Hochwasser

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Hochwasser

Beitragvon FlyandHunt » 29.01.2021, 12:02

Aus aktuellem Anlass mal.

Wie sehr macht ein Hochwasser dem Fischbestand zu schaffen.

1. Brutfische der natürlichen Fortpflanzung
2. eingesetzt Brutfische im letzten Jahr
3. Normalen Forellenbestand

Wasser hier hat eine normale Höhe von ca. 25cm an der Messstelle, jetzt über 2 meter.
Den Durchfluss weiß ich nicht genau, ein vergleichbarer Bach hat ca. 50m/s. Normal sind da 4 m/s.

Grüße und Danke
Ferdinand
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Re: Hochwasser

Beitragvon orkdaling » 29.01.2021, 12:34

Moin Ferdinand,
das læsst sich aber schlecht beantworten. Klar hat ein Hochwasser Auswirkungen und besonders dann wenn keine oder wenige Einstænde fuer die Brut vorhanden sind. Oder was wird eingespuelt, Sand oder Strassendreck mit Abrieb von den Autoreifen usw.?
Da gibt es eine Menge Faktoren die zu beruecksichtigen wæren.
Nur mal zum Vergleich.
Wir haben hier einen durchschnittlichen Wert von 50m3, im Sommer sind es manchmal nur 20m3 aber wenn das Fruehjahreshochwasser (Schmelzwasser) mit Regen zusammen fællt, na dann ist auch mal "Bach unter" mit 200m3 und mehr.
Ist aber halb so wild fuer die Brut des Vorjahres denn es gibt genuegend Steine , Sandbænke, Seitenbæche, Rueckstrømungen...
Læsst sich also schlecht beantworten da wir ja die Bedingungen in deinem Bach nicht einschætzen kønnen.
Gruss Hendrik
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Re: Hochwasser

Beitragvon FlyandHunt » 29.01.2021, 12:42

Ja wollte einfach mal vom Grundsatz her wissen, wie viel das aus macht ein Starkes gegen ein Schwaches Hochwasser Jahr.
Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen, Studien etc.
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Re: Hochwasser

Beitragvon Olaf Kurth » 29.01.2021, 13:33

Lieber Ferdinand,

Deine Bedenken kann ich verstehen, denn ein vergleichbares Hochwasser, wie das gegenwärtige, hat es im letzten Jahr nicht gegeben. Der Höchststand 2020 lag in der ersten Märzwoche bei max. 150cm Pegelstand, da ist der aktuelle Pegel von über 2m natürlich eine andere Baustelle. Wirkliche Sorgen über den Fischbestand musst Du Dir aber nicht machen. Die Tiere suchen sich ihre Rückzugsorte außerhalb der starken Strömung, sie nutzen Rückströmungen hinter großen Steinen sowie Flachwasserbereiche (auch auf Wiesen!).

Ganz grob argumentiert, kannst Du nach jedem starken Hochwasser von einem Neubesatz für das Gewässer ausgehen. Beispielsweise verändern sich durch den Geschiebetransport zwangsläufig die Habitate. Die Fische nehmen die neuen Verhältnisse schnell wieder an, bzw. verändern ihre Standorte. Deine Fische wandern in andere Bereiche und aus anderen Bereichen wandern Tiere in Deine Strecke. "Ein Kommen und Gehen" und völlig normal.....

Liebe Grüße

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
Olaf Kurth
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Re: Hochwasser

Beitragvon orkdaling » 29.01.2021, 15:36

Moin Olaf,
ich gehe mal davon aus das du dieses Gewæsser kennst? Dann kann es so eintreten wie du beschrieben hast.
Es kann aber auch sein, jetzt mal nicht auf dieses Gewæsser bezogen, das nichts von oben kommt weil da gar keine vergleichbaren Fische in Art und Grøsse leben.
Es kann auch sein das kein Laichsubstrat mehr vorhanden ist oder zu mindest nicht mehr in der erforderlichen Grøsse/Kørnung.
Kann auch sein das der Neubesatz verloren ist, einfach weg gespuelt, weil zu wenig Einstænde vorhanden waren oder zerstørt wurden.
Betonung liegt aber auf "kann"!
Letztendlich kann man die Auswirkungen nicht pauschal vorhersagen, muss sich immer auf das jeweilige Gewæsser beziehen.

