Im
Frühjahr 2001 hat der Weser-Kurier über einen Ochtum-Altarm des
Delmenhorster Sportfischervereins (bei Bremen) berichtet, an dem sich regelmäßig
zahlreiche Kormorane aufhielten.
Nachdem die Fangerfolge spürbar
nachließen, machten sich die Fischer ernsthaft Sorgen um die Zukunft
Ihres Gewässers.
Sie sandten einen Hilferuf an den
Niedersächsischen Landtag und versuchten Abschussgenehmigungen für
die im Übermass einfallenden Kormorane zu bekommen.
Als Reaktion auf den oben genannten
Artikel, den ich damals leider nicht aufgehoben habe, schrieb ein Neunmalkluger
Zeitgenosse einen engstirnigen und zugleich unqualifizierten Leserbrief,
in dem die Anliegen der Angler abgeurteilt wurden.
Dass ließ mich nicht ruhen
und ich griff ebenfalls zur Feder, so wie noch einige Mitstreiter, deren
Leserbriefe dann ebenfalls veröffentlicht wurden, die Briefe findet
Ihr im Anhang.
Es ist für die Gewässer
und somit auch für uns Angler ungaublich wichtig, dass auch weniger
Betroffene ein klares Bild von der Kormoranproblematik bekommen. Für
eine möglicherweise einmal anstehende Lösung des Kormoranproblems
braucht man auch die Zustimmung breiter Bevölkerungsschichten. Ich
denke da z. B. an die Taubenplage in vielen Städten...vor Jahren hat
die breite Masse der Leute die Tauben noch niedlich gefunden und reichlich
gefüttert. Das ist aber auch längst nicht mehr so! Die Leute
sind aufgeklärter und kennen die Hintergründe der Taubenplage
und die Schäden, die die Vögel verursachen. Hierher rührt
dann auch die Akzeptanz, wenn es um vernünftige Gegenmaßnahmen
geht.
Weil "Otto Normal" zu wenig
von den Zusammenhängen am Wasser und den schwarzen Vögeln weiss,
war mir der Brief damals so wichtig.
Wie es um die Anliegen der Fische
und Angler in Delmenhorst jetzt steht, kann ich zur Zeit leider nicht berichten.
Fischer´s Grüße:
Lüder
Isenberg