Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

Moderatoren: Maggov, webwood, Forstie, Olaf Kurth, Matthias M., Michael.

Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon gespliesste » 15.09.2021, 21:38

Am 09.09.2021 war der DAFV zu Gast beim Rheinischen Fischereiverband in Siegburg. Anlass war die deutschlandweit ausgestrahlte Sendung Marktplatz "Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin". Die Moderatoren Jule Reimer und Malte Hennig führten zusammen mit den Gästen Olaf Lindner (Pressesprecher DAFV) und Eva Rohmann (Vorsitzende des Bezirks Rhein-Ruhr im Rheinischen Fischereiverband) 90 Minuten live durch das Programm.
Thema der Sendung

"Während der Corona-Ausgangsbeschränkungen ließ sich ein Hobby eigentlich immer ausüben: das Angeln an Seen, Flüssen und Bächen – wenn auch mitunter einsam.

Doch einfach mit Rute, Schnur, Haken und Köder losziehen, das geht nicht. Wer in Deutschland angeln will, muss zuallererst eine Fischereiprüfung bestehen und den staatlichen Fischereischein erwerben. Und bevor dann die Rute ausgeworfen wird, müssen Anglerinnen und Angler einen Fischereierlaubnisschein erwerben. Denn obwohl die Ufer deutscher Gewässer meistens von jedermann betreten werden dürfen: Das Recht zur Fischerei gehört immer irgendwem: Privatpersonen, Vereinen oder Kommunen, sei es als Eigentum oder zur Pacht.

Inwieweit lässt es sich ins Angeln bereits mit einer preisgünstigen Grundausstattung einsteigen? Was kostet der Weg zur Angelerlaubnis, wer nimmt die Prüfung ab? Lohnt sich ein Lehrgang beim örtlichen Angelverein oder lässt es sich genauso gut mit Apps für die Prüfung lernen? Wie umfangreich sind die theoretischen Anforderungen im Bereich der Natur- und Fischkunde, was gibt das Tierschutzgesetz vor? Und wie gehen Natur- und Tierschutz und Angeln insgesamt zusammen? Antworten auf Ihre und unsere Fragen geben die von Moderatorin Jule Reimer eingeladenen Fachleute.".

Die Sendung zum Nachhören finden sie in der Mediathek beim Deutschlandfunk: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-aud ... _id=956435

LG,

Olaf
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon orkdaling » 17.09.2021, 19:00

Moin,
da kønnte man genau dort weiter machen wo wir es zZ nicht mehr duerfen (Partein ....)

"Während der Corona-Ausgangsbeschränkungen ließ sich ein Hobby eigentlich immer ausüben: das Angeln an Seen, Flüssen und Bächen – wenn auch mitunter einsam."

Diese Aussage halte ich fuer eine glatte Unterstellung - oder sollte ich sagen bewusste Falschaussage !?

Wæhrend Corona und auch vorher war und ist es gar nicht møglich weil man nicht an einen Fischereischein /Pruefung kommt.
Auch finanziell nicht, besonder Kinder, Jugendliche, Pensionisten, ALG-Empfænger werden ausgeschlossen.
Stelle ich mir ausserdem die Frage ob man die Menschen nur in einem Land in Europa fuer so doof hælt das sie nicht fischen duerfen.
Wohin verschwinden die Gelder derer die es sich leisten kønnen?
Warum setzt sich der DAFV nicht dafuer ein das jeder das Recht und die Møglichkeiten erhælt. Warum geht ihr nicht an die Parteien ran?
Warum solche Unterschiede die anderen EU-Buergern max. einen Touristenschein erlauben ( in wenigen Bundeslændern)
Wæhlen darf man als Auslænder aber beim Fischen wird es sehr schwierig? Hab ich zig mal erlebt, da hilft es nicht mal wenn man auch noch einen deutschen Pass besitzt.
Es gilt fuer den Erwerb des Fischereischeins - amtsdeutsch - Wohnort im Geltungsbereich des dt Grundgesetzes !
Mit Verlaub, das gab es nicht mal unter den Kommunisten oder Russen vor der Wiedervereinigung und das war auch einfacher in W-Berlin unter Alliiertenstatus !
Man kommt ja schneller an den kleinen Waffenschein als an einen Angelschein.
Aber es wundert mich nicht, wo 2 PC fuer 34 lehrer her halten muessen, wie soll man da den Kindern auch noch was ueber Natur, Fischen, Jagen vermitteln.
(Beispiel von einer Berlin-Reinickendorfer Schule 2021, wo anders duerfte es inzwischen W-Lan und PC`s geben)

