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Geräte-Besprechung - Fliegenrollen Purón B&P Flyreels (vormals Busse & Pelikan) - Evolution Serie Im Test: Evolution #4-6, Modell "One" / mattsilber und Modell "Two" / schwarz |
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| Die neueste
Fliegenrollenserie des seit kurzem umfirmierten Anbieters Purón
B&P Flyreels (vormals Busse & Pelikan) nennt sich EVOLUTION
(Einführung Ende März 2009) und besteht (vorerst) aus den beiden
#4-6 Modellen "One" und "Two".
Wichtig zu wissen ist für alle Besitzer von Busse & Pelikan Fliegenrollen, dass die neue Firma auch die Abwicklung von Garantieansprüchen und Reparaturen der früheren B&P Fliegenrollen übernommen hat. Hier wird also kein Fischer im Regen stehen gelassen. Wir konnten die beiden neuen, hochwertigen Evolution - Modelle bereits "auf Herz und Nieren" testen, noch bevor sie im Handel erhältlich sind. |
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Beide Modelle
sind, bis auf kleinere Unterschiede am Gehäuse und den beiden verschiedenen
Farben, nahezu baugleich.
Die Spulen besitzen identische Maße und lassen sich so beliebig ins Modell "One" oder "Two" einsetzen, was ganz nebenbei eine individuelle Farbzusammenstellung nach persönlichen Vorlieben ermöglicht (silber/schwarz). Technische
Daten (eigene
Messungen):
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| Max. Spulentiefe (nutzbar): 16 (13)
mm
Schnurfassung: WF6F + um 100m 20lbs-Backing Schnuraufnahme mit einer ganzen Umdrehung bei leerer Spule: 19,8 cm Lieferumfang: mit Neopren-Rollentasche. Jeder Rolle liegt ein Zertifikat bei, in dem die individuelle Seriennummer der Rolle bestätigt wird. Garantie: 10 Jahre Herstellergarantie auf Material- und Herstellungsfehler. Interessierte Fliegenfischer können die Rollen zudem für 10 Tage zur "Ansicht vor Kauf" ordern - und bei Nichtgefallen innerhalb dieser Frist ohne Angabe von Gründen zurück geben. Preis: Rolle: 149 € | E-Spule: 74,50 € | oder günstiger im Bundle: 1 komplette Fliegenrolle plus 1 E-Spule: 199 € |
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| Beschreibung
und Praxistest:
Optisch und technisch ansprechende Großkernfliegenrollen, gefräst und gedreht aus einem Block hochwertigem 6061 T6-Aluminum. Laut Herstellerangabe salzwasserfest / korrosionsbeständig, anodisierte Rollenoberflächen. Die Konstruktion der beiden Fliegenrollen ist bis auf kleinere Unterschiede an den Gehäusen identisch, die baugleichen Spulen passen, wie oben bereits ausgeführt, in beide Rollen. Die an beiden Seiten und in den Spulenböden komplett mit Lochreihen und Über-Eck-Durchbrüchen versehenen Spulen mit ihren leicht übergreifenden Rändern laufen mit Präzisions-Nadellagern auf Chrom-Alloy-Achsen im offenen Rollenkäfig, unter guter gehäuseseitiger Platzausnutzung. |
| Die Spulenkerne sind bis auf ein Dreieck offen. In der Mitte der ebenfalls bis auf ein Dreieck offenen Gehäuserückseiten befindet sich jeweils ein griffiger, fein gezahnter Bremseinstell- Knopf, welcher bei der "One" etwas kleiner ausfällt als bei der "Two" (28 / 32 mm Durchmesser). Die Rollenfüße wurden zweifach von Außen geschraubt. Breite Stege hinten halten die Rollenfüße, schmale Stege vorne mittig dienen der Schnurführung. Die Enden der Stege greifen weit genug in die entsprechende Nut auf der Spuleninnenseite, um das Risiko | ![]() |
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eines ungewollten Durchrutschen/Einklemmen von Vorfach und Schnur weitgehend zu verhindern. Auf den Spulenvorderseiten befinden sich griffig geformte Kurbeln aus schwarzem Kunststoff, die leichtgängig und nur mit minimalen Spiel arbeiten. Diesen gegenüber befinden sich Kontergewichte, welche für einen ausbalancierten Spulen-Lauf sorgen. Kurbeln und Kontergewichte wurden von der Innenseite aus geschraubt. Verarbeitungstechnisch zeigen sich unsere Testmodelle auf hohem Niveau. Der Rundlauf ist tadellos, toleranzfrei und außergewöhnlich leicht. Einmal angestoßen, laufen die Spulen beider Rollen noch viele Umdrehungen widerstandsfrei nach. Nur bei höheren Drehzahlen ist bei beiden Rollen eine mimimale Unwucht zu spüren, welche durch den Hersteller sicher leicht durch die Anpassung des Spulen- Kontergewichts korrigiert werden könnte. Ein störendes Spiel der Spulen auf den Achsen ist weder horizontal, noch vertikal vorhanden, auch ein Kippeln der Spulen ist ausgeschlossen. |
| Alle Zwischenräume und Abstände
wurden gering gehalten, störende scharfe Ecken und Kanten sind an
beiden, präzise gerfertigten Rollen nicht zu Finden, alle Ränder
und Kanten wurden gut abgerundet.
