Bye, bye Blei beim Angeln?

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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon MarkusZ » 23.02.2021, 20:26

Hallo,

orkdaling hat geschrieben:Es geht ueberhaupt nicht darum wieviel Blei /Oxyd ausgewaschen wird bei der Verwendung eines Angelblei`s.
Dazu wird es auch keine Untersuchungen geben, denn die Giftigkeit von Blei, die Auswirkung auf Organismen, ist længst weltweit anerkannt.


Ja ich weiß, die alten Römer wussten das schon. Hat sie aber nicht daran gehindert Wasserleitungen aus Bleirohren zu bauen und über Hunderte von Jahren zu nutzen. Kannst ja mal lesen, wie Hugo Deliel u.a. die Lage einschätzen.

In der BRD wurden Wasserleitungen aus Blei m.W. auch schon 1973 verboten. Warum hat man da die Anglerbleie nicht gleich mit verboten?

Und wenn die Anglerbleie so gefährlich sind, warum verbietet man sie nicht sofort? Und warum zuerst die kleineren und lässt für die größeren eine längere Übergangsfrist?

Vielleicht kannst Du mir im ECHA-Text auch die Stelle zitieren, dass Anglerbleie deshalb verboten werden sollen, weil sie als Giftquelle für die Öffentlichkeit eingeschätzt werden. Bisher hab ich nur gefunden, dass beim unsachgemäßen Selbergießen Gefahren durch die Dämpfe entstehen können. Oder dass das Blei bei Aufnahme kontaminierten Fleisches gefährlich werden kann. Kann aber durchaus sein , dass ich da was übersehen habe. Bin ja weder allwissend noch unfehlbar.

Aber wie gesagt, ich habe grundsätzlich keine Einwände gegen ein Bleiverbot.

Anschuldigungen ohne konkrete Beweise mag ich dagegen nicht so sehr.
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon Henning60 » 23.02.2021, 22:39

Hallo MarkusZ,

MarkusZ hat geschrieben:Aber wie gesagt, ich habe grundsätzlich keine Einwände gegen ein Bleiverbot.


Sowas nennt man das "Ja, aber.... Problem", ein echter Diskussionskiller...
Man kann nicht etwas bejahen und anschliessend gleich verneinen....das führt zu keinem Ende :doubt:
Entweder "Ja", ich verzichte auf Blei aus diversen Gründen, oder "Nein", ich verzichte nicht auf den Einsatz von Blei...

Alles andere ist kein klarer Standpunkt...

Meine 5 cent dazu...

TL, Henning
Bevor ihr euch streitet klärt die Begriffe......(Konfuzius)
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon Gammarus roeseli » 24.02.2021, 00:17

MarkusZ hat geschrieben: Aber wie gesagt, ich habe grundsätzlich keine Einwände gegen ein Bleiverbot.


Servus Markus,

wie oft hast Du diese Info jetzt schon gegeben? Fünf Mal? Zehn Mal?
Ich verstehe hier überhaupt nicht mehr, warum hier versucht wird einen Verdacht zu erzeugen, „Du hättest etwas gegen das Bleiverbot“, nur weil Du Interesse hast an Zahlen, Daten und Fakten!!

Grüße Christian
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon Gammarus roeseli » 24.02.2021, 01:18

Hallo,

orkdaling hat geschrieben: Es geht ueberhaupt nicht darum wieviel Blei /Oxyd ausgewaschen wird bei der Verwendung eines Angelblei`s.
Dazu wird es auch keine Untersuchungen geben, denn die Giftigkeit von Blei, die Auswirkung auf Organismen, ist længst weltweit anerkannt.


ich hätte auch Interesse gehabt an entsprechenden Zahlen, Daten und Fakten beim Thema Angelblei...
Schon wegen dem „Rattenschwanz-Effekt“: Um als Angler unter Umständen auch mal unangenehme Fragen stellen zu können, wie beispielsweise ->

orkdaling hat geschrieben: Warum sollte man erlauben das jemand wissentlich Blei in Gewæsser einbringt? Vorsætzlich die Umwelt damit belastet !!!


