EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellung d

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon gespliesste » 22.10.2021, 11:06

Hallo,

wurde heute veröffentlicht, vielleicht ein guter Link um unsere Argumente gegen Wasserkraft visuell zu untermauern: https://vimeo.com/567821999

LG,

Olaf
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Maggov » 22.10.2021, 12:03

Hallo Olaf,

ich will nicht fatalistisch sein, kann die Realität aber nicht ausblenden. Wenn Du ein paar Punkte miteinander verbindest:

- die Strompreise steigen derzeit massiv an, als Begründung wird u.a. der zu langsame Aubau erneuerbarer Energien angeführt
- die produzierenden Unternehmen werden mit den hohen Energiepreisen massiven Druck auf die Politik aufbauen und dem Bankrott/Abbau von Arbeitsplätzen argumentieren
- Wasserkraft ist (ok - meine subjektive Sicht) in den Augen der Politik eine saubere Energie, die Tatsache dass wir Angler keinen weiteren Nutzen in einem zusätzlichen Ausbau der Wasserkraft finden wurde bei allen mir bekannten Entscheidungen aus der Politik heraus gefliessentlich ignoriert
- die derzeitige (wahrscheinliche) Regierungskoalition bekommt also in den Kommenden 1-2 Jahren massiven Druck Erfolge im Ausbau erneuerbarer Energien aus zu weisen (ob mit oder ohne impact auf die energiepreise)
- selbst wenn die Grünen die Dringlichkeit sehen und wirklich in unserem Sinn handeln wollen müssen sie diesen Punkt gegenüber den Koalitionspartnern erfolgreich umsetzen und ggfs. auch die dazugehörige nötige finanzielle Unterstützung / Förderung durchsetzen. Wie steht den die FDP und SPD zur Wasserkraft wenn gleichzeitig die Unternehmer Sturm rennen und mit dem Abbau von Arbeitskräften oder Anwanderung der Arbeit in andere Länder drohen?
- die Wasserrahmenrichtlinie wurde gefühlte 10 Jahre gefliessentlich ignoriert (die Parallele zum Feinstaub Thema habe ich schon erwähnt) und bis 2027 stehen ein paar Wahlen an, die derzeitigen Regierungsparteien werden also eher einen 4-Jahres als 6-Jahrehorizont anstreben. Nachhaltige Politik habe ich (wieder subjektiv!) für mich schon lange als Utopie abgeschrieben
- So sehr ich das Thema mag und auch die Fischerei und das nachhaltige Wirtschaften - was bringen uns naturnahe Gewässer wenn ich den Strom nicht mehr bezahlen kann oder meinen Job verliere?


So komme ich zu dem Schluss oben - nicht weil ich fatalistisch sein will sondern weil mir einfach der Glaube fehlt dass die Politiker mit denen Ihr sprecht echtes Interesse in der Sache haben denn vielmehr abwägen werden ob sich über die Kooperation und Gesetzgebung Stimmen in den kommenden Wahlen maximieren lassen oder nicht.

Ich sehe durchaus Chancen mit dem Machtwechsel, bitte nicht falsch verstehen, aber ich bin nicht komplett auf dem Zug dass sich nun alles zum Guten wendet.

Vielleicht wäre es ein guter Schritt wenn die von Dir erwähnte Klage vorziehbar ist in diese Legislaturperiode (z.B. über eine Einschätzung ob das Ziel bis 2027 überhaupt noch erreicht werden kann, also die "Scheinheiligkeit" des Plans offen zu legen) - mag Quatsch sein weil ich bei dem Thema nur Deinen kurzen Kommentar als Info habe oder genau der Punkt sein der in der Klage addressiert wurde. Ist aber auch eine interessante Konstellation wenn ich mich mit einer Partei zusammen setze und auf der einen Seite über die Zusammenarbeit verhandle und parallel diese (indirekt als Regierungspartie) bei der EU verklage...

In a nutshell: Ich bin Dir persönlich sehr dankber dass Du immer wieder hier die News teilst und einstellst und so offen und konstruktiv mit dem Wind umgehst der Dir danach entgegenbläst. Vielen Dank dafür, muss mal gesagt werden. Das was ich darauf als Reaktion schreibe ist keine Kritik an Dir als Person und eigentlich gar nicht mal an der Arbeit des Verbandes für den Du arbeitest, dafür bin ich zu weit weg und hänge ja auch im ersten Schritt am bayrischen Fischereiverband und deren Effektivität. Ich mag da verdrossen sein und nicht alle Fakten und Infos haben - aber die Fakten die ich zur WRRL kenne sind ernüchternd und geben mir gerzeit noch nicht die Zuversicht dass wir in den kommenden 40 Jahren auf 60% kommen wenn sich die Priorität auf diesem Thema nicht grundlegend ändert. Jedes Prozentpünktchen dass die Verbände zusätzlich reinverhandeln können schätze ich sehr und bin dafür dankbar. Also bitte so lesen und verstehen.

LG
Markus

P.S.: Danke für den Hinweis mit der Klospülung - das ist ein Anreiz für mich vielleicht doch mal eine Politiker-PK komplett durch zu stehen. Ich hoffe Du hast bereits gute Lektüre am Lokus so dass Du die gesamte PK durchhälst ;)
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Beppo » 22.10.2021, 18:04

Hallo in die Runde, hallo Olaf,
für geschätzte 99% der Menschen hört das Denken an der Wasseroberfläche auf, was darunter passiert interessiert niemanden. Traurig, ist aber nur die Wahrheit.
Wenn hier "Markus" schreibt Zitat: "- ... die derzeitige (wahrscheinliche) Regierungskoalition bekommt also in den kommenden 1-2 Jahren massiven Druck Erfolge im Ausbau erneuerbarer Energien aus zu weisen (ob mit oder ohne impact auf die Energiekrise) ...-", dann ist dies nur die halbe Wahrheit. Weder die USA, Russland, oder China haben D aufgefordert innerhalb kürzester Zeit ein Komplettausstieg aus fossilen Energien zu vollziehen, es kommt also kein Druck von außerhalb. Dieser Druck ist hausgemacht und entstammt nur einer Partei.
"Vom deutschen Wesen soll die Welt genesen", mit diesem Ansatz sind wir schon oft in der Vergangenheit grandios gescheitert.
Die "Ampel" hat einen Plan, koste es was es wolle, da geht man auch über Leichen, ich mein natürlich Fischleichen.
Gruß Beppo
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon orkdaling » 22.10.2021, 19:43

Die ""Neuen" bekommen Druck und den hætten auch die "Alten" bekommen oder egal wie eine Koalition auch immer aussehen sollte .
von heute - https://taz.de/Fridays-for-Future-in-Berlin/!5810238/ - und das wird nicht aufhøren, weder in D oder in der EU !
Weil sich diese Generation zur Wehr setzen wird, sei es beim Wasser, beim Strom, bei der Rentenfinanzierung...
Wæren die Strom- und Benzinpreise vor der Wahl gestiegen oder wuerde es vielen Menschen nicht so gut gehen (zumindest in den meisten westeuropæischen lændern)
dann wæren mehr Menschen auf der Strasse und Wahlen ganz anders ausgegangen.

