Die junge Lisa hat neulich im Forum geäussert, dass sie gerne F l i e g e n fischen würde aber so grosse Probleme mit dem Fangen der Fliegen hat. Nun schaut Euch doch nur mal untenstehend an, was für Scherzkekse unter uns weilen. Enormen Spaß wünscht Euch Michael

Antwort von Thomas Lost: Hallo Lisa, mit dem Fliegenfangen das ist doch ganz einfach. Kaufe Dir ein Glas Honig und öffne es. Laß jetzt Deine Zunge so weit wie möglich aus dem Mund hängen und fixiere sie rechts und links im Mundwinkel mit einer Wäscheklammer aus Holz (PVC vertrage ich z.B. nicht so gut). Jetzt nimmst Du ein Brotmesser und schmierst Dir min 0.5 cm dicke Schicht Honig auf Deiner Zunge. Zur besseren Fixierung stecke doch Deinen Schädel eine 1/4 Stunde in den geöffneten Kühlschrank, so bin ich u.a. in den Genuß gekommen, endlich mal ausführlich die merkwürdigen Zutaten meine Morgenmagarine genaustens zu studieren. Nach diesem eventuell etwas anstrengenden Procedere stellst Du Dich für ein halbes Stündchen in den Garten. Nicht vergessen die Zunge hängt immer noch weit draußen, fixiert mit den Wäscheklammern. Unglaublich wie viele Fliegen sich auf Deiner Zunge niederlassen werden, das wimmelt meine Fresse. Zum Schluß vorsichtige die Klammer lösen und die Zunge in den Mund schnipsen lassen. Frösche machen das auch nicht anders und Fliegenfangen heißt "VON DER NATUR LERNEN". Es kann NATÜRLICH sein das die eine oder andere Wespe, Hornisse oder anderes ekelhaftes, klaustropho...dingsbums auf Deiner Zunge hängt. Hey was soll's, ich sage mir immer "NO RISK, NO FUN !" In diesem Sinne viel Spaß mit dem Fliegenfangen und MfG Thomas.

Antwort von Veikko Ulrich: Hi Lisa, wie Theo das schon richtig schreibt, ist das Fliegenfangen, wenn man es richtig macht, sehr einfach und effektiv. Früher habe ich auch die von Theo empfohlene Methode ausgeübt, allerdings stellte sich bei mir eine Holzklammerallergie ein. Außerdem waren mir die Begleiterscheinungen in Form von Wespen und anderem Getier einfach zu viel. Auch hängt der Erfolg sehr von der Umgebung und der geographischen Lage ab. Großküchen und Toiletten sind besonders ergiebig. In Kanada habe ich diese Methode auch probiert, aber außer zwei Schwarzbären konnte ich nichts fangen. Du siehst, nicht überall ist diese Methode sinnvoll. Ich wende beim Fliegenfang eine einfachere, aber nicht weniger erfolgreiche Variante an. Diese fällt auch nicht so sehr auf. Ich weiß noch, dass ich früher ziemliche Probleme mit meinen Nachbarn hatte, wenn ich mich mit Holzklammern und heraushängender Zunge in den Garten stellte. Zweimal bestellten sie mir nette Männer mit so einer komischen Jacke, wo man die Hände nicht aus den Ärmeln bekommt (wahrscheinlich ein Konstruktionsfehler). Seit dem fange ich modern! Du als 14 jähriges Mädel (dufte Homepage hast Du), wirst dabei noch weniger Probleme haben als ich. Jung und dynamisch. Guck Dir mal das Auto Deiner Eltern an. Nein, nicht von der Seite. Von vorn. Und siehst Du sie? Fliegen über Fliegen, aber leider ziemlich platt. Neben Honig lieben Fliegen nämlich noch die verschiedenen Sorten von Kühlergrills. Teure Autos werden hier deutlich bevorzugt. In dieser platten Form sind die Fliegen allerdings völlig unbrauchbar. Lange habe ich mich gefragt, wie ich die Liebe von Fliegen zu Kühlergrills nutzen kann, ohne das sie so platt werden. Es ist eigentlich ganz einfach: Du borgst Dir den Kühlergrill von Deines Vaters Auto (frag ihn, er wird sicher nichts dagegen haben) und montierst ihn vorn an Deinem Fahrrad. Nun umwickelst Du die ganze Kostruktion mit beidseitig klebendem Klebeband und fährst durch Eure Stadt. Durch die verminderte Fahrtenergie (Auto - Fahrrad) werden die Fliegen nur leicht am Kühlergrill kleben bleiben und Du kannst sie mühelos entfernen. Wenn Du kein Fahrrad hast oder Deine Eltern kein Auto (frag den Nachbarn) kannst Du ja immer noch Theos Methode anwenden. Denk aber dran, nicht in Kanada  - ich weiß, was ich sage ... Bis dann Veikko.

Antwort von Stefan Weigelt: Hallo Lisa, lass Dir von den Jungs nix erzählen. Wie Du ja richtig schreibst, willst Du die Fliegen nicht eigentlich f a n g e n, sondern Fliegen f i s c h e n . Nichts ist einfacher als das! Binde einfach ein Insektennetz (muss jeder Fliegenfischer haben, gibt's sehr günstig z.B. bei BRINKHOFF) an eine lange Leine und das ganze an einen Stock. Auf den Griff kannst Du z.B. den Schriftzug "SAGE" schnitzen oder malen, wenn es ein dicker, harter Stock ist. Oder z.B. "LOOMIS", falls er Dir aus Versehen zerbrochen ist und Dir gemeinerweise nur ein halber Besenstiel als Ersatz geliefert wurde. Oder "DAM", falls Du den Stock im Baumarkt erworben hast. Du kannst aber auch einfach "ORVIS" nehmen, dann freut sich unser Michael und schickt Dir eine passende Rolle dazu. Dann gehst Du an die Traun, das ist der beste Fluß der Welt und besorgst Dir vorsichtshalber einen Senkschein, denn dann bist Du z.B. vor streunenden Juristen sicher. Wichtig ist, das Du einen Schlupf abwartest (nein, das ist nichts zweideutiges...) Dann krabbeln alle Fliegen aus dem Wasser. Wichtig ist jetzt nur noch das eine: das nennt man Nassfliegenfischen, wenn Du die Biester mit dem Netz unter Wasser erwischst. Feiner natürlich ist das Trockenfliegenfischen, aber da musst Du schwer aufpassen, mit dem Netz über dem Wasser und aufpassen, dass die Fliegen zwar schon trocken sind, aber nicht schon abgeflogen, sonst hast Du wieder Dein altes Problem...
zurück
Copyright © 1998 - 2008 | www.fliegenfischer-forum.de  |  DAS Fliegenfischen Online Magazin |  Kontakt