Ein professioneller Rutentest ?

In unserer Film-, Video- und Foto-Ecke könnt Ihr Eure selbst gefertigten Video-Clips und Fotos zum Thema "Fliegenfischen & mehr" den anderen Forum-Teilnehmern präsentieren. Außerdem ist Raum für Hinweise auf interessante Filme und Fernseh-Sendungen.

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Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Thomas E. » 09.02.2016, 21:16

Hi all,

als ich dieses Video sah, wunderte ich mich schon :
https://www.youtube.com/watch?v=VMtmJf_ALPU

Warum z.B. wirft der Tester die Schnur dauernd in den Sand, wo er doch am Wasser steht ?
Der weiteste Wurf endet bei nur 70 feet, obwohl es Ruten für die Salzwasser- Fischerei sind ?
Zur Technik des Akteurs könnte man natürlich auch noch etwas sagen.. :roll:...hochwertige Ruten sind es jedenfalls. :D

Nicht gerade sehr professionell gemacht, meine ich.. :lol: ...oder ?
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Thomas E.
 
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon gespliesste » 10.02.2016, 03:02

Hallo Thomas,

warst du schon mal länger in den USA?

in dem Sinne bestimmt nicht professionell gemacht und auch die Wurftechnik kann man zurecht bemängeln.
Ich denke du musst das im Kontext zum Herkunftsland des Testes sehen. In den USA nehmen die Leute es halt nicht so genau (i would give him a 10 out of 10 at 35feet).

Wirtschaftswoche hat geschrieben:42 Prozent der Amerikaner haben im vergangenen Jahr keinen einzigen ihrer ohnehin spärlichen Urlaubstage genommen, hat eine neue Studie ermittelt. Die amerikanische Reise-Nachrichtenwebsite Skift hat 1500 Amerikaner befragen lassen. Nur 15 Prozent nahmen mehr als 20 Tage. Weggefahren sind nur 37 Prozent während ihres Urlaubs und ins Ausland reisten nur 13 Prozent der Menschen.


Marketing ist alles. Die Loomis in dem Test kostet über $800 und hat Krater im Kork, da könnte ich meine Fliegen drin verstauen (it's not a bug, it's a feature). Ist bei vielen Sage Ruten nicht anders.
Die Ameriakner haben keine Zeit und Fliegenfischer oft viel Geld. Die machen sich in den wenigen Tagen die sie Urlaub haben keinen Kopf um Details. Dazu gehört Fischen zum klassischen amerikanischen Traum.
Wenn die Amerikaner eins können ist das Marketing und Sales. Und der Fliegenfischermarkt in den USA ist im Vergleich zu Europa riesig.

The number of fly anglers is estimated (based on U.S. Fish & Wildlife data) at 3.83 million.


Dazu lassen viele der amerikanischen Marken genau wie alle anderen ihre Produkte in den wenigen Werken in Fernost fertigen. Diese werden dann mit dem enormen Marketing zu hohen Preisen in den Markt gedrückt.
Das heisst nicht das sie schlecht Produkte anbieten, die Amerikaner sind sicher führend in der Entwicklung von Produkten im Bereich Fliegenfischen, aber leider oft überteuert.

Wer sich heute noch Schnüre für über €50 oder Ruten für über €400 kauft ist nach meiner Meinung, entweder selber schuld, ihm ist es egal mehr zu bezahlen oder er will halt als erster vor allen anderen ein neues Model sein eigen nennen.

Dazu bezweifele ich das 95% der Fliegenfischer den (feinen) Unterschied der neuen Produkte im Blindtest überhaupt erkennen würden. Ist ja nicht so, dass sich beim Fliegenfischen (bis auf die Gore-Tex Wathosen) in den letzten 30 Jahren wirklich was getan hätte.
Viele können vielleicht noch eine DT von einer kopflastigen WF unterscheiden, aber innerhalb einer vergleichbaren Klasse/Tapering die Marken- von der Noname-Schnur zu unterscheiden traue ich keinem zu, zumal die Schnüre meist aus dem gleichen Werk stammen.
Genauso sehe ich es bei vielen Ruten, eine Sage Method wird man wohl noch von einer weichen "Nudel" unterscheiden können aber bei vergleichbaren Aktionen wird das nach meiner Einschätzung sehr dünn.

Wenn ich sehe, dass heute wieder Glasfaserruten für über €600 angeboten werden - dann fall ich vom Glauben ab.

Ich habe eine der ersten Glasfaserruten, die jemals gebaut wurden bei mir im Zimmer stehen und bin der festen Überzeugung das es zu den heutigen Ruten keinen essentiellen Unterschied gibt.