Uebrigens das www ist voll mit Berichten, Bildern und da sind nicht nur Kids oder Studenten zu sehen !

Gruss Hendrik
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon gespliesste » 22.10.2021, 22:21

Hallo,

Maggov hat geschrieben:- So sehr ich das Thema mag und auch die Fischerei und das nachhaltige Wirtschaften - was bringen uns naturnahe Gewässer wenn ich den Strom nicht mehr bezahlen kann oder meinen Job verliere?


Alle 7400 Wasserkraftanlagen der "kleinen Wasserkarft" also < 1MW in Deutschland leisten zusammen einen Beitrag von 0,3% zur Bruttostormerzeugung in Deutschland. Wenn wir die morgen abschalten würden, würde das überhaupt keiner merken. Alle namhaften NGO's (WWF, BUND, NABU) stehen nicht mehr hinter der Wassekraft. Ich habe in keinem einzigen politischen Statementent während dem Wahlkampfs im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien einen Politiker von Wasserkraft sprechen hören. (auch nicht von den Grünen). Da wurde immer nur Wind- und Solarenergie genannt. Auch die FDP hängt nicht an dem Thema.

In den "kleinen" Wasserkraftanlagen arbeitet keiner, die Anlagen sind fast alle von einer Zentrale in Leipzig aus fernsteurbar schon alleine damit Überversorgungen im Stromnetzen steurbar sind. Das sind Investitionen und Stereuabschreibungsmodelle von findigen (meist ortsfremden) Unternehmern, die zuviel Geld haben und über Jahre die garantierten Einspeisevergütungen des EEG in Anspruch nehmen. Die machen satte Gewinne (wegen dem unsäglichen EEG) und können Steuern abschreiben, daher wehren die sich mit Händen und Füssen.

Mit den ca. 100 Großkraftanlagen müssen und können wir als Angler leben. Aber der Rest ist ein absoluter Irrweg, der keinen Ertrag, aber ein ökologisches Desater in unseren Flüssen verantwortet. Das müssen wir transparent machen. Und das ist unser Ziel.

Die Wasserrahemnrichtlinie ist nach wie vor geltendes Recht, auch wenn in über 20 Jahren Umsetzung so gut wie nichts passiert ist. Um so mehr Argumente haben wir auf userer Seite. Ich will auch nicht bis zum letzten Bewritschaftungszyklus 2027 warten um dann Klage einzureichen.

Wir Fliegenfischer wissen am besten, was dieser Mist unseren Flüssen angten hat und ich will mich nicht damit abfinden. Wo sind die Nasenschwärme, Äschenbetsände, Barben, Huchen und wilden selbstreproduzierenden Bachforfellen aus alten Zeiten? Wenn ich am Lech, Iller, Wertach und vielen anderen bayerischen Flüssen angeln gehe, habe ich mitunter bis zu 3 Kraftwerke in einem Bereich von 10 km und angele zwischen aufeinanderfolgenden Staustufen. Wir haben unsere Flüsse hingerichtet - für 0,3% der Bruttostromerzeugung und dem Gewinnstreben einiger weniger Unternhemer.

Es ist ein Mißstand und ein Irrweg im Rahmen der (guten) Idee, Strom aus Eneuerbaren Energieen zu erzeugen. Aber der Preis ist zu hoch und der Nutzen kaum Messbar und nicht nur aus der Sicht von uns Anglern, auch aus Sicht der Gesellschaft. Das wissen nur die meisten normalen Menschen in Deutschland nicht und die Wasserkraftlobby möchte auch nicht, dass das öffentlich wird.

Würden wir Angler besser zusammenarbeiten, wären wir vielleicht auch schon viel weiter, aber der Landesfischereiverband Bayern ist ja nicht mehr Mitglied im Bundesverband und auch nicht in der European Anglers Alliance (EAA). Beteiligt sich somit auch nicht an den Kosten der Arbeit. Die Vorgaben für unsere Gewässer werden mittlerweile aber fast alle in Brüssel (z.B. WRRL) oder auf Bundesebene (z.B. Wasserhaushaltsgesetz) verabschiedet. Dazu müssen wir auch nicht alle Studien, Stellungnahmen usw. in jedem Bundesland doppelt machen. Es wäre aus meiner Sicht viel effektiver da unsere Kräfte zu bündeln. Ich kann nur hoffen, dass man da irgendwann mal die alten Eitelkeiten aufbrechen und man wieder zueinanderfindet.

Maggov hat geschrieben:Ich bin Dir persönlich sehr dankber dass Du immer wieder hier die News teilst und einstellst und so offen und konstruktiv mit dem Wind umgehst der Dir danach entgegenbläst.


Danke für deinen Zuspruch! Ich habe damit überhaupt kein Problem. Wenn jemand mich mit guten Arguementen belehrt, lerne ich ja auch dadurch. Und wenn es unter die Gürtellinie geht, gibt es in diesem Forum auch ein gesundes Korrektiv und jeder sollte ja auch eine faire Chance haben, sich öffentlich selbst zu deskreditieren. Das löst sich dann meist schon von selber.

@Markus: Wir waren schon viel zu lange nicht mehr zusammen angeln. Ich hoffe vielleicht klappt es nächstes Jahr mal wieder. War dieses Jahr mit Pehers eine Woche auf Fyn ...

LG,

Olaf
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Köcherfliegenlasse » 23.10.2021, 00:16

Grüße in die Runde :)

Ein paar Punkte hätte ich auch beizutragen zur Debatte.

