Fliegen aus Geäst entfernen

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: Fliegen aus Geäst entfernen

Beitragvon Harald aus LEV » 10.01.2022, 10:33

Hallo Jörg, hallo Thomas,
diese Art Hänger sind absolut übel. Nicht nur für Fledermäuse, wie die Bilder eindeutig beweisen, sondern auch für Schwalben. Die fallen auch auf die sich im Wind verführerisch bewegenden, scheinbaren Insekten herein.
Ein Bekannter von mir hat sogar während des Wurfes mal eine Schwalbe gefangen, die er glücklicherweise lösen konnte - unter dem Gezeter aufgebrachter Passanten.
Deshalb sollte man alles unternehmen, solch eine sich frei bewegende, baumelnde Fliege zu entfernen. Wenn sie jedoch absolut unerreichbar ist, auch nicht mit der Rutenspitze oder mithilfe eines Stockes, weiß ich auch keinen Rat

Gruß
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Re: Fliegen aus Geäst entfernen

Beitragvon MahiMahi » 10.01.2022, 10:45

Hallo zusammen,
ich kannte so ein Bild wie Jörg es gepostet hat mit einem Rotkelchen. Traurig aber wenn die abgerissene Fliege
so verführerisch im Geäst baumelt.
Ich hatte mal ein Erlebnis anderer Art. Eine Stockente interessierte sich für meine Trockenfliege (Stimmulator)
und schwubs hatte ich sie auch schon am Haken. Am Bein gehakt nam das Tier Reisaus und zum Glück hat das niemand gesehen.
Mein Sohn damals noch klein fragte mich darauf, Papa was hättest du gemacht wenn die Ente losgeflogen wäre?
Ein Noddy hat sich mal beim Rückschwung in meiner Leine verfangen. Nach einigen Minuten konnte er wieder losfliegen.

@Jörg: Die beiden gespliessten von dir fische ich immer noch sehr gerne. Ist schon ne Weile her aber du erinnerst dich bestimmt.

LG
Harry
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Re: Fliegen aus Geäst entfernen

Beitragvon Maggov » 10.01.2022, 14:37

Harald aus LEV hat geschrieben:Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es teilweise von der Baumart abhängig ist, ob man die Fliege zurückbekommt oder nicht.
An unseren Gewässern sind Weiden und Erlen die häufigsten Vertreter.


Hallo Harald,

sehr richtig - Nadelbäume und insbes. Fichten haben sich da bei mir als extremst hartnäckig erwiesen Fliegen wieder her zu geben. ;)

Zum Thema:

Einen Tip vermisse ich noch der Verluste entscheidend reduziert. Wenn die Fliege Richtung Baum fliegt nicht krampfhaft versuchen den Wurf zu retten oder direkt nach der Landung rucken. Meist enden diese Versuche darin dass sich die Fliege zusätzlich verheddert.

Danach die Schnur auf das Wasser ablegen und die Strömung für sich arbeiten lassen. Der gleichmäßige Zug zieht die Fliegen erstaunlich gut wieder aus dem Baum. Manchmal kriegste auch direkt danach einen Biss (den man dann wg. looser Leine meist verpasst).

Trockenfliegen (insbesonders Fliegen mit Hechelkranz und im besten Fall vielen Wicklungen) gehen am einfachsten wieder aus dem Baum - bei Nymphen besteht eine höhere Gefahr dass sich diese mehrmals um einen Ast wickeln wenn sich dann die Wicklungen kreuzen hängt die Fliege bombenfest. Da hilft m.M. kein Flitschen oder Hakenlöser - wohl aber ein starkes Tippet. Mit nem 0.18 Tippet bekommst man einiges an Geäst "gelöst" ;)

LG
Markus
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Re: Fliegen aus Geäst entfernen

Beitragvon Harald aus LEV » 10.01.2022, 15:40

Hallo Markus,
stimmt, das Thema "Wasserkraft" wurde bislang noch nicht erwähnt.

Gruß
Harald
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Re: Fliegen aus Geäst entfernen

Beitragvon Fliifi-Sepp » 10.01.2022, 22:36

Hallo Markus,

bin nicht nur beim Lösen von Hängern aus Geäst der Meinung, daß Vorfach-Stärken von 0,18 mm (Mono/nicht FC) sinnvoll sind! Bei den Fischen in den Gewässern, die ich meist befische, hat eine niedrigere Vorfachstärke wenig Sinn, da zu viele Fisch-Verluste. 0,16 mm ist da eher schon die untere Grenze und wird von mir nur an ruhigeren Gewässer-Abschnitten und mit Trockenfliege verwendet.
Selbst an stark befischten Gewässern, an denen Vorfächer mit nierigeren Durchmessern empfohlen werden, konnte ich bisher nicht feststellen, daß meine Fangerfolge durschschnittlich schlechter waren, als die von Fischern mit geringeren Schnur-Durchmessern.
Ich kann da nur Charles beipflichten, der sinngemäß in seinem Buch "Erlebtes Fliegenfischen" geschrieben hat, daß das Wichtigste beim Fliegenfischen die Präsentation ist. Und beim Hängerlösen natürlich auch eine entsprechende Vorfachstärke!

LG Sepp
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