Vielleicht mal uebern Tellerand schauen, hier 2 Beispiele -
Viele (auch DAFV Mitglieder) reisen im Herbst nach DK um dort ihre Mefo zu fangen.
Und was sieht man am Strand, viele Jugendliche. Und warum? Fiskeakademiet !
"Die Fischakademie ist eine Ausbildung für Jugendliche zwischen 13-18 Jahren, bei der sie in den Herbstferien eine Woche lang praktische Angelstunden bekommen und etwas über die Biologie und das Verhalten von Fischen erfahren."
Hier (N) gibt es den "Fiskesommer" eine Art Ferienlager fuer 8-16 Jæhrige - landesweit unter Verantwortung der Landesverbands, durchgefuehrt bei ausgewæhlten Ortsgruppen.
Zum Thema Lachs/ Mefo.
Die beiden letzten Jahre vor Corona wurden in Trondheim 2 intern. wissenschaftliche aber offene Tagungen abgehalten. Jede Privatperson/Verein konnte sich anmelden, nur halt selbst fuer Uebernachtung aufkommen.
Auch Vertreter aller Ostseestaaten waren dabei, nicht nur N, S, DK, nee auch Balten, Finnen, Polen ...
Nun ratet mal wer nicht da war! Weder ein Vertreter vom DAFV , auch kein dt. Wissenschaftler.

Aber sicher wære das nicht so gut angekommen , sicher hætte sich der DAFV wieder ængstlich vor PETA verstecken und seinen Mitgliedern erklæren muessen das es doch Leute gibt die nur Bøses wollen!
Man kann die Ausreden nicht mehr høren!

Gruss Hendrik
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon DerRhöner » 18.09.2021, 11:07

Hallo allerseits

Also da möchte ich gerne was kommentieren: Hendrik zitiert hier die Schlagzeile des Rundfunksenders. Olaf macht hier keine Unterstellungen oder Falschaussagen. Und der Sender auch nicht, der macht einfach eine Schlagzeile. Im Zusammehang mit der Sendung ist das ist völlig normal und wird auch von den Menschen nicht als akademisch und jurstisch wasserdicht geprüfte Aussage verstanden, sondern halt genauso wie die anpreisenden Tafeln vor den Wirtshäusern. So falsch finde ich die Aussage im Kontext übrigends nicht, denn verglichen mit den meisten Freizeitbeschäftigungen der breiten Bevölkerung (Fussball, Schwimmbad, Schafkopfen, Kampftrinken...) war Fischen weiterhin kein Problem.

Gruss

Christian
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon orkdaling » 19.09.2021, 07:11

Moin,
sehe ich vøllig anders , denn dieser Satz (ob Schlagzeile in den Medien oder nicht) wurde hier im Forum von Olaf gepostet! Pressesprecher !?
Und das auch noch ohne Bemerkung dazu wie er zu dem Inhalt steht. Somit kommt der Leser zu der Meinung das es auch voll inhaltlich seine Meinung ist !
Aber Schwamm drueber.
Da stelle ich die Frage mal anders. Was læuft beim DAFV jugendpolitisch, warum erfæhrt man da nur was wenn man auf die Seiten des DAFV geht, warum so wenig Øffentlichkeitsarbeit.
Der (Normal)Buerger , damit meine ich die Buerger die nichts mit den DAFV bzw der Angelei am Hut haben, støbern nicht auf unbekannten Vereinsseiten.
Wenn man das tut findet man sowas:
https://www.dafv.de/referate/jugend/ite ... beit-m-w-d
Man findet auch die Info das 6,4mio Buerger mindestens 1 mal im Jahr die Rute schwingen oder das die gesamtwirtschaftliche Bedeutung 4,6 Mrd betrægt.
Da stelle ich mir doch die Frage, warum wissen das so wenige Menschen in Deutschland?
Wenn ich nicht Angler wære, nicht jahrelang selber eine Jugendgruppe im damaligen DAV betreut hætte, wir sowas nicht in einem Fischerforum diskutieren wuerden, dann erginge es mir wie den Millionen anderen EU Buergern und hætte null Kenntnis vom vereinten DAFV und das es da auch Jugendarbeit gibt.

