Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

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Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Wurmbunt » 30.03.2021, 22:17

Hallo,
kürzlich habe ich mir eine "Hardy" JLH Ultralite in der großen Bucht ersteigert.
Leider ist die Rolle, bisher ziemlich hart hergenommen worden.
Durch die, sehr offene, Bauweise hat sich Sand und anderer abrasiver Schmutz in allen Bereichen eingenistet!
Vor allem die Einstellung (Handrad an der Rückseite) für die Federvorspannung des Klickers knirscht ganz grauenhaft.
Da ich die Rolle Wohl oder Übel zerlegten muss, dachte ich, es wäre eine gute Idee, ein paar Fotos zu machen und hier zu posten. Vielleicht hat ja der Eine oder die Andere ein ähnliches Problem und freut sich über einen "Reparaturfaden"...
Hier habe ich nichts gefunden (vielleicht bin ich auch zu blöd, die Suchfunktion richtig zu verwenden...) und die Suche auf englischsprachigen Websites ist auch nicht Jedermanns Sache.
Hier der Ausgangszustand:
16169659877680.jpg
Die Rolle im Ausgangszustand
16169659877680.jpg (164.81 KiB) 647-mal betrachtet

Ein hartes "Leben" hinterlässt seine Spuren...
16169660795820.jpg
Rüde Behandlung und die Folgen davon
16169660795820.jpg (161.94 KiB) 647-mal betrachtet
16169661833921.jpg
Auch die Spule kam nicht ungeschoren davon
16169661833921.jpg (133.41 KiB) 647-mal betrachtet

Nun ja - alles nicht so schlimm und rein optischer Natur.
Das Problem hier ist, daß Quarzkörnchen etc. In die Mechanik geraten können, wenn die Rolle, im Eifer des Gefechts, in den Ufersand geschmissen wird... :?
Bitte nicht falsch verstehen - ich mache das auch, wenn die 50er Bachforelle sich unter eine ufernahe Krautfahne flüchtet...
Das ist auch nicht als Vorwurf an den Vorbesitzer gedacht - der Zustand der Rolle ist insgesamt fair und dem aufgerufenen Preis angemessen.
Aber sie gehört eben zerlegt und gereinigt!
Wer noch Garantieansprüche hat, oder geltend machen will, ist hier raus - einfach zu Hardy einschicken und gut - für alle Anderen sei erwähnt, daß sich das Zerlegen eventuell nicht zerstörungsfrei bewältigen lässt.
Der Zugang zum Vorspannmechanismus und der Rollenachse verbirgt sich hinter einem Kunststoffdeckel.
16171293823390.jpg
Der graue Plastikdeckel verdeckt die Achsarretierung und den Vorspannmechanismus
16171293823390.jpg (197.53 KiB) 647-mal betrachtet

Dieser Deckel ist leider verklebt und damit nicht ohne weiteres zu entfernen.
Von "Vorne" kommt man nicht weiter - also, vorsichtig, den Kunststoffdeckel aushebeln - eventuell etwas Wärme (Fön) einbringen... Hier ist der Plastikdeckel entfernt - sollte er kaputt gehen - auch kein Thema, es handelt sich um eine einfache Scheibe, die gegebenenfalls ersetzt werden kann.
16169662635732.jpg
Unter dem Deckel verbirgt sich die Mechanik
16169662635732.jpg (191.1 KiB) 647-mal betrachtet
Die Messingbuchse, welche in dem Aluminiumhandrad zu sehen ist, hält sowohl die Rollenachse, als auch das Aluminiumrad in Position. Die Rollenachse und die Buchse entsprechend, ist mit einem "Rechtsgewinde" versehen, und geht somit ganz normal nach links auf. Vorsicht hier - es handelt sich nicht um metrische Gewinde! Nicht kaputt machen - Ersatz ist hierzulande schwierig!
Die beiden "halben" Bohrungen, am Rand der Gewindebuchse, dienen dem Öffnen. Im "Hardyshop" gibt es sicherlich ein Spezialwerkzeug dafür, das ich aber nicht dahabe...
Das Original-Werkzeug sieht sicherlich wie ein kleiner "Flexschlüssel" aus - eine passende "Segerringzange" funktioniert wahrscheinlich auch - ich wollte Verformungen an der Buchse vermeiden und habe mir deshalb ein kleines Spezialwerkzeug gebastelt.
16171294461594.jpg
Werkzeug zum öffnen der Achsverschraubung
16171294461594.jpg (129.58 KiB) 647-mal betrachtet
Eine Neusilberwelle mit zwei kleinen Stahlnocken, die in die Aussparungen der Gewindehülse greifen. Hinten an die Welle habe ich eine Abflachung eingefeilt um einen Maulschlüssel ansetzen zu können. Damit ließ sich die Mechanik, problemlos, zerlegen.
16171294565495.jpg
Die Gewindebuchse auf dem, gebastelten, Spezialwerkzeug
16171294565495.jpg (132.38 KiB) 647-mal betrachtet

