Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadies

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadies

Beitragvon troutfisherman » 05.02.2020, 09:15

Als Fiegenfischer und Naturpurist liegt mir die Umwelt sehr am Herzen, ich denke so geht es uns allen. Umso mehr muss man sich Gedanken machen, welche Auswirkung die Menschheit auf die Natur hat und dies sollte nicht nur an den Landesgrenzen aufhören.

Nachdem ich 2017 selbst in Neuseeland war und dort neben vielen Strecken teils unberührter Natur, leider auch den Einfluss von Touristen/Menschen auf die Flüsse und das aquatische Leben miterlebt habe (Vermüllung, rücksichtsloses Verhalten,...), steht der berühmte Bachforellenfluss Mataura River vor einer denkwürdigen Veränderung. Es wird momentan diskutiert, ob dort kommerzielles Rafting erlaubt werden soll.
Dies hat nicht nur Einflüsse auf die Fische im Mataura, sondern auf das gesamte Mikroökosystem. Eine Gruppe von Naturschützern und Anglern haben sich deswegen zusammengeschlossen um diesen Einfluss wissenschaftlich zu untersuchen und Wege (Klagen) einzuleiten um die Natur möglichst in ihrem Urzustand zu halten.

Dieses Teils kostspielige Unterfangen wird von Fliegenfischern weltweit unterstützt. Um jedoch auch rechtliches Gehör zu finden, ist diese Gruppe auf Spenden angewiesen. Im Nachfolgenden findet Ihr einige Links zu den entsprechenden Petitionsseiten.

https://www.change.org/p/southland-district-council-stop-intensive-commercial-rafting-on-the-mataura-waikaia-and-oreti-rivers?fbclid=IwAR1TcocbMteAnlaUHLAP1iiP3lYHKUC8pYFJHveeZ1RHhP2Spo_5LsnzJVA

https://givealittle.co.nz/cause/httpsgivealittleconzcausehttpsmygivealittleconz?fbclid=IwAR14QweLOBl7DrlaFppbYx1GZWc_Avx7ujWjjct29Kwio5mdC3mHjH2PQ3Q

https://www.nzsouthernrivers.org/join-and-contribute.html?fbclid=IwAR16FuoQVIMFgGxjKGm-crOIo9H9__1WUf4aRwKl2Qe5Vr0duglgKrNv-fs

Ich würde mich freuen, wenn ihr Euch ein paar Minuten Zeit nehmt und vielleicht sogar ein paar Euro spendet.

TL, Uwe
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon FlyandHunt » 05.02.2020, 11:15

Hallo Uwe,

ich finde es klasse, dass du so etwas auch hier in einem deutschsprachigen Forum Public machst!
Ich selbst war 2018 noch am Mataura fischen (direkt Nähe Gore) Ebenso war ich am Oreti (der ja auch erwähnt wird.)

Wenn ich aus den Links richtig lese, hat sich eine Gruppe von Anglern dazu entschlossen, Angel-Rafting auf den Flüssen anzubieten.
Dies würde dazuführen, dass Fliegenfischer nicht mehr die Möglichkeit hätten dort "normal" angeln zu gehen, weil die entsprechenden Abschnitte rein für das Rafting vorgesehen werden.
Ebenso würde den Angelguides der Region die Lebensgrundlage genommen, an diesen Flüssen zu guiden.
Laut den Berichten sollen Pro Tag 2x ein Boot a 7 Personen die Flüsse befahren. (Also ein Boot für jeden Fluss)

Meine Meinung nun dazu:
Zum einen sehe ich hier wieder den monetären Hintergrund der Idee. Ich biete etwas exklusives an, verschaffe mir so einen Vorteil am Markt und kann dafür noch horende Preise nehmen.
Im gleichen Zug schalte ich sogar noch Konkurrenten aus.

Das Rafting an sich halte ich für weniger schlimm und auch nicht zwingend schädlich für die Natur. Ich fahre mit einem Boot über den Fluss (dabei zerstöre ich ja wenn es dabei bleibt rein gar nichts)
Gruppenguiding, Wildcamping und lange Wanderungen in verlassene Gegenden könnte man in diesem Zusammenhang deutlich kritischer sehen (Müll, Feuer, Zelten etc.)

Wenn alles im Rahmen bleibt:
- ein Boot pro Tag pro Fluss,
- dazu strenge Auflagen (z.B. nur ein Anfang und ein Endpunkt, sowie nur ein kleiner, vielleicht schlecht zu Fuß erreichender Bereich),
- ebenso keine Monopolstellung (Rücksichtnahme auf andere Fliegenfischer)

könnte das aus meiner Sicht akzeptabel sein.

