Testbericht: Watschuh von VISION Fly Fishing
Bericht von Dirk Traber

In letzter Zeit finden sich auf dem Markt immer mehr Wathosen, die in Kombination mit einem separaten Watschuh getragen werden. Ein separater Watschuh bietet eine bessere Paßform und sichereren Halt und ist deshalb auf die Dauer wesentlich bequemer zu tragen als ein fest an der Hose angesetzter Stiefel. Bei den Watschuhen gibt es wie auch bei den angesetzten Stiefeln verschiedene Ausführungen der Sohle. Vollgummisohlen sind fest, strapazierfähig und geben an steilen Ufern sicheren Stand. Filzsohlen sind dort von Vorteil, wo mit rutschigen Steinen zu rechnen ist. Bein Erklimmen steiler Ufer zeigen sie jedoch Schwächen. Somit müßte eine Filz-Gummi-Kombination die ideale Sohle für einen Watschuh sein.

Der neue Watschuh von VISION Fly Fishing hat eine Sohle die zwischen einer Fußspitze und einem Absatz aus Gummi einen ausreichend großen Filzeinsatz besitzt und so die Vorteile beider Sohlentypen in sich vereinigt. Der Watschuh besteht zum größten Teil aus Leder und strapazierfähigem Gewebe. Der Schuh ist innen komplett mit Gewebe ausgekleidet und insgesamt sorgfältig verarbeitet. Die Fußspitze des Schuhs besitzt eine verstärkte Kappe wie man sie von Arbeitsschuhen her kennt. Der Schaft läßt sich weit öffnen und ermöglicht ein bequemes An- und Ausziehen des Schuhs. Trocken wie naß hat der Schuh ein komfortables Gewicht und ist bequem zu tragen. Durch Löcher an den Innenseiten kann eingedrungenes Wasser schnell austreten sobald man sich wieder an Land befindet.  So stellen auch längere Überlandmärsche mit dem Schuh kein Problem dar. Für kurze Ortswechsel in voller Montur ist er auch autofahrtauglich.

Der Schaft des Schuhs läßt sich so dicht schließen, daß man auch ohne Gravel Guards zu tragen keine Steinchen oder ähnliches in den Schuh bekommt. Trotzdem empfielt es sich, solche "Überzieher" zu benutzen, weil sie nicht nur das Eindringen von Steinchen verhindern, sondern auch das Öffnen der Schürsenkel durch Wurzeln oder Geäst, das sich in den Schlaufen verfängt. Der Schuh saugt sich bei der Nutzung erwartungsgemäß mit Wasser voll und muß später  wieder getrocknet werden. Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein dauert es etwa einen halben Tag bis der Schuh "schranktrocken" ist.
Insgesamt ist der Schuh gut durchdacht, sorgfältig verarbeitet und sehr angenehm zu tragen. Den Preis von EUR 117.- finde ich, verglichen mit einem guten Wander- oder Straßenschuh ähnlicher Form, durchaus angemessen und bezahlbar.
Bezugsquelle:  Der Angelsachse, Merseburger Chaussee 5a, 04430 Dölzig, Tel: (034205) 18502, Fax: (034205) 18503

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