Gewindebuchse und Rollenachse entfernt.
Die Vorspannung der Klickerfeder übernimmt eine Kurvenscheibe. Die "Abflachungen" auf der Außenseite des "Nautilus" entsprechen den Stufen der Bremseinstellung.
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Die innere Verstellmechanik für die Federvorspannung
16171294718696.jpg (168.38 KiB) 647-mal betrachtet

So jetzt alles reinigen, fetten und wieder zusammenbauen und alles gut - zumindest was die Funktion angeht - ich werde die Rolle noch etwas "pimpen" - aber das führt hier zu weit!
Schöne Osterfeiertage wünsche ich Euch!
Liebe Grüße,
Andi
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Harald aus LEV » 31.03.2021, 10:36

Hallo Andi,
die Rolle sieht echt ziemlich mitgenommen aus, aber wie Du schreibst, ist sie OK für den Preis.
Toll finde ich Deine Beschreibung, wie Du das Teil zerlegt und extra ein Werkzeug angefertigt hast.
Wenn sie gereinigt und wieder zusammengebaut ist, wird sie Dir garantiert viele Jahre eine treue Begleiterin sein.
Ich besitze dieselbe (aber in deutlich besserem Zustand). Es macht Spaß damit an der kurzen, leichten Rute (Eigenaufbau) zu fischen.

Gruß
Harald
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Wurmbunt » 02.04.2021, 15:10

Hallo Harald,
natürlich lasse ich die Rolle nicht in diesem "stark gebrauchten" Zustand.
Harald aus LEV hat geschrieben:Hallo Andi,
die Rolle sieht echt ziemlich mitgenommen aus, aber wie Du schreibst, ist sie OK für den Preis.
...
Ich besitze dieselbe (aber in deutlich besserem Zustand). Es macht Spaß damit an der kurzen, leichten Rute (Eigenaufbau) zu fischen.

Gruß
Harald

Die Hardy hat es auf jeden Fall verdient in neuem Glanz zu erstrahlen - das Aufarbeiten der Teille dient aber ausschließlich der Optik und hat eigentlich nichts mit der Reparatur/Wartung zu tun...

Auf der anderen Seite arbeite ich gerade an der Rolle und es ist kein Problem zwischendurch ein paar Fotos zu machen!
Dem entsprechend schreibe ich hier einfach ein bisschen "Off Topic" weiter.
Als erstes wurden die Spuren vom Gehäuse- und Spulenrand entfernt. Um an der Spule vernünftig arbeiten zu können, habe ich mir eine kleine Aufnahme gebastelt.
16173645417190.jpg
Spule auf der Aufnahme
16173645417190.jpg (162.61 KiB) 449-mal betrachtet
16173645639290.jpg
An der Schulter der Messingwelle stützt sich das Zahnrad ab
16173645639290.jpg (139.4 KiB) 449-mal betrachtet

So kann der Spulenrand gut bearbeitet werden. Nach dem Abschleifen der "Kampfspuren" wurde der Rand poliert.
16173646195072.jpg
Polierter Spulenrand
16173646195072.jpg (145.85 KiB) 449-mal betrachtet
16173645905541.jpg
Das überarbeitete Gehäuse
16173645905541.jpg (147.84 KiB) 449-mal betrachtet

Der Drehgriff war nicht beschädigt aber grau und gefiel mir einfach nicht - deshalb ist er auf den Bildern schon entfernt.
Liebe Grüße,
Andi
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Harald aus LEV » 02.04.2021, 17:17

Wow,
wenn man das kann, macht die Aufarbeitung echt Sinn. Das ist ja jetzt schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. :daumen

