Österreich-Mittersill-Bräurup
Bericht und Fotos: Rainer Nitsche

Anfang September war es wieder soweit. Zum zweiten Mal fuhren wir, das heißt mein Freund Manfred und ich, zum bekannten Hotel Bräurup nach Mittersill. Angetan vom Jahr 2004 mit Traumwetter und Traumfischerei zog es uns wieder nach Österreich. 
Dort erwartet einen nicht nur eine vorzügliche Halbpension sondern auch eine prima 
Fischerei. Einige Flüsse, (Felberbach, Habach, Hollersbach, Salzach und div. Seen stehen 
dem Angler zur Verfügung. Wir hatten wieder 4 Tage gebucht und jeder Tag sollte ein TOP-Tag werden. Aber der Reihe nach.
Wenn ein solches Gebiet gleich zweimal im Jahr mit extremen Hochwasser kämpfen muss (Mittersill stand im Zentrum über einen Meter unter Wasser!) ist schon Zweifel angesagt ob das mit der Fischerei wieder so gut klappt. Extremer Regen vom Gebirge, der über die kleinen Bäche in die Salzach floss, brachten diese im Juli zum Überlaufen.
Aber schon der erste Tag am Felberbach bescherte uns eine super Trockenfischerei im schnellen Wasser. 

Wir fischten mit schwarzen oder braunen Sedges und fingen Bachforellen bis 40 cm. 

Einige Regenbogen rundeten diesen Tag ab und so waren wir glücklich über die Fänge, die traumhafte Landschaft und das super Wetter.

Am zweiten Tag hieß es dann: Auf geht's ins Achental zur Krimmler Ache (Foto links).
Normalerweise wird man mit dem Taxi raufgefahren, (eigener PKW ist verboten). Doch durch das Hochwasser wurde ein Teil der Straße weggeschwemmt. So mussten wir auf den "Haflinger" (siehe unten) umsteigen. Doch wer gedacht hätte, dass nun ein Pferdegespann vorfahren würde - sah sich getäuscht.
Mit einem aus dem Jahre 1960 alten Militärfahrzeug, den man dort eben "Haflinger" nennt, ging es sehr abenteuerlich über den Fußweg hinauf ins 1700 Meter hoch gelegene Achental. Diese Fahrt vergisst du nicht, das war mal was anderes und sehr erlebnisreich...
Oben angekommen, verzog sich im frühen Morgen der Nebel und die Ache zeigte sich von ihrer besten Seite. Super klares Wasser, idealer Wasserstand - und in traumhafter Landschaft. Warum in die Feme schweifen wenn das "Gute" so nah liegt? 

Die Fischerei war auch an der Krimmler Ache wieder super, jedoch nicht einfach.

Ab ca. 11 Uhr kommt der Wind auch mal etwas kräftiger, so dass die Fischerei mit Ser oder 6er Rute Sinn macht. Außerdem sind die Fische sehr scheu und auch beim Biß sehr vorsichtig gewesen.
Trotzdem konnten wir Bachsaiblinge, Bachforellen und auch Äschen fangen. 

Kleine CDC und dunkle Sedges waren die Hauptfliegen.

Alle drei Arten fingen wir Trocken wie auch mit Nymphe, jedoch nicht in der Größe wie im letzten Jahr.

Hier ein Tipp: Wenn man nach einem solchen Tag noch den ultimativen Kick sucht, bleibt man über Nacht im Achental !

Das Hotel hat dort oben eine sehr kleine Hütte (siehe Foto links). Dort hat man ca. 12 qm Platz! Komfort: Fehlanzeige. Aber das war genau das, was wir zumindest für einen Tag suchten. Kein Strom - kein Bad/Dusche - Toilette in der Wildnis - Wasser aus einer Bergquelle. Nächtigen im Schlafsack (siehe Bilder unten: Abendessen und Bett).

Aber wenn am Abend die frischen Saiblinge in der Pfanne braten, 
du das mitgebrachte dunkle Bier aus der saukalten Quelle holst - na gibt es was Schöneres? Die atemberaubende Stille dort Oben, den Tag so ausklingen zu lassen ist schon was ganz Feines.

Wichtige Anmerkung: Dass wir Fische entnehmen durften, war nur mit vorheriger Absprache mit Bräurup möglich. Selbstverständlich gilt auch in der Krimmler Ache, C&R.
 

Und auch der zweite Tag dort Oben war genau so gut verlaufen wie der erste. 

Super Fischerei !

Den vierten und somit den leider letzten Tag verbrachten wir vormittags am Oberlauf der Salzach. Und auch dort nach etwas müdem Start, fingen wir Trocken wunderschöne Bachforellen. Herrliche Pools und viele Steine wechselten sich regelmäßig ab und boten tolle Taschenfischerei.

Zum Abschluss fuhren wir am Nachmittag noch zu einem kleinen See, um auf Schwarzbarsche zu fischen. Auf einen kleinen "Wuzzi-Fuzzi" fingen wir diese auch. Nicht sehr groß, aber Schwarzbarsch eben. 

Zur Überraschung aber gingen uns auf diesen "Wuzzi-Fuzzi" auch einige Rotfedern sowie ein Schied. 
Insgesamt war der Besuch in Mittersill wieder ein Highlight der Saison. Das Hotel Bräurup mit seinen tollen Gewässern wird uns sicherlich wieder sehen! 

Bericht und Fotos: 

Rainer Nitsche 
Bachweg 13
86692 Münster 

Fotografund Fliegenfischer | info@foto-nitsche.com


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