Hecht Handlandung ?

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Hecht Handlandung ?

Beitragvon superfredi » 12.09.2021, 21:50

Hallo
Da ich im Oktober zum ersten mal in den Boddengewässern von Rügen auf Hecht watangeln möchte, wollt ich mal fragen, wie Ihr so einen Hecht landet?
Ich hab also theoretisch schon einen Portionshecht für das Abendessen gefangen, möchte aber weiterangeln und den nächsten schonend zurücksetzen.
Bzw. gleich einen guten Laichfisch zurücksetzen.
Ich bin, sagen wir mal 200-300m vom Ufer weck und habe einen 80cm Fisch an der Fliegenrute. (schön währs.... :D )
Handlandung ?
https://www.youtube.com/watch?v=YphpXTMJTwI
https://www.youtube.com/watch?v=fcER8jfMO1M&t=471s
Bogagrip ?
Oder doch einen sperrigen Kescher mitnehmen (was ich eigentlich nicht möchte). Mein schwimmender Mefokecher ist mir dafür eigentlich zu schade und der Raubfischkescher für die Elbe ist viel zu groß, um ihn in den Gürtel oä. zu stecken und geht auch unter.
Also Handlandung - da bin ich aber Neuling... :shock:
Petri Heil
Fred
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon fjorden » 12.09.2021, 22:40

Hallo Fred,
ich bin kein Freund der Handlandung in den Kiemendeckel. M.E. ist das nur um die tollen Fotos zu bekommen. Du willst ja den Haken so schnell wie möglich lösen um den Hecht zurück zu setzen. Ich würde einen schwimmenden großen Kescher mit Schonnetz mitnehmen. Also warum nicht den schwimmenden Meerforellenkescher. Und bei kleinen Hechten würde ich die Fliege ohne Widerhaken!!! mit der langen Zange greifen und lösen.
Gruß
Fjorden
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon DarthWader » 12.09.2021, 22:48

Ich habe schon des Öfteren in den Boddengewässern auf Rügen auf Hecht gefischt. Da ich früher meist von Boot aus unterwegs war und dabei meist einen Kescher dabei hatte, hat sich mir dieselbe Frage gestellt.
Beide von dir erwähnten Methoden sind durchaus zulässig und praktikabel, solange man die Handlandung beherrscht. :daumen
Fische die man bequem per Hand landen und ggf. noch einarmig aus dem Wasser heben kann lande ich in der Regel per Hand. Sei es per Griff in den Nacken bei den ganz kleinen oder per Griff hinter den Kiemendeckel bei den "größeren" Exemplaren ab ca 65cm.
Bei Fischen ab ca 85cm Länge bin ich dazu übergegangen den Bogagrip zu verwenden, welcher bei mir in der Brusttasche der Watjacke steckt und per Band mit dem Watgürtel verbunden ist. So kann man den Fisch sicher landen, entspannt abhaken (auch wenn er sich um die eigene Achse dreht) und kann ihn sogar für kurze Zeit ganz aus der Hand legen ohne das er wegschwimmt.
Man muss allerdings aufpassen, da es günstige Nachbauten gibt, welche doch sehr scharfkantig im Bereich der Greifzwingen sind und welche sich nicht frei um 360° drehen können, sodass ein erhöhtes Verletzungspotentials für den Hecht besteht (...insofern man ihn bei dieser Größe zurücksetzen möchte).
Viel Erfolg vor Ort!
May the fish be with you
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon Hawk » 13.09.2021, 08:26

Kleinere hechte greife ich bei der Landung erstmal im Nacken, ab ca. 90cm geht das nicht mehr da ist dann ein Kescher schon vom Vorteil. Selbst Meterhechte passen noch halbwegs in einen Mefokescher mit Schonnetzt bei noch größeren dürfte das dann irgendwann eng werden.
So oder so sollte man den Kiemengriff aber trotzdem beherrschen, denn bei Hechten sitzt der Haken ja selbst bei großen Streamern gerne mal recht tief und der Kiemengriff ist die beste Möglichkeit die Hechte dazu zu bewegen das Maul zu öffnen und offen zu lassen.
Gruß
Sven
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon MahiMahi » 13.09.2021, 09:17

Hallo,
für dieses Landen habe ich mir einen großen Kescher zurechtgemacht.
Als Stiel ein Alurohr angespitzt und dann kann man den Kescher bequem neben einem
in den Boden stecken. Der hält und wenn man weitergeht rausziehen und dann am neuen Platz wieder in den Boden rammen.
So hast du einen Kescher immer neben dir ohne das er stört.
Es ist viel entspannter für beide Seiten einen wirklich großen Hecht im Kescher vom Haken zu befreien.
Es ist auch kein großes einen Kescher auf diese Art und weise dabeizuhaben.