Ich habe eine amerikan.Untersuchungen gelesen, hatte hier unser Umweltninisterium verlinkt, da waren die Fichbestænde unterhalb von Strassenbruecken auf Kilometer schlechter als oberhalb. Auch Fischsterben kamen vor. Grund ist der Reifenabrieb bzw die darin enthaltenen Weichmacher die dafuer verantwortlich sind das Næhrtiere und Fische sterben.
Regenentwæsserung der Bruecken, meist durch Rohrleitung direkt ins Gewæsser sind dafuer verantwortlich.

Zusætzliche Einleitung von Schadstoffen kann natuerlich auch durch Hochwasser erfolgen.

Na da wollen wir mal Ferdinad`s Bach wuenschen das er von sowas verschont bleibt.
Gruss Hendrik
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Re: Hochwasser

Beitragvon MahiMahi » 29.01.2021, 16:43

Hallo,
Mai 2016, innerhalb von 5 Stunden stieg der Wasserpegel meines Hausgewässers durch ein dauerhaftes Unwetter um etwas mehr als 2 Meter über normal.
Das war das Ende von allem Leben darin so dachte ich. Der komplette Ort war von der Aussenwelt abgeschnitten alles Land unter.
Es dauerte bis Mitte Juni bis wir wieder an ein Fischen in unserem Hausflüsschen denken konnten (wollten).
Ich und ein Freund zogen los einen Nachmittag lang und waren sehr erstaunt! Wir fingen wie selten zuvor so viele Farios
in allen Größen also auf dem Boden bleiben mit den Größen so zwischen 10–35 cm. Also war der Beweis erbracht, dass die Fische wenn das Gewässerbett passt auch bleiben.
Aber was abgeht nach unten weg auch wieder von oben nachkommen kann. Hätten wir ein Kanalartiges Flussbett gehabt wären sicher nicht mehr viele Fische vorhanden gewesen.
Dank der Möglichkeiten die sich vorfanden konnten die Fische sich gut vor der reisenden Strömung schützen.
Obwohl kein grüner Fleck mehr vorhanden war und von Pflanzen haben wir sehr viel. Der Flußgrund war blitzblank geschliffen.
Hätten wir aber kurz vor dem Hochwasser einen Besatz vorgenommen wäre dieser sicher verloren gewesen.
Bei einem vorhandenen Ablaichen im Fluß hätten diese Fische sicher bessere Chancen gehabt gegen die Strömung zu bestehen aber Besatzfische aus der Teichhaltung nicht.
Es gehört aber bestimmt auch immer eine Portion Glück dazu damit sich der Bestand nach so einer Naturgewalt nicht zu negativ verändert.

Grüße
Harry
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Re: Hochwasser

Beitragvon Gammarus roeseli » 29.01.2021, 16:43

:-k
Servus Ferdinand,

eigentlich sollte (!!) :-k Deine Frage ja recht einfach zu beantworten sein: -> Umso ursprünglicher (oder wenigstens naturnaher) der Bach oder Fluss in Deiner Strecke (wichtig ->) samt dem Oberlauf/ Oberläufen mit (sehr wichtig ->) komplettem Einzugsgebiet der oder des Baches/ Flusses (!!!) ist, desto weniger Sorgen musst Du Dir machen….

Wie gut es um den Bach bestellt ist, um den Du Dir aktuell Sorgen machst, kannst Du Dir hier anschauen -> https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... -09-29.pdf

Grüße Christian

PS:
orkdaling hat geschrieben: Oder was wird eingespuelt, Sand oder Strassendreck ….

:-k Vollkommen korrekt -> viewtopic.php?f=27650&t=273113&p=2762485&hilit=wenn+der+Boden+verschwindet#p2762485
(Deswegen hat es ja in Norwegen auch NOCH ….. beispielsweise sich selbst erhaltende Lachsbestände und in Deutschland eben nicht mehr….. :( )

Grüße Christian
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Re: Hochwasser

Beitragvon gespliesste » 29.01.2021, 21:14

Hallo,

die Karte ist vielleicht auch noch hilfreich: https://www.umweltbundesamt.de/bild/bes ... eutschland

Wenn die Fische in Zeiten von Hochwasser die Oberläufe nicht mehr erreichen, steht es schlecht um den Nachwuchs ...

