Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon chrmuck » 26.05.2021, 12:52

Hallo Zusammen,

in der Überschrift habe ich versucht, es auf den Punkt zu bringen und möchte es hier nochmal etwas ausführlicher darstellen:

Ein Gewässer der Forellen-/Äschenregion, in diesem Abschnitt ca. 35 m breit, überwiegen kein Rückraum für klassische Würfe, stattdessen eine kleine Böschung, viel Bewuchs, Bäume, wenige "Fenster" dazwischen und keine Möglichkeit, ins Wasser zu Waten, am Rand zuviel Schlamm und dannach zu tief... So sieht dieser Flußabschnitt aus... Ich möchte ihn trotzdem befischen und dafür müsste ich rund 25 m weit werfen, ohne die Möglichkeit zu haben, nach hinten weit auszuholen oder einen Rückschwung zu machen.

Gedanklich bin ich bei diesen "neumodischen" Trout-Spey-Geschichten hängen geblieben - fein, ein neues Thema, macht bestimmt Spaß... Aber noch ´ne Rute plus Schnur und das ganze für´n Testbetrieb? Als Alternative käme so ´ne Art Einhand-Skagit in Frage, also ein relativ schwerer und dicker Schnurkopf, der im Wasser ankert und dann spielerisch mit lockerem (Roll-) Wurf bis zum Horizont ins Backing rauscht (zumindest sieht es so in den Videos zu OPST & Co. aus). Immerhin, Einhand-Ruten habe ich genug und somit müsste ich nur noch die richtigen Schnüre dafür finden sowie die passenden Spitzen-Tips, um eine Fischerei von Trocken bis Streamer abdecken zu können...

Allerdings habe ich - außer dem Studium diverser YOUTUBE-Filmchen dazu - überhaupt keine Erfahrung in dieser Richtung und frage mich, bevor ich mich komplett verrenne, wer damit Erfahrung hat und mir´n paar hilfreiche Tipps dazu geben kann?

Vorab schon mal herzlichen Dank und beste Grüße

Christian
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon FlyandHunt » 26.05.2021, 14:26

Hallo Christian,

hast du den Platz für nen normalen Rollwurf?

Dann geht auch hier der hier-> https://www.youtube.com/watch?v=ydo8_4BLPbU

Edit: hier glaube noch besser erklärt / gezeigt -> https://www.youtube.com/watch?v=8vlzBiS4x0c

Das Video wurde schonmal, glaube von Thomas, gepostet.

Üben Üben Üben...

Grüße
Ferdinand
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon chrmuck » 26.05.2021, 17:36

Hi Ferdinand,

OK, das sind so ungefähr die Platzverhältnisse, die ich meine... ich hab´nur weniger Strand! Jetzt muss ich nur noch wissen, welche Schnur der Typ da verwendet und dann werde ich die nächsten Wochen damit verbringen, diese Extra-Schnurmenge an der Wasserkante zu positionieren... und dann einfach mit Zugunterstützung raus, ist doch easy! ;)

Dnke für den unterhaltsamen Youtube - Tipp (kannte ich noch nicht), Grüße

Christian
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon Thomas E. » 26.05.2021, 18:40

FlyandHunt hat geschrieben:Hallo Christian,

hast du den Platz für nen normalen Rollwurf?

Dann geht auch hier der hier-> https://www.youtube.com/watch?v=ydo8_4BLPbU

Edit: hier glaube noch besser erklärt / gezeigt -> https://www.youtube.com/watch?v=8vlzBiS4x0c


Ein normaler Rollwurf ist das in den Vid. allerdings nicht, mit dem kommt man nicht auf 25m.
Sondern ein "Sustained Anchor Cast" mit größeren D.

Christian,

die nehmen dafür WF lines, aber deutlich schwerer, als man für eine Rute normalerweise verwendet.
Ich würde z.B. die Rio Single Handed Spey Line dafür wählen.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon orkdaling » 26.05.2021, 22:02

moin,
z.z. nur 1finger møglich daher links zu den verschiedenen møglichkeiten mit der eh-rute und entsprechender schnur/wurfstil

https://youtu.be/0BCYbp6AlSU
oder diese als scandi und skagit variante https://www.scientificanglers.com/produ ... ntegrated/ (mit video)
heisst alles wf leine, schau aber mal aufs profil, das gewicht befindet sich hinten in der keule , also unter der rutenspitze!
eh rute mit skagit geht auch, mag ich gar nicht, viel zu fettes zeug. skagit erforderrt aber im gegensatz zu den scandi keinen anker !