_________________________________________________________________________________________________
Andererseits muss ich auch sagen: In und um Queenstown herum hat sich eine Aktivitätenvielfalt entwickelt die schon Richtung abscheulich geht.
Wer noch nicht da war, dem kann ich es mal kurz erläutern:
Die "Fußgängerzone" besteht aus eine aneinander gereiter Shops die jegliches Actionabenteuer anbieten. Helikopterflüge, Rafting, Jetski, Bungeejump, Schnellboot, Quadtouren und noch etliches andere.
Dazu gibt es nicht immer nur einen Shop sondern 3-4 verschiedene Anbieter. Ich tippe mal 30+ Shops sind dort.
Das Land wird regelrecht ausgebeutet. Besonders schlimm sind meines Erachtens die motorisierten Schnellboote die mit 50 Sachen und mehr über die schönen Gewässer in Backcountry Umgebung heizen.
(Hier das hier z.b. https://www.getyourguide.de/queenstown-l498/-t61222/) Bild unten


Soweit von mir!
Grüße
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon troutfisherman » 05.02.2020, 14:53

Ja, genau so habe ich den Sachverhalt auch aufgenommen und stehe auch mit einem der Initiatoren dieser Gegenbewegung in Kontakt. Es wird von einer Gruppe ein exklusives Recht beantragt, diese Angel-Touren anzubieten und dies nimmt tatsächlich den anderen umliegenden Guides einen Teil der Lebensgrundlage, da diese Gewässer die Hauptangelgewässer der gesamten Region sind. Aber auch den Einheimischen fehlt dadurch ein Rückzugsort um ohne Druck fischen zu gehen. Es liegt m.E. aber Nahe, dass dieses Recht dann nur die Tür öffnet für weitere Touren und ggfs. noch andere Aktivitäten. Ich sehe durch diese Art des Tourismus' einige negative Effekte auf die Mikroökosysteme Mataura, Waikaia, Oreti, usw. zukommen, die m.E. noch gar nicht in Gänze absehbar sind.

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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon AlexWo » 05.02.2020, 15:29

Hallo Uwe,

Forellen waren dort nicht heimisch, in diesem Zusammenhang von Urzustand zu sprechen....
Was genau, ist an Schädigungen, durch das Rafting zu erwarten?

LG

Alex
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Magellan » 05.02.2020, 15:40

Hallo Uwe

Ich sehe Flyand hunt war schneller, anyway...

Ja der Mataura River... leider das übliche eben... Abholzung, und (leider) die üblichen Begleiterscheinungen wie die Einbringung belasteten Wassers etc.pp.

Ich sehe hier aber lediglich einen Interessenkonflikt (in dem Du evtl selbst involviert bist...?) zwischen dem Guiding Geschäft und einem Kontrahenten.

Ein wenig kenne ich die “Problematik“ dieser Art des Interessenkonflikts, nur: wir alle hinterlassen unsere Spuren, und niemand ist der alleinige Eigentümer des Ortes seiner Freizeitbeschäftigung. Es tut sicherlich weh, aber es gibt nur eine Lösung: versuchen miteinander auszukommen!

Und das werdet ihr auch müssen, dem Antrag des raftings auf Teilstrecken des Mataura wurde kürzlich grünes Licht gegeben.

https://whatsoninvers.nz/rafting-operat ... ti-rivers/

dennoch viel Spass bei deinen guidings wünsche ich Dir!

Gruß
Heiko
Magellan
 

Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon troutfisherman » 05.02.2020, 16:54

Hey @all,

@Heiko: ich bin hier keineswegs involviert, sonst hätte ich dies im Eingangspost klar formuliert. Ich bin nur Hobby-Fliegenfischer ;) und gebe kein Guiding. Involviert wäre ich nur, wenn ich das Glück habe, nochmal nach Neuseeland zu reisen um fischen zu gehen. :)

@Alex: Ich selbst befürchte eigentlich eine weitere Verschmutzung durch Mülleintrag, Rückgang von Fischbeständen, durch steigenden Befischungsdruck.
Von Urzustand zu sprechen ist in diesem Zusammenhang nicht die 100%-ig richtige Wortwahl, da mit dem Besatz der Bachforellen im Laufe des 19.Jahrhunderts die einheimische Fischart der "Galaxias" stark zurück gedrängt wurde...

Viele Grüße und Tight lines :)
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon SalmoTrutta » 08.06.2020, 12:28

Ganz aktuell, der übersetzte Text von NZFFA online. Es sieht so aus als wenn die letzten Paradiese auch dran glauben müssen.....