Wenn ich es richtig auf dem Schirm habe (!?), soll es wohl so sein, dass die stärkste Belastung unserer Gewässer (nicht nur mit Blei, auch andere Schwermetalle und aktuell vor allem Mikroplastik) durch die Düngung in der Landwirtschaft mit Klärschlamm erfolgte/ immer noch erfolgt.
Wann wird in Deutschland der Klärschlamm (wegen dem Blei usw.) als Düngemittel in der Landwirtschaft verboten? Würde mich sehr, sehr interessieren! (Vor 40 Jahren war die Bleibelastung im Klärschlamm natürlich deutlich höher als heute, aber ich meine aus der Welt ist das Thema Blei im Klärschlamm nicht! Richtig?)

Grüße Christian

PS: Ich meine gehört zu haben, dass es nicht viel braucht, bis das Erdreich auf so ein Feld durch belasteten Klärschlamm in die Entsorgungskategorie Z2- Material fällt….. Ist die Sohle (Kies, Sand usw.) in unseren Bächen und Flüssen nicht auch oft schon Z2- Material!?
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon MarkusZ » 24.02.2021, 07:47

Hallo,

Gammarus roeseli hat geschrieben:wie oft hast Du diese Info jetzt schon gegeben? Fünf Mal? Zehn Mal?


Entschuldigung, dass wird für jemand, der den ganzen thread liest sicher nervig.

Gammarus roeseli hat geschrieben:ich hätte auch Interesse gehabt an entsprechenden Zahlen, Daten und Fakten beim Thema Angelblei..


Dass Angelblei eine tatsächlich messbare Auswirkung auf die Belastung der Gewässer hätte und eine konkrete Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung darstellen würde, hab ich bisher noch nirgends gelesen. Nur pauschale Anschuldigungen, dass Angler mit ihren Bleien die Gewässer vergiften würden. Und das nicht aus der Szene der üblichen Angelgegner, sondern aus den eigenen Reihen.

Ich hoffe, dass diese Kollegen mit gleicher Vehemenz versuchen, ihre sonstigen persönlichen Schadstoffemissionen zu verringern, wie sie hier gegen andere Angler schießen.

Je weniger Schadstoffe jemand emittiert, umso besser.
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon orkdaling » 24.02.2021, 11:55

Moin nochmal.
"Es geht ueberhaupt nicht darum wieviel Blei /Oxyd ausgewaschen wird bei der Verwendung eines Angelblei`s." - Warum ?
Fest steht das Blei eine Gefæhrdung darstellt, egal in welcher Form, egal nun ob Dampf, mechanicher Abrieb, als Oxyd.
Genau darum wurden ja die Wasserleitungen, das Løtzinn oder bleihaltige Farbanstriche verboten.
Egal wieviel die Bleie im Moment abgeben, wie sich der Boden , das Wasser, die Organismen (Nahrungskette) anreichern - es geht hier um Gift -Punkt !
Wer seine Montage so aufbaut das Blei abreisst - tut das ja wohl vorsætzlich, darum Sofortverbot.
Uebergangsfristen sind ja wohl fuer den Verbraucher, die Wirtschaft , Hændler gedacht. (bei Angelblei und Munition)

Markus -uebrigens hat hier niemand gegen andere Angler geschossen!
Wenn ich aber sehe was die Wurmangler tæglich an Bleien abreissen, wenn ich høre das sie bis 10 Stueck a 80-100g am Tag "verbrauchen" und das in einer 90 tægigen Saison (hier 1.6.- 30.8. anderswo gar 15.4.-15.10 wie in DK), warum sollte das nicht verboten werden?
Warum durfte der Ostseelachs nicht mehr vermarktet werden, warum Heilbutt ab einer bestimmten Grøsse nicht? Blei in einer Konzentration nachgewiesen die fuer den Menschen gefæhrlich ist. Hat natuerlich verschiedene Ursachen, Industrie, Landwirtschaft... warum sollten wir mit Angelblei dazu beitragen wenn es andere Løsungen gibt ?

