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Geräte-Besprechung: Fliegenrollen Busse & Pelikan XL - Serie (bitte auch das Update am Ende des Beitrages beachten) |
| Es war zu erwarten, dass es nicht
allzu lange dauern würde, bis die sehr aktive Firma Busse & Pelikan
ein weiteres Fliegenrollen-Modell vorlegt. Bei der neuen XL-Serie
handelt es sich um waschechte, ausgereifte und hochwertige Fliegenrollen
- mit geschlossenen Rollenrahmen, Hochleistungsbremse, modernen Design
und tadelloser Verarbeitung - für den Einsatz auf Lachse und Großfische
in allen Wassern dieser Erde.
Verfügbare
Modelle der XL-Serie:
Die XL-Fliegenrollen wird es in allen Farben geben, die auch in der Design-Serie (siehe Testbericht) verfügbar sind: Silber, Schwarz, Gold, Dunkelrot und Dunkelgrün. In unserem Test befanden sich alle 3 Modelle, in Dunkelrot und Schwarz. |
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Technische
Daten (eigene Messungen):
Farben: Dunkelrot, matt glänzend | Schwarz, matt glänzend Gewicht: (11/13) 289 Gramm | (9/11) 272 Gramm | (7/9) 230 Gramm Rollendurchmesser: (11/13) 113 mm | (9/11) 104 mm | (7/9) 94 mm Rollenbreite (ohne/mit Kurbel/Bremsrad): (11/13) 51 (84) mm | (9/11) 50 (82) mm | (7/9) 46 (80) mm Spuleninnenbreite: (11/13) 35 mm | (9/11) 34 mm | (7/9) 30 mm Spulentiefe (nutzbar): (11/13) 23 (19) mm | (9/11) 24 (20) mm | (7/9) 22,5 (19) mm Schnurfassung: (11/13) WF 10 F + etwa 180 m 30 lbs-Backing | (9/11) WF 10 F + etwa 130 m 30 lbs-Backing | (7/9) WF 8 F + etwa 120 m 20 lbs-Backing Schnuraufnahme mit einer ganzen Umdrehung (bei leerer Spule): (11/13) 20,5 cm | (9/11) 18 cm | (7/9) 15,5 cm Lieferumfang: Karton, verschließbarer Stoff-Beutel, Ersatzteilset mit Kleinteilen Garantie: Es gilt die in Deutschland übliche Handels-Garantie bzw. Gewährleistung. Zudem 1 Monat Widerrufsrecht und auf Wunsch Anforderung eines Probe-Modells vor Kauf (für einen kostenfreien und unverbindlichen Test). Preise: Rolle: 229 €, E-Spule: 119 €. |
| Beschreibung
und Praxistest:
Solide und robust gefertigte Großkern-Fliegenrollen in ansprechender, moderner Optik - vorne eher klassisch - hinten sehr modern - im Autofelgen-Design. Gefräst und gedreht aus einem Block hochwertigen 6061-T6-Aluminium. Rollenoberfläche anodisiert. Salzwasserfest. Beide Spulenseiten, der Spulenboden und der Spulenkern wurden durchgehend gelocht. Die Spule läuft im geschlossenen Rollengehäuse auf einer mehrteiligen Edelstahlachse. Die Gehäuserückseite besitzt wie oben schon angedeutet eine weitgehend offene Bauart - mit 18 Speichen - im Autofelgen-Design. Seitlich wurde der hintere Bereich (zum Rollenfuß) bis knapp zur Hälfte geschlossen, aber durchgehend langgelocht. Der zweifach gelochte Rollenfuß wurde zweifach von Innen angeschraubt, jedoch nicht direkt an's Gehäuse, sondern mit zwei Edelstahlfüßen als Zwischenstücke. Gegenüber, an der vorderen Seite, befindet sich ein schmaler, dreifach gelochter Steg für die Schnurführung. Durch die geschlossene Rahmenbausweise ist die Gefahr eines ungewollten Durchrutschen von Vorfach oder Schnur an einer anderen als an der vorgesehenen Stelle ausgeschlossen. Auf der Spulenvorderseite befindet sich eine griffig geformte Kurbel aus Kunststoff, dieser gegenüber sitzt ein Kontergewicht. Die Bauteile Kurbel, Kontergewicht, Spulenschraubkappe, Bremseinstellrad, Rollenfuß, Brems- und Achsensystem u.a. besitzen bei allen XL-Fliegenrollen Einheitsgröße. |
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Im Praxisbetrieb zeigten die XL-Fliegenrollen
einen sehr präzisen und toleranzfreien Rundlauf, auch bei höheren
Abzugsdrehzahlen läuft die Spule völlig sauber und 100%ig ausgewuchtet.
Kugel- und ein Walzenlager sorgen hier für eine tadellose Funktion.
Die Rollen wurden absolut exakt verarbeitet - alle Zwischenräume und
Abstände wurden gering gehalten, alle relevanten Teile wurden gut
entgratet, besonders alle Teile, die mit der Schnur in Berührung kommen,
weisen keine scharfen Kanten auf.