alternative - switchrute und scandischnur, also unterhandwuerfe, damit kommst du sicher auf die 25m,
bei dem was im den beiden videos an platz zu sehen ist kønntest du sogar mit einer normalen dh rute werfen (rollwurf oder scandi/skagit)
was aber wohl nicht notwendig ist da du sicher keine grøsseren fliegen transportieren willst

gruss hendrik
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon fliegenfeger » 27.05.2021, 06:25

Hallo Christian,

25m Switchcast mit der Einhand sind schon ne Hausnummer und da ist schon „etwas“ Technik notwendig. Die Rollwürfe aus den Videos sind von 25m weit weg und benötigen auch Rückraum.
Für dein Vorhaben brauchst du eine Schnur mit einem dicken Belly direkt hinter der Runningline und lang auslaufender Spitze, z.B. Single Spey Schnüre von verschiedenen Herstellern.
Für den Wurf musst du den Anker weiter nach vorne platzieren, um den Wurf fast ohne Rückraum ausführen zu können.

Gruß

Armin
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon orkdaling » 27.05.2021, 08:14

moin nochmal,
Armin, so war das auch gemeint mit profil der schnuere ansehen,
aber statt dick sollte man lieber sagen das sich das (haupt)gewicht hinten befindet, also unter der rutenspitze bzw vor der running (egal ob es sich um wf-schur oder sk+running oder switch leine handelt, der name ist vøllig wurst)
switch cast oder auch scandi und skagit (unterhandwuerfe) sind mit der eh-rute møglich und erfordern so gut wie keinen rueckraum.

neben den bereits erwæhnten spey lite https://www.scientificanglers.com/produ ... spey-lite/
die es ja sowohl als WF und SK gibt, ausserdem noch mit scandi oder skagit -profil,
wuerde ich noch ultra light scandi von Gl empfehlen https://www.guidelineflyfish.com/produc ... 0000066297

man muss sich auch keine neue gerte kaufen, mit jeder einhand #5 - #8 von 9 bis 10 ft kann man ausgezeichnet in diesem stil/en werfen.
vielleicht mal nach switch cast und singel hand spey im www støbern und sich mit der technik vertraut machen.

gruss hendrik
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon Harald aus LEV » 27.05.2021, 09:27

orkdaling hat geschrieben:man muss sich auch keine neue gerte kaufen, mit jeder einhand #5 - #8 von 9 bis 10 ft kann man ausgezeichnet in diesem stil/en werfen.
vielleicht mal nach switch cast und singel hand spey im www støbern und sich mit der technik vertraut machen.

gruss hendrik


Hallo Armin,
das sehe ich genauso wie Hendrik. Mancher versucht über die Gerätefrage ans Ziel zu kommen. Geht natürlich auch.
Effizienter ist es meiner Meinung nach, die eigenen Wurffähigkeiten auszubauen. Dazu gehört allerdings anfangs neben dem geeigneten Gerät das ständige Üben.
Seit Jahren schon sind viele dahinter gekommen, dass man die effizienten Würfe aus der Zweihandfischerei ebenso gut mit der Einhandrute ausführen kann.
Das dann jeder Schwipp mit einem eigenen Namen belegt wird, habe ich in einem anderen Thread schon mal angemerkt. Oft sind es jedoch nur Abwandlungen der Grundwürfe.
Deshalb suche Dir eine Schnur wie von Hendrik angedacht und lege los. Erst einmal an Stellen an denen Du Platz hast und dann an immer engeren Stellen.

Gruß
Harald
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon troutcontrol » 27.05.2021, 09:37

orkdaling hat geschrieben: skagit erforderrt aber im gegensatz zu den scandi keinen anker !


