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Gerätebesprechung
Fliegenruten:
SAGE "SLT" 8'6 #5 Niemand verstand so recht, warum die Firma SAGE die überaus erfolgreichen SPL Ruten vor einigen Jahren vom Markt nahm und sie durch die SLT–Serie ersetzte. Die SPL war eine mittelschnelle Rute, der bei aller Qualität das Dilemma vieler Hersteller anzumerken war, die eine mindestens mittelschnelle „Weitwurfrute“ anbieten wollen, die trotzdem im Nahbereich sanft präsentieren kann. Aus dieser Philosophie sind nun konsequenterweise zwei Serien entstanden, nämlich die XP für die Komponente Schnelligkeit und die SLT für die feine Präsentation und den „gemütlichen“ Wurfstil. „Wenn du etwas besser machen kannst, dann tue es,“ war die Begründung für die Einführung der SLT-Serie. Und in der Tat, wenn man eine SLT in die Hand nimmt, kann man uneingeschränkt bejahen, dass die Aktion dieser Rute weicher und feiner ist als die der SPL. Ausstattung und technische Details
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| Praxis- und Wurftest
Der erste Eindruck ist, dass man ein filigranes Gerät in der Hand hält, dem man „nicht weh tun „ möchte, indem man große Leinenlängen durch die Luft „schießt“. Wenn man sich dennoch überwindet, die Rute auszulasten, stellt man erstaunt fest, dass man ein – wenn es denn sein muss - „giftiges“ Gerät in der Hand hält, dem es durchaus nichts ausmacht, sich bis ins Handteil durchzubiegen und die Leine abzuschießen. Die 8,6 Fuß-Rute ist für Fluss und Bach gut geeignet. Sie federt den Drill starker Fische bestens ab, sodass man die SLT auch durchaus mit sehr feinen Vorfächern fischen kann. |
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Und die Leichtigkeit, mit der sie sich bei kurzen und mittleren Distanzen durch die Luft bewegt erinnert an das Werfen mit einer Schnurklasse tiefer. Sie ermöglicht - vor allem mit der Quiet Taper - eine ungemein gefühlvolle Präsentation der Fliege, fast wie mit einer Gesplissten. |
| Dennoch hat sie keine Probleme mit weiteren Distanzen und beschwerten Nymphen. | ![]() |
| Mit ihrer semiparabolischen, mittelschnellen Aktion ist sie zwar für einen „komfortablen“ Wurfstil ausgelegt, aber dennoch giftig genug, die Leine auf hohe Geschwindigkeiten zu bringen und mit ordentlich Power abzuschießen. Wer ein Faible für genussvolles Werfen hat, kommt an dieser Rute nicht vorbei. Das Verhalten der Leine teilt sich über die gefühlvolle Reaktion der Rute dem Werfer unmittelbar mit. |
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| Besonders beeindruckt die Bandbreite der Wurf- rhythmen : Ich hatte noch nie eine Rute in der Hand, mit der man so von einem langsamen, fast meditativen Rhythmus in einen flüssigen schnellen Wurfstil übergehen kann. Allerdings muss man - wenn man mehr als 16 - 17 m Leine in der Luft halten will- darauf achten, dass die SLT aufgrund ihrer Aktionskurve einen größeren Schnurbogen in die Leine bringt als spitzenbetonte „Weitenjäger“. | ![]() |
| Dem kann man durch eine kontrollierte
Rutenführung entgegen wirken, besser gelingt das bei der SLT jedoch,
wenn man durch deutliche Zugunterstützung der Rute beim Beschleunigen
hilft.
Ihre Stärke sind jedoch die Distanzen zwischen 5 und 20 Metern. In diesem Bereich arbeitet sie fast von selbst und ermöglicht ein ungemein komfortables ermüdungsarmes Fischen, und das ist der Bereich, in dem die meisten Fliegenfischer ihre Fische fangen, oder ? |
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| Fazit : Von der „spartanischen“ Ausstattung einmal abgesehen, ist es SAGE gelungen, eine Rute zu bauen, die mindestens das leistet, was ihre Vorgängerin auch schon konnte, aber sie tut das leichter, eleganter und viel gefühlvoller als die SPL, weil SAGE sich offenbar entschieden hat, den mit der SPL beschrittenen Weg zu Ende zu gehen, so dass der „Genussfischer“ endlich ein adäquates Gerät zur Verfügung hat, welches zumindest zum Teil die Vorzüge einer Gesplissten mit moderner Kohlefasertechnologie in Einklang bringt. |
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Testbericht & Fotos (C): Werner Berens für www.fliegenfischer-forum.de Das unerlaubte Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Bericht ist verboten. *** |
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