicken, weißen Flocken. Schnell ist die Straße bedeckt. Und wir müssen noch auf knappe 1400m rauf, über den kleinen Pass, unserem Äschenfluss entgegen. Der Q7 zieht mit stoischer Ruhe und dank Quattro von der rasch zunehmenden Schneehöhe gänzlich unbeeindruckt seine Bahn. Auf den ist Verlass. Dabei ist das Auto voll. Fünf Mann mit Gepäck. Alles kein Problem. Die Bergabfahrhilfe bringt uns auf der andern Seite wieder runter, langsam, sicher, Schneekurve für Schneekurve. Das Kurvenlicht ist eine Klasse für sich und gerade jetzt eine Wohltat! Endlich, der Gasthof mit seiner Äschenstrecke erscheint im bläulich angehauchten Xenonlicht. Der Wirt und Streckeninhaber, per Handy informiert, hat schon das Bier gezapft. Nach standesgemäßer Brotzeit sitzen wir noch lange zusammen, der eine oder andere bindet noch schnell ein paar kleine Nympfen, spät erst verkrümelt sich ein jeder auf sein Zimmer.
Die nächsten drei Tage stehen wir im eiskalten Wasser. Eher graufarben fließt der recht große Bach dahin. Hinter dicken Felsen kreiselt das Wasser über erstaunlich tiefen Gumpen. Stiege gibt es nicht. Der Wirt guidet, und er guidet gut. Bei keinem bleibt die Rute gerade. Wir fangen Äschen auf kleinen grauen Fliegen, aufsteigend gefischt. Nicht viele, dafür sind ein paar richtig Gute dabei. Wir erleben wunderbare Tage. Der Himmel bleibt grau, gelegentlichen fallen Schneeflocken, vom leichten Wind verwirbelt. Die Zeit scheint still zu stehen. Die Temperaturen bleiben um Null Grad. Die Luftfeuchtigkeit erhöht die gefühlte Kälte. Die Ringe vereisen aber kaum, die Rollen backen nicht fest. Wir genießen die Ruhe um uns.
Zwischendrin können es drei von uns nicht lassen ein kleines Wurfmatch auszutragen. Sie haben sich mit neuen 4er Ruten ausgestattet und es gilt zu testen, welche Rute besser ist: die BIIIX, die Artisan oder die Circa. Natürlich alles mit einem Augenzwinkern, einem Augenzwinkern unter Freunden. Klar, es gibt keinen Sieger. Alle drei Ruten fischen sich einfach nur herrlich. Auch ein anderer Test geht gut aus. Ich fühle mich in meiner neuen Simms Prodry mit der ExStream drunter pudelwohl. Wie sich überhaupt das ganze Simms-Zeug seit Jahr und Tag bei uns Fünfen bewährt hat.
Aber es hilft alles nichts. Nach drei wunderbaren Tagen geht es am Morgen des vierten Tages wieder zurück. Still ist es im Q7, als wir uns Kurve um Kurve diesen Tagen entwinden. Erst hinter dem Pass, auf der anderen Seite, versuchen wir etwas Smalltalk. Der misslingt. Unserer Seelen hängen noch am Wasser, sehen die Fliege abtauchen, fühlen die sich vom Wasserdruck streckende Schnur, fühlen die Anspannung, die mit der aufsteigenden Fliege einhergeht, die Äsche zu verführen…
Gruß,
Hans
Es wird schon dunkel. Und tatsächlich, die seit Stunden drohenden Schneewolken befreien sich von dicken, weißen Flocken. Schnell ist die Straße bedeckt. Und wir müssen noch auf knappe 1400m rauf, über den kleinen Pass, unserem Äschenfluss entgegen. Der Q7 zieht mit stoischer Ruhe und dank Quattro von der rasch zunehmenden Schneehöhe gänzlich unbeeindruckt seine Bahn. Auf den ist Verlass. Dabei ist das Auto voll. Fünf Mann mit Gepäck. Alles kein Problem. Die Bergabfahrhilfe bringt uns auf der andern Seite wieder runter, langsam, sicher, Schneekurve für Schneekurve. Das Kurvenlicht ist eine Klasse für sich und gerade jetzt eine Wohltat! Endlich, der Gasthof mit seiner Äschenstrecke erscheint im bläulich angehauchten Xenonlicht. Der Wirt und Streckeninhaber, per Handy informiert, hat schon das Bier gezapft. Nach standesgemäßer Brotzeit sitzen wir noch lange zusammen, der eine oder andere bindet noch schnell ein paar kleine Nympfen, spät erst verkrümelt sich ein jeder auf sein Zimmer.
Die nächsten drei Tage stehen wir im eiskalten Wasser. Eher graufarben fließt der recht große Bach dahin. Hinter dicken Felsen kreiselt das Wasser über erstaunlich tiefen Gumpen. Stiege gibt es nicht. Der Wirt guidet, und er guidet gut. Bei keinem bleibt die Rute gerade. Wir fangen Äschen auf kleinen grauen Fliegen, aufsteigend gefischt. Nicht viele, dafür sind ein paar richtig Gute dabei. Wir erleben wunderbare Tage. Der Himmel bleibt grau, gelegentlichen fallen Schneeflocken, vom leichten Wind verwirbelt. Die Zeit scheint still zu stehen. Die Temperaturen bleiben um Null Grad. Die Luftfeuchtigkeit erhöht die gefühlte Kälte. Die Ringe vereisen aber kaum, die Rollen backen nicht fest. Wir genießen die Ruhe um uns.
Zwischendrin können es drei von uns nicht lassen ein kleines Wurfmatch auszutragen. Sie haben sich mit neuen 4er Ruten ausgestattet und es gilt zu testen, welche Rute besser ist: die BIIIX, die Artisan oder die Circa. Natürlich alles mit einem Augenzwinkern, einem Augenzwinkern unter Freunden. Klar, es gibt keinen Sieger. Alle drei Ruten fischen sich einfach nur herrlich. Auch ein anderer Test geht gut aus. Ich fühle mich in meiner neuen Simms Prodry mit der ExStream drunter pudelwohl. Wie sich überhaupt das ganze Simms-Zeug seit Jahr und Tag bei uns Fünfen bewährt hat.
Aber es hilft alles nichts. Nach drei wunderbaren Tagen geht es am Morgen des vierten Tages wieder zurück. Still ist es im Q7, als wir uns Kurve um Kurve diesen Tagen entwinden. Erst hinter dem Pass, auf der anderen Seite, versuchen wir etwas Smalltalk. Der misslingt. Unserer Seelen hängen noch am Wasser, sehen die Fliege abtauchen, fühlen die sich vom Wasserdruck streckende Schnur, fühlen die Anspannung, die mit der aufsteigenden Fliege einhergeht, die Äsche zu verführen…
Gruß,
Hans