Moin Hendrik,
das ist echt böse falsch.
:mrgreen:
Martin
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon chrmuck » 27.05.2021, 11:18

Hallo Zusammen,

so, jetzt habe ich mal gründlich quergelesen und meine Quintessenz ist: ich besorge mir eine Schnur mit relativ viel Gewicht (für meine 5er Rute rd. 200 Grains?), bei der sich das Gewicht möglichst komprimiert am (von der Schnurspitze aus gesehen) hinteren Teil einer möglichst kurzen Keule, also beim Wurf unmittelbar unterhalb der Rutenspitze, befindet. Richtig? Konkurrenzlos von Gewicht und Kürze der Keule sind tatsächlich die OPST-Schußköpfe (z. B. als 5er mit 200 Grains 4,20 m lang). Gibt´s noch Alternativen? Ich habe mal recherchiert und den KFT Schusskopf "Extra-Max Short" gefunden, der ist relativ günstig (so zum Mal-Ausprobieren), allerdings in der leichtesten Variante mit 250 Grains sicher zu schwer (müsste ich wahrscheinlich meine 6er TFO für nehmen). Aber das Belly ist am Schnurende schon mal richtig schön "fett"... und mit 4,70 m ist das ganze auch ordentlich kurz und kompakt!

Und ja, völlig richtig festgestellt von Armin, ich brauche einen "Anker" vor mir - seitlich oder hinter mir scheidet bei den Platzverhältnissen aus! Sonst könnte ich ja mit meiner normalen Leine ´nen zugunterstützten Switch-Cast machen (geht mir natürlich easy ;) von der Hand, ungefähr wie bei dem Typen in dem Torro-Palomino-sonst-wie-Video)...

Zwischenzeitlich bin ich mir auch sicher, dass ich es für´s erste mit der Einhand und der passenden Schnur versuchen möchte, auch wenn eine Switchrute oder leichte Zweihand bestimmt geeigneter wären... aber aufgrund der Länge dieser Ruten kann´s auch gut sein, dass man immer wieder mit den Bäumen und dem Strauchwerk kollidiert, weniger Länge wäre da mehr...

Erst mal vielen herzlichen Dank für die Rückmeldungen, über zusätzliche Schnurempfehlungen mit oben beschriebenem Profil würde ich mich freuen,
herzlichen Gruß

Christian
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon orkdaling » 27.05.2021, 11:19

moin martin,
nee ist nicht falsch, ein skagitkopf muss nicht mal das wasser beruehren ! der kann theoritisch an der rutenspitze runter baumeln wie ein wurfgewicht (blei oder sbiro).
-der kurze skagitkopf ist somit dein wurfgewicht, wurst egal ob du da vorn dran einen sinkende oder schwimmende spitze in verschiedenen længen baumelst.
-was ganz anderes ist der erforderliche wasseranker um a)ein D-loop herstellen zu kønnen und b) die richtung zu fixieren.
es ist ein leider so das viele denken das sie auch bei skagit einen anker benøtigen um die rute zu laden (also so wie bei scandi oder rollwuerfen) - dem ist aber nicht so !
-das was viele als anker bei skagit bezeichnen, also die skagit spitze, ist muss nicht gestreckt auf dem wasser liegen (adhæsionskraft).

-aber darum geht es nicht bei der frage nach platz und/oder Eh -skagit!
-du hast dich mal lustig ueber feuersteins bzw spinnlers aussage gemacht, halben meter platz bei skagit und 1m platz bei scandi nøtig, ich gehe sogar noch weiter indem ich sage das skagit nur von der nach hinten auf 1uhr zeigenden rutenspitze runter baumeln muss, das mir wurst egal ist ob die skagit-spitze gestreckt oder gekringelt vor mir im wasser liegt, ob daran ein 3m oder 5m vorfach hængt.
-das ist natuerlich abhængig von verhæltnis der ruten und bellylænge, gilt aber gleichermassen fuer einhand- und doppelhandruten.
-das ist ja auch der grund warum skagit gegenueber scandi (mit gleicher rute) immer ein høheres gewicht erfordert, da will mich aber nicht drauf eingehen weil ich den fragesteller nicht verwirren will und weil ich zz nur mit 1 finger tippen kann.
-obwohl beides ,scandi und skagit, unterhandwuerfe sind so sind es doch zwei paar schuhe, genau wie mod. spey und trad spey zwei paar schuhe sind.

wuerde unter den genannten bedingungen und wenn dort øfter gefischt wird zu einer switch und den erwæhnten schnueren raten, die anschaffung lohnt sich !

gruss hendrik
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon FlyandHunt » 27.05.2021, 11:30

Hallo Christian,

habe gerade noch gefunden, dass bei einer 6er Rute sogar zwei Schnurrklassen drüber ausgewählt werden um entsprechende Würfe ohne viel Rückraum zu machen.