Allzeit tight lines
Harry
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon Achim Stahl » 13.09.2021, 13:33

Moin Fred,

auf keinen Fall mit dem Boga Grip. Die Verletzungsgefahr für den Fisch ist enorm hoch. Ich persönlich bevorzuge die Handlandung. Der große Vorteil davon ist, dass der Hecht dann das Maul öffnet, wenn du ihn ein wenig mit dem Kopf aus dem Wasser hebst. So kannst du einfach und schonend den Haken lösen. Außerdem fasst du ihn sicher, und er kann nicht unkontrolliert um sich schlagen, so dass die Verletzungsgefahr für den Fisch und für dich relativ gering ist.

Wenn du Angst um deine Finger hast, kannst du ihn natürlich auch erst mal keschern und dann am Kiemenbogen greifen, um den Haken zu lösen.


Viele Grüße!

Achim
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon Trockenfliege » 14.09.2021, 10:08

Meine Fliegenhechte fange ich meistens vom Boot und mit Kescher.
Zum Lösen tiefer sitzender Haken verwende ich auch den Griff unter den Kiemendeckel und dafür ist auf alle Fälle ein dünner Schutzhandschuh sinnvoll.

LG
Reinhard
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon superfredi » 14.09.2021, 15:29

Ok, Danke für die Tipps und Hinweise.
Ich hab ja mehrere Mefokescher - werde einen mit nehmen für die u80 Fraktion.
Und auch einen dünnen Gummihandschuh für die erste Handlandung, falls mal aus Versehen ein dicker Brocken drann ist oder die Fliege etwas tiefer sitzt.
Kann ja mal berichten, wenn da im Oktober was hängen bleiben sollte.... :smt039
Fred
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 14.09.2021, 19:21

Das hoffe ich doch.
Gruß Robby Vogtlandsalmon63.
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon AlexX!! » 14.09.2021, 22:07

Nur Angler verstehen das Foto ;-)

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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon Thommi » 14.09.2021, 23:49

superfredi hat geschrieben:Ok, Danke für die Tipps und Hinweise.
Ich hab ja mehrere Mefokescher - werde einen mit nehmen für die u80 Fraktion.
Und auch einen dünnen Gummihandschuh für die erste Handlandung, falls mal aus Versehen ein dicker Brocken drann ist oder die Fliege etwas tiefer sitzt.
Kann ja mal berichten, wenn da im Oktober was hängen bleiben sollte.... :smt039
Fred


Den dünnen Gummihandschuh kannste vergessen...nur ein derber Lederhandschuh spart Pflaster.

Gruß
Thomas
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon Royal Coachman » 15.09.2021, 00:16

Hallo Alex!

So sehe ich immer nach einer Hechtlandung aus ob mit Hand oder Kescher. :(

tight lines
RC
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Re: Hecht Handlandung ?

Beitragvon dreampike » 16.09.2021, 21:48

Hallo Fred,

wenn Du das mit der Handlandung noch nicht beherrschst, dann übe doch an einem toten Hecht.
Ich fische sehr viel auf Hecht und fange ca. 250 - 300 Hechte im Jahr. Die lande ich fast alle per Hand, es sei denn, ich komme nicht direkt ans oder ins Wasser. Selbst bei einem Hecht im Kescher verwende ich den "Kiemengriff", weil die Hechte so das Maul öffnen und ich den Haken leicht lösen kann. Anführungszeichen, weil man ja nicht in die Kiemen greift, sondern in den weichen Spalt zwischen Kiemen und Kiemendeckel. Den Spalt findest Du nicht, wenn Dein Tastsinn eingeschränkt ist, Handschuhe machen da keinen Sinn. Ich hebe die Hechte im Kiemengriff nicht aus dem Wasser, das kann vor allem bei größeren Hechten zu Verletzungen führen. Bogagrip verletzt mir die Fische auch zu sehr.
Wolfgang aus Ismaning
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