Ich würde ja sehr gerne mal mit erfahrenen Werfern/Fischern einen repräsentativen Blindtest mit verschiedenen Produkten machen. Meine Prognose lautet: "Self fulfilling prophecy", aber wer weiss vielleicht liege ich ja auch falsch?

LG,

Olaf
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Thomas E. » 10.02.2016, 04:59

Hallo Olaf,

danke für die interessante Analyse ! :biggrin:

Ich muß das erstmal eine Weile verdauen, dann... :badgrin:
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon CPE » 10.02.2016, 09:50

Hallo Leute,

Der "Test" eines amerikanischen Händlers scheint mir ähnlich objektiv wie ein Vergleichstest irgendeiner deutschen Autozeitschrift, bei der ja praktisch immer etwas heimisches auf dem Treppchen steht.

Cheers, Norbert


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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Hans. » 10.02.2016, 10:11

Hallo Thomas,

die Firma stellt immer mal was ins Netz. Sie bringen Ruten/Rollen etc. ins Gespräch, geben ein Statement ab und verkaufen. Mehr ist es glaube ich nicht.

https://www.youtube.com/channel/UCzYRLs ... Za879muhuw

Gruß,
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon troutcontrol » 10.02.2016, 10:22

Moin Olaf,
ich denke schon, dass sich im Rutenbereich in den letzten 30 Jahren Nennenswertes getan hat - und dass sich die Unterschiede mit zunehmender Rutenlänge auch "blind" feststellen lassen.

Für mich, der ich mittel-schnelle Ruten mag, war das 2009 eingeführte Powerlux-Zeugs DER Augenöffner, was mit dem Wort "Gamechanger" in der Werbung ausnahmsweise mal passend beschrieben wurde.
Meine ebenfalls mittel-schnellen T&T (1107, 1307, 1208, 1309, 1510) habe ich jedenfalls durch die Cross S1 ersetzt - und die Ruten begeistern mich immer wieder auf´s neue.

Grüsse
Martin :mrgreen:
Martin
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Hans. » 10.02.2016, 10:39

Hallo Olaf,

in Sachen teures Equipment folgendes von mir: Es gibt Bereiche, da will manch einer einfach mal emotional sein. Also etwas tun oder kaufen, was nicht, wie so oft im Alltagszwang, streng rational begründet oder gerechtfertigt sein muss. Man gönnt sich etwas, genießt es und hat Freude daran. Das ist es! (Ein Protzfaktor wird oft von außen ungerechtfertigt hineininterpretiert. Aber das ist ein anderes Thema...).

Ich kenne einen Arzt, inzwischen längst im Ruhestand, der gönnte sich seinerzeit einen 7er 12-Zylinder in Vollausstattung. Das war seine persönliche Belohnung für eine 70-Stunden-Woche. Gegönnt und viele Jahre jeden Tag neu genossen. Warum auch nicht?

Gruß,
Hans
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon gespliesste » 10.02.2016, 16:32

Hallo Hans,

ist schon klar, dass man sich einfach mal was gönnen will und einem eine gewisse Rute/Schnur einfach liegt oder man es halt geniesst damit zu fischen. So lässt sich bestimmt auch die Fangemeinde für Gespliesste und Glasruten (zu recht) erklären.
Dagegen gibt es auch absolut nichts einzuwenden.

Trotzdem frage ich mich, wie weit das auch eine reale Grundlage hat und wie weit das emotional begründet ist.

Ich hab noch sehr viele "alte" Ruten und stelle immer wieder fest, dass sie im Vergleich zu aktuellen hochpreisigen Modellen bei vergleichbarem Aktionsspektrum meist keine Nachteile aufweisen. Im Bereich von hoch moduliertem Carbon gibt es bestimmt eine gewisse Weiterentwicklung, aber bei moderaten Aktionen sehe ich z.B. keinerlei Vorteil. Ich kann auch mit modernen Ruten nicht unbedingt weiter werfen und oft schon gar nicht besser präsentieren. Für das Casting mag es gewisse Vorteile bieten für die klassiche Fliegenfischerei hab ich da so meine Zweifel. Das Nano Resign hat dünnere Durchmesser, leichtere Blanks, bei besserer Stabilität ermöglicht, aber die Aktion an sich wird davon nicht beeinflusst. Dazu hatten Kohlefaserruten für mich noch nie ein praxisrelevantes Gewichtsproblem.

Z.B. die legendären Winston IM6 (WT), die alte Scott G oder die Sage LL und RPL sind über 30 Jahre alte Modelle, aber aus meiner Sicht kam da nichts was die Ruten in ihrem Anwendungsbereich in den Schatten gestellt hat.