Gruß
Harald
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Wurmbunt » 08.04.2021, 13:54

Hallo,
habe zwischenzeitlich noch ein bisschen mit der Rolle gespielt...
Bei der Gelegenheit recherchierte ich auch im Internet, was es eigentlich noch an Ersatzteilen für die JLH gibt. Das Ergebnis war nicht so berauschend - dummer Weise bin ich über ein, mehr als günstiges, Angebot für zwei neue Gehäuse gestolpert.
Jetzt muss ich noch zwei weitere Rollen aufbauen - für die es kaum noch Teile gibt... :wink:
Das läuft dann aber eher unter "Selbstgemacht" - wenn ich da herangehe, werde ich im entsprechenden Unterforum berichten.
Bevor ich die Rolle aber wieder zusammen baue, habe ich die "nautilusförmige" Kurvenscheibe der Vorspannmechanik kopiert, da ich diese nicht als Ersatzteil finden konnte...
Es ist relativ einfach, auch komplexe Plastikbauteile zu replizieren, weshalb ich dieses Verfahren aus dem Modellbau kurz vorstellen möchte.
Zuerst wird eine Silikonform mit Hilfe des Originalteils hergestellt.
16178809339550.jpg
Originalteil fertig zum Abguss
16178809339550.jpg (139.7 KiB) 232-mal betrachtet
Die originale Kurvenscheibe hat an der Bohrung einen Zentrierbund und eine zapfenförmige Erhebung, die als Mitnehmer fungiert. Solche Strukturen müssen nach oben weisen, damit sie durch das Silikon abgeformt werden können. Um das Aufschwimmen der Plastikscheibe zu verhindern, habe ich sie einfach mit Doppelklebeband am Boden des Näpfchens festgeklebt.
16178809583721.jpg
2 Komponenten - Silikonkautschuk
16178809583721.jpg (131.35 KiB) 232-mal betrachtet
Als Gussmasse für die Form dient ein 2 Komponenten Silikonkautschuk - die Abformgenauigkeit ist sehr gut und die Schrumpfung beim Aushärten beträgt unter 1%.
16178810109410.jpg
Das Bauteil wird eingegossen
16178810109410.jpg (145.85 KiB) 232-mal betrachtet
Hier wird die Kurvenscheibe gerade eingegossen.
Nach ein paar Stunden ist das Silikon ausgehärtet und die Form kann entnommen werden - ein Trennmittel ist bei der ganzen Prozedur nicht erforderlich - Silikonkautschuk haftet an gar nichts, außer an Silikon. Nachdem das Originalteil aus der Form gelöst ist, kann der entstandene Hohlraum mit einem Gießharz aufgefüllt werden (ich habe mich hier für Epoxidharz entschieden)
16178330185770.jpg
16178330185770.jpg (136.9 KiB) 232-mal betrachtet
Die entstandene Form mit einer replizierten Kurvenscheibe aus Epoxidharz. Es sind noch ein paar Bläschen im Harz zu sehen, die die Funktion aber nicht beeinflussen sollten. Will man es perfekt haben, muss unter Vakuum gegossen werden...
Liebe Grüße,
Andi
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Trockenfliege » 08.04.2021, 15:30

Vielen Dank für den thread.

Interessante Sache mit dem Selbergießen.
Erreichst du mit dem Gießharz die Stabilität des Originalteils?

Ich stelle mir den Harz eher spröde, brüchig vor, vor allem an den Kanten.

LG
Reinhard
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Wurmbunt » 08.04.2021, 19:35

Hallo Reinhard,
das Epoxidharz ist schon relativ stabil - wenn Du hoch belastete Bauteile nachbauen willst, können noch Matten aus Glas- oder Kolefasergewebe mit eingelegt werden. Es gibt auch noch andere Gießharze z. B. auf Polyurethanbasis, die eher zäh sind.
Die Kurvenscheibe an der Rolle bewegt aber nur einen Blechschieber, der wiederum die Feder des Klickers vorspannt. Diese Belastung sollte das Harz auch ohne Verstärkung aushalten.
Liebe Grüße,
Andi
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon AlexX!! » 09.04.2021, 10:15

hi

Danke für dein Fotobericht,

kannst du mal ein Bild vom Clicker Mechanismus einstellen? in meinem Kopf wachsen grad die Pläne für
meine erste "selbstgebaute" Fliegenrolle

