Saisonstart

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Re: Saisonstart

Beitragvon Poulsens » 19.04.2020, 12:05

An die Berlin/Brandenburger : ich war gestern mal am Rheinsberger Rhin,
Das alte Trauerspiel wie jedes Jahr, ca 30cm weniger Wasser als vor dem Besetzen, im März waren es noch wunderbare Verhältnisse.das ödet einen an, reichlich Wasser da, dann freut man sich das die Fische rein kommen, und Peng ist parallel zum Start das Wasser weg, die Eingesetzten Fische sitzen in den Gumpen und Tiefwasserkurven fest und lassen sich da von den Meps-Leuten rausholen . Da auch die Einsetzstellen bekannt sind wird auch dort gleich zum Hallali geblasen !
Ein Trauerspiel !! Ich hab dennoch hier und da einige Stiege gesehen und gehört, waren wohl alte Hasen vom letzten Jahr.
Schönen Sonntag euch
Paul
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Re: Saisonstart

Beitragvon Mr. Wet Fly » 19.04.2020, 13:15

Moin Paul,

ich mache ja immer den Saisonauftakt am Rheinsberger Rhin.

Der Rhin gibt schon ein sehr trauriges Bild ab, dabei ist er von der Struktur her ein tolles Gewässer.
Wasserstand ist sehr, sehr niedrig (woher soll auch das Wasser kommen wenn kein Regen fällt :?: ).
Das meiste Wasser hält man noch im Grienericksee zurück,
bis die Kanusaison anfängt (die hat schließlich Priorität).

Denke aber das die dieses Jahr auch nicht stattfindet.

An der Brücke bei Zechow habe ich einen Fliegenfischer und drei von der
Blechfraktion mit 3er Mepps getroffen die ohne Fisch waren.
Polizei war auch vor Ort, um den Abstand zu überprüfen. :wink:

An der Brücke in Rheinshagen war eine richtige Völkerwanderung unterwegs,
schließlich wollte ja jeder seine drei Forellen fangen. :!:


Ich habe mich mal wieder an der schönen Natur erfreut, auch ohne Fisch war es ein
herrlicher Tag.


Gruß Bernd
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Re: Saisonstart

Beitragvon Poulsens » 19.04.2020, 13:32

Hallo Bernd,
Das ist echt mein Lieblingsbach seit 1988,
Ich find es auch immer irre erholsam dort, ob beim Fischen oder auch Pilze sammeln, und aber auch mal mit dem Kajak runterstreifen !!
Am liebsten geh ich nach der Maifliegenzeit, wenn man über den Tag alles probieren kann, Nymphe Nass Emerger Trocken Terestrials das ganze Band durch.
Und am besten alleine !
Kontrolliert wurde ich da erst ein Mal von dem Chef der Fischaugzucht in Zippelsförde, der wollte hinter Zechow auf den Wiesen auch Fischen.
Aber in Rheinshagen sollte öfters kontrolliert werden, da es ja ums nackte Überleben geht würde mich das mal interessieren, was da in die Kofferäume kommt!
Ein Jahr ohne Kajaks find ich auch gut, ein Jahr wo mal weit früher Und an mehreren Stellen verteilt besetzt wird, auch in der Flugstrecke wäre noch schöner !!
In dem Sinne und evt. Sieht man sich dort mal ( im Z. herum)
Paul
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Re: Saisonstart

Beitragvon AlexX!! » 19.04.2020, 19:18

Poulsens hat geschrieben:Hej Alexx, Mensch ich dachte ich starte hier einen Norwegen Plausch, ich dachte Wohnort NOK :badgrin:
Paul


das ist die Abkürzung für den Neckar-Odenwald-Kreis

beste Grüße
"Besatz mit fangreifen Forellen ist wie eine Droge.
Es macht die Angler doof, und süchtig ... sie wollen immer mehr" (by Steini/GWForum)
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Re: Saisonstart

Beitragvon piscator » 20.04.2020, 09:49

Oder Nord Ostsee Kanal !!
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Re: Saisonstart

Beitragvon Poulsens » 20.04.2020, 10:41

Morgen, ich hab mich von N orwegische Kronen leiten lassen .
Paul
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Re: Saisonstart

Beitragvon AndiArbeit » 02.05.2020, 08:40

Wunderschöner Saisonstart im Vogtland
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Alle wieder ins Habitat zurück. Viele kleine und eine wunderschöne 35 BaFo auf Nassfliege.
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Alle Macht den Gräten!
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Re: Saisonstart