Grüße
Ferdinand
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon orkdaling » 27.05.2021, 12:00

moin nochmal,
martin , war vielleicht grobschlæchtig dargestellt mit dem erforfderlichem anker, aber anhand von dem was christian zwischenzeitlich schrieb gehe ich davon aus das er da was missversteht (so wie du mich missverstanden hast)

Zitat - "Und ja, völlig richtig festgestellt von Armin, ich brauche einen "Anker" vor mir - seitlich oder hinter mir scheidet bei den Platzverhältnissen aus!

-genau das meine ich, wenn wir von rollwurf reden, von scandi, nach vorn duenn auslaufenden profile - da ist ein Anker (adhæssion) erforderlich.
-beispiel skagit habe ich gebracht, kein anker in diesem sinne (vor sich liegend) nøtig.
-switch cast, tipp&go ebenfalls kein (wasser)anker nøtig, wenn dann touchiert die fliege die oberflæche, teilweise etwas vorfach - mehr nicht.
-aus diesem grund braucht scandi (davor und dahinter)etwas mehr platz als skagit, die strippen sind ja auch viel længer als skagit bellys.

sowas geht auch, gibt ja nicht nur SA, GL ... https://www.rioproducts.com/products/intouch-trout-spey

-und wenn ihr bei spey lite mal runter blættert, da sieht man eine schøne tabelle welches gewicht bei welcher technik/wurftstil gebraucht wird.
das kann man nicht vergleichen mit ueberkopf wo immer das volle gewicht an der spitze zieht, genau darum (egal ob bei EH oder DH) sind bei den verschiedenen wurfstilen (mit nur einer rute) unterschiedliche schnurgewichte erforderlich.
-nur mal so zum vergleich, eine #6/7 EH mit 16/17g bei wf/ueberkopf-einsatz fische ich in solchen kleineren forellen/lachsfluesschen dann mit einer wf mit integrierter keule von 22g im switch cast oder auch scandi stil.

gruss hendrik
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon Trockenfliege » 27.05.2021, 12:14

Christian, welche Angelarten sind denn erlaubt an deinem Fluss?
Nur "Fliegenfischen" mit entsprechender Fliegenschnur?
Willst du mit Nymphen oder auch mit der Trockenen fischen?

Hier werden jetzt Skagit angesprochen, die nur noch von der Rutenspitze baumelnd ohne Anker geworfen werden können - ok, es gab widersprüchliche Meinungen dazu.
Aber wenn schon ein Skagit von zB. 2m länge eine Option wäre - warum dann nicht gleich nen Spirolino oder eine Wasserkugel?
Ob der Skagit jetzt noch 2m oder nur noch 20cm lang ist - wo ist da der Unterschied?
Denn Skagit kannst du auch nur abschiessen und nicht mehr beeinflussen, wenn er erst mal auf dem Wasser liegt.
Dann könnte man sich auch eine Spinrute auf Grundlage eines Fliegenblanks ( um das Fliegenrutenfeeling zu haben ) aufbauen und bequem mit der Stationärrolle werfen. Dann fällt auch der Kampf mit der losen runningline weg.
Und wenn ich nach dem Spirolino noch ein Polyleader als Vorfach verwende, könnte ich mir vorstellen, das gut gestreckt aufs Wasser zu bekommen.
Man muss dann die Schnur nur am Wurfende etwas abbremsen - mit dem Finger am Spulenrand. Damit liessen sich dann auch Trockenfliegen fischen.

"Fliegenfischen" hat doch auch was mit dem speziellen Werfen zu tun.
Wenn das aufgrund der superkurzen und schweren Fliegenschnur garnicht mehr möglich ist, warum sollte ich mich dann noch mit der "Fliegenschnur" rumquälen?
Vergiß die Fliegenschnur - nimm einen Spiro, von mir aus auch an der Fliegenrute mit Fliegenrolle und Mono runningline - und das Problem ist gelöst.
Allerdings sind die nötigen 20+ m Mono runningline mit einer Stationärrolle besser zu verwalten.

LG
Reinhard
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Re: Werfen ohne Rückraum - Einhand Skagit ?

Beitragvon Hardy » 27.05.2021, 15:06

Trockenfliege hat geschrieben:Spinrute...Stationärrolle... Spirolino...


Er hat dreimal Jehova gesagt... :mrgreen:
Wer am Meer wohnt, muss sein Boot nicht weit tragen.
"Große Worte - GM of ATSHO", Band 4, 6.Auflg. 1994, Verlag Knöttgen u. Pöppelmann, Enkenbach-Alsenborn
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