Die XL-Fliegenrollen arbeiten beim Einkurbeln mit einem leisen Schnurren und ansonsten widerstandsfrei. Beim Schnur-Abziehen ertönt das leise Schnurren ebenfalls und es wirkt die eingestellte Bremskraft (zur Bremse: siehe weiter unten). Bei Bedarf lässt sich die Rolle auch auf eine völlig geräuschlose Arbeit umbauen. Die Spule lässt sich mit wenigen Handgriffen wechseln. Hierzu wird die Schraubkappe an der Spulenvorderseite per Hand gelockert, dadurch wird Druck von einem Quetschring genommen und dieser "zieht sich zurück". Anschließend kann die Spule einfach abgezogen werden. Beim Wiedereinbau der Spule sollten Sie darauf achten, dass der Stahlstift an der Spule in das dafür vorgesehene Loch im Bremssystem eingerastet ist, bevor Sie die Schraubkappe wieder festziehen. Mit leicht angezogener Bremse klappt das besser. |
| Nachdem die Spule auf diese Weise abgenommen wurde, lässt sich auch ein Umbau von Links- zu Rechtshandbetrieb oder anders herum durchführen: 1.) Schraubkappe ganz abschrauben, 2.) Schraube herausdrehen, 3.) Messingscheibe abnehmen, 4.) Außenachse abziehen, 5.) Innenleben mit Bremsscheibe herausziehen, 6.) Einweg-Walzenlager herausnehmen (an besten mit Hilfe eines feinen Schraubendrehers von innen herausdrücken, 7.) Lager umdrehen und wieder einsetzen, 8.) alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen, fertig: |
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| Die XL-Fliegenrollen besitzen eine
Hochleistungs-Scheibenbremse, die im Gehäuse geschützt untergebracht
wurde und recht unanfällig gegen äußere Einflüsse
ist. Die Bremse wirkt, in dem 3 Bremszylinder aus abriebsarmen Teflon-Material
Druck auf eine Stahlscheibe ausüben. Ein Satz Ersatzbremsbeläge
wird mitgeliefert. Das in jeder Einstellung weich und ruckfrei anlaufende
und äußerst belastbare Bremssystem wurde in der Praxis locker
mit allen Fischereisituationen spielend fertig. Es lässt sich mit
Hilfe des griffigen, runden, mit einem Klicker versehenen Brems-Einstellrades
auf der Gehäuserückseite in zweieinviertel Komplett-Umdrehungen
von "völlig frei" bis "bombenfest" einstellen. Die wesentlichen Einstellungen
fürs normale Fischen liegen dabei innerhalb von einer bis anderhalb
Umdrehungen des Einstellrades. Einen spürbaren Anlaufwiderstand gibt
es nicht, eben so wenig wie erkennbare Schwächen des Systems im oder
nach hartem Einsatz. Wer es braucht, kann durch den etwas übergreifenden
Spulenrand auch eine "Handbremsung" anlegen.
Das Fassungsvermögen/die Schnurkapazität (s.o.) sind bei unseren Testrollen in Bezug auf die Großkernbauweise sehr gut, dafür sorgen u.a. die breiten und tiefen Spulen. In Sachen Größe/Gewicht passt unser Testmodell 11/13 am besten zu Einhand-Fliegenruten der Schnurklassen #11 und darüber, sowie zu #10-#12er Zweihand-Fliegenruten, Modell 9/11 passt am besten zu Einhand-Fliegenruten der Schnurklasse #9 und #10 sowie zu leichten #8-9er Zweihand-Fliegenruten und Modell 7/9 besitzt eine feine "Meerforellengröße" für Ruten der Klassen #7 unf #8. |
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| Fazit:
Man kann es drehen und wenden wie man will - die Fliegenrollen der Busse
& Pelikan XL-Serie haben Klasse. Sie bringen ein tolles Design, aktuelle,
moderne und zuverlässig funktionierende Technik, schöne Farben
sowie eine top Verarbeitung in Verbindung mit einem für diese hohe
Qualität günstigen Preis und einem ausgezeichneten Kundenservice
(z.B.: um die neue Rollenserie bekannter zu machen, sendet "Busse &
Pelikan" jedem interessierten Fliegenfischer kostenfrei und unverbindlich
eine Rolle für einen persönlichen Test zu. Hierfür reicht
eine e-mail oder ein Anruf. Welche Firma macht das schon?). Obwohl Busse
& Pelikan erst seit ca. 5 Jahren mit Fliegenrollen auf dem deutschen
Markt vertreten sind, erfüllen diese Fliegenrollen auch hohe Ansprüche
und können in Sachen Qualität und Preis-/Leistungsverhältnis
überzeugen.
Bezug: nur noch vereinzelt im Fachhandel / Restbestände |
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Alle Farben: |
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Testbericht: www.fliegenfischer-forum.de | Fotos ©: 1 - 19: Michael Müller | 20 - 24: guterfang.com Das Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Bericht ist verboten. |
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