1) Jede Anstrengung von DAFV oder anderen Organisationen zur Verbesserung der ökologischen Zustände in unseren Gewãssern ist gut und wichtig. Insofern erstmal danke das ihr versucht das Thema neu zu adressieren

1) Für jedes Gewässer besteht in Deutschland das Verschlechterungsverbot. Neue Wasserrechte werden kaum vergeben, weshalb ich es für absolut unrealistisch halte, das 5000 neue Kleinwasseekraft - Anlagen alleine in Niedersachsen entstehen sollen. Die Genehmigungsverfahren sind kompliziert und die Behörden idr klein, die haben gar nicht die Kapazität das zu prüfen behaupte ich mal ganz dreist an der Stelle

2) Ein Grund für die mangelnde Durchgängigkeit unserer Gewässer ist, dass der Staat/die Behörden hoffen, einem potentiellen Wasserkraftwerksbetreiber die Kosten für Fisch-Auf und Abstiegsanlage reindrücken zu können. Durch die Schaffung der Durchgängigkeit wird dann "gegengerechnet", das die Nutzung der Wasserkraft nicht zu einer Verschlechterung des Gewässerzustands führt. Je nach technisch Ausführung ist dieses Argument teilweise haltbar, und teilweise kompletter Schrott.

3) Die Durchgängigkeit allein ist nicht der Grund für den in der Studie genannten Rückgang um 84% der Fische. Zumindestens in Deutschland ist die Mehrzahl der Querbauwerke vermutlich deutlich vor 1970 gebaut worden, und damals sicher komplett ohne Fischwanderwege. Sicherlich wäre der Gewässerzustand besser ohne Querbauwerke, aber das alleine ist nicht der Grund für den aktuell großteils schlechten Zustand der Gewässer

4) Ja, viele Kleinwasserkraftanlagen sind ökologisch Mist. Aber nicht jeder Wasserkraftbetreiber ist ein anonymer Anzugträger aus der Großstadt. Es gibt sehr wohl auch kleine Anlagen die hinsichtlich Durchgängigkeit und Mindestabfluss tun was geht und was technisch möglich ist. Alle über einen Kamm zu scheren finde ich nicht richtig, auch wenn es leider viele Beispiele mit Nichteinhaltung des geltenden Wasserrechts gibt.

5) Das alle Kleinwasserkraftanlagen "spontan" stillgelegt werden, halte ich für unwahrscheinlich. Dann wird nämlich niemand mehr eine Fischtreppe bauen, weil es kein Druckmittel gegen den Betreiber gibt.
Bestehende Anlagen sollten meiner Meinung nach auf den neuesten Stand nachgerüstet werden, neue Anlagen vermieden werden. Bindend an die Nutzung der Wasserkraft muss die Passierbarkeit des Querbauwerks sein.


Was glaubt ihr, wie kann man das Thema auch außerhalb der Anglerschaft zum Thema machen? Ich glaube ehrlich gesagt, das bei den bestehenden Argumenten die Mehrzahl der Leute absolut verstehen und befürworten würden, was beim DASV erarbeitet wird. Aber der Ottonormalverbraucher sucht halt nicht in Internet nach Problemen die es gibt, sondern muss wirklich mit der Nase druafgestupst werden. Wann gab es bspw. mal eine Demo für den guten ökologischen Zustand? Wenn das Thema auf 3000 Angel-Youtube Kanälen thematisiert wird schauen es trotzdem immer nur die gleichen Leute an, und zwar die die sich eh schon für das Thema interessieren.

Soweit ich weiß, wird der gute öklogische Zustand meistens nicht erreicht durch die schlechte Bewertung des Makrozoobenthos (zumindestens hier in Sachsen). Die Fische stehen meist etwas besser da. Ich halte daher auch die Durchsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerrandstreifen für absolut zwingend.

Was glaubt ihr, was kann man konkret tun zur Verbesserung?

Viele Grüße
Lasse

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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon gespliesste » 23.10.2021, 01:35

Hallo,

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:1) Jede Anstrengung von DAFV oder anderen Organisationen zur Verbesserung der ökologischen Zustände in unseren Gewãssern ist gut und wichtig. Insofern erstmal danke das ihr versucht das Thema neu zu adressieren


erst mal lieben Dank dafür!

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:1) Für jedes Gewässer besteht in Deutschland das Verschlechterungsverbot. Neue Wasserrechte werden kaum vergeben, weshalb ich es für absolut unrealistisch halte, das 5000 neue Kleinwasseekraft - Anlagen alleine in Niedersachsen entstehen sollen. Die Genehmigungsverfahren sind kompliziert und die Behörden idr klein, die haben gar nicht die Kapazität das zu prüfen behaupte ich mal ganz dreist an der Stelle


Ja, das haben wir 2000 auch gedacht und das Wort "Verschlechterungsverbot" klang wie Musik in unsrern Ohren. Die Praxis der letzten 20 Jahre sieht leider ganz anders aus. Trotzdem wurden unzählige neue Anglagen (oft mit dem Argument "übergeordnetes öffentliches Interesse", oder "erheblich veränderter Wasserkörper") neu gebaut und auch in FFH/Natura2000 Gebieten. Auch die Genehmigungsverfahren wurden jüngst von der Bundesregierung erst wieder erleichtert. Worauf im Grunde nur wir als DAFV im Januar hingeweisen haben: https://dafv.de/referate/gewaesser-und- ... sgewaesser .
Auch Prof. Rutschmann aus Bayern plant gerade wieder einige neue Wasserkraftweke in einem FFH Gebiet in Bayern. Derzeit sind unzählige neue Anglagen in der Planung bzw. Genhemigungsverfahren.

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:3) Die Durchgängigkeit allein ist nicht der Grund für den in der Studie genannten Rückgang um 84% der Fische. Zumindestens in Deutschland ist die Mehrzahl der Querbauwerke vermutlich deutlich vor 1970 gebaut worden, und damals sicher komplett ohne Fischwanderwege. Sicherlich wäre der Gewässerzustand besser ohne Querbauwerke, aber das alleine ist nicht der Grund für den aktuell großteils schlechten Zustand der Gewässer


Fokushima hat den Fischen in Deutschland das Genick gebrochen. Natürlich gab es vorher schon unzählige Wasserkraftwerke. Aber mit der Entscheidung Deutschlands, aus der Atomernergie auszusteigen und den damit einhergehenden garantierten Einspeisevergütungen im Rahmen des EEG wurde unzählige (vorher völlig unrentable) Wasserkraftstandorte auf Grundlage alter Wasserrechte wieder in Betrieb genommen und - ganz entscheidend - im Rahmen der Kapazitätssteigerungen zu Vollsperrungen im Fluss umgebaut. Wasserkraft gibt es schon seit hunderten vom Jahren (wie z.B. Mühlräder), aber erst die modernen Vollsperrungen im Fluss mit hocheffizienten Turbinen haben den Fischbeständen das Genick gebrochen.