Um es auf den Punkt zu bringen, ich hab 2 Enkel in Berlin die auch hier im Urlaub fischen, die Mutter als lehrerin arbeitet - die haben noch nichts vom DAFV gehørt.
Noch schlimmer, hab Bekannte die sagen wir mal sehr aktiv im Berliner Abgeordnetenhaus sind, ... æh DAFV, irgendwann mal was davon gehørt, erinnere mich aber nicht mehr in welchem Zusammenhang...

Meine Meinung: In einer Zeit wo man in den Medien (auch øffentlich rechtlichen) liest das Kinder von Armut bedroht sind, das ALG- und Mindestrenten Empfænger vom aktivem kulturellen und sportlichem Leben weitgehend ausgeschlossen sind, da sollte der DAFV sich nicht vor Peta verstecken und Interessenvertreter dieser Mitbuerger sein.
Sonst wurstelt ein elitærer Kreis nur im eigenen Saft und versucht seine Interessen zu retten. Aber wie man von den anderen hørt, nicht nur im Forum, nicht mal das schaffen sie heutzutage.
Das es auch anders geht , zeigen die vielen Beispiele die ich bereits erwæhnte. Liest man auf den Seiten dæn. Sportfiskerforbund, auch bei Sportfiskarna wo der schwedische Verband sogar eine eigene Seite fuer "Ungdom" =Jugendliche " hat https://www.sportfiskarna.se/Ungdom/Bli-juniormedlem, auch dort so wie hier in die Schulen geht.
Norske Lakseelver, eine parteipolische neutrale Vereinigung zur Verwaltung der Lachsfluesse schreibt :
"Lachsangeln für Jugendliche 2021"
Die Anwerbung neuer Angler für die Flüsse ist eine vorrangige Aufgabe für die norwegischen Lachsflüsse. Das sind die Fischmanager der Zukunft!
Und bietet auch gleich Møglichkeiten zur Fischerei zu ermæssigten Preisen, teils gratis - jedes Jahr!
https://lakseelver.no/nb/news/2021/05/l ... ngdom-2021

Nun kann ich mich nur auf das beziehen was jugendpolitisch in den skandinavischen Lændern læuft. Da liegen Welten dazwischen !
Wenn ich erlebe/høre wie es um die Fischereimøglichkeiten zb in den Balkanlændern oder Polen aussieht, was ehemalige poln., kroat., bosnische Kollegen berichteten, na da kommt mir ganz schnell der Gedanke das frueher im DAV weitaus mehr los war, weitaus mehr Møglichkeiten der Fischereiausuebung bestanden- fuer alle Schichten.

Ein Papiertiger bleibt nun mal ein zahnloser Papiertiger - da ændert auch eine Deutschlanfunksendung nichts.
Ich habe jedenfalls "weniger gute" (harmlos ausgedrueckt) Befuerchtungen sowohl fuer die Ausuebung/Freizuegigkeit des Angelsports fuer Kinder und Jugendliche, wie auch im allgemeinen fuer die Freizeitfischerei in Deutschland, wenn da nichts weiter an Verbands/Lobbyarbeit erfolgt.