Dazu gibt es auch einen interessanten Artikel von Midcurrent: Four graphite models that changed the fly-fishing world

Bei den Schnüren sehe ich das genauso. Ich hab noch orginalverpackte 30 Jahre alte LeeWulf Triangle Taper Schnüre hier rumliegen. Das Coating wurde bestimmt etwas verbessert aber das Prinzip der Schnüre und die Grundlagen für die Taperings sind seit 30 Jahren im Grunde die gleichen. Da haben aus meiner Sicht auch verzweifelte Innovationsversuche wie Sharkskin oder überschwere Keulen nichts dran geändert. Als ich mit der ersten Sharkskin Schnur am Fluss aufgetaucht bin, haben mir meine Kumpels Schläge angedroht sollte ich dieses hässliche Sägegeräusch nicht bald abstellen :|
Schnüre kann heutzutage jeder kleine Anbieter bei den wenigen Werken die es auf der Welt gibt nach seinem belieben auftragsfertigen lassen und die hochpreisigen Anbieter machen es nach meiner Information nicht anders.

Gut gemachte Rollen sind auch heute noch ihr Geld wert, grundsätzlich hat sich auch da in den letzten 30 Jahren nichts getan was die Fischerei verändert hätte. Large Abor Reels wurden z.B. bereits 1911 von Hardy erfunden ...

In dem Licht sehe ich auch solche Tests wie den von Thomas geposteten. Ich kenne den Werfer aus dem Video nicht, aber mir scheint da haben sie einen freiwilligen in neue SIMMS Klamotten gesteckt und dann soll er mal was über die neue Rute erzählen: "Probably the best rod i have ever casted". Kann doch eh keiner nachprüfen und die meisten merken es doch so oder so nicht.

Ich würde mich eigentlich auch zu den "early adoptern" von neuen Equipment zählen, aber wenn es keine Verbesserung bringt verwerfe ich es auch schnell wieder. Mir ist halt nur aufgefallen wie oft ich doch wieder bei den "alten" Sachen hängenbleibe und wie oft mittlerweile günstige Ruten und Schnüre vergleichsweise gut mit dem oberen Preissegement mithalten. Aber vielleicht habt ihr ja andere Erfahrungen gemacht ...

LG,

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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon JottausB » 10.02.2016, 19:07

Hans. hat geschrieben:Hallo Olaf,

in Sachen teures Equipment folgendes von mir: Es gibt Bereiche, da will manch einer einfach mal emotional sein. Also etwas tun oder kaufen, was nicht, wie so oft im Alltagszwang, streng rational begründet oder gerechtfertigt sein muss. Man gönnt sich etwas, genießt es und hat Freude daran. Das ist es! (Ein Protzfaktor wird oft von außen ungerechtfertigt hineininterpretiert. Aber das ist ein anderes Thema...).

Gruß,
Hans



Das kann ich so Unterschreiben!
Wenn man das Geld hat, dann ist manchmal einfach der Wunsch da, sich was leisten zu wollen (oder sich selbst zu belohnen).

Zur eigentlichen Fragestellung möchte ich anmerken, das das Hobby "Angeln" ein knallharter Business mit großer Kaufkraft geworden ist.
Solche Marktsegmente werden von den Herstellern intensivst bearbeitet und man lässt nach Möglichkeit keine Informationsquelle aus um Werbung zu machen.

Grüße und TL
Jürgen
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Hardy » 11.02.2016, 16:30

JottausB hat geschrieben:...
Das kann ich so Unterschreiben!
Wenn man das Geld hat, dann ist manchmal einfach der Wunsch da, sich was leisten zu wollen (oder sich selbst zu belohnen).
...
Grüße und TL
Jürgen


moin,

das ist ja durchaus richtig und auch ich gehe nach dem Motto (im Rahmen meiner Möglichkeiten), wenn ich hart für mein Geld arbeite, dann will ich mir auch manchmal etwas Gutes gönnen.
Allerdings, wie hat mir mal ein kluger Mann geflüstert? Richtig reich wird man nicht vom viel einnehmen, sondern vom wenig ausgeben. Deshalb lasse ich mich persönlich auch bei solchen Anschaffungen nicht unbedingt vom Gefühl leiten und eher die ratio walten.
Ich kenne einige Kollegen, die über das notwendige Kleingeld verfügen und nicht nachdenken müssen, was sie damit anstellen könnten. Bei Anschaffungen für's Hobby schauen aber fast alle primär auf die Funktion des Teils, danach erst auf den Preis. Die haben es nicht nötig, mit Bling-Bling durch die Gegend zu rennen um auf ihren Status aufmerksam zu machen. Sicher wird auch mal einfach etwas gekauft, weil der "haben-wollen"-Faktor doch hoch war. Aber oft wird zum günstigeren Teil gegriffen, weil der höhere Preis für die Alternative sich nicht in besserer Funktionalität niederschlägt.