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:4) Ja, viele Kleinwasserkraftanlagen sind ökologisch Mist. Aber nicht jeder Wasserkraftbetreiber ist ein anonymer Anzugträger aus der Großstadt. Es gibt sehr wohl auch kleine Anlagen die hinsichtlich Durchgängigkeit und Mindestabfluss tun was geht und was technisch möglich ist. Alle über einen Kamm zu scheren finde ich nicht richtig, auch wenn es leider viele Beispiele mit Nichteinhaltung des geltenden Wasserrechts gibt.


Ich war letztes Jahr auf dem FitHydro Workshop der EU. Da waren die besten Ingeneiure der Welt aus dem Bereich der Wasserkraft vor Ort. Dazu kennen wir alle namhaften Ingenieure aus Deutschland. Wer glaubt, man könnte eine Wasserkraftanlage durch technische Mittel fischfreundlich machen, ist nach meiner Einschätzung auf dem Holzweg. Man kann vielleicht die schlimmsten Probleme etwas mindern, aber mehr auch nicht. Das Thema ist komplex. Stauhaltung mit Wassererwärmung, fehlenender Geschiebehaushalt, Methanausgasungen im Stau und an der Turbine, ungelöste Fischauf- und vor allem Fischabstiegsprobleme, Schutzvorrichtungen am Rechen usw. Aber am Ende bleibt immer ein Problem, was kein Ingenieur der Welt lösen kann: Wir entziehen dem Fluss die Fliessenergie, die er dringend für die notwendigen Selbsterhaltungsprozesse benötigt ...

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:5) Das alle Kleinwasserkraftanlagen "spontan" stillgelegt werden, halte ich für unwahrscheinlich. Dann wird nämlich niemand mehr eine Fischtreppe bauen, weil es kein Druckmittel gegen den Betreiber gibt.
Bestehende Anlagen sollten meiner Meinung nach auf den neuesten Stand nachgerüstet werden, neue Anlagen vermieden werden. Bindend an die Nutzung der Wasserkraft muss die Passierbarkeit des Querbauwerks sein.


Es kann bei den Anlagen der kleinen Wasserkraft nur um Rückbau und nicht um Stilllegung gehen. Nachrüstung womit? Und bei vielen Anlagen ist das technisch gar nicht möglich (Kosten, Flächenbedarf usw.). Wir haben uns mit den 7400 Kleinkraftwerken in Deutschland total verrant und das sollten wir uns endlich auch eingestehen. Selbst der Vorsitzende der Wasserkraftbetrteiber aus Deutschland ist auf uns zugekommen und wollte ausloten, ob man nicht was zusammen machen könnte. Eine Art" bundesfinanziertes retrofitting" der bestehenden Kraftwerkskulisse. Aber womit sollen wir das "retrofitten" und welchen Nutzen bringt das bei 0,3% der Bruttostromerzeugung. Von den bestehendne 7400 Anlagen in Deutschland sind vielleicht 1-2% mit modernen Schutzvorrichtungen und halbwegs geeigeneten Fischauf- und -abstiegsanlagen ausgerüstet. Deutschland hat ohne Sachverstand nach Fokushima mit den garantierten Gewinnen aus dem EEG einfach die fundamental falschen Anreize geschaffen und wir haben jetzt das Problem, wie wir den ganzen Mist wieder los werden. Dazu bezahlen wir die ganzen Förderungen der unwirtschaftlichen Anlagen noch beständig über unsere Stromrechnungen.

Dazu kommen noch die Bundeswasserstraßen (also Rhein, Main, Donau, Kanäle usw.), da hat der Bund die direkte Verantwortung. Sollte also mit gutem Beispiel vorangehen. Da gibt es über 250 Schleusen und andere Wanderhindernisse. In einigen wenigen Einzelfällen wurde eine Durchgängigkeit geschaffen, laut meiner letzten Info wurde an 50 Standorten die Planung begonnen, für die anderen 200 hat man noch keinerlei Plan - und das nach 20 Jahren WRRL. Es ist ein absolutes Trauerspiel.

LG,

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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Köcherfliegenlasse » 23.10.2021, 09:01

Hallo Olaf,

danke für deine Antwort. Wasserkraft-Nutzung wird ein Gewässer natürlich immer beeinträchtigen, aber man muss versuchen die Auswirkungen zu reduzieren. Wenn 1-2% der Kraftwerke einen nach aktuellem Stand der Technik modernen Fischweg besitzen, ist das einfach zu wenig.
Wo eine Verbesserung der bestehenden Anlagen nicht möglich ist (Platz, Wasser, whatever) wäre eine Schließung konsequent.

Aber selbst wenn von heute auf morgen alle kleinen Kraftwerke keinen Strom erzeugen dürfen, davon alleine bekommen wir keinen guten ökologischen Zustand. Sicherlich ist es eine wichtige Stellschraube, aber nicht die einzige.

Ich denke zum Beispiel, das die Revitalisierung von Gewässeen kurzfristig große Pluspunkte bringen kann. Wenn es abwechslungsreichere Lebensräume gibt, kommen die Lebewesen auch in den kurzen noch frei fließenden Abschnitten besser zurecht. Eine Bachforelle muss (zumindestens in unseren Mittelgebirgen) keine 50km Laichwanderung unternehmen und sich die Nase an der nächsten Turbine flach drücken, wenn sie in einem gut strukturierten Bereich lebt wo Rauschen und Kiesbänke vorhanden sind. Die Vernetzung der kleinen Nebenbäche mit dem Hauptgewässer ist auch ein riesiger Punkt

Kurzum: das Wasserkraft ökolgisch problematisch ist will ich nicht bestreiten. Aber wenn es uns wirklich darum, kurzfristig etwas für die Flüsse zu tun, gibt es vielleicht einfachere und schneller umzusetzende Maßnahmen.