Ich glaube ja nun nicht das sich die EU Kommission , sprich die Vertreter von 27 Mitgliedsstaaten /Regierungen aus niederen Gruenden ein Bleiverbot erlassen, den Anglern und Jægern unnøtige Einschrænkungen aufzwingen wollen.
Ich fische mit Tubefliegen, verwende dazu neben Ziege auch Eisbær. Weil die Inuit diese jagen duerfen und das Fell ueber autorisierte Hændler vermarktet werden darf. Das mache ich weil es nichts Vergleichbares gibt und solange das erlaubt ist, solange es keinen Ersatz dafuer gibt, werde ich das weiter tun.
Die Betonung liegt auf "solange" !

Gruss Hendrik
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon Gammarus roeseli » 24.02.2021, 13:00

orkdaling hat geschrieben: Egal wieviel die Bleie im Moment abgeben, wie sich der Boden , das Wasser, die Organismen (Nahrungskette) anreichern - es geht hier um Gift -Punkt !


Hallo,
das ist soweit vollkommen korrekt!! Dennoch macht es in der heutigen Zeit (!!) immer Sinn, nachzuhaken und auch auf den Zahn zu fühlen und neugierig zu bleiben, „warum alles so ist wie es ist“ auch dann, wenn es um giftiges Blei geht!
Grüße Christian
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon orkdaling » 24.02.2021, 13:23

moin, da hast du auch Recht und dagegen hab ich nichts einzuwenden/geschrieben.
Ging ja im konkretem Fall darum das die EU was untersuchen læssst, dann entscheidet und dann ein gestaffeltes Verbot kommen soll.
Ich fuehle mich jedenfalls in meinen Buergerrechten nicht eingeschrænkt , so wie hier angesprochen wurde.
Warum erst jetzt was von Verband kommt, warum nicht vorher Øffentlichkeitsarbeit erfolgte, kann und will ich nicht beurteilen.
Gruss Hendrik
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon Michael. » 24.02.2021, 15:16

Moin,

Männers, das geht jetzt schon über 6 Seiten so und wir kommen nicht weiter... Vielleicht wäre es besser, sich hier nicht endlos gegenseitig zu "beharken" und in Wiederholungen und wilden Zitaten zu ergießen, sondern nur dann etwas von sich zu geben, wenn man auch etwas Konstruktives zum Thema beizutragen hat? Nur so 'ne Idee … :wink:

Gruß
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon MarkusZ » 24.02.2021, 16:18

Hallo,

Michael. hat geschrieben:und wir kommen nicht weiter.


Weiß wahrscheinlich eh keiner, wohin wir wollen.

Dass ich noch jemals Antworten auf meine Fragen:

a) Gibt es messbare Gewässerbelastungen durch Anglerblei?

b) Wo steht, dass die ECHA Anglerbleie wegen Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung verbieten will?

bekommen werde, hab ich mir längst abgeschminkt.

Also ziehe ich mich jetzt aus diesem thread zurück.

Bringt ja nichts, sich laufend Unterstellungen und falsche Zitate anhören zu müssen.
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon orkdaling » 24.02.2021, 20:29

das sagt der holprige Uebersetzer, glaube man versteht es trotzdem, es geht um jagen und fischen und Gesundheitsgefæhrdung