Die betrügerischen Wasserreformen der Regierung scheitern am öffentlichen Pass
Der lang erwartete Aktionsplan der Regierung für gesunde Wasserstraßen, der am 28. Mai 2020 veröffentlicht wurde, hat den verschlechterten Zustand der Flüsse und Bäche und der allgemeinen Wasserressourcen der Öffentlichkeit nicht bewältigt, sagt der neuseeländische Verband der Süßwasserangler. Der Präsident der Föderation, Dr. Peter Trolove, sagte, die Unzulänglichkeiten seien so offensichtlich, dass einige sie als betrügerisch und ein beschämendes Beispiel für Unehrlichkeit und Täuschung im Sinne eines gebrochenen Wahlversprechens ansehen würden.

Er verwies auf Dokumente, die auf der Website des Umweltministeriums unter „Botschaft der Minister“ veröffentlicht wurden und in denen Landwirtschaftsminister Damien O'Connor und Umweltminister David Parker anerkannten, dass der Zustand des neuseeländischen Süßwassers inakzeptabel sei.
"Bei den Wahlen 2017 versprach die Regierung Maßnahmen, bei denen bestätigt wurde, dass sie bei der letzten Wahl ein Mandat erhalten hatten, um diese Situation anzugehen", sagte Peter Trolove.

Beide Minister verpflichteten sich, „die Dose nicht in die Knie zu zwingen und die schwierigen Fragen künftigen Generationen zu überlassen“, und versprachen, sicherzustellen, dass ein vorgeschlagener Aktionsplan „wissenschaftlich fundiert, vorhersehbar, von der Öffentlichkeit verstanden und durch wirksame Regulierung und Durchsetzung gestützt wird ”.
Plan schlägt fehl Das vor wenigen Tagen vorgelegte Dokument sei jedoch nicht wissenschaftlich fundiert und nicht durch eine wirksame Regulierung und Durchsetzung untermauert, sagte er.
"Es handelt sich um einen Aktionsplan, der keine sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung der anhaltenden Wasserverschmutzung umsetzt und gleichzeitig darauf achtet, den Umweltverschmutzern nur minimale Unannehmlichkeiten zu bereiten."

Peter Trolove identifizierte nur zwei endliche Maßnahmen in dem Plan, der in dieser Amtszeit ergriffen werden soll;
1. Eine Kappe von 190 kg N Dünger / ha / Jahr
2. Beseitigung von Milchvieh und Schweinen aus Wasserstraßen mit einer Breite von mehr als einem Meter
"Der Rest des Aktionsplans wurde für die nächste Regierung und / oder für zukünftige Generationen auf den Weg gebracht", fügte er hinzu.
Angesichts der Tatsache, dass weniger als 20 Prozent der Milchbauern mehr als 190 kg / N / ha / Jahr verbrauchen und kein anderes Anbausystem in die Nähe kommen würde, würde die vorgeschlagene Maßnahme bestenfalls einige Milchvieh vor dem Risiko einer akuten oder chronischen Nitratvergiftung schützen während das Endergebnis für den betroffenen Landwirt verbessert wird. Der Zeitpunkt der Anwendung von synthetischem Stickstoffdünger ist kritischer als die Menge.

Das Milchabkommen zwischen Fonterra, Umweltministerien, Primärindustrien und Regionalräten hatte fast ein Jahrzehnt lang die Beseitigung von Milchvieh aus den Wasserstraßen anerkannt.
Die Mehrheit der an der Entwicklung von Plänen für landwirtschaftliche Betriebe Beteiligten akzeptiert, dass Pläne auf der Grundlage des OVERSEER-Modells nicht für eine wirksame Regulierung und Durchsetzung geeignet waren.

Peter Trolove sagte, der vorgeschlagene 700-Millionen-Dollar-Fonds für Zäune und Baumpflanzungen würde mit dem 3-Meter-Rückschlag und dem „Grandfathering“ bestehender Zaunlinien ohne wissenschaftliche Grundlage wenig bewirken und daher einfach als „pragmatische politische Beschwichtigung der Landwirtschaft“ angesehen werden Empfangshalle."
Öffentliches Wasser Süßwasser war eine öffentliche Ressource, die allen Neuseeländern gehört und von ihnen geschätzt wird.