VG lasse


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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon orkdaling » 23.10.2021, 09:38

Moin,
da schreibt ihr viel Richtiges, aber leider nur aus der Sicht eines Landes.
Richtig ist wohl das es totaler Blødsinn ist die vielen kleinen Wasserkraftwerke auch noch mit der EEG Umlage zu belohnen, richtig ist auch das jeder Staudamm ein Eingriff in die Natur ist der nicht nur die Fliessgeschwindigkeit beeinflusst oder Bedeutung fuer eine Fischart hat usw.
Richtig ist aber auch das es ohne Kernkraftwerke bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kohle und mit vermehrter Windenergie dennoch die Wasserkraft braucht !
Hier dampft kein Kohlenkraftwerk, vor der zusætzlichen Nutzung der Windenergie kammen 90% des aus dem Wasser. Schweden , Island æhnlich, nur einige Muellverbrennungen lieferten Strom.
Heute wird Strom aus Wasserkraft und Wind nach ganz Europa verkauft - ohne diesen Strom wuerde in Teilen Europas gar nichts mehr laufen !!!
Aktuell sind es 13 EU Lænder und seit dieser Woche GB die dauerhaft Strom beziehen (nicht nur zu Spitzenzeiten)

Die Energieumlage muss genauso weg wie die Kleinkraftwerke die unbedeutend wenig Strom liefern !
Auch muss die Grossfeldwirtschaft/Monokulturen weg die "Brennstoff" liefern fuer BIO Diesel oder Heizkraftwerke. Diese Monokulturen sind nicht nur am Insektensterben mitschuldig, nee bei immer mehr Trockenperioden mit nachfolgendem Starkregen kommt es zu Ueberflutungen, Zerstørung von Bæchen, wasserbaulichen Einrichtungen bis hin zu dem was sich eben erst in vielen Gebieten abspielte , zerstørte Orte und mit hunderten Opfern.

Man kann nicht nur einseitig an den einen verbauten Bach denken, auch nicht an die Massnahmen in einem Bundesland ..., das ist ein gesamtgesellschaftliches und nicht nur deutsches Problem und muss den Konsumenten (Strom wie Ernæhrung) klar gemacht werden, die die Politiker zum Handeln zwingen muessen !!!
Nichts davon findet man bei den bis jetzt verøffentlichten Koalitionsverhandlungen! Nichts in den vorher verøffentlichten Parteiprogrammen!
Es bringt auch nichts die Verantwortung jahrelang zu diskutieren - das eine ist ein Bach im Privatwald, das andere eine Bundeswasserstrasse usw. Vielleicht noch das es sich ja um einen Grenzfluss handelt der nun mal durch mehrere Lænder bzw Staaten fliesst. Dann diskutiert man auch noch nach 2030.

Ich wette mal das sich die heutigen Teilnehmer der Schuelerdemos oder bei Fridays an einen Spruch ihrer GrossvæterInnen ( hahaha,schreibt man das heute so, andere Probleme scheint es ja nicht zu geben) erinnern werden - "Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht"
Und denen ist sch...egal welche drei mit gewæhlten Worten von der Kanzel predigen, was die momentan 735 an Diæten bekommen!
Mal ganz zu schweigen davon das die EU ganz andere Probleme vorher bewæltigen muss, siehe Polen, Ungarn (Rechtsstaatlichkeit, Asylverfahren usw)
Uebrigens wollen die Polen am Stettiner Haff einen neuen Hafen bauen, die Oder vertiefern (was wird aus dem Biosphærenreservat Unteres Odertal ? )

Wie man sieht eine Menge Probleme europaweit. Was aber nicht davon abhalten sollte bis in die Kommunen, jeder Einzelne, um jeden Bachlauf zu kæmpfen.
Da taucht keine Merkel mehr auf, kein Lindner, kein Scholz...

Gruss Hendrik
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon gespliesste » 23.10.2021, 09:57

Hallo Lasse,

du hast natürlich recht, dass die Wasserkraft nicht die einizige Stellschraube ist, aber sie ist nach meiner Meinung in vielen Flüssen eine entscheidende.

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:Ich denke zum Beispiel, das die Revitalisierung von Gewässeen kurzfristig große Pluspunkte bringen kann. Wenn es abwechslungsreichere Lebensräume gibt, kommen die Lebewesen auch in den kurzen noch frei fließenden Abschnitten besser zurecht. Eine Bachforelle muss (zumindestens in unseren Mittelgebirgen) keine 50km Laichwanderung unternehmen und sich die Nase an der nächsten Turbine flach drücken, wenn sie in einem gut strukturierten Bereich lebt wo Rauschen und Kiesbänke vorhanden sind. Die Vernetzung der kleinen Nebenbäche mit dem Hauptgewässer ist auch ein riesiger Punkt


Revitalisierung ist sicher nicht falsch, aber die Auswirkungen von Wasserkraftanlagen sind systemisch. Alle Fische sind mehr oder weniger Wanderfische. Aal und Lachse legen tausende von Kilometern zurück aber auch Weissfische, Äschen, Nasen, Barben, Huchen usw wandern. In erster Linie um ihre angestammten Laichplätze zu erreichen, aber auch um neue Gewässerabschnitte zu besiedeln oder im jahreszeitlichen Verlauf den Standplatz zu wechseln. Für den flussreichen Süden von Deutschland führt die „Rote Liste für Baden-Württembergs Fische, Neunaugen und Krebse“ elf Fischarten mit ausgeprägtem Wanderverhalten auf. Der Stör ist in Baden-Württemberg bereits ausgestorben. Lachs, Meerforelle, Maifisch und Huchen sind vom Aussterben bedroht. Die anderen Arten gelten als stark gefährdet. Die Zahlen belegen den hohen Gefährdungsgrad von wandernden Fischarten in Deutschland.

Dazu führt die Stauhaltung zur Verschlammung, das Kieslückensystem verschwindet und die Wassertemperatur steigt. Der fehlende Geschiebehaushalt und die verringerte Fliessgeschwindigkeit führt zur Kolmation der Gewässersohle. Damit verschwinden die Laichhabitate. In den Unterläufen kommen dazu die immer stärkeren Hochwasserereignisse, welche viele der Kiesbetten im Frühjahr zerstören.

Natürlich ist da nicht direkt alles tot, aber die Wiederstandskraft des Ökosystems sinkt und die natürlichen Selbserhaltungs- und Selbsreinigungskräfte sind massiv gestört.

