huhu @ all
hmm, ja, der Frank hat`s echt gut erklärt.
ich muss da aber mal meinen senf dazu geben, ihr wiss ja..
die stromauf gefischte nymphe fischt (in dead drift) tiefer
die stromab gefischte nymphe fischt massiv kontrollierter.
hat logischerweise beides seine vor- und eben auch nachteile.
bisserkennung stromab ist das eine. und tiefer stromauf - auch klar.
aber insbesondere bei klarem wasser aus nem anderen grund:
die trutte würde dich nämlich beim stromab fischen kommen sehen,
weil sie ja stromauf ausschau hält.
aber wenn man sich mit massivem übergewicht durch das unterholz
am ufer gebrochen und mit dilettantischen wurfkünsten das wasser
schaumig gepeitscht hat, ist DAS auch alles nicht mehr so dramatisch..
man muss sich also je nach gewässersituation echt überlegen
auf welcher seite man den kompromiss wählt. mal als beispiel:
es gibt ne stelle in Marburg in der Lahn, da ist ein toller tiefer zug mit
altem Erlenbestand am flußufer.. (man kann die dick-trutte förmlich
im wurzelwerk sitzen
hören..) ich wurde blass, als ich versuchte
da mal mit der rute zu loten. 9 ft rute: spitze hat keinen grundkontakt.
und bevor man dort mit doppelt beschwerten tungsten nymphen, nem
sink polyleader und bissanzeiger groß wie ein sektkorken in klasse #5
angreift, sollte man vielleicht den schweren wooly bugger in klasse #7
durch die rinne zerren oder besser gleich die UL spinrute nehmen.
mit der feinen matchrute, englischer drennan stick pose und WURM
hab ich da dann aber mal massiv gerockt.
ja ich weiss, wurm ist pfui...
ich sag mal so: stromauf ist so (bei mir) ab 1,20m wassertiefe schulz,
weil das vorfach durch die strömung derart verstrudelt wird, dass gute
bisserkennung glückssache wird. es sei denn, ich kann den fisch in
glasklarem tiefen wasser nehmen sehen.
stromab fische ich echt super gerne. man kann mit nach-menden die nymphe
toll manipulieren, aufsteigen lassen (erwähnt sei hier nur der legendäre
Leisenring lift) das fängt richtig super und man merkt jeden kleinen zupfer,
wenn die fingerlange äschen die nymphe auch nur mal
anhustet.
das tschechische nymphen ist unter anderem deshalb so erfolgreich,
weil hier den kandidaten nahe gebracht wird, knapp unter der rutenspitze
wie auf schienen zu fischen und mal auf die bisserkennung zu achten.
nix ist da mit 25 meter wurf und fortgeschrittener menderei.
solcherlei spässken sind für anfänger eh noch nix..
grüße
Thotty
p.s.:
noch nen tip aus der schwulen szene:
fette deine butt sektion
man kann oft auf bissanzeiger verzichten
(die werfen sich nämlich echt beschissen)
80 cm gefettete hauptschnur nebst vorfach-anfang,
die taugen dann fast genauso