Die Agentur kam zu dem Schluss, dass eine EU-weite Beschränkung gerechtfertigt wäre. Die ECHA schätzt, dass jedes Jahr mindestens 127 Millionen Vögel von Bleivergiftung bedroht sind. Darüber hinaus sind die Bürger Blei ausgesetzt, beispielsweise durch mit Bleimunition gejagtes Wild oder bei der Herstellung von Bleimunition, beim Fischen von Platinen oder Ködern zu Hause. Die Exposition gegenüber Blei ist besonders schädlich für die neurologische Entwicklung von Kindern. Ungefähr eine Million Kinder sind aufgrund des Verzehrs von Wildfleisch anfällig für die toxischen Wirkungen von Blei.
....im Falle einer Annahme würde die Beschränkung die Bleiemissionen in die Umwelt über einen Zeitraum von 20 Jahren um etwa 1,7 Millionen Tonnen reduzieren....
Der Vorschlag basiert auf den Informationen, die der ECHA zum Zeitpunkt der Vorbereitung zur Verfügung standen, und kann aktualisiert werden, wenn Informationen bekannt werden, die Änderungen rechtfertigen. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit, ihre Argumente während einer sechsmonatigen Konsultation, die am 24. März beginnen soll, durch solide Beweise zu untermauern. Die ECHA plant die Organisation einer Online-Informationssitzung, um den Beschränkungsprozess zu erläutern und die Interessengruppen bei der Teilnahme an der Konsultation zu unterstützen.

Schøne Diskussion noch oder besser ab 24.3. beteiligen !
Gruss Hendrik
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon Trockenfliege » 24.02.2021, 23:02

orkdaling hat geschrieben:
Die Agentur kam zu dem Schluss, dass eine EU-weite Beschränkung gerechtfertigt wäre. Die ECHA schätzt, dass jedes Jahr mindestens 127 Millionen Vögel von Bleivergiftung bedroht sind.
Bedroht ist das eine - wirklich dadurch vergiftet was anderes. Jeder gründelnde Wasservogel ist theoretisch der Gefahr ausgesetzt, mal ein Bleischrot zu schlucken - aber wievielen passiert es tatsächlich? 60 Millionen Autofahrer sind in Deutschland der Gefahr ausgesetzt, auf der Autobahn einen tödlichen Unfall zu haben - und wieviele erwischt es tatsächlich?

Darüber hinaus sind die Bürger Blei ausgesetzt,
das stimmt: Nämlich vor allem der Bleiemmission durch den Autoverkehr, wie die Daten des Bundesumweltamtes belegen, s.o.
beispielsweise durch mit Bleimunition gejagtes Wild oder bei der Herstellung von Bleimunition, beim Fischen von Platinen oder Ködern zu Hause. Die Exposition gegenüber Blei ist besonders schädlich für die neurologische Entwicklung von Kindern. Ungefähr eine Million Kinder sind aufgrund des Verzehrs von Wildfleisch anfällig für die toxischen Wirkungen von Blei.
....im Falle einer Annahme würde die Beschränkung die Bleiemissionen in die Umwelt über einen Zeitraum von 20 Jahren um etwa 1,7 Millionen Tonnen reduzieren....
1,7 mio t. Bleimunition? Und wenn sie so schädlich ist, wo sind die Geschädigten Menschen? Wie hat sich das eigentlich im Gesundheitswesen niedergeschlagen, dass seit den 90ern die Bleiemmissionen in Deutschland um 90 % verringert haben? Dasss müsste doch bedeuten, dass gewisse Krankheiten, gerade bei Kindern s.o., in den letzten 20 Jahren deutlich zurück gegangen sein müssen?
Der Vorschlag basiert auf den Informationen, die der ECHA zum Zeitpunkt der Vorbereitung zur Verfügung standen, und kann aktualisiert werden, wenn Informationen bekannt werden, die Änderungen rechtfertigen. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit, ihre Argumente während einer sechsmonatigen Konsultation, die am 24. März beginnen soll, durch solide Beweise zu untermauern. Die ECHA plant die Organisation einer Online-Informationssitzung, um den Beschränkungsprozess zu erläutern und die Interessengruppen bei der Teilnahme an der Konsultation zu unterstützen.

Schøne Diskussion noch oder besser ab 24.3. beteiligen !
Gruss Hendrik


Diese Diskussion um das Angelblei und auch um die Munition geht meiner Meinung nach an der Realität vorbei - die wirklich bedeutenden Blei - Emmissionen kommen durch den Autoverkehr und die Verbrennung fossiler Rohstoffe).
Das Angelblei ist meiner Meinung nach ein solch kleiner Neben - Kriegsschauplatz, wo man mal wieder nicht wagt, die wahren Verschmutzer zu nennen und auf deren Seite eine Verbesserung ein zu fordern.
Wie sehr die Autoindustrie die Politik (in Deutschland vor allem) am Gängel hat, hat man ja am Dieselskandal gesehen.

