PETA in der ZEIT

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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PETA in der ZEIT

Beitragvon DerRhöner » 04.02.2021, 00:44

Hallo allerseits

In der aktuellen Ausgabe der ZEIT gibt es einen bemerkenswert aufschlussreichen Beitrag zu PETA. https://www.zeit.de/2021/06/peta-tierre ... handlungen

Leider ist der Beitrag hinter der Paywall (aktuell, manche Artikel werden irgendwann freigeschaltet), aber vielleicht gibt es andere mit Abo oder jemand will sich mal eine Ausgabe kaufen.

Grob zusammengefasst: PETA macht offenbar Deals mit Unternehmen, so eine Art "Nicht-Angriffs-Pakt" gegen Geld. Drüber hinaus gibt der Beitrag einen tieferen Einblick in die Funktionsweise dieses Verbandes (der demach undemokratisch organisiert sei und in vollem Bewusstsein unsauber arbeitet).
Da ich im Kommunikationsgeschäft tätig bin, haben mir die Ohren geschlackert wie die Unternehmen vor sich hertreiben und Unternehmen halbseidene Deals machen und bin sehr gespannt wie das Thema weiter geht. Sicherlich gibt es keine Fischer-Lobby die dafür die Mittel hat und ich wäre auch entsetzt, wenn das wer versuchen würde. Aber für uns steckt in dem Beitrag Neues dazu drin, wie der Verein tickt!

Gruss
Christian
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon Harald aus LEV » 04.02.2021, 11:40

Hallo Christian,
ich kann den Artikel leider nicht lesen.
Ich finde es gut, dass einmal auf solche Machenschaften hingewiesen wird.
Gruß
Harald
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon Royal Coachman » 04.02.2021, 20:55

Hallo!

PETA besteht nur aus 7 (!) Leuten, alles andere sind Sympathisanten, und PETA weist jede Verantwortung für das Handeln dieser Sympathisanten weit von sich.

Ein ganz übler Verein, erinnert stark an die Abmahnkanzleien.

RC
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon Harald aus LEV » 05.02.2021, 11:14

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo!
Ein ganz übler Verein, erinnert stark an die Abmahnkanzleien.
RC


Hallo Gebhard,
Ja, jetzt wo Du es schreibst.
Eigentlich beschäftige ich mich nicht sonderlich mit denen.
Aber in meiner Erinnerung sind sie hauptsächlich präsent, wenn sie mal wieder irgendjemanden verklagt haben.
Ich würde denen gar keine öffentliche Plattform bieten, etwa in Zeitschriften, Fernsehsendungen etc.
Wer nicht öffentlich erwähnt wird, wird schnell vergessen.

Gruß
Harald
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon Trockenfliege » 05.02.2021, 11:15

Danke füe die Info, Christian.

LG
Reinhard
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon DerRhöner » 05.02.2021, 12:34

Hallo allerseits

Keine Plattform zu bieten ist leider keine Lösung. Sie finden ja immer wieder Aufhänger und dann in einem zweiten Schritt genug (Berufs)Empörte und Medienmacher, die auf den Zug aufspringen. Denen wird ja eine funktionierende Geschichte samt kostenfreiem Bildmaterial auf dem Silbertablett serviert. Da gibt es einfach zu viele Boulevardmedien, die gefüllt werden müssen, als dass diese es sich leisten könnten, darauf zu verzichten. Eigenrecherche und kritische Distanz können sich diese Journalisten gar nicht leisten und das möchte ich ohne grosen Vorwurf sagen, denn das Medienkonzept und die finanzielle Ausstattung ist so angelegt. Man kann sich persönlich fragen, ob man so arbeiten will (ich wollte es nicht), aber die Wahl haben die wenigsten. Wer es allerdings vorsätzlich macht, hat mein volle Verachtung...

Es ist deshalb so wichtig und bemerkenswert, dass hier ein Medium viel Geld (iSv. Recherchestunden) in die Geschichte gesteckt hat, um eine Organsiations ins kalte Scheinwerferlicht zu rücken, die sonst im warmen Schummerlich des Gutmenschentums gezeigt wird. Alle im Detail geschilderten Maschenschaften hin oder her, die Essenz des Beitrags ist: Dieser Verein ist scheinheilig, unaufrichtig und unglaubwürdig.

Ich fürchte es wird trotzdem immer noch zu viele kinderlose Katzenladies geben, die ihr Geld diesem Laden vererben. Aber es hilft schon mal, wenn es solche Darstellungen gibt, die fundiert recherchiert die andere Seite zeigen.