Von mir aus soll, ja muss jeder mit seinem Geld machen, was er will. Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass bestimmte Sachen nur deshalb gekauft werden, um andere damit zu beeindrucken. Der Philosoph Richard Davis hat das mal schön ausgedrückt: "Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen; mit Geld, das wir nicht haben." Wenn wir ehrlich sind, steckt doch da eine ganze Menge Wahrheit drin, oder?

Aber da es hier ja im Grunde um Angelruten ging, darf ich eigentlich gar nicht mitreden. Da meine Wurfkünste, euphemistisch ausgedrückt, nahe Null tendieren, kann ich persönlich den Unterschied zwischen billigen und teuren Ruten gar nicht spüren und sollte mich aus der Diskussion raus halten.


Groetjes
Jeep Bayer
Hardy
 

Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon orkdaling » 11.02.2016, 17:01

Moin, mein Senf dazu.
Ich kauf mir lieber 2 von G. als eine von S., geb dabei sogar noch mehr Kohle aus aber nicht weil ich es mir leisten kann sondern weil das mein Hobby ist und ich decke dabei einen grøsseren Einsatzbereich ab.
Aber das ist doch jedem seine Sache!

Wir sind vom Thema Rutentest abgekommen. Fuer mich ist das doch nur ein verstecktes Verkaufsvideo und von Leuten die immer noch Kapselrollen verkaufen lass ich mir sowieso nichts andrehen.
Ein Rutentest sieht fuer mich anders aus. Nicht nur wer hat richtig Power und wirft am weitesten. Auch solche Sachen wie Stossanfælligkeit,Service,Verarbeitung...
Gruss
Hendrik
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon cdc » 11.02.2016, 20:05

Ein professioneller Rutentest hängt von vielen Faktoren ab... Wenn es um eine Rute geht zum Hechtfischen mit großen Fliegen ist sicherlich nicht die Präsentation auf den Punkt das Kauf-Argument... Man kann sich davon inspirieren lassen und muss selber urteilen welche Rute zu seinen Ansprüchen am besten passt...
Ich würde heutzutage mir keine Rute kaufen, ohne sie selber auf Herz und Nieren zu prüfen... Für Einsteiger ist es sehr schwer und natürlich sind Sie auf solche Tests angewiesen oder auf eine seriöse Beratung im Fachgeschäft... Da nun mal leider der Großteil im Internet kauft stützen sich viele auf die Tests, wie sie auch hier zahlreich im Forum vorhanden sind...
Zum Beispiel verweist ADH auf Tests die man nüchtern betrachtet lesen kann...
Der Markt wächst rasant und jedes Jahr gibt es neue bessere und teurere Ruten, wenn man dann den Firmen glauben schenken kann...

Das Video ist "ohne Worte" und nicht wert es sich anzuschauen...

Gruß Jürgen
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon gespliesste » 13.02.2016, 02:25

Hallo,

nur noch mal als Anregung zum Thema Rutentest. Ist mir beim Fischen mit einem Kumpel auf Island aufgefallen.

Das sind zwei Z-Axis #5 9". Die obere ist orginal von Sage für ca. €600, die untere habe ich mir nachdem die Z-Axis durch die Sage-ONE abgelöst wurde, als Blank im Ausverkauf gekauft und mit eigenen Standard-Komponenten (nix besonderes) aufgebaut . Gesamtpreis €240.
Die Korkqualität der Orginal Sage finde ich in dem Preissegement schon echt frech. Wobei ich nicht auschliessen würde, dass der Korkgriff für die Hersteller ein wesentlicher Kostenfaktor ist. Bei Billigruten übersteigt ein guter Korkgriff ziemlich sicher den Preis des blanks.

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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Thomas E. » 13.02.2016, 09:08

Moin,

so habe ich das schon oft gemacht, Blanks günstig (vornehmlich von Sage) gekauft, die nicht mehr im Programm waren.
Die Blanks halte ich nämlich für qualitativ sehr hochwertig.
Dann mit ausgewählten Komponenten versehen.

Die meisten Griffe der US- Ruten gefallen mir eh nicht, bei mir kommt eine "Zigarre" aus bestem Kork drauf und 19 cm lang !

So habe ich Ruten noch aus der RPL- Serie ständig im Gebrauch. :D


Vergleichstests neuer Ruten machen wir öfter mal unter Freunden, dabei kommen wir in der Beurteilung sehr oft zu ähnlichen Ergebnissen. :wink:
Gruß
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Re: Ein professioneller Rutentest ?

Beitragvon Maifliege75 » 14.02.2016, 17:33

Hallo Olaf ,
ist zwar off Topic aber du hast eine PN.
Gruß
Thomas
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