Beitragvon Butenbremer » 19.05.2020, 16:07

Hallo zusammen,

Die Besatzpolitik des LAV Brandenburg ist wirklich höchst fragwürdig, da drängen sich Parallelen zum Put-and-Take förmlich auf. Um das Ganze noch auf die Spitze zu treiben, findet der Besatz, und damit auch der Ansturm der „Blechschmeißer“ im landschaftlich schönsten Teil der Plane statt, der die Begradigungsorgien der LPG-Landwirtschaft noch unbeschadet überstanden hat und herrlich mäandert. Die Fly-Only-Strecke befindet sich dagegen größtenteils in einem kanalartigen und fast strukturlosen Stück. Ich schlage einen Tausch vor: da hätten beide Seiten was davon: im Kanal lässt sich der Blinker viel besser durchziehen… Ich habe mich immer damit getröstet, dass man den Bach dann den Rest des Jahres überwiegend für sich hat und die Bafos, wenn die Regenbogner dann fast alle wieder raus sind, wenigstens ihre Ruhe haben. Dennoch wäre eine nachhaltige Besatzstrategie natürlich um ein vielfaches wünschenswerter, aber im Verband ist diese Meinung wohl nicht mehrheitsfähig.
Ich war in der vorletzten Woche auch an der Plane. Die Trampelpfade zeigten mir deutlich, was hier in den Tagen zuvor los gewesen sein muss, allerdings hatte ich an dem Tag meine Ruhe, nur ein anderer FlyFi-Kollege begegnete mir und wir haben uns unterhalten. Er hat mich darauf hingewiesen, dass die Plane im Februar wohl ausgebaggert wurde, um den Durchfluss zu erhöhen. Überall am Ufer lagen tatsächlich Sediment, Totholz und abgestorbene Wasserpflanzen herum. Schon merkwürdig, einerseits schien mir das Gewässer nie sonderlich verblockt, andererseits war es in den letzten Jahren doch immer so trocken, dass eigentlich keine Hochwassergefahr bestand. Sollte es dort noch Reproduktion von Bafos geben, wurde die Brut bzw. der Laich dann wohl komplett platt gemacht. Müssten solche Maßnahmen während der Schonzeit nicht verboten sein? Ich kann meine Wut darüber nicht verbergen, wie gedankenlos mit einem dieser raren Juwele umgegangen wird!

TL
Bernd
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Re: Saisonstart

Beitragvon Poulsens » 19.05.2020, 21:41

Hallo Bernd, das alles erlebe ich genau so, ich hab vor etlichen Jahren diese Beräumungsmaßnamen in der Saison erlebt, da waren dann Leute vom Wasserstraßenamt dabei, mit Baggern die Totbäume aus dem Bach zu zerren, die jetzt meist als Sitzbänke parallel zum Wasser liegen.
Ich seh zu Saisonbeginn immer viele Einheimische dort, ältere Leute die den Jungen zeigen das man mit dem Auto auch ruhig bis direkt ran fahren kann, ok die sind nichtmehr soo gut zu Fuß, aber entweder ist das Tradition da Mitte April oder es geht tatsächlich um schnelle Beute und weg, bei mir ist da nicht der Eindruck, das es um einen schönen langen Tag am Wasser geht, teilweise ist da bei Mörz richtig Rennerei am Bach, von Kurve zu Kurve, mit Überholen.
Ich war letzte Woche, da war Maifliegenschlupf und man konnte hören wo noch einige Forellen standen, aber es waren irgendwie nicht so viel wie sonst.
Wo ist denn dort die Fliegenstrecke ?
Ich bin dann auch weiter runter nach Trebitz, wo hinterm Wehr die 40er Regenbogner eingesetzt wurden, da war es nun schon bedeutend ruhiger, kein Fisch und auch kein Angler, weiter zum Sandfang war alles still und sehr flach.
Der Goldrausch ist vorbei, die Karavane zieht weiter.
An der Stepenitz sagt man wird auch nicht mehr soo besetzt, oberhalb von Wolfshagen ist es echt ne Kunst was zu fangen.
Insgesamt eigenartige Zeiten. Andererseits hat Angeljoe in Neuruppin nun doch wieder ihre Fliegenecke implantiert, das war ja auch schon aufgegeben, laut Ruppiner Anzeiger „..weil es wieder vermehrt Leute an die nahegelegene Dosse
zum Fliegenfischen zieht“ .
... das nur mal so von mir hier
Grüße
Paul
Poulsens
 
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Re: Saisonstart

Beitragvon Butenbremer » 20.05.2020, 15:24

Hallo Paul,

die Fly-only-Strecke ist von der Brücke in Trebitz bis zum Trebitzer Sandfang, wenn ich das richtig erinnere. Müsste man im Gewässerverzeichnis des LAVB nachlesen können. Ich überlege ernsthaft, nochmal nachzuhaken wegen dieser Beräumungsaktion. Haben die keine Schonfristen zu beachten? Vielleicht hilft mal ein Anruf im Umweltministerium? Oder vergebene Mühe?