Grüße
Alex
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Wurmbunt » 09.04.2021, 14:55

Hallo Alex,

AlexX!! hat geschrieben:hi

Danke für dein Fotobericht,

kannst du mal ein Bild vom Clicker Mechanismus einstellen? in meinem Kopf wachsen grad die Pläne für
meine erste "selbstgebaute" Fliegenrolle

Grüße
Alex

Mea culpa - den Mechanismus hätte ich schon gleich zu Anfang zeigen sollen!
Und was das selber machen einer Rolle angeht - mach das auf jeden Fall, wenn Du die Möglichkeit dazu hast. Rute selbst gehobelt mit Rolle aus eigener Produktion, das hat schon was!
Hier der Klicker:
16179697632020.jpg
Federn und Klicker
16179697632020.jpg (188.61 KiB) 109-mal betrachtet
Das Schiebestück, welches die Federn vorspannt, ist schon ausgebaut. Die linke Feder ist noch in Position, während die rechte lose neben ihrer Einbauposition liegt.
16179694495730.jpg
Das Schiebestück
16179694495730.jpg (164.98 KiB) 109-mal betrachtet
Das Schiebestück wird mit dem T-förmigen Fortsatz durch die rechteckige Aussparung des Gehäuses geführt. Der abgewinkelte Teil, unten im Bild, drückt gegen die Federenden.
16179695294471.jpg
Schiebestück und Gehäuse
16179695294471.jpg (191.43 KiB) 109-mal betrachtet
Dieser kleine Teil des Schiebestückes ragt auf der Rückseite des Gehäuses heraus und wird von der Kurvenscheibe betätigt.
16179714433110.jpg
So wirkt die Kurvenscheibe auf das Schiebestück
16179714433110.jpg (247.39 KiB) 109-mal betrachtet
Die Rolle hat also kein Bremssystem im eigentlichen Sinne, sondern einen einstellbaren Klicker (über die Federvorspannung).
Ich hoffe, das System ist jetzt klarer und die Bilder helfen weiter.
Liebe Grüße,
Andi
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon AlexX!! » 09.04.2021, 15:29

Hi Andi,

vielen Dank,

ja, ich bin so nach und nach am Materialien und Werkzeuge anschaffen, wenn die nächste Bestellung eintrudelt,
sollte ich mich an den Rollenfuss machen können.. "zum warm werden" :-)

Rolle ist dann das letzte Kapitel, Fliegen, Ruten, Ringe(abgesehen vom Leitring), Rollenhalter, Vorfach, Flug-Schur hab ich nun alles durch

Gruß
Alex
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Re: Reparatur/Wartung Hardy JLH Ultralite

Beitragvon Wurmbunt » 10.04.2021, 22:52

Hallo - weiter geht's mit der Hardy,
den Spulengriff hatte ich ja entfernt, schlicht und ergreifend einfach, weil er mir nicht gefiel...
Leider ist der Griff, bei der JLH, fest vernietet - um das werksmäßig angebrachte Teil zu entfernen, muss der Aluträger ausgebohrt werden. :?
Auf dem verbleibenden Stummel, muss irgendwie ein Zapfen befestigt werden, der wiederum den Griff tragen kann...
16180855548030.jpg
Adapter für die Griffmontage
16180855548030.jpg (133.13 KiB) 32-mal betrachtet
Dieser Adapter trägt im oberen Bereich ein M2,5 Gewinde um eine Befestigungsschraube aufzunehmen.
16180855943560.jpg
Der Adapter mit der Aufnahme für den "Originalstummel"
16180855943560.jpg (127.63 KiB) 32-mal betrachtet
Das andere Ende passt über den Rest des Originalstummels/des Nietrestes.
Eigentlich bin ich ein Fan von Schraubverbindungen, hier ist aber alles ein wenig "dünnwandig" und beengt, so daß Gewindeschneiden keinen Spaß macht. Dem entsprechend, wurde der Adapter mit Lagerkleber/Schraubensicherung fixiert.
16180856130331.jpg
Schraubensicherung "hochfest" und der montierte Adapter
16180856130331.jpg (140.04 KiB) 32-mal betrachtet
So - jetzt kann ein Griff angebracht, und auch wieder entfernt werden.
Liebe Grüße,
Andi
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