Mit der Fliegenrute auf Wels

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon plaSeBo » 01.01.2017, 20:39

Hallo Leute,

hat von Euch schon mal jemand es mit der Fliegenrute auf Wels probiert? Hier in meinen Hausgewässern nimmt der Wels immer mehr zu. Es werden viele Welse zwischen 40 und 120cm gefangen. Würde mich über Erfahrungsberichte und Infos sehr freuen.


Frohes neues Jahr

Sebastian
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Mr. Wet Fly » 02.01.2017, 14:38

Moin Sebastian,

wende Dich mit Deinen Anliegen doch mal an Holger Herold, der hat es auf
Wels mit der Fliegenrute schon probiert und auch Erfolg gehabt.

Er wird Dir sicher weiterhelfen.

http://easyflyfishing.de/bildergalerie- ... /main-2014

Gruß Bernd
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Holger Herold » 23.02.2017, 16:33

Servus Sebastian,

was genau möchtest Du wissen übers Wels fischen?
Meiner Meinung nach, ist die Kunst dabei den Zeitpunkt zu finden wo und wann er raubt.
Ich verwende dann meist etwas größere Hechtstreamer in 4/0 - 8/0 mit stabile Haken.
Mein Setup ist eine Salzwasser Rute der #8-10 dazu eine passende Rolle mit Schwimm oder Sink Schnur.
Ich bin meistens in der Dämmerung oder Nachts unterwegs.

Beste Grüße
Holger
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon BergLutz » 23.02.2017, 17:52

Hallo Holger ,

mich interessiert das Thema auch sehr, da hier an der mittleren Elbe Welse in allen Größen auch sehr zahlreich sind. Auf dem Bild auf Deiner Seite sehe ich einen Streamer mit Rehhaarkopf. Hast Du die Welse alle auf Oberflächenköder gefangen oder auch auf andere? Wie wichtig ist die Wasserverdrängung des Köders z.B. Muddlerkopf, Trichter oder Prallplatte am Streamerkopf.
Mich interessieren mehr die kleineren Welse bis 1,2m. Hab kein Interesse mich mit den "U-Booten" anzulegen. Bei uns ist der Wels ohne Mindestmaß und Schonzeit.

Gruß
Lutz
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Trockenfliege » 24.02.2017, 23:49

Ich habe selbst noch keine Fliegen - Welse gefangen, weiss aber, dass sie sehr gut nachts auf laute Oberflächenköder gehen.
So hatte ich mehrfach nachts Angriffe (am See) auf meine Futterrakete beim Einholen. Auch habe ich schon viele Attaken von Welsen an der Oberfläche erlebt.

Daher würde ich es abends und nachts mit großen Poppern versuchen, wenn sich die Welse oberflächenaktiv zeigen.

Ein Kumpel von mir hat mal beim nächtlichen Zanderfischen am Rhein einen 20pfünder an der 7er Rute nach 20 min Drill gelandet.
Auch er hat an einem Bacheinlauf sehr flach, kein Popper, gefischt.

LGruß
Reinhard
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon AlexWo » 25.02.2017, 12:20

Hallo, habe im Fernsehen einen. Bericht über einen spanischen oder französichen Fluss gesehen, an dem die Waller, am hellichten Tage, badende Tauben gefresssen haben. Wie wäre es "Trocken" auf die Monster:)?! Bei uns breitet sich dieser Fisch auch immer weiter aus, taucht schon in Salmonidenwassern auf..... :(

Bin auf Eure Fangberichte gespannt!

LG

Alex
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Olaf Kurth » 25.02.2017, 13:20

Ich erinner mich an die Dokumentation, lieber Alex,

nach meinem Elefanten-Gedächtnis muss das in Nantes gewesen sein. Die Strände an der Loire befanden sich noch im Stadtgebiet und dort pirschten sich die Welse bis an die Land-Wasser-Grenze heran und überraschten die dort lagernden Tauben. Nach dem "Schnapp" und einem Vogel im Maul ging es mit heftigen Bewegungen zurück ins tiefe Wasser - sehr beeindruckend. Ich schätze, das es sich dabei um eine lokale Besonderheit des Beutefangs handelt und dass die Fische voneinander lernen.

