Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

Moderatoren: Maggov, webwood, Forstie, Olaf Kurth, Matthias M., Michael.

Wie bist Du angeltechnisch aufgestellt?

Ich fische ausschließlich mit der Fliege.
39
40%
Ich fische bevorzugt bzw. am liebsten mit der Fliege, übe aber auch andere Angelmethoden aus.
54
55%
Ich habe keine bevorzugte Angelmethode.
5
5%
 
Abstimmungen insgesamt : 98

Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon MarkusZ » 18.07.2020, 14:33

Hallo,

Trockenfliege hat geschrieben:Das hängt es doch sehr von der Art des Hakens und weniger von der Methode ab


Das entspricht genau meiner persönlichen Erfahrung und auch den Studien aus Übersee, die ich zu diesem Thema gelesen habe.

Köder- und Hakengröße spielen wohl ebenfalls eine Rolle. Allerdings in den meisten Studien weniger, als viele Angler glauben.

Dafür dann andere Faktoren wie Drilldauer/Wassertemperatur/Landaufenthalt etc. deutlich mehr, als viele annehmen.

Aus meiner Erfahrung ist zB. das Karpfenangeln mit dem modernen Boilierig sehr schonend, da die Fische fast ausschliesslich am äußeren Maulbereich gehakt werden.


Von Karpfenanglern könnte man sich auch andere Sachen abschauen. Ich hab z.B. noch nie nen Fliegenfischer mit ner Abhakmatte oder Klinik gesehen, aber schon so einige, die Fische mit dem Kescher über die steile Uferböschung nach oben holen, in der Wiese abhaken und dann wieder zurücksetzen. Bei Spinnfischern sieht man die Matte seit einiger Zeit immer öfter.

Negativbeispiele lassen aber natürlich auch dort finden. Pauschalieren kann man da m.E. nicht.

Wer ausschließlich mit der Fliege angelt, der läuft ggf. Gefahr von anderen Angelarten/methoden nur noch wenig mitzukriegen und Vorurteile aufzubauen.

Ich kann zwar sehr gut nachvollziehen, dass es vielen Anglern mit der Fliege einfach mehr Spaß macht, aber das ist eben eine persönliche Vorliebe.

Wenn jemand behauptet würde, dass er ausschließlich mit der Flugangel fischen würde, weil ihm sonst die Hakmortalität zu groß wäre, nähme ich den nicht für voll.

Das kann m.E. jeder selber steuern ohne dabei zwangsläufig zur Fliegenrute greifen zu müssen.

Dass es bei Fliegenfischern ggf. einen größeren Prozentsatz geben kann, der sich vor dem Fang Gedanken um Nachhaltigkeit und Hege macht, sei aber unbenommen.
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon ulven » 19.07.2020, 21:11

Hallo,
noch vor kurzem hätte ich wohl ganz klar Purist gesagt, das war allerdings bevor meine Tochter den ersten Barsch an Ihrer rosa Angel gefangen hatte ... und das Erlebnis erst mit dieser Angel am Meer auf noch grössere Fische - unbeschreiblich
Da ist es wurscht an welcher Angel und welcher Fisch deswegen unbedingt Gruppe 2
Naja wobei es mich schon freut dass beide Kinder (jetzt schon 6 und 7) eigentlich mit dem Pappa Lachse angeln wollen - aber da hat meine Frau noch etwas dagegen und wir werden sehen was später wird
Ich wünsche auf jedenfall allen Mitgliedern hier im Forum eine schöne Zeit am Wasser ob mit oder ohne Fliegenrute!
Gruss
Max
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon Achim Stahl » 21.07.2020, 11:43

Moin,


MarkusZ hat geschrieben: Ich hab z.B. noch nie nen Fliegenfischer mit ner Abhakmatte oder Klinik gesehen,


... und ich habe noch niemanden gesehen, der eine Abhakmatte braucht, wenn er seine Fische im Wasser abhakt. 8)

Viele Grüße!

Achim
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon MarkusZ » 21.07.2020, 17:03

Hallo,

Achim Stahl hat geschrieben:und ich habe noch niemanden gesehen, der eine Abhakmatte braucht, wenn er seine Fische im Wasser abhakt


Wenn Du es wie ich machst, und nur an Stellen angelst, wo Du die Fische eben im Wasser abhaken kannst, brauchst Du auch keine. Egal auf welche Fischart es nun mit welcher Methode geht.

Wobei ich meist trotzdem eine dabei hab, man weiß ja nie. Allerdings beim mobilen Angeln nicht so ein Monsterteil wie die Carphunter, sondern nen "Rollmops".