Gruss Hendrik
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon Harald aus LEV » 20.09.2021, 18:13

Hallo Hendrik,
ohne jetzt auf die gesamte Aussage einzugehe:
Deine Aussage, dass man in D während der Corona-Pandemie keinen Angelschein bekam, ist grundlegend falsch.
Ich hatte absolut keine Probleme an Angelscheine zu kommen und kenne auch eine ganze Menge Angler, die damit ebenfalls keine Probleme hatten.
Deine diesbezügliche Aussage mag auf Deine persönliche Situation bezogen sein, aber allgemeingültig ist sie m.M.n. nicht.

Gruß
Harald
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon gespliesste » 21.09.2021, 00:26

Lieber Hendrik,

orkdaling hat geschrieben:Ein Papiertiger bleibt nun mal ein zahnloser Papiertiger - da ændert auch eine Deutschlanfunksendung nichts.
Ich habe jedenfalls "weniger gute" (harmlos ausgedrueckt) Befuerchtungen sowohl fuer die Ausuebung/Freizuegigkeit des Angelsports fuer Kinder und Jugendliche, wie auch im allgemeinen fuer die Freizeitfischerei in Deutschland, wenn da nichts weiter an Verbands/Lobbyarbeit erfolgt.


ich weiss nicht so recht woher du deine Informationen nimmst und ob du das richtig einschätzt.

Ich habe seit vielen Jahren regelmäßig auch mit eurem Verband "Norges Jeger- og Fiskerforbund" in Norwegen Kontakt. Bei einem Meeting in London wo wir uns im Rahmen der European Anglers Alliance (EAA) über mögliche Initiativen der Verbände für Kinder ausgetauscht haben, hat Øyvind Fjeldseth von eurem Verband noch mal ausgeführt, dass man in Norwegen mit Grundschulkindern schon mal auf Tauben schiesst und ob das nicht auch eine gute Aktion für Deutschland wäre. Ich schätze Øyvind sehr und ich beneide euch darum, wie sehr es da auch noch eine gemeingesellschaftliche Akzeptanz zu Jagd und Fischerei gibt, aber ich glaube das überfordet unsere Gesellschaft in Deutschland bei weitem.

Wir haben in der EAA da alle guten Kontakt und der DAFV muss sich da mit seinen Initiatievn im europäischen Vergleich sicher nicht verstecken, zumindest versichern uns das die Kollegen aus den anderen Ländern immer wieder. Wir spielen in Deutschland im Bereich radikaler Tierschutz und auch im Bereich Verbandsschelte in den sozialen Medien sicher in der Championsleague. Ich will mich nicht beschweren, aber ich finde es schon befremdlich, wenn solche pauschalen Anfeindungen aufkommen. Frag mal deinen Verband was er von den Initiativen und Anstrengungen des DAFV im Internationalen Vergleich hält.


LG,

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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon orkdaling » 21.09.2021, 08:11

Moin Olaf,
warum kommt er auf die Idee mit dem Taubenschiessen, hætte auch Bogenschiessen sein kønnen - weil hier im Lande der Verband NJFF heisst .
Norges Jeger og Fisker Forbundet - muss ich wohl nicht uebersetzen.
Wenn sich zwei mit oft gleichen Interessen verbinden hat man nun mal mehr Schlagkraft. Vielleicht mal darueber nachdenken.
Auch das es in der Schule schon ab 1 Klasse eine Naturfach gibt, das man dort ueber Umweltschuz und eben Jagd und Fischerei spricht wære wohl keine so schlechte Idee.
Das die Kinder und Jugendlichen in den Sommerferien landweit Camps besuchen, so eine Art Ferienlager wo man einen Tag im Waldsee fischt , tags drauf mal auf Lachs oder dann wieder (sicher nicht in Oslo aber hier oben) zu einer vorgelagerten Insel wo sie Robben jagende Orcas sehen.
Man geht jetzt zur Jagdsaison auch in die Abnahmestelle fuer Wild und sieht beim Schlachten und Verarbeiten von Hirsch und Elch zu. (1-4 Klasse)
Die gratis Elchwuerste werden an der Grillstelle bei meiner Lieblingszone an der Orkla dann gegrillt.
Ohje PETA wuerde austicken.

