Was macht die Äschenfischerei

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon MahiMahi » 31.10.2021, 09:54

Hallo,
mich würde interessieren was die Äschenfischerei bei euch so macht.
Ich will nicht wissen wo ihr fischt aber ob es noch solcher erwähnenswerte Fänge gibt.
Gestern war ich seit längerer Zeit wieder an einem meiner geliebten Gewässer.
Es war zwar kalt und das Wetter trüb trotzdem konnte ich vier ganz gute Äschen haken.
Leider war mit trocken nichts zu bewegen dafür mit geführter Nymphe.
Fische dieser Größe sind für mich Laichgaranten und das freut mich sehr.
Es ist mal so mal so. Du fängst auch mal keine einzige Äsche dann wieder 10 Stück verschiedener Größen.
Ich fischte lange Zeit an einem Kreidefluß wo wir einen guten Äschenbestand hatten auch nach der Kormoranzeit.
Heute findest du keine Äsche mehr. Mein Verdacht, es gibt Angler die auch vor Entnahme einer Äsche nicht zurückschrecken!
Niemals käme das für mich in Frage. Aber der welcher die Karten vergibt sollte auch auf den Scheinen erwähnen: Äschen ganzjährig geschützt.
Wie sieht es bei euch denn mit Äschen aus?

LG
Harry

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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon orkdaling » 31.10.2021, 12:31

Moin, schøne Fische!
Ja die Saison ist noch voll im Gang da das Wetter mitmacht.
Da wo man sich letztes Jahr am 28.10. beschwerte das noch keine Loipe fertig ist, da fischt man dieses Jahr fleissig.
Hier mal auf dem Weg nach Sunndasøra (ca, 150km suedlich Trondheim) gestern 30.10. - nicht mehr normal fuer die Zeit !
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Das ist noch auf Fjørdhøhe (Bæverfjord) aber oben angekommen sieht es auch nicht anders aus
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Selbst hoch oben im Nationalpark Trollheimen, meist liegt alles bei 500-700m, nur Trollhetta 1614 und Trolla mit 1850 haben nur eine weisse Spitze, so ab 1000m.
Dort gibt es unzæhlige Bergseen, viele durch Bæche verbunden, nur die Bafo hat mancherorts von 15.9.-31.10. Schonzeit.
Meist im Gebeit des Trøndelag. Die suedliche Seite des Nationalparks die sich in Møre og Romsdal befindet hat dagegen weder Quote noch Schonzeit, weder Æsche oder Forelle.
Wurde nie eingefuehrt da normaler Weise um diese Zeit Ski statt Angel angesagt ist.
Gruss Hendrik

hatte ich vergessen - 13 grad - im Trøndelag Ende Oktober, ab 1.11. sind Spikes erlaubt hahaha
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon AndiArbeit » 31.10.2021, 13:03

Mein Äschengewässer in der Nähe ist die Mulde bei Zwickau.
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Schönes Gewässer und es sind auch Äschen zu finden.
Werden natürlich alle wieder releast. Alle noch keine 30 aber wunderschöne Fische.
Dateianhänge
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Alle Macht den Gräten!
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon trutta1 » 01.11.2021, 15:31

Hallo Harry,

auch ich konnte in diesem Sommer vermehrt gute Äschen fangen. Es waren keine Riesen dabei, aber Äschen zwischen 30 und 40cm hatte ich so viele, wie lange nicht!
Leider hatte ich schon vor ein paar Jahren gedacht, die Bestände würden sich wieder erholen. Dann kam ein langer Winter und die Kormorane ließen kaum einem Fisch die Chance, zu überleben. Selbst 50+ Bachforellen erlagen ihren Verletzungen!
Äschen waren gänzlich verschwunden!
Erst durch massive Besatzmaßnahmen in den letzten Jahren verbessert sich die Situation wieder langsam.
Den letzten Winter hatten Äschen fast ausschließlich in belebten Ortslagen überlebt, verteilten sich aber im Lauf der Saison auf den gesamten Bachbereich.

