| Gerätebesprechung
- Fliegenrollen:
Waterworks "ULA Force 2" |
![]() |
Erst seit wenigen Jahren sind sie
in Deutschland zu bekommen: die Fliegenrollen von "Waterworks",
Made in USA. Besonderes Kennzeichen bei diesen Rollen ist das fast futuristische
Design unter sparsamsten Materialeinsatz.
Verfügbare
Modelle:
|
| Technische
Daten (eigene Messungen):
Gewicht: 108 Gramm
Preis: 399,00 EUR, E-Spule: 199,50 EUR. "F2X"-Spule: 199,50 EUR. Sonstiges: Die Lieferung erfolgt in einer Neoprene Rollentasche und im Karton. |
![]() |
![]() |
Eine Beschreibung in englisch, sowie
kleiner Sechskantschlüssel liegen bei. Die Rollen besitzen eine lebenslange
Garantie auf Material- und Herstellungsfehler.
Beschreibung und Praxistest: Großkern-Fliegenrolle (Ultra-Large-Abor), aus einem Alublock gedreht und salz- wasserresistent anodisiert. Völlig offene Bauart und minimalster Materialeinsatz - deshalb geringes Gewicht. Das "Gehäuse" (in schwarz) besteht eigentlich lediglich aus einem ausein- andergezogenen "U". An dessen dickster Seite wurde der Rollenfuß angeschraubt, dann verjüngt sich das "U" konstant, um auf der |
![]() |
| anderen Rollenseite im vorderen
Steg auszulaufen, welcher sauber in eine Nut innen an der Spulenvorderwand
greift. Durch diese Bauart wird die Gefahr eines Durchflutschen von Schnur
und Vorfach minimiert - zumindest auf der Vorderseite, denn am hinteren
Steg fehlt eine solche Führung.
Bei genauerer hinterer Draufsicht fällt auf, dass der Rollenfuß leicht schräg verwinkelt angebracht wurde: ein nicht entschuldbares Versehen oder Absicht? Auf der Rollenrückseite sitzt ein gut bedienbares und griffiges Bremseinstellrad, mit welchem die sehr wirksame und in dieser Form wohl einzigartige, anlaufruckfreie Bremse über einen langen Regelweg von "zart" bis "gnadenlos" eingestellt werden kann. Das Bremssystem basiert statt auf den üblichen Bremsscheiben auf einer kegelförmigen Anordnung der "zuständigen" Teile und Unterbringung derselben im Achssystem der Rolle. Die an den Außenseiten gelochte Spule (in Hellgrau) läuft tadellos rund und toleranzfrei auf der Achse. Sie lässt sich zum Wechseln durch Druck von hinten einfach lösen. Vorne an der Spule sitzt eine zierliche, aber griffige Kurbel in Weinrot. |
| Im Betrieb lässt die "ULA"
in beiden Richtungen ein mittel-lautes Schnurren erklingen, welches bei
Bedarf auch komplett abgestellt werden kann.
Der Umbau von Links- auf Rechtshandbetrieb oder umgekehrt ist möglich und wird auf dem Rollenbeipackzettel erklärt. Durch Verwendung einer weiteren Spule ("F2X") mit größerer Schnurkapazität - nicht inklusive - kann die Rolle universell bestückt und bis zur Schnurklasse 6 verwendet werden - eine praktische Sache. Die Ausführung der Spule ist - neben dem etwas gewöhnungsbedürftigen und vom persönlichen Geschmacksempfinden abhängigen Design - ein Hauptkritikpunkt an der "ULA": Die Oberflächenbeschichtung ist rau wie feines Sandpapier und die Innenkanten sind ziemlich scharf! Für eine Rolle in dieser Preisklasse darf man einfach mehr erwarten. |
![]() |
![]() |
![]() |
| Fazit:
Die "ULA F2" ist eine interessante Fliegenrolle: extravagantes Design, grundsätzlich präzise gearbeitet, mit guter Bremse und durch das Wechselspulensystem recht universell einzusetzen. Die Beschaffenheit der Spule ist m.E. jedoch ein schweres Manko. Dem gegenüber sind die hohen Rollenpreise (je nach Modell 399,-- bis 689,--EUR !) nur schwer nachzuvollziehen... |
![]() |
![]() |
Bezug:
Bei Rudi Heger (www.rudi-heger.de).
|
|
|