Es geht aber nicht darum wie gut oder schlecht es hier ist! Ich hab deshalb auch Beispiele aus DK gebracht wo das Fiskeakademiet heist, also wo Kinder und Jugendliche durch den Verband an Natur, Fischerei und auch Vorschriften heran gefuehrt werden.

Insgesamt schætze ich die Lage ( ich rede hier nur um Fischerei) in D zuhnemend schlechter werdend ein.
Wenn gestern abend mal wieder in den Tagesthemen darueber gesprochen wurde das jedes dritte Kind von Armut bedroht ist, wenn man im Beitrag sieht das es darum geht das Eltern die Monatsbeitræge ihrer Kinder fuer Sportvereine nicht aufbringen kønnen, na da komme ich sofort wieder zu den Kosten fuer den Fischereischein bzw die erforderliche Pruefung dazu.
Die Ausbildung (nennen wir es mal so) sollte fuer Kinder und Jugendliche gratis sein - unter Verantwortung des Landesverbandes, durchgefuehrt in den Ortsgruppen, so wie man es hier sogar mit der Jægerpruefung macht.
Die Fischereiabgabe die in den Haushaltstopf fliesst sollte auch fuer Fischereiaufgaben benutzt werden.
Wo ist die Kontrolle? Habt ihr als DAFV mal die Politiker gefragt wo die Kohle bleibt die ca 100.000 Berlin/Brandenburger Fischer einzahlen, wieviel in Neubesatz oder in Bachrenaturierung landet? So es bei der dænischen Abgabe erfolgt https://fisketegn.fiskeristyrelsen.dk/f ... anguage=de
Ein weiterer Punkt , hatte ich bereits in Reinhards Faden angesprochen, zu meiner DAV Zeit ging ich gemeinsam mit Kinder und Jugendlichen der in/um Berlin stationierten Alliierten fischen, gemeinsam mit unseren 8-16 Jæhrigen.
Du weisst selber wie schwer es ist bzw wo und wann ein Kind in D ueberhaupt die Angel auswerfen kann. Solche Verhæltnisse gibt es in keinem EU Land !
Und zum Schluss noch das was mich sehr wurmt. Jedes DAFV Mitgleid darf in Europa fischen, umgekehrt geht es aber nicht weil der Fischereischein an (amtsdeutsch) den Wohnort im Geltungsbereich des Grundgesetzes gebunden ist. Damit sind die Fischer/Touristen weitgehend ausgeschlossen ( biss auf ein paar Bundeslænder wo man einen 4 Wochen Touristenschein bekommt,
Von Freizuegigkeit, auch noch innerhalb der EU, kann man da wohl nicht reden !
Da sehe ich Euch als Interessenvertreter der Kinder und Touristen in der Pflicht !
Gruss Hendrik

Ach ja, gestern war "Weltkindertag" - wurde nur in Brandenburg innerhalb Deutschlands gefeiert
https://www.unicef.de/informieren/ueber ... rkzumachen.

Vielleicht noch eine Bemerkung zu deiner Aussage - " Anfeindungen"
Das halte ich nun wieder uebertrieben weil es keine Anfeindung ist sondern ich vergleiche einfach mal was ich persønlich, Kinder und Jugendliche, Senioren im DAV durften und wie ihre Situation heute ist. Von Verbesserung kann man da ja wohl nicht reden, von mehr Einschrænkungen aber schon !
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon Thommi » 21.09.2021, 11:08

Moin Hendrik,

ist doch schön, dass in den Nordel Staaten Angler und Fischer noch nicht schief angesehen werden.
Die Fischereiabgabe, in SH 10 EUR/a, ist im Prinzip für die Fischerei da.
Verwendungsinformation hier:
https://www.netzwerk-angeln.de/angelpol ... -lupe.html

In N (Enkeltperson over 18 år) und DK (undtaget er folk under 18 år og folk, der har ret til at oppebære folkepension) finde ich keine Vergünstigungen für Angler mit geringen Einkommen.
In DK entfällt sie mit Anspruch auf eine staatliche Rente.