Dass alle Fliegenfischer ausnahmslos so handeln, kann ich aus eigener Beobachtung aber eben verneinen.

Manchmal sind diese Steilufer bei uns eben die einzigen Stellen, wo man einigermaßen mit der Flugangel werfen kann, weil dort meist die Bäume/Büsche mit abgerutscht sind und freies Schussfeld herrscht. Aber nen Fisch dort mit dem Kescher nach oben zu holen um in dann abzuhaken und ggf. zurückzusetzen würde ich mir auch mit Abhakmatte lieber verkneifen. So denken aber eben nicht alle.

Da wäre es m.E. wesentlich schonender und auch effektiver die Nymphe mit Posenmontage an der Centrepin von einem Standplatz weiter oben direkt an der Wasserlinie stromab in die Rinnen reinteiben zu lassen.

Nicht jeder ist ein Heiliger, nur weil er mit ner Flugangel unterwegs ist.

Dass bei Fliegenfischern der Prozentsatz an Anglern höher ist, die sich schon vor dem Fang Gedanken um Nachhaltigkeit und Hege machen, kann ich mir aber schon vorstellen.

Ich wünsche auf jedenfall allen Mitgliedern hier im Forum eine schöne Zeit am Wasser ob mit oder ohne Fliegenrute!
Gruss
Max


Das wünsche ich Dir auch.

Dass man am Ende des Angeltages einfach zufrieden und guten Gewissens nach Hause gehen kann, egal wie und womit man gefischt hat und ob oder was man nun gefangen hat.
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon Royal Coachman » 21.07.2020, 17:25

Hallo !

Wenn ich einen Standplatz habe, wo ich einen Fisch nicht landen kann, dann darf ich dorf nicht fischen!

Deswegen ist das Fischen von Brücken aus fast immer verboten, so einfach ist das.

Deswegen vorher überlegen, das gilt auch für Stellen mit starker Strömung an denen ich einem stromab stürmenden Fisch nicht folgen kann.

tight lines
RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon Achim Stahl » 21.07.2020, 17:50

Moin Markus,

MarkusZ hat geschrieben:Dass alle Fliegenfischer ausnahmslos so handeln, kann ich aus eigener Beobachtung aber eben verneinen.


Da sind wir uns absolut einig. :wink:


Viele Grüße!

Achim
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon MarkusZ » 21.07.2020, 20:16

Hallo,

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo !
Wenn ich einen Standplatz habe, wo ich einen Fisch nicht landen kann, dann darf ich dorf nicht fischen!
RC


Absolut d'accord.

Gibt trotzdem Angler die dann eben mit Kescher arbeiten, ggf. mit extralangem Stil oder sogar mit Seilkeschern.

Nicht mein Ding, aber meist auch nicht explizit verboten.

Achim Stahl hat geschrieben:Da sind wir uns absolut einig


Ich denke wir sind uns von der Grundeinstellung her ähnlicher als es scheinen mag. Auch wenn ich dem reinen Fliegenfischen gegenüber vielleicht nicht ganz so euphorisch eingestellt bin wie Du.

Ich glaube z.B. schon, dass man an "Fly-only" Gewässern ggf. weniger unerfreuliche Beobachtungen macht als an "all-tackle-strecken".

Es ist aber m.M. kein Selbstläufer und letztendlich liegt es mehr am einzelnen Angler als an der Methode.

Ich wünsche Euch jedenfalls, dass ihr die Angelzeit an euren Gewässern genießen könnt und anschließend mit einem guten Gefühl wieder nach Hause fahrt, egal wie , womit und auf was Ihr nun fischt.
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon moma » 16.11.2020, 17:58

Lieber Marvin
wie du hier die Frage gestellt hast, dürfte ich mich als "Purist" bezeichnen. Ich habe noch nie was anderes gefischt als mit einer Fliegenrute, das aus Überzeugung seit Anfang (vor gut 20 Jahren) .
Es gibt aber mehrere Auffassungen vom Begriff "Purist"...
In meinen Bekanntschaftskreisen ist ein Purist einer der ausschließlich ohne Wiederhaken, nur mit der Trockenfliege fischt, nur "catch & release" betreibt, absolut keine Fotos der Fänge macht und eher mit gespließte Ruten fischt.
In diesem Fall wäre ich kein Purist, da ich gerne auch mit der Nymphe (selten auch mit Streamer) fische und neue technologien der Rutenbautechnik nicht ablehne (im Gegenteil).
Das Fotografieren der Fänge ist aber auch für mich ein absolutes No-Go. Dass man ohne Wiederhaken fischen sollte, das ist für mich auch eine Selbstverständlichkeit, ein "Muss".