Köcherfliegenlasse hat geschrieben:Kurzum: das Wasserkraft ökolgisch problematisch ist will ich nicht bestreiten. Aber wenn es uns wirklich darum, kurzfristig etwas für die Flüsse zu tun, gibt es vielleicht einfachere und schneller umzusetzende Maßnahmen.


Es werden ja an vielen Stellen Flussabschnitte bereits renaturiert, aber bei der Wasserkraftdichte in vielen Flüssen kann man auch hier nur die negativen Auswirkungen für kurzdistanzwandernde Fische ein wenig verringern. Viele Flüsse gleichen heute in Deutschland einer Kette von Staustufen. Kann man hier ganz gut sehen: https://www.umweltbundesamt.de/bild/bes ... eutschland

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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon gespliesste » 23.10.2021, 10:04

Hallo Hendrik,

orkdaling hat geschrieben:Richtig ist aber auch das es ohne Kernkraftwerke bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kohle und mit vermehrter Windenergie dennoch die Wasserkraft braucht !


Die Debatte will ich jetzt hier nicht aufmachen. Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen jede Form der Wasserkraft. Es gibt gute Anwendungen und auch Länder (wie Norwegen) die andere Voraussetzungen haben.

Es geht hier nur um die 7400 Anlagen der "Kleinen Wasserkraft" in Deutschland (also < 1MW).

Wasserkraft hat seine Berechtigung und es gibt intelligente Lösungen, die dem Klimawandel, der Grundlastfähigkeit und den damit verbundenen CO² Einsparung helfen können, aber sicher nicht die 7.400 Anlagen der kleinen Wasserkraft die zusammen weniger als 0,3 % zu der Bruttostromerzeugung in Deutschland beitragen. So erbringen fast 1.500 Kleinkraftwerke in Baden-Württemberg zusammen gerade einmal so viel Energie, wie das eine Großkraftwerk in Iffezheim am Rhein. Dem Fisch ist es egal, ob er vor Iffezheim steht, oder einem der anderen 1.500 Anlagen im Land.

Jede Form der Energierzeugung hat Umweltauswirkungen, aber man sollte die Kosten gegen den Nutzen abwägen ... Das steht bei der kleinen Wasserkaft in Deutschland nach meinem Empfinden in keinem Verhältnis ...

LG,

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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Köcherfliegenlasse » 23.10.2021, 12:37

Hallo Olaf, so kommen wir zusammen :) Aber wenn tatsächlich die 7400 Anlagen vom Netz gehen müssen im gleichen Zug die 7400 Stauanlagen rückgebaut werden. Dem mit Schlamm zugesetzten Kiesbett ist es leider egal ob das Wasser dahinter das Wehr runterplumst oder durch eine Turbine rauscht...

LG Lasse

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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Thommi » 23.10.2021, 13:15

orkdaling hat geschrieben:Hier dampft kein Kohlenkraftwerk, vor der zusætzlichen Nutzung der Windenergie kammen 90% des aus dem Wasser. Schweden , Island æhnlich, nur einige Muellverbrennungen lieferten Strom.
Heute wird Strom aus Wasserkraft und Wind nach ganz Europa verkauft - ohne diesen Strom wuerde in Teilen Europas gar nichts mehr laufen.

Moin Hendrik,
ich kenne deine Quellen nicht, aber in Schweden kommt der größte Teil el. Enegie aus den KKWs, den Ausstieg haben sie ja wieder gekippt.
Quelle: energimyndigheten.se
Energy in Sweden - Facts and Figures 2019
Energy.jpg
Energy.jpg (71.45 KiB) 292-mal betrachtet

Auch ist mir nicht klar, wo ohne Wasserkraft nichts mehr laufen sollte. Die wenigen TWh die aus N und S kommen (pos.) würde man dann weniger exportieren.
Strom.jpg
Strom.jpg (72.04 KiB) 292-mal betrachtet

Nun ist aber genug mit dem Energie-Austausch :wink: ,setzen wir sie beim Fischen ein.

Gruß Thomas
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon Maggov » 24.10.2021, 11:19

gespliesste hat geschrieben:Hallo,

Maggov hat geschrieben:- So sehr ich das Thema mag und auch die Fischerei und das nachhaltige Wirtschaften - was bringen uns naturnahe Gewässer wenn ich den Strom nicht mehr bezahlen kann oder meinen Job verliere?


Alle 7400 Wasserkraftanlagen der "kleinen Wasserkarft" also < 1MW in Deutschland leisten zusammen einen Beitrag von 0,3% zur Bruttostormerzeugung in Deutschland. Wenn wir die morgen abschalten würden, würde das überhaupt keiner merken. Alle namhaften NGO's (WWF, BUND, NABU) stehen nicht mehr hinter der Wassekraft. Ich habe in keinem einzigen politischen Statementent während dem Wahlkampfs im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien einen Politiker von Wasserkraft sprechen hören. (auch nicht von den Grünen). Da wurde immer nur Wind- und Solarenergie genannt. Auch die FDP hängt nicht an dem Thema.

[...]

@Markus: Wir waren schon viel zu lange nicht mehr zusammen angeln. Ich hoffe vielleicht klappt es nächstes Jahr mal wieder. War dieses Jahr mit Pehers eine Woche auf Fyn ...

LG,

Olaf


Hi Olaf,

das von mir zitierte Argument und die Herleitung ist die Begründung eine Energieerzeugers aus einer Plus/minus Beitrag (https://www.youtube.com/watch?v=TUkwNv8NJKU) die ich mir neulich angeschaut hatte. Dort wurde der Ausbauplan erneuerbarer Energien hinterfragt und von einer Uni in einer Simulation fortgeführt mit dem Schluss dass der Ausbau deutlich gesteigert werden müsste um den (mittelfristigen) Anstieg der Energiepreise unter Kontrolle zu halten.

Da ist nicht explizit von Wasserkraft die Rede, das stimmt, aber es illustriert gut den Druck auf die Politik kurzfristige Erfolge aus zu weisen. Den anderen Punkt den ich für die VErknüpfung oben annahm waren die Entscheidungen aus der Vergangenheit wo Betreiber von Kleinkraftwerken eher zusätzlich gefördert wurden denn Druck bekamen die ökologische und ökonomische Sinnhaftigkeit Ihrer Unternehmung zu belegen.

