| Gerätebesprechung
- Zweihandfliegenruten:
G.Loomis GLX Stinger 12,6ft # 8/9 - Scandinavian Style - "Xperience".... oder "Pimp my Rod" "In Tagen wo jeder alles irgendwie Pimpt, hat noch keiner mit verrückten Fliegenfischern gerechnet...." Bericht von Carsten Meyer |
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Der Grund:
Warum macht man eine Spitzenrute kaputt und macht aus dem kümmerlichen Rest eine neue Rute? Nunja, dies sollte ein Experiment werden, ein gewagtes auf jeden Fall! |
| Und irgendwie
hatten wir bei K&HD mal Lust auf was Neues und da der Stefan Zimmermann
numal dort arbeitet, durfte er sich an meiner Rute austoben.
Außerdem ... wer hat denn schon eine schwarze GLX Stinger? Es gab für
mich lediglich einen reparablen Grund: Nachdem die Rute in Schweden 4 Wochen
zu meinem dritten Arm wurde, lösten sich die oberen 4 Korkscheiben
und Feuchtigkeit drang in den oberen Griffkörper ein, die ich nicht
wieder los wurde. Früher oder später hätte der Korkgriff
ausgewechselt werden müssen, vermutlich ein Garantiefall. Und wenn
man schon mal dabei ist... die eine oder andere Idee wurde dann gleich
mit umgesetzt.
Zu den Arbeiten
am Blank:
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Es blieb nun ein grün lackierter Blank, allerdings mit den Spuren der Entfernung auf dem Lack. Eine weitere Nutzung wäre hier optisch nicht praktikabel gewesen. So wurde der Blank in diversen Schleifgängen im trockenen, unter Wasser und in Spezialflüssigkeiten und unterschiedlichen Körnungen geschliffen, bis der rohe Kohlefaserkern zum Vorschein kam. Durch die unterschiedlichen Lackstärken, welche firmenseitig (G.Loomis) minimal ungleichmässig aufgetragen wurden, sind zusätzlich Ausgleichsmaßnahmen im Schleifvorgang vorgenommen worden. Die nun anfällige Oberfläche ist wasserempfindlich und wurde durch Impgrägniermaßnahmen wieder |
| versiegelt
sowie mittels Öl und Stahlwolle unter Druck mattiert und immer wieder
bearbeitet.
Der Aufbau:
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| Der Griff:
Der Griff der ursprünglichen Stinger hatte zuletzt 3 Nachteile - wobei die letzten 2 reine Geschmackssache sind: 1. Die oberen Korkringe haben sich durch die Beanspruchung des Fischens gelöst 2. Der Griff war für mein Gefühl etwas zu dünn 3. Der obere Griff war für meinen Geschmack ein wenig zu lang. |
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Die Segmente
des 11A Champagnerkorkes wurden konisch und exakt passend zum Blank gebohrt
und wurden nicht, wie üblich gefertigt, unterfüttert. Der nun
kürzere Griff wirkt sich letztendlich positiv auf die Aktion der Rute
aus.
Das Wurfverhalten: Nun war man gespannt, würde sich der neue Aufbau positiv oder negativ auswirken? Ich habe als erstes meine alten Schussköpfe herausgekramt und diese auf der Wiese getestet. Der erste Eindruck bestätigte sich sofort: Die Rute ist noch straighter als die ursprüngliche GLX Stinger. Wir haben beide Ruten parallel getestet, auch später am Wasser bestätigte sich unsere Annahme: Der Aufbau der "Xperience" wirkt sich noch einmal positiv auf den Wurf und die Schnurführung aus. Die Rute ist härter geworden, dennoch habe ich die Schussköpfe von 31,9 Gramm auf exakt 31 Gramm gekürzt. Was soll man sagen? Würde man einen Strich ziehen, würde man exakt an diesem entlang werfen können. Die Rute bricht, durch den exakten Aufbau auf die härtere der weichen Blankseite, keineswegs aus. Die Rute wurde auf unseren Werfertagen in Hamburg am 30.10.2005 und 13.11.2005 ausgiebig durch uns und weiteren Spezialisten getestet und für absolut perfekt empfunden. Fazit: Stefan Zimmermann
von K&HD (Foto unten rechts) hat absolut perfekte Arbeit geleistet.
Der Aufbau der Rute dauerte 14 Werktage, die Kosten für Material und
Arbeitsstunden belaufen sich auf ca. 800 € (Plus Anschaffung der Rute).
Sicherlich ist dies nicht für jeden Geldbeutel geeignet und vielleicht
auch von Perfektion an den Rand des Wahnsinns getrieben, letztendlich war
es ein Experiment.
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| Für
weitere Informationen, Beratung und Verkauf:
- G.Loomis
Homepage
Testbericht und Fotos (C): Carsten Meyer, www.flyfishing-stade.de Das unerlaubte Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Bericht ist verboten. |
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