Ein Stammtischbruder aus Gießen hat vor ca. 20 Jahren mal einen 14kg schweren Wels in der Lahn gezielt auf Fliege gefangen. Das kann funktionieren, wenn sie rauben, ich kann es aus eigener Erfahrung leider nicht bestätigen. Vielleicht ist das für mich ein "Sommer-Thema"..... 8)

Liebe Grüße,

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon ostseelicht » 26.02.2017, 08:30

Es gab mal in einem anderen Forum einen Fangbericht, vielleicht kannst du da paar Informationen rausziehen.
http://www.leidenschaft-meerforelle.de/ ... t=schnucki

TL
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Ralf-TMaster » 27.02.2017, 09:51

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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon BergLutz » 27.02.2017, 11:29

Danke für die Links - aber die sind zumindest mir alle bekannt gewesen.
Die bisherigen Meinungen bestätigen mich in meiner Strategie es diesen Sommer einmal mit Oberflächenködern in der Dämmerung und nachts zu versuchen.
Wobei das in den Buhnen wesentlich leichter geht als auf 'freier Strecke' - ein Fehltritt in der Steinpackung nachts mit Gepolter und man kann gleich 100m weiter gehen.
Mal sehen was dieses Jahr wird.... Werde berichten - wenn es was zu berichten gibt.

Gruß
Lutz
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Holger Herold » 26.11.2017, 16:41

Servus Lutz,

meine Erfahrung nach, benötigt man Streamer die eine Größere Druckwelle machen. Daher fische ich Streamer, die mit Rehhaar gebunden sind.
Diese Streamer haben natürlich eine hohe Schwimmeigenschaft. Daher fische ich diese mit einer Sinkschnur um auf tiefe zu kommen. Vorteil dabei ist, dass die Hänger Gefahr sehr reduziert wird, da der Streamer meistens 40-50cm vom Grund entfernt ist. Durch das Einstrippen ziehe ich den Streamer Richtung Grund und lasse ihn dann wieder Aufsteigen.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiter Helfen.

Beste Grüße
Holger
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon antidotepp » 04.05.2021, 13:31

Hallo Gemeinde,

ich möchte den alten Text mal aus der Versenkung holen und fragen, ob sich in den vergangen Jahren zum Thema Fliegenfischen auf Wels etwas getan hat.
Gezielt möchte ich nach verwendeten Schnüren fragen.
Einsatzgebiet soll die Elbe sein, in der ich seit Jahren eine steigende Population an kapitalen Wallern beobachten kann. Wenn ich jetzt so angebotene Leinen oder Köpfe anschaue, dann stoße ich dort regelmäßig auf Tragkräfte um die 30 oder 40 Lbs.
Inklusive Strömungsdruck ist das bei so einem "Endgegner" nicht viel :mrgreen:

Ich freue mich auf Eure Antworten!

Liebe Grüße aus Dresden
Christian
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon dreampike » 05.05.2021, 07:59

Hallo Christian,

mit einer Fliegenrute - auch in den hohen Klassen - kannst Du kaum soviel Druck aufbauen, dass Du eine unbeschädigte Fliegenschnur mit 30 oder 40 Pfd Tragkraft zerreisst. Bevor die Schnur reisst, bricht wahrscheinlich die Rute. Für das ganz große Big Game ab Schnurklasse 12 gibt es Fliegenschnüre, die 50 Pfd Tragkraft aufweisen. Die sind aber auch auf die hohen Temperaturen in den Tropen ausgelegt und sind bei hiesigen Temperaturen ziemlich hart und kringelig. Aber wie gesagt, entscheidend ist aus meiner Erfahrung nicht die Tragkraft der Schnur, sondern wieviel Druck Du mit der Rute aufbauen kannst.
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Re: Mit der Fliegenrute auf Wels

Beitragvon Hawk » 05.05.2021, 08:26

Der Druck lässt sich relativ einfach Aufbauen indem man mit der Rute richtung Fisch zeigt :wink:
Bei einem Hänger bekommt man 30lbs ja auch (mehr oder weniger) problemlos abgerissen.
Gruß
Sven
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