Parallel hat unser Verein übrigens eine schicke Imagebroschüre von Uniper zugesandt bekommen. Dort stellt sich die Firma als besonders vorbildlich dar und beschreibt die Projekte die sie in Zusammenarbeit mit den NGOs betrieben hat und die derzeit laufen. In dieser Darstellung könnte man fast meinen die Initiative gehe vom Energieerzeuger aus... als einziger Hinweis dass dies wohl nicht ganz so idealtypisch angesehen wird werden Kosten und Produktionsverluste der jeweilige Werke durch die Umstellungen aufgeführt. Auch interessant es wird kaum bis gar nicht die Kooperation mit Angelvereinen oder -Verbänden erwähnt, dafür mit zig Organisationionen die sich dem Vogel- und Gewässerschutz verschrieben haben... Wenn ich mal die selbst produzierten Statistiken aus der Broschüre nehme und "gleichbleibend wohlwollende" Investitionen von Uniper nehme:

Bewertung des GEwässerzustandes im bayr. Donaueinzugsgebiet 2015 (gesamt):

sehr gut: 0,5%
gut (Zielwert): 17%
mäßig: 41,1 %
unbefriedigend: 29,7%
schlecht: 10,6%
keine Bewertung: 1,1%

Refferenz/quelle: https://www.lfu.bayern.de/wasser/wrrl/b ... /index.htm


Davon unter Uniper-Kontrolle (2015):

sehr gut: 0,0%
gut (Zielwert): 33,3%
mäßig: 57,1%
unbefriedigend: 9,5%


Davon unter Uniper-Kontrolle (2019):

sehr gut: 0,0%
gut (Zielwert): 47,6%
mäßig: 42,9%
unbefriedigend: 9,5% (!)


In 4 Jahren habe ich also satte 14% "verbessert", die dicken Fische (unbefriegend) habe ich nicht angefasst, diese werden aber vermutlich am längsten brauchen um verbessert zu werden. Auf einer anderen Seite listet Uniper alle ökologischen Maßnahmen von 1992 bis 2021 auf. Dort sind handgezählte 62 Maßnahmen aufgelistet - bis 2017 sieht das wie ein konstanter Verlauf aus, so um die 5-6 Initiativen pro Jahr, 2018-2020 zähle ich aber in der Summe 5 Initativen, da war wohl etwas weniger Action drin und "aktuell" ausgewiesen sind es 6 Maßnahmen (inkl. einem Eintrag 2021 der wohl schon fertig ist).

Klar Milchmädchenrechnung da nicht alle Maßnahmen vergleichbar sind (das meiste sind allerding Fischaufstiegsanlagen und Fischpässe) und die aktuellen Projekt sind in der Tat etwas breiter angelegt, aber wenn ich es in 23 Jahren schaffe von einem unbekannten Startwert auf 33% zu kommen, in den Jahren danach aber tendenziell weniger mache als vorher, in 2019 dann auf 47 % bin müsste ich dann nicht etwas mehr Gas geben um in 8 Jahren die verbleibenden 50% zu schaffen?

Wenn ich dann lese dass die Unternehmung 70 mio. EUR in diese Maßnahmen binnen der letzten 30 Jahre investiert hat bin ich mal gespannt ob das Unternehmen bereit ist weitere 70-140 mio. EUR in den kommenden 8 Jahren zu investieren...

Ich hoffe das erläutert etwas die Punkte die ich in meiner Antwort zu verknüpfen versuchte.

Beiträge wie Deiner sind oft die einzigen Gegenstimmen die ich dazu im Netz finde. Wir als Angler stehen nicht nur zu wenig geschlossen zusammen - wir sind anscheinend auch nicht in der Lage "laut" und effektiv genug zu brüllen.

Deine Anmerkung bzgl. der Verbandspolitik und -kabbeleien sind da aus meiner Sicht ein (berechtigter) Mosaikstein. Ein anderer ist dass die Verbände, Angelmedien und - vereine die Kommunikation und Nutzung aller Mediakanäle lange nicht entwickelt haben. Mittlerweile ist da mehr als noch vor 10 Jahren (auch beim Bay. Verband) aber da ist immer noch eine grosse Lücke zur "konkurrenz". Wir schaffen es irgendwie nicht genug gehört zu werden...

Was das Angeln betrifft 1000%-iger Konsens! Was hatte ich für Pläne - war schon gedanklich mehrfach auf dem Weg nach Berlin und da war ein Treffen und oder Angeln mit Dir u.a. ein Grund - aber mit dem ganzen Covid-Kram und ein paar familiären Themen ist in den vergangenen 1,5 Jahren vieles bei uns hier komplett durcheinander und ich habe es 2020 und 2021 kaum mal ans Wasser geschafft. Sobald das wieder halbwegs normal ist gehe ich Dir gerne und sofort auf die Nerven ;)

LG und hoffentlich diskutieren wir alle wieder bei einem Bier zusammen als remote...

Markus
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Re: EU-Biodiversitätsstrategie 2030 verlangt Wiederherstellu

Beitragvon orkdaling » 25.10.2021, 10:45

Moin Olaf,
mir ging es eigentlich nur darum zu zeigen das in Hinblick zur Biodiversitæt bei den meisten Leuten nur Wasserverbauung als Ursache angesehen wird.
Den ist aber nicht so, weder Verbauung und auch nicht Wasserkraft sind der alleinige Uebeltæter.
Und es ist kein Problem einen Staates, einiger Bundeslænder. Nicht umsonst heisst es ja "EU- Biodiversitætsstrategie oder auch EU -Wasserrahmenrichtlinie"
Hier mal was von eurem Bundesumweltamt 2021 ! https://r.search.yahoo.com/_ylt=AwrJD9A ... 7zcqQFI.U-
besonders hervorheben will ich - https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... 2-2021.pdf