Beide Testmodelle arbeiten beim Einkurbeln widerstandsfrei und geräuschlos. Beim Schnurabziehen ertönen dezente Klicker, außerdem wirkt die fein dosierbare Bremse. Im Inneren der Rollengehäuse befindet sich ein auf großen Kork-"Delrin"-Scheiben basierendes und höchst wirkungsvoll arbeitendes Mehrscheiben-Bremssystem, welches, bedingt durch seine Bauweise, weitgehend vor äußeren Einflüssen geschützt arbeiten kann. Das gut bedienbare Bremseinstellrad arbeitet mit zarten Klicks, es besitzt einen großen Einstellbereich von zweieinhalb Komplettumdrehungen. Es ermöglicht durch sehr fein dosierbare Einstellungen auch das Fischen mit feinsten Vorfächern. Ein ruckfreies Anlaufen der Spule ist jederzeit gewährleistet. Die fürs praktische Fischen meist relevanten Brems-Einstellungen lassen sich komfortabel innerhalb einer Komplettumdrehung des Einstellrades realisieren. Die Einstellungen reichen von "Freilauf" bis |
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"stark gebremst". Bei sehr kräftigen
Bremseinstellungen wird das Bedienen des Einstellrades schwieriger, da
dieses dann immer weiter ins Gehäuse versenkt wird. Das wird aber
erst bei sehr starken Bremseinstellungen, wie sie für 90% der Fliegenfischer
mit dieser Rolle und Klasse wohl kaum jemals vorkommen, ein Thema. Bei
unseren zahlreichen Versuchen unter Praxisbedingungen funktionierte das
starke Bremssystem stets zuverlässig und zeigte keine Schwächen.
Wir merken an dieser Stelle an, dass wir die Rollen ausschließlich
unter Süßwasserbedingungen getestet haben.
Das Abnehmen und Wechseln der Spulen funktioniert einfach: nach dem Lockern der vorderen Abdeckkappe kann die Spule abgezogen werden. Die Gefahr, dabei Teile zu verlieren, besteht nicht, da kein Teil vollständig abgelöst / abgeschraubt werden muss. Die Rollen sind ganz einfach von Links- auf Rechtshandbetrieb oder andersherum umbaubar, indem das im Spulen-Inneren befindliche Einweglager herausgenommen und umgedreht wieder eingesetzt wird. |
| Die Großkernbauweise der Evolution
- Fliegenrollen ermöglicht ein schnelles Abgeben und Einholen der
Fliegenschnur unter relativ konstant bleibender Bremswirkung und reduziert
in nützlicher Weise den Memory-Effekt der Fliegenschnur. Das Schnurfassungsvermögen
der Testmodelle kann sich jedoch sehen lassen: Im Test passten neben einer
WF6F noch um 100 Meter herkömmliches 20lbs-Backing auf die Spule.
Vom Größen- und Gewichtsverhältnis passen die Rollen gut
zu modernen #5er bis #7er Fliegenruten.
Fazit: Die neuen Purón B&P Evolution Fliegenrollen sind ansprechend gestaltete und überaus praxisgerechte Großkern-Fliegenrollen auf höchstem fertigungstechnischem Niveau. Verbunden mit einer überdurchschnittlichen Garantie und der großzügigen "Ansicht vor Kauf"-Regelung, sollte damit einer lange Jahre anhaltenden Fischerfreude nichts im Wege stehen. Bleibt nur zu wünschen übrig, dass möglichst bald weitere Größen und Farben kommen... |
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Bezug:
nur noch vereinzelt im Fachhandel / Restbestände |
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Testbericht: www.fliegenfischer-forum.de | Fotos ©: Michael Müller Das Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Beitrag ist verboten. |
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