LG,

Olaf
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Re: Hochwasser

Beitragvon Gammarus roeseli » 29.01.2021, 23:43

@ Hendrik

Wirf doch bitte mal einen Blick auf die „Karte“ (Link) von unserem Olaf! Da wird einem doch gleich ganz übel, wenn man da (vor allem) auf die Bereiche von Bayern und Baden- Württemberg schaut!?

Gruß Christian
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Re: Hochwasser

Beitragvon Dominikk85 » 30.01.2021, 01:51

Wäre auch interessant zu wissen ob es da Unterschiede bei begradigten "Kanälen" vs naturnahen Bächen mit Kurven, Auen etc aussieht.

Ich könnte mir vorstellen das es die Fische schwerer haben sich in so ner "Autobahn" zu halten.
..
Dominik
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Re: Hochwasser

Beitragvon orkdaling » 30.01.2021, 09:12

Moin Christian,
ich bin ueberwæltigt um nicht zu sagen schockiert, alles rot.
Wasserkraft/Anlagen ist auch ein zunehmendes Thema in S und N. Natuerlich sehr sinnvoll auch beim Hochwasserschutz, aber eben nicht wenn jeder Hansel sein kleines Kraftwerk betreibt fuer ein paar KW Strom, dafuer aber untere Abschnitte trocken fallen usw.
Aber das wære ein anderes interessantes Thema. Ferdinand ging es ja um "seinen" Bach bzw die allgemeinen Auswirkungen.
Ich denke mal es wurde schon viel gesagt. Wichtig finde ich noch (wenn schon mal begradigt wurde) Einstænde zB durch Auslegen von entprechend grossen Steinen und Uferbewuchs(Wurzeln) aber dadurch auch Schutz vor Sonne.
Das Thema Bodenerrosion hatte ich schon in der Lehre Ende der 70iger und das ist heute durch die Monokulturen noch aktueller.
Was geschieht wenn die heutigen Riesenfelder austrocknen, gleichzeitig geerntet wird, kein Winschutz vorhanden ist und dann bei Regen natuerlich kein Wasser aufgenommen wird so das es als Schlammlavine bergab geht - jedes Jahr reisst es Ortschaften weg - sieht man in TV.
Hochwasser kønnen aus jedem Bach einen verschlammten Graben machen, das war es dann fuer Jahre, erfordet zumindest Entnahme von Sedimenten und Auslegen von neuem Laichsubstrat.
Hochwasser (ich nenne sie mal natuerlicher Art, also nicht von Menschen geschaffene) wird es immer geben und dann helfen halt die Pflegemassnahmen wie Stein und Substrat auslegen, Bepflanzen und Beschneiden , das sollte jedem Pæchter klar sein.
Man lebt nicht nur vom Einsetzen um seinen Hobby nach zu gehen oder gar um zu vermarkten - was leider vielerorts im Vordergrund steht.

Was mich mal interessiert - gibt es Richtlinien/Ratschlæge/Hilfe von Seiten der Verbænde, des (Bundes)Landes ?
Sowas hier (leider wieder mal nur auf norsk), Anleitung fuer die Arbeit der Gruppen/Pæchter/Eigner
https://lakseelver.no/nb/search?f%5B0%5 ... ry=&page=1
Schon die Bilder sprechen ja um was es geht.

Gruss Hendrik
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Re: Hochwasser

Beitragvon Beppo » 30.01.2021, 12:48

Hallo in die Runde,
das Thema wurde hier schon oft behandelt und es kommt immer wieder auf das Gleiche heraus. Je weniger ein Fließgewässer verbaut ist, desto weniger gibt es mit dem Fischbestand ein Problem. Ein "normales" Hochwasser, Schneeschmelze, Platzregen, oder ähnliches, hat keine Auswirkungen auf den Fischbestand. Flussbegradigungen, Querverbauungen, oder irgend eine andere Ausbauform jedoch schon. Ich glaube wir drehen uns hier im Kreis, wir kommen letztendlich immer wieder zum gleichen Ergebnis. Je extremer ein Gewässer verbaut ist, desto schlechter wird seine Biodiversität sein, desto mehr muss in dieses Gewässer investiert werden und da meine ich nicht nur Geld.
Gruß Beppo
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Re: Hochwasser

Beitragvon Fliifi-Sepp » 30.01.2021, 13:16

Es ist genau wie Beppo schreibt!