"Es ist nicht nur eine Ware für selbstberechtigte Landbesitzer und selbstinteressierte Politiker, die später in diesem Jahr eine Wiederwahl bei den allgemeinen Wahlen anstreben", sagte er. "Der schändliche Aktionsplan der Regierung für Süßwasser ist ein Beweis dafür, dass die gegenwärtige Regierung kein Interesse daran hat, Neuseeländer vor durch Wasser übertragenen Krankheiten oder einem erhöhten Risiko für Darm- und andere Krebsarten durch Nitratverschmutzung zu schützen."
Der Aktionsplan zeigte, dass die derzeitige Regierung trotz der vor drei Jahren versprochenen Zusagen nicht bereit war, den Schutz der aquatischen Ökosysteme zu verstärken oder den Verlust der gefährdeten aquatischen Arten, die sie bewohnen, zu verlangsamen.

„Es scheint, dass die Politiker besorgt über die bevorstehenden Wahlen sind und die Erwartungen der Öffentlichkeit hinsichtlich der Sanierung von Wasserstraßen ignorieren, während sie sich mit kurzfristigen landwirtschaftlichen Gewinnen beschäftigen und dem Idol des BIP dienen. In den Vorschlägen der Regierung gibt es kein „Wohlbefinden“ für die Wasserstraßen der Öffentlichkeit “, sagte Peter Trolove.

Petri Heil!
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Große *Truttas* soll man nur mit Fliegen locken!
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Beppo » 09.06.2020, 09:23

Hallo in die Runde,
so schlimm wie das für diese Gewässer dort ist, haben wir nicht genügend Probleme mit unseren einheimischen Fließgewässern?
Der Ausbau der Fließgewässer, die Querverbauungen dieser, die Fischdurchgängigkeit, oder die Umsetzung der WRRL, die immer weiter nach hinten verschoben werden?
Das was dort stattfindet findet auch vor unserer Haustür statt, nur auf eine andere perfide Weise.
Gruß Beppo
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Magellan » 10.06.2020, 20:36

SalmoTrutta hat geschrieben:Ganz aktuell, der übersetzte Text von NZFFA online.



Danke für die Info, Interessant!

Ist es möglich den Originalartikel zu verlinken? Möglicherweise liest es sich etwas schlüssiger.

Gruss
Heiko
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Gammarus roeseli » 11.06.2020, 21:54

@ Beppo
Danke!!

Grüße Christian
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Magellan » 12.06.2020, 18:38

Beppo hat geschrieben:Hallo in die Runde,
so schlimm wie das für diese Gewässer dort ist, haben wir nicht genügend Probleme mit unseren einheimischen Fließgewässern?



Hallo Beppo

Wir befinden uns doch hier in der: “Unterrubrik Natur und Umwelt”
Im initial post geht s doch um genau dieses Thema.

Und der letzte aufschlussreiche (wenn auch schräge die Übersetzung) Beitrag ist explizit dem Umweltschutz gewidmet, sozusagen übergreifend zum Eingangspost.

“Denke global handle local”

Daher verstehe ich deinen Beitrag nicht Beppo.

Gruss
Heiko
Magellan
 

Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Beppo » 13.06.2020, 11:01

Da gibts noch ein Sprichwort Heiko - Mir sitzt das Hemd näher wie die Jacke -.
In diesem Sinn
Gruß Beppo
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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Dominikk85 » 13.06.2020, 12:52

Schade um die neuseeländischen Gewässer ist das sicher, allerdings aus ökologischer Sicht weniger um die BaFo die dort ein neozooe ist und heimische Fische gefährdet.

https://www.stuff.co.nz/the-press/news/ ... -waterways

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Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Magellan » 13.06.2020, 15:13

Dominikk85 hat geschrieben:Schade um die neuseeländischen Gewässer ist das sicher, allerdings aus ökologischer Sicht weniger um die BaFo die dort ein neozooe ist und heimische Fische gefährdet.


Hallo Dominik

Da bin ich bei Dir, der Spätkolonialismus hat Veränderungen gebracht, und nicht nur dort...

Gruss
Heiko
Magellan
 

Re: Kommerzielles Rafting in Neuseelands Bachforellenparadie

Beitragvon Royal Coachman » 13.06.2020, 16:40

Hallo Freunde!

Rafting ist eine schlimme Sache, ich habe die Anfänge am Inn miterlebt.

Da fahren an einem Wochenende bis zu 450 (!) Boote durch die Imster Schlucht.
Das wäre noch kein Problem, aber die Führer dehnen die Fahrt antürlich aus und drehen hinter jeder Buhne ein, dann kommen die langen Stechpaddel heraus und graben um.
Da hinter diesen Buhnen die Fischeinstände sind interessierte damals niemanden und wir fanden kaum Gehör bei den Behörden.

Es dauerte mehrere Jahre bis endlich während der Laichzeit der Äschen und Forellen das Raften beschränkt wurde.

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RC
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