Gruss
Christian
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon MarkusZ » 05.02.2021, 13:44

Hallo,

gibt auch noch die Meinung von DZI, Stiftung Warentest, Verwaltungsgerichtshof Baden Württemberg etc.,

Nur der Berliner Senat sieht das völlig anders.

Hat Boris Palmer vielleicht gar nicht so unrecht, wenn er sich über Berlin äußert.
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon gespliesste » 10.02.2021, 22:50

Hallo,

MarkusZ hat geschrieben:Hallo,

gibt auch noch die Meinung von DZI, Stiftung Warentest, Verwaltungsgerichtshof Baden Württemberg etc.,

Nur der Berliner Senat sieht das völlig anders.

Hat Boris Palmer vielleicht gar nicht so unrecht, wenn er sich über Berlin äußert.


Baden-Württemberg hat sich da bestimmt nicht mit Ruhm bekleckert. PeTA hat wohl nicht umsonst ihren Hauptsitz nach Stuttgart verlegt, als es juristisch eng wurde. Es ist oft einfach aus der "Provinz" zu schiessen, wenn es um große Zusammenhänge geht. Unsere Anzeige des DAFV hat die Staatsanwaltschaft Baden-Württemberg mit einer Begründung abgelehnt, die wohl auch PeTA hätte selbst schreiben können:

https://dafv.de/referate/aktuelles/item ... igkeit-ein

Ich war selbst bei der Anhörung im Bundestag zugegen, wo es um die mögliche Aberkennung der Gemeinnützigkeit von PeTA ging.

https://dafv.de/referate/aktuelles/item ... nisationen

Alles schwierig, ausser der FDP will sich da wohl kaum jemand die Finger verbrennen. Die CDU ist da noch vergleichweise offen, Grüne und SPD kaum gesprächsbereit. Wenn Herr Palmer, der ja selbst Grüner ist da einen Beitrag leistet, würde ich mich freuen.

LG,

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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon MarkusZ » 13.02.2021, 09:43

Hallo,

gespliesste hat geschrieben:Baden-Württemberg hat sich da bestimmt nicht mit Ruhm bekleckert.


Zumindest war man in BW der Meinung, dass nur solche Organisationen ein Verbandsklagerecht erhalten können , welche die rechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Das wurde dann vom VGH BW auch so bestätigt.

Warum das in Berlin anders gelaufen ist, kann man nur mutmaßen.
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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon gespliesste » 15.02.2021, 21:57

Hallo,

MarkusZ hat geschrieben:Warum das in Berlin anders gelaufen ist, kann man nur mutmaßen.


Das ist nicht in Berlin anders gelaufen. Die Initiative PeTA die Gemeinnützigkeit zu entziehen, obliegt eigentlich der Hoheit der Landesregierung in Baden-Württemberg. Auch die damalige Petition wäre an die Landesregierung BaWü verwiesen worden. Warum der Petitionsinitiator spurlos verschwunden ist, können wir auch nur mutmaßen: https://dafv.de/referate/aktuelles/item ... abgetaucht

In Berlin ging es darum, grundsätzlich die Rahmenbedingungen auf Bundesebene für Organisationen zu verschärfen, die ihre Mitglieder dazu aufrufen Straftaten zu begehen - also ein Umweg, um die Landesregierungen zum handeln zu zwingen. Das ist weitaus schwieriger und betrifft nicht nur PeTA. BaWü hätte alles in der Hand dem Treiben ein Ende zu setzen, aber die leben da aus meiner Sicht wie die Made im Speck.

Ja, man hat ihnen den Zugang zum Tierschutzbeirat in BaWü verwehrt und auch das Verbandsklagerecht, aber das einzige was wirklich wehtun würde, wäre wohl die Aberkennung der Gemeinnützigkeit. Sind ja auch 99 Arbeitsplätze in BaWü, die man vielleicht nicht gefährden möchte. Hier findet ihr in dem Leitartikel mal eine Übersicht über die Kräfteverhältnisse der Tierrechts- und Umweltverbände im Vergleich zu den Anglern in Deutschland: https://dafv.de/images/dafv/AFZ-Fischwa ... 2020-2.pdf

LG,

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Re: PETA in der ZEIT

Beitragvon MarkusZ » 17.02.2021, 15:55

Hallo,

gespliesste hat geschrieben:Ja, man hat ihnen den Zugang zum Tierschutzbeirat in BaWü verwehrt und auch das Verbandsklagerecht,


Und wer hat in Berlin zwei von drei Stimmrechten erhalten, obwohl dort nichtmal ein Geschäftssitz existiert?
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