Also:
Wenn Gewässer verbaut und wenn irgend möglich für Struktur-Verbesserungen sorgen und für gute Zugänglichkeit zu Nebengewässern sorgen, wenn nicht gegeben.
Erhaltung von möglichst gut angepassten Fischbeständen oder dafür sorgen, daß entsprechende Fischbestände aufgebaut werden.

LG Sepp
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Re: Hochwasser

Beitragvon Gammarus roeseli » 31.01.2021, 15:14

Fliifi-Sepp hat geschrieben:Also:
Wenn Gewässer verbaut und wenn irgend möglich für Struktur-Verbesserungen sorgen und für gute Zugänglichkeit zu Nebengewässern sorgen, wenn nicht gegeben.
Erhaltung von möglichst gut angepassten Fischbeständen oder dafür sorgen, daß entsprechende Fischbestände aufgebaut werden.


:-k
Servus Sepp,

und wer soll das machen und bezahlen, (wer hat so viel Geld)???

Um die Aktuelle Situation der Fische mal ungeschönt anzusprechen und auf den Punkt zu bringen :arrow:
Man hört ja verhältnismäßig viel vom Insektensterben….. Dem Insektenschwund…..
https://www1.wdr.de/wissen/natur/fakten ... sse%20fest.
Zitat aus dem Link: „In den vergangenen 27 Jahren ist die Biomasse von fliegenden Insekten insgesamt um über 75 Prozent zurückgegangen.“

Nicht in dem gleichen Zeitraum (!) wie bei den Insekten („In den vergangenen 27Jahren…“) soll die „Biomasse Fisch“ beispielsweise bei uns in Bayern sogar um mehr als 75 Prozent zurückgegangen sein… (Hört man so von Seiten der Fachleute -> in Fischerei….) Vermutlich ist dieser Zustand im restlichen Deutschland auch nicht viel besser zu beobachten….

In dem Link ->
https://www.sueddeutsche.de/bayern/baye ... -1.5003865
spricht man sogar davon, dass die „ Fischbestände bis zu 93 Prozent zurückgegangen“ sind….

Grüße Christian

PS: @ Hendrik
Bei uns hilft es auch nicht mehr, einen Bach oder Fluss ein paar Jahre für die Fischerei zu sperren (sowie von Dir in einem anderen Thema beschrieben, weil in Norwegen so praktiziert wird), damit sich da der ursprüngliche Fischbestand von selbst regenerieren kann….
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Re: Hochwasser

Beitragvon orkdaling » 31.01.2021, 21:12

Moin,
Christian, das ist mir schon klar, da herrscht bei euch ein anderer Befischungsdruck.

Im anderem Faden hatte ich aber geschrieben, das die Sperrungen nicht von den Vereinen/Pæchtern kommen sondern von der Umweltbehørde in Zusammenarbeit mit dem Inst. fuer Naturforschung. Ziel: Schutz der Wildbestænde - da bist du als Eigentuemer machtlos.
Das ist aber die letzte Massnahme die angeordnet wird.
Vorher haben die Bewirtschafter die Møglichkeit durch Entnahmefenster, Entnahmequoten und Kartenbeschrænkung ein zu greifen.
Das kann auch geschehen wenn ein Fischbestand durch ein oder mehrere Hochwasser beintræchtigt/gefæhrdet ist, das muss nicht auf grund von Ueberfischung geschehen.
Ich muss aber zugeben das wir da in einer etwas besseren Position sind, sowohl Befischungsdruck und Unterstuetzung der Behørden.
Mittel fuer Massnahmen wie Laichsubstrat, Kalkung, Rueckbau.. gibts von Staat, dafuer bezahlen wir ja schliesslich eine Fischereiabgabe.
Reicht natuerlich nicht aus und darum schiesst das Land (Staatshaushalt) noch was zu um die wichtigsten Gewæsser zu erhalten.
Zur Zeit befinden sich in diesem Program 50 Lachsfluesse.
Nur buddeln, Steine auslegen ... musst du, der Verein, Pæchter selber.
Aber da ist es wohl wie bei euch auch, nicht so einfach die Leute hinter dem Ofen vor zu locken.
Gruss Hendrik
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