Also mal ehrlich, etwas überspitzt: Wer hier das Angelbleiverbot aus Umweltschutzgründen für nötig befindet, darf auch kein Auto mehr fahren!
Denn sonst ist das ein ähnliches Verhalten wie: Ich esse keine Hühner mehr wegen der Käfighaltung und ihren Folgen. Aber mein billiger Schweinebraten von Aldi - der schmeckt mir richtig lecker.

Wäre es nicht besser zu sagen ( so mach ich es): In jedem Bereich versuche ich mich zu beschränken, aber ohne etwas 100% aus zu schliessen.
Ich esse wenig Fleisch insgesamt, fahre unterdurchschnittlich viel Auto und eins mit wenig Verbrauch, heize nicht übermäßig, verbrauche Warmwasser möglichst sparsam -
und ersetze wo mir möglich, das Angelblei durch andere Produkte- Kieselsteine zB., verzichte aber nicht völlig drauf, solange ich noch alte Restbestände habe (deren Produktion ja schon Energie verbraucht hat) und solange es noch keinen günstigen Ersatz zB. für Bleikopfjigs für Spinangler gibt ect.
LG
Reinhard

PS: Zum Schmelzen von Wolfram/Tungsten braucht man rund die 8-fache Energie wie für Blei. Und wo kommt die her, die Energie? Zu ca. 35-40% aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Und was emmitieren die unter anderm? Blei!
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon orkdaling » 25.02.2021, 08:33

Reinhard,
1. orkdaling hat nicht geschriebenn sondern verlinkt ,muss nicht alles meine persønliche Meinung sein !
2. hat auch die Møglichkeit der Mitwirkung verlinkt !
3. gibt es https://sw1367.smartweb-static.com/uplo ... ed_1-p.jpg von vielen Herstellern
siehe https://fluer.dk/produkter-fiskegrej/58 ... lyfri-bly/
https://www.lystfisk.dk/fiskegrej/tilbe ... o-bly.html
nur mal zur Richtigstellung
Gruss Hendrik
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon MarkusZ » 26.02.2021, 10:43

Hallo,

https://patient.info/doctor/tungsten-poisoning#ref-1

https://www.doctorshealthpress.com/heal ... our-heart/

Welche Konsequenzen man daraus ziehen möchte, wird individuell verschieden sein.
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Re: Bye, bye Blei beim Angeln?

Beitragvon orkdaling » 26.02.2021, 11:36

Stahl, Glas, Stein ...
https://www.lystfisk.dk/media/catalog/p ... _front.jpg
https://nfisk.no/havfiske/pilker-shad/s ... nskepilken
Kann man echt froh sein kein Plumsfischer zu sein, hahaha
Will ich mal hoffen das im Coating der Sinktips kein Bleipulver bei gemengt ist denn dann wirds da auch bald eng werden.

Hab dieses Jahr einen Gænsesæger gefunden, abgerissen, Wurmhaken verschluckt, Dreiwegewirbel mit Blei hing noch dran.
Enkel hat beim Lachsfischen eine Schnur gehakt, der Tubehaken verfing sich dann am Wirbel/Blei und nach der Landung konnte die noch lebende Mefo befreit werden.
Muss aber zugeben, das wære auch mit einem Messing oder Stahlgewicht erfolgt, liegt an der erlaubten Praxis - Wurmfischerei.
So ca 10 Bleie, samt meterlanger Schnur, finde ich jede Saison nur beim durchwaten einer Rieselstrecke um auf meine Liebligssandbank zu kommen. Je nach Wasserstand/Strømung und erforderlichem Winkel den ich einhalten muss, auf einer Strecke/Beite von ca 50m !
Die Lachsfuehrende Strecke des Flusses betrægt jedoch 85 km !
Will ich gar nicht hoch rechnen.
Gruss Hendrik
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