TL, Frank
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon sepp73 » 02.11.2021, 09:14

Ja, hier an der unteren Salzach ist die Saison in vollem Gange. Es sind beileibe nicht mehr soviele Fische da wie früher aber wenn man weiss wo man sie suchen muss, findet man sie auch und meist sind sie in Steiglaune. Leider in letzter Zeit fast nur Fische über 35cm, die jüngeren Jahrgänge sind schon noch da, machen sich aber stellenweise recht rar. Während ich schon seit Jahren alle Äschen wieder in ihr Element entlasse, so oft es geht berührungslos (mittels Ketchum Release von Waterworks) gibts hier doch noch den einen oder anderen, der meint er müsste verhungern wenn nicht jede halbwegs maßige Äsche mitgenommen würde. Dazu sind das ganze Jahr über die Gänsesäger am Werk, vor allem im einzigen Laich- und Aufzuchtgewässer holen die sich ihren Teil, der Otter ist auf dem Vormarsch und mit Beginn der kälteren Tage kommen auch die Kormorane wieder in größeren Mengen um sich an dem eh schon nicht mehr so guten Bestand zu mästen. In den letzten Tagen wars allerdings schwierig, die Fischerl hatten sich auf kleine schwarze Mücken eingeschossen, ne Imitation auf 20ger Haken wurde komplett verweigert, muss wohl wieder mal an den Bindetisch...
Gruss, Sepp
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon Ede*** » 02.11.2021, 10:56

Tag zusammen,

in allen von mir befischten Gewässern hat sich der Äschenbestand in den letzten beiden Jahren positiv entwickelt. Dieses Jahr gab es trotz oder wegen der sehr hohen Wasserstände eine ausgezeichnete Reproduktion und das Wachstum der kleinen Äschen war überaus gut. Das war aber auch in anderen Jahren in der Vergangenheit schon so und daher bleibe ich wie auch andere hier sehr vorsichtig mit einer Prognose. Ein harter Winter mit Kormoraneinfall und alles ist wieder für die Katz gewesen.
Übrigens kann ich ganz klar aus dem Vergleich der Gewässer sagen: wo der Kormoran intensiv bejagt wird, schaffen es viel mehr Äschen über den Winter und es etablieren sich gute Bestände. Wo nicht, bleiben gute Bestände oft auf die Ortslagen und Gewässerabschnitte mit viel Publikumsverkehr begrenzt. Natürlich bleiben auch außerhalb immer ein paar Äschen übrig, aber das sind dann Minimalbestände.

Bleibt nur auf einen milden Winter und hohe Wasserstände zu hoffen und darauf, dass die Jäger Lust haben Kormorane zu schießen, wo sie es dürfen oder wenigstens genügend Begehungsscheine ausstellen. Wo nicht gejagt werden darf, ja, für diese Gewässer bräuchte ich noch gute Ideen!

Äschen landen bei mir übrigens seit Jahren nicht mehr auf dem Teller (wie auch Bachforelle), obwohl Äschen für mich zu den leckersten Süßwasserfischen gehören.
Prinzipiell wäre das der Fisch, der am nachhaltigsten entnommen werden könnte. Wenn die Bedingungen stimmen und wenig Prädation da ist, ist kann er unglaubliche Bestandsdichten erreichen. Die Älteren werden sich erinnern können.

Grüße und noch eine schöne Herbstfischerei wo erlaubt und sinnvoll!

Edwin
Ede***
 
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon Fliifi-Sepp » 03.11.2021, 02:04

Klar ist die Fischerei auf Äschen nur noch ein Abklatsch von der, als es noch keine regelmäßigen Kormoran-Einfälle und Otter und Gäsesäger noch nicht in unseren Gewässern "wüteten"!
Der ehemalige Massen-Fisch Äsche ist leider sehr selten geworden.

Das Wasser war bis gestern sehr klar und niedrig. Auf im Vergleich zu früheren Jahren niedrigerem Niveau ließ sich eine den Umständen entsprechend als gut zu bezeichnende Äschen-Fischerei betreiben.

Auch wir hoffen auf einen milden Winter mit an den Fließgewässern niedrigeren Prädatoren-Dichte.

LG Sepp
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon orkdaling » 03.11.2021, 10:10