Das deine Lehrerin noch nie etwas vom DAFV wundert mich nicht. Auch werden ihr die Dachverbände ZVEI oder DFV nicht viel sagen, obwohl sie vermutlich täglich mit Produkten derer Mitglieder in Berührung kommt.

Jugendarbeit findet in den örtlichen Vereinen und Kreisverbänden statt, und da gehört sie meiner Meinung nach auch hin. So wurden in schon zu meiner Zeit als Jugendwart in den 70ern in den Ferien Angelveranstaltungen (auch andere Sportarten) für daheim gebliebene angeboten - bis Heute.
http://www.luebecker-anglerforum.de/thr ... -und-heute
http://www.luebecker-anglerforum.de/thr ... Kanaltrave

Die Kosten für die Ausübung der Angelfischerei halte ich für noch vertretbar.
Bei uns kostet der Fischereischein die Hälfte eines Mofa-Scheins.
Klar, alles noch billiger wird gern gesehen.
Dafür ist die Ausrüstung heute preiswert. Für meine erste gute Rolle, eine Quick Finessa, ist das Ausbildungsgehalt (55DM im 1. Lehrjahr) drauf gegangen. Heute bekommen sie 830EUR. Davon kannst du dir aber eine gute komplette Angelausrüstung anschaffen.

Gruß
Thomas
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Re: Deutschlandfunk: Petri Heil – Angeln und der Weg dorthin

Beitragvon orkdaling » 21.09.2021, 11:59

Moin,
"In N (Enkeltperson over 18 år) und DK (undtaget er folk under 18 år og folk, der har ret til at oppebære folkepension) finde ich keine Vergünstigungen für Angler mit geringen Einkommen.
In DK entfällt sie mit Anspruch auf eine staatliche Rente."

In N gibt es keine Fischereiabgabe ! Es gibt nur eine Abgabe fur das Fischen in Gewæssern mit anadromen Aufstieg (meist Lachsschein bezweichnet)
Bis 18 Jahre frei und Pensionisten auch wieder (gilt auch fuer Auslænder) Sonst 285 NKr = 28 €/Jahr
Das Fischen im Meer/Fjord ist fuer alle frei (Jedermannsrecht - auch so in Schweden geregelt) und gilt ebenfalls unabhængig der Staatsbuergerschaft.
Einschrænkung- Fischen mit Netzen, Reusen, Langleinen ist Buergern vorbehalten die im Land wohnhaft sind, sprich Steuern zahlen.

Dagegen kønnen meine Enkel und ich oder halt Touristen bei Reisen nach D nicht fischen da wir keinen Fischereischein bekommen und somit keine Gewæsserkarte erwerben kønnen.
Ausnahme in einigen Bundeslændern und dann nur eine einmalige 4 Wochenkarte.

Die lehrering ist eine unserer Tøchter die eine Klasse von 24 Schuelern (davon 2 deutscher Herkunft) in Bln-Reinickendorf hat.
Schon bei etwaigen Klassenfahrten oder Besuch von Kulturveranstaltungen sind davon viele Eltern gezwungen Antræge beim Amt zu stellen.
https://www.berlin.de/fischereiamt/ange ... reischein/

Wie du im obigen Link lesen kannst , sogar auf deutsch, kannst du dir den Fischereischein in DK (Fisketegn) genau wie die Fiskeravgift kaufen ohne ein Amt aufsuchen zu muessen, egal welcher Nation du bist - https://fiskeravgift.miljodirektoratet. ... urnUrl=%2F
Das nutzen die tausenden Lachsangler jedes Jahr wenn sie hier ihrem Hobby nachgehen.
Diejenigen die im Meer oder Fjord fischen, das sind nicht nur tausende sondern mehrere Mio. Angeltouristen, fischen gratis !
https://www.fiskeridir.no/English/Fishi ... n-norwegen

Gruss Hendrik
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