Das ist `ne Menge lesestoff, darum hier nur mal einen Auszug aus der Zusammenfassung - das muss man nicht kommentieren.
"Zusammenfassung
Die Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG (WRRL) zielt auf die Vereinheitlichung des rechtlichen
Rahmens für die Wasserpolitik innerhalb der Europäischen Union ab. Mit ihr soll die Gewässerbewirtschaftung am Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Die aquatische Umwelt soll nicht nur stärker geschützt, sondern auch verbessert werden. Hierzu setzt die WRRL den
Mitgliedstaaten ambitionierte Gewässerqualitätsziele: Oberflächengewässer und das Grundwasser sind in einen guten Zustand zu überführen.
Die Umsetzung dieser Ziele erfordert neben einer weiteren Eindämmung der Nähr- und Schadstoffbelastung auch umfangreiche Gestaltungsmaßnahmen zur ökologischen Gewässerentwicklung – etwa zur Herstellung der erforderlichen Durchgängigkeit von Fließgewässern. Darüber
hinaus ist eine enge Kooperation sowohl grenzüberschreitend als auch zwischen Bund und
Ländern sowie den Ländern untereinander notwendig.
Die verschiedenen Ziele der WRRL werden in Deutschland jedoch noch nicht erreicht, wobei das
Ausmaß der Nichterreichung zwischen den Zielen variiert. Die Gründe für die Verfehlung der
Ziele in Deutschland sind vielfältig. So wurden z.B. häufig nicht die notwendigen finanziellen,
personellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Verwirklichung der Gewässerqualitätsziele geschaffen.
Ein weiterer Grund für die Zielverfehlung, so die der Studie zugrundeliegende These, ist auch die
fehlende Integration von Belangen des Gewässerschutzes in andere Rechtsbereiche
außerhalb des Wasserrechts. Die für die Umsetzung der WRRL relevanten Rechtsbereiche
sind bisher nicht so aufeinander abgestimmt, wie dies im Sinne einer horizontalen Koordination
erforderlich wäre. Sind diese Rechtsbereiche nicht ausreichend mit dem Wasserrecht
abgestimmt, so kann es zu Zielkonflikten und Fehlsteuerungen kommen.
Vor dem Hintergrund der bestehenden Umsetzungsdefizite sollen Möglichkeiten zum Abbau von
Fehlanreizen in anderen Rechtsbereichen und zusätzliche Impulse für die Umsetzung der WRRL
identifiziert werden. Durch die Studie soll ein ganzheitlicher Ansatz und ein Zusammendenken
der unterschiedlichen Rechtsbereiche gestärkt werden.
Im Rahmen dieser Studie werden daher ausgehend von den Defiziten bei der Umsetzung der
WRRL die Rechtsbereiche und darüber hinaus auch die konkreten Rechtsakte und Normen
außerhalb des Wasserrechts identifiziert, die gegenwärtig einer effektiven und effizienten
Umsetzung der WRRL entgegenstehen oder sie behindern – oder die genutzt werden könnten,
um die Gewässerschutzziele besser zu erreichen. Sie werden so aufbereitet, dass bei einer
möglichen Novelle der Rechtsakte Änderungsbedarf aus Sicht des Gewässerschutzes benannt
werden kann.
Defizite bei der Umsetzung der WRRL
Künstlich veränderte Gewässerstrukturen, damit einhergehend das Fehlen von Habitaten, aber
auch eine hohe Nährstoffbelastung der Fließgewässer, sowie zu kurze Erholungszeiten für
gewässertypspezifische Lebensgemeinschaften nach erfolgter Renaturierung sind die häufigsten
Gründe dafür, dass der „gute ökologische Zustand“ bei Oberflächengewässern nach der WRRL
verfehlt wird. Neben dem Ziel eines guten ökologischen Zustandes, gibt die WRRL ebenfalls das
Ziel eines „guten chemischen Zustandes“ vor. Die Belastung von Oberflächengewässern mit
Schadstoffen wie z.B. Quecksilber, aber auch Pflanzenschutzmitteln, Stickstoffverbindungen und,
insbesondere in Regionen mit Altbergbau, Schwermetallen, ist das wesentliche Hindernis für die
Erreichung dieses Ziels...."

Ich geb dir aber Recht, besonders die vielen kleinen bestehenden und geplanten Wasserkraftwerke sind (auch wieder von Land zu land unterschiedlich) eines der grøssten Hindernisse. Man darf aber die vielen anderen Probleme nicht vernachlæssigen, in einen durch Folgen der Grossflæchenwirtschaft verschlammten Bach steigt nichts auf, da gibts kein Bachneunauge, keine Nase mehr . In einen versæuertem Bach kann keine Forellenbrut leben , Folge keine Flussperlmuscheln ...usw.

Die Nutzung der Wasserkraft ist ein heiss diskutiertes Problem in Schweden, auch da wegen der Folgen ,insbesondere Trockenfall im Sommer.
Der einzige Lachsstamm aus den Vænern kann nicht mehr wie frueher ueber Klarælven in Richtung Norge abwandern, dann weiter ueber Trysil, Glomma zum Skagerrak.
Es ist ein reiner Suesswasserstamm geworden, die lachse werden an den 8 ! Kraftwerken raus gefangen und umgesetzt damit sie in die Laichfluesse gelangen.

Wasserbauliche Massnahmen gibt es aber nicht nur zur Stromgewinnung, hier mal 2 Beispiele direkt vor meiner Haustuer
Bei mir hier muenden ja bekanntlich 2 der grøssten und besten lachsfluesse Europas, die nicht nur fuer Angler interessant sind, nee die wichtig sind das es den Atlantischen Lachs weiterhin gibt.
Die Glomma hat vom Ursprung bis Muendung 200km unregulierte fischbare Strecke - oft saufen Gebiete nach Schneeschmelze aber auch nach immer mehr flutartigen Regenfællen ab. Im Gegensatz dazu hat die Orkla auf der nur 85km langen fischbaren Strecke 4 Staustufen und trotzdem gelangen die Fische weit ueber diese Strecke hinauf.
Der Bestand kann sowohl wandern und ist (Laichbetten/Bruttfisch/Smolts) vor den Auswirkungen der immer mehr und kræftiger werdenden Hochwassern geschuetzt.
Auch muessen diese Anlagen/Betreiber eine Mindestmenge von 20m3/sek garantieren. Im Gegensatz dazu, die Gaula wird seit Jahren jede Saison fuer 1-2 Wochen gesperrt weil es nur noch 8 oder 9 m3 und auf 18grad erwærmtes Wasser hat.

Zur Øffentlichkeitarbeit, nicht nur fuer Verbandsmitglieder, vermisse ich sowas wie:
http://www.fiskejournalen.se/
https://www.sportsfiskeren.dk/
da wird ueber die EU, ueber die Entscheidungen der Regierung, ueber die Fischwirtschaft, Umweltprobleme,... informiert.
Die Øffentlichkeitsarbeit ist sehr wichtig, sollen Angler alleine kæmpfen oder das Feld nur der Generation Fridays ueberlassen!?
Gruss Hendrik
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