Moin Sepp,
du stehts an den falschen Bæchen, hahaha.
Mir ist schon klar das es bei euch durch Verbauung oder durch bøse Vøgel nicht gut um die Æsche bestellt ist.
In Schweden verkauft man sie geræuchert im Supermarkt und spricht vielerorts von "Æschenhølle" die die geliebten Bafos vertreiben.
Hier gibt es teils Quoten und Fenster, zB am wohl længstem Æschenfluss -die Glomma - mehrfach im Forum vorgestellt.
Weiter nørdlicher aber, besonders der Ruecken Grense N/S, dabei besonders Fluesse hin zur Baumgrenze , wimmelt es von Æschen.
Auch hier in Mittelnorwegen, entlang der E6 die ueber das Dovre-Gebirge fuehrt oder an den Urspruengen von Glomma, Gaula, Orkla (Femundsmarka) gibt es weder Schonzeit noch Mindestmass.
Gestern war es laut Presse in Nord Norge wærmer als in Rom ! Hier bei mir am Fjord 13 Grad, Sonne pur und das im November !
Also so hab ich mir einen milden Winter nicht vorgestellt, zwar kann man ueberall bis 800m fischen aber ob das dann nicht doch Auswirkungen auf Flora und Fauna hat !?
Die Wassertemperatur der Orkla hat noch 9 Grad - sollen die Lachse und Mefo erst im Januar laichen ?
Oder die Saiblinge die sich im Fruehjahr/Vorsommer in den Bæchen sammeln um in die kalten Gebirgsseen zum laichen zu ziehen, Sommerlaichner allerdings in Tiefen bei 5-8 Grad. Ich glaube denen wurde es zu milde in den letzten Jahren.
Die einzigen die derzeit davon profitieren sind die Æschen (in unseren Breiten).
Kormoran ist hier nicht das Problem, nicht so ihr Standort und ausserdem jagbar. Aber auch wieder regional zu sehen, Sued Norge/Sverige hat da auch Probleme mit zu hoher Dichte.
Was mich dieses Jahr sehr erstaunte - Gansesæger - in einer Zahl wie wir sie noch nie beobachtet haben. Bereits im August, Anfang Sept. waren sie verschwunden.

Also um die Æschen mache ich mir keinen Kopf, jedenfalls nicht gegenwærtig, fuer andere Fischarten wird es aber verdammt eng wenn es bei immer mehr milden Wintern und anschliessenden Starkregen im Fruehjahr bleibt, die dann wieder durch knochentrockene Sommer abgeløst werden.
Notfalls hier ran an die Æsche https://fishspot.no/en/atumn-grayling-fishing/
Gruss Hendrik
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon Fliifi-Sepp » 03.11.2021, 12:17

Schön zu lesen, daß es in Europa noch Gewässer gibt, an denen die Äsche der Massenfisch ist, der er eigentlich sein sollte!

Bei uns ist die Äsche leider wirklich selten geworden und es gibt nur noch ganz wenige Gewässer, an denen ein selbst reproduzierender Äschen-Bestand vorkommt.

Zusätzlich kommen die letzten selbst reproduzierenden Äschen-Bestände in strengeren Wintern zusätzlich durch die ohnehin unnatürlich hohne Prädatoren-Populationen massiv unter Druck.

LG Sepp
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon chrmuck » 03.11.2021, 16:13

... bei uns in der Eifel-Rur werden wieder verstärkt Äschenfänge gemeldet, von klein bis groß. Laut den älteren Kollegen kein Vergleich zu den mittleren neunziger Jahren, aber es scheint eine langsame Erholung der Bestände zu geben. Alles ohne Beleg, d. h. Zählungen, lediglich dem Eindruck nach... Ähnliche Beobachtungen konnte ich im Herbst am Oberen Neckar machen, viele kleine Äschen in Bereichen, in denen in den Vorjahren Renaturierungs- und Strukturverbesserungsmaßnahmen durchgeführt wurden.

Meine Befürchtung; ein Kormoran-Winter und das war´s dann auch wieder!

Aber vielleicht bleibt´s ein dauerhaft positiver Trend und irgendwann sind sie wieder da, die Äschen!
Wobei ich glaube, dafür muss man unterstützend die ein oder andere Sache tun...

Herzlichen Gruß, Christian
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon Tigersclaw » 08.11.2021, 19:18

Hallo,
ich bin letztes Jahr recht intensiv und dieses Jahr leider nur sporadisch auf Äsche unterwegs gewesen. Bei uns in Ostsachsen gibt es Äschen, jedoch muss man diese echt suchen und leider fast nur kleine Fische. Dieses Jahr hatte ich recht viele 10-15 cm lange (wahrscheinlich Besatz). Die größeren Fische der letzten Jahre sind von den Spots verschwunden :(. Wahrscheinlich gibt es hier und da paar mir unbekannte Strecken. Leider sind die typischen Erzgebirgsflüsse zu weit weg, um da mal schnell vorbeizuschauen ;/. Ich habe auch verschieden Stellen an denen die Äschen ganz verschwunden sind.
Falls jemand n Tipp hat wo ich mein Ziel (Äsche 40+) erreichen kann, gerne per PN ;). Jedoch weiß ich, dass hier gute Äschenstellen geheimer gehalten werden, als die Atombombencodes des US Präsidenten :)
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Grüße Henry
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Re: Was macht die Äschenfischerei

Beitragvon MahiMahi » 10.11.2021, 19:55

Hallo,
es war ein schöner Herbsttag heute ideal zum Äschenfischen.
Ja viel war nicht, ganze zwei. Die 40er Marke konnten wir heute nicht knacken.
LG
Harry

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