TL

Bernd
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Re: Saisonstart

Beitragvon Mr. Wet Fly » 21.05.2020, 12:33

Moin Paul und Bernd,

@ Bernd,
ein Anruf oder kurzes Anschreiben beim Umweltministerium kann sicher nicht schaden,
ob sich dadurch was ändert steht auf einen anderen Blatt.

In BB gibt es eine große Problematik, hinsichtlich der Salmonidengewässer.

Der LAVB möchte halt den Anglern was "Gutes tun".

Leider ist die Gier der größte Feind der Salmoniden, schließlich hat man ja seine
Salmoniden-Karte extra bezahlt, da muß der Gegenwert natürlich doppelt herauskommen.

Wenn es den Verein FARIO e.V nicht gäbe wäre es mit dem Salmonidenbestand in der Dosse
auch sehr schlecht bestellt, was da von Seiten des Vereins geleistet wird, verdient unserer
aller Hochachtung.
Nicht zu vergessen das Wiederansiedlungsprojekt von Lachs und Meerforelle.


Ich war letzte Woche noch mal am Rheinsberger Rhin.
Der Wasserstand ist jetzt etwas höher, Fischaktivitäten waren keine auszumachen.

An bestimmten Stellen waren sehr viel Weißfische vorhanden.

Die Ufer waren plattgetrampelt, kein einziger Angler weit und breit.

Irgendwann hatte ich noch 2 lüdde BF am Band.
Die haben sich einen Streamer #8 reingezogen.

2010 habe ich beim LAVB mal eine Anfrage gestellt, ob es nicht möglich wäre, bei der Fülle
an Salmonidengewässern (25 an der Zahl) 2-3 als reine Fliegenstrecken auszuweisen.

Antwort bis heute ....keine


Gruß Bernd
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Re: Saisonstart

Beitragvon Dominikk85 » 21.05.2020, 22:58

Salmoniden sind halt leider auch die fische denen die Trockenheit und Erwärmung am meisten ausmacht, zusätzlich zur Verbauung tut das den fischen schon weh und viele Gewässer müssen dann quasi wie ein fopu besetzt werden damit man auf Forellen angeln kann.

Gibt natürlich auch noch Gewässer wo das anders ist, aber oft ist es halt so.


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Re: Saisonstart

Beitragvon Butenbremer » 25.05.2020, 10:31

Ja das ist schon bitter, wenn man die 50 Euro, die die Salmo-Karte zusätzlich kostet, wieder rausangeln muss. Ich schlage vor, dass diese Spezialisten statt dessen Freikarten für den nächstbesten FoPu bekommen :twisted:

Ich habe ja die in den ostdeutschen Ländern gängige Praxis der Verbandsgewässer immer verteidigt. Einfacher Zugang zu Tageskarten, bezahlbare Preise. Wenn das aber zu derartigen Auswüchsen führt, frage ich mich, ob ein exklusiver Zugang nicht für die Fische und den Bach doch besser wäre...

Es bleibt die Hoffnung, ob die Garde der Pfannenfischer nicht mit der Zeit ausstirbt und die nachkommende Generation eher auf Nachhaltigkeit aus ist. Vielleicht nur ein frommer Wunsch. Ändern könnte man die Sache nur, wenn man sich engagiert und selbst in die Verbandsarbeit einsteigt, mit dem Risiko, dass man trotzdem nur mit dem Kopf gegen die Wand rennt. Mein erster Schritt wird sein, mich selbst bei Fario e.V. zu engagieren, sobald meine Zeit (zwei kleine Kinder) das zulässt. Da wird hervorragende Arbeit geleistet, die man unterstützen muss.

TL
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Re: Saisonstart

Beitragvon Dominikk85 » 25.05.2020, 20:00

Weiter im Süden kostet die tageskarte oft 50 Euro, von Österreich und der Schweiz will ich gar nicht reden:). Da sind die Preise in deiner Region ja anscheinend noch recht human.

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Re: Saisonstart

Beitragvon Butenbremer » 26.05.2020, 10:00

So Ich habe mich jetzt wegen der Baggerarbeiten tatsächlich mal ans Landesumweltamt Brandenburg gewandt. Das gehört aber in einer andere Rubrik, daher habe ich einen neuen Faden im Bereich Umwelt und Natur eröffnet.

TL
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