Bezeichnungen wie "Purist" gefallen mir nicht, da jeder eine andere Auffassung hat. Und man entwickelt mit den Jahren eine eigene Überzeugung, man macht Fehler und man verbessert sich.
Für mich gilt inzwischen der Leitsatz "So schonend wie möglich, und nichts überflüssiges" (kein Wiederhaken, kein Foto, keine zu langen Drills). Das fischen soll spass machen im Tun und soll v. a. kein Wettbewerb sein.

Liebe Grüße
Markus
moma
 
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon Fliifi-Sepp » 08.12.2020, 09:39

Hallo Markus,

ich fische ausschließlich mit der Fliege. Wir haben in unserer Gegend (Voralpengebiet Grenzgebiet Bayern/Österreich) viele gute Salmonidengewässer und da läßt sich das auch entsprechend praktizieren.

Alleine das Werfen der Leine ist für mich schon ein Vergnügen. Die ständige Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Stömungsverhältnissen, den verschiedenen Methoden wie Trocken- oder Naßfliege und Nymphe beschäftigen mich so intensiv, dass der Biß eines Fisches nicht zwingend für einen schönen Tag am Wasser sein muss. Der Biß auf das Ende der Leine ist vielmehr eine Bestätigung, alles richtig gemacht zu haben.

Zudem bin ich oft weite Strecken am Wasser unterwegs, was mir lieber ist, als andere körperliche Aktivitäten (na ja ..., zumindest lieber als die meisten anderen).

Beim Material lege ich Wert auf eine optimale Abstimmung des Gerätes. Da spielen die Marken bedingt eine Rolle. Wichtig ist für mich bei teuren Ruten eine gute Garantie, die in der Praxis funktioniert. Bisher habe ich da mit Sage nur gute Erfahrungen gemacht. Wobei bei dieser Marke der Grund für die Inanspruchnahme der Garantie bisher nie der Grund mangelnde Fertigungsqualität war, sondern zu wenig sorgsamer Umgang damit.
Habe auch günstige Ruten, die sehr gut funktionieren. Und einige Gespliesste, die ebenfalls ihren Job perfekt erledigen.
Jedenfalls sollte man immer Ruten und Schnüre perfekt aufeinander abstimmen, damit man Freude am Werfen hat. Die angegebenen Gewichtsklassen auf Ruten und Schnüren sind leider auch bei sehr teuren Produkten oft eine Gemeinheit und eigentlich für Kunden unzumutbar! Da ist oft nicht das "drin", was draufsteht.

Bei Schnüren kommt noch dazu, daß sehr oft bewährte Schnüre nach wenigen Jahren durch neue ersetzt werden, die meiner Meinung nach in nichts besser sind, als die alten, nur teurer werden. Natürlich ist jede neue Schnur besser, als verschlissene alte. Aber ich habe so viele Schnüre und da meist die gleichen Schnüre in den jeweiligen Gewichtsklassen zweimal (verschiedene Vorfächer für Trocken-/Naßfliege und für Nymphe), daß ich ganz gut beurteilen kann, ob eine Nachfolger-Schnur besser als die alte ist.
Beispiele:
Mitte der 90er war meine Standard Lieblings-Schnur die Scientific Angler Ultra 4. Die nachfolgenden Typen entsprachen nicht mehr meinen persönlichen Vorlieben. Dann kam die Heritage Ultra auf den Markt. Meiner Meinung nach das Taper der alten Ultra 4 (korrigiert mich, wenn ich da falsch liegen sollte) und ich war glücklich. Ist jetzt wieder ausgelaufen.
Die Schnüre, die jetzt von dieser Marke meinen Ansprüchen entgegen kommen sind die roten Mastery Expert Distance Competition und die kosten ca. 100 € (Heritage ca. 70 €).
Die modernen Seidenschnüre kosten dann "nur" noch 50-100% mehr, halten länger und haben auch sonst eine Reihe von Vorteilen gegenüber den Kunststoff-Schnüren. Da zahle ich lieber mehr für eine Seidenschnur und hab´ auch mehr davon (wenn sie entsprechend behandelt ist, was durchaus zumindest am Anfang mehr Zeit-Aufwand bedeutet).
Gutes Beispiel: Cortland. Da gibt es seit Jahrzehnten die 444. Eine wirklich gute Standard-Schnur in DT und WF zu einem sehr fairen Preis. Wenn man diese Schnur mag (für meine Anforderungen ist die wirklich gut), braucht man beim Neukauf nicht lange probieren, sondern kauft einfach wieder eine neue, wenn die alte verschlissen ist.

Herzliche Grüße, Sepp
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon MarkusZ » 08.12.2020, 20:47

Hallo,

moma hat geschrieben:Ich habe noch nie was anderes gefischt als mit einer Fliegenrute, das aus Überzeugung seit Anfang


Wie meinst Du das mit der Überzeugung?
MarkusZ
 
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon Dominikk85 » 08.12.2020, 21:37

Ich fische inzwischen von Oktober bis Anfang des Jahres wieder mit der Spinnrute. Wenn es warm ist nehme ich fast immer die fliege, aber äschengewässer die Winter offen sind habe ich nicht und mit sinking Line Fische im 5m tiefe zu befischen macht mir keinen Spaß.

In der Warmen Jahreszeit macht Fliege aber am meisten Spaß.
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon MahiMahi » 09.12.2020, 10:10

Hallo zusammen,
wer die Möglichkeit hat sollte mal auf Hecht, Barsch und Zander mit der Fliegenrute fischen.
Wenn du da mal Erfolg hattest kommst du nicht mehr davon los.
Ich war in 2018 + 19 komplett nur auf die o. g. Fische unterwegs. Die Jahreszeit (Schonzeiten ausgenommen) spielt dabei keine große Rolle.
Ab –2 Grad jedoch gehe ich nicht mehr fischen denn die dauernde enteiserei.

LG
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon Dominikk85 » 09.12.2020, 18:53

Stehen die Fische dann nicht zu tief?
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon orkdaling » 09.12.2020, 19:44

Moin,
ja eine interessante Frage - wenn`s nur um Fische ginge die ich auch mit der Fliege fangen kann.
Auch ich bevorzuge die Fliegenrute, nicht nur um Mefo, Bafo, Lachs zu fangen., nee auch auf Dorsch&Co.
Aber auf Fische im Meer die da 50 oder 150 und noch tiefer umher schwimmen ist man halt machtlos, ebenso beim Eisfischen.
Dieses Jahr hatte ich aber ein schlechtes Gewissen und hab mir vorgenommen in Zukunft notfalls eine Pause zu machen.
Nach 2 Tagen mit erheblichem Niederschlag, Wasser stieg vom 50-60m3/sek. auf 120m3 , das war ja noch nicht das grøsste Problem.
Aber es regnete in einem Gebiet mit Schifer und Tonvorkommen und so sah das Wassser auch aus.
An die Fliegenfischerei war nicht zu denken da Sichttiefe ca 30cm betrug.
Was nun? 2 tage warten? Zusehen wie die Wurmheinis Lachse fangen und das zu besten Zeit mitten in der Saison!?
Einen Tag hielt ich aus, dann griff ich zum Wobbler, entfernte den Enddrilling, schaltete einen Wirbel zwischen so das der Bauchdrilling unterm Schwanzkiel des Wobblers hængt. Also nur ein Haken bzw eine Methode die weniger zum reissen geeignet ist, so wie es die Vorschrift hier vorsieht.
Das Ergebnis war erschreckend. Zwei Lachse und eine Mefo von aussen im Kiemenbogen gehakt. Und weil es auch noch weibliche Fische waren die zu dieser Zeit geschont sind, blieb nur eine Møglichkeit da ein Ueberleben ausgeschlossen war - tøten und gemæss Gewæsserordnung in der Kueche des Altenheimes abliefern. Vorgeschrieben ist, sinnvoller Verwertung zuzufuehren oder releasen wenn møglich.
Die Pensionisten hats sicher gefreut, ich hatte aber an zwei Tagen innerhalb kuerzester Zeit 3 Weibchen verangelt.
Und die Høchsstrafe folgte noch. Wieder am Wasser wurde ich gleich 2 mal angesprochen - "Du mit Wobbler, das gabs ja noch nie."
Also næchstes Jahr wird in der "laksebørsen" (Fangmeldung) wieder nur noch "flue" auftauchen.
Gruss Hendrik
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Re: Purist: Ja oder Nein? Das ist hier die Frage!

Beitragvon MahiMahi » 09.12.2020, 20:22

@Dominik,
ja doch der Zander steht meißt tiefer aber wenn der See nur 3 m hat geht das mit einer Sinktip ganz gut.
Hechte fange ich im Winter auch im Tiefenbereich von 1 m.

Gruß
Harry
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