WWF u. Tiroler Fischerverband

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Royal Coachman » 30.06.2021, 10:17

Vielleicht geht es ja doch miteinander!


https://tirol.orf.at/stories/3110587/

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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Harald aus LEV » 30.06.2021, 11:11

Hallo Gebhard,
da wünsche ich viel Erfolg. In Deutschland ist man wohl noch nicht so weit um zusammen zu arbeiten. Hier wird die Wasserkraft gefördert und soll stark ausgebaut werden, um die Klimawende zu stemmen. Dabei liefern sämtliche Wasserkraftanlagen zusammen gerade einmal 0,3% des Gesamtstromaufkommens. Und dafür werden Millionen Fische geschreddert.
Da ist der österreichische Schritt lobenswert.

Gruß
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Royal Coachman » 30.06.2021, 11:43

Hallo Harald!

Ich finde es bemerkenswert, dass WWF, der die Angler seit Jahren verteufelt, einen gemeinsamen Nenner mit den Anglern gefunden hat.

Anscheinend hat man bemerkt, dass die so groß gepriesene Otteransiedlung ohne die entsprechenden Fischbestände zum Scheitern veruteilt ist.
Es durften in OÖ sogar schon Otter geschossen werden.

Warten wir es ab, wie es sich entwickelt, aber es ist immerhin das erste Mal, dass Fischer von dieser Seite Unterstützung erhalten.

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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Dominikk85 » 30.06.2021, 13:20

Harald aus LEV hat geschrieben:Hallo Gebhard,
da wünsche ich viel Erfolg. In Deutschland ist man wohl noch nicht so weit um zusammen zu arbeiten. Hier wird die Wasserkraft gefördert und soll stark ausgebaut werden, um die Klimawende zu stemmen. Dabei liefern sämtliche Wasserkraftanlagen zusammen gerade einmal 0,3% des Gesamtstromaufkommens. Und dafür werden Millionen Fische geschreddert.
Da ist der österreichische Schritt lobenswert.

Gruß
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Wobei in Deutschland schon langsam ein Umdenken bei der kleinen Wasserkraft passiert, weil erkannt wird das sie zu ineffizient in der stromgewinnung für den Schaden den sie anrichten.

Auch die grünen und der BUND in Hessen sind z.b größtenteils gegen die kleine Wasserkraft weil wir da von so geringen strommengen reden.
https://www.bund-hessen.de/pm/news/bund ... ischfauna/
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Maggov » 30.06.2021, 14:44

Hi Gebhard,

ich drücke auch die Daumen - es wäre schön wenn daraus ein "Präzendenzfall" wird der Fischer und Tierschützer zusammen- anstatt gegeneinander arbeiten lässt.

Der Gedanke der mir bei lesen des Artikels kam war dass die Wasserrahmenrichtlinie anscheinend und leider nicht nur in DE einfach ignoriert wird. Wenn diese von der Politik aufgegriffen wird dann in Wahlkampfversprechen aber in den konkreten Aktionen mündet dass dann wieder im Gegenteil. Die einzige Chance hier was zu erreichen sehe ich nur wenn endlich auch mal Sanktionen und Strafzahlungen fällig werden die auch wirklich weh tun. Sofern dass der Fall ist und ich das nicht weiß würde ich mich über einen Kommentar freuen. Mein Eindruck ist dass derartige Auflagen absolut ineffektiv sind.

Bringt mich dazu mich auch zu Fragen wann und ob ich irgendwann einen Effekt aus dem Bienenbegehren sehe. Was die GEwässerrandstreifen betrifft sehe ich in den Gegenden wo ich unterwegs bin keine Änderungen. In den Gesprächen mit den ein, zwei Bauern die ich kenne auch keine Einsicht oder Änderungsabsicht.

Ich fürchte das sind zwei sehr stumpfe Schwerter...

LG
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Royal Coachman » 30.06.2021, 16:50

Hallo Freunde!

Man sieht hier wieder einmal deutlich, welche Macht mittlerweile WWF hat.

Der Tiroler Fischereiverband macht schon seit vielen Jahren auf dieses Problem aufmerksam, mit Dokumentationen, Untersuchungen usw.

Das war der Presse bis jetzt höchstens eine kleine Randnotiz wert.

Nun kommt der WWF und schon ist es auf ORF News mit einem großen Bericht.
Ich bin sehr froh darüber, dass hier im Sinne der Fische Zusammenarbeit stattfindet!

Naturschützer haben an vielen Schaltstellen Sympathisanten sitzen, die für Verbreitung oder Verhinderung sorgen können.

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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Beppo » 30.06.2021, 16:56

Hallo "Dominikk85",
ich weiß zwar nicht wo du deine Weisheit her hast, mir ist aber von einem Umdenken bzgl. der WKA in Deutschland nichts bekannt.
Alle Umweltverbände sind schon seit Jahrzehnten gegen diese Form der Energiegewinnung, hier bedarf es keines Umdenken. Es gibt auch schon seit Jahrzehnten die LAWA-Richtlinien zum Mindestwasser und/oder Fischtreppen, aber ... ?
Leider ist dieses Umdenken nicht bei den Entscheidungsträgern angekommen, nicht einmal in der Partei der "Grünen". Plädieren doch ausgerechnet die "Grünen" z.B. im sächs. Landtag und nicht nur dort für den weiteren Ausbau der Wasserkraft in Sachsen und erfahren bundesweite Unterstützung durch diese Partei, da dies ihr ureigenstes Interesse ist.
So lange z.B. Deutschland die Wasserrahmenrichtlinien (WRRL) nicht umsetzt und auch die anderen europ. Länder von der EU nicht dazu genötigt werden, so lang wird dieser Umstand noch anhalten und wir werden uns hier noch oft über solche Missstände unterhalten. Eine Forderung der WRRL wurde fristgemäß bis zum Jahr 2015 umgesetzt, das war die Regelung zu den kleinen Kläranlagen. Da war man sehr schnell, da wurden sogar Zwangsgelder bei Nichteinhaltung der Fristen angedroht. Dieses mussten ja auch die betroffenen Eigentümer selbst finanzieren, hier hat sich der Staat einen schlanken Fuß gemacht.
So läuft der Hase!
Gruß Beppo
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Harald aus LEV » 30.06.2021, 17:59

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo Freunde!

Man sieht hier wieder einmal deutlich, welche Macht mittlerweile WWF hat.

Der Tiroler Fischereiverband macht schon seit vielen Jahren auf dieses Problem aufmerksam, mit Dokumentationen, Untersuchungen usw.

Das war der Presse bis jetzt höchstens eine kleine Randnotiz wert.

Nun kommt der WWF und schon ist es auf ORF News mit einem großen Bericht.
Ich bin sehr froh darüber, dass hier im Sinne der Fische Zusammenarbeit stattfindet!

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Ich hoffe für Euch, dass die Zusammenarbeit dauerhaft bleibt und es sich nicht um eine einmalige Aktion handelt.

Gruß
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Fliifi-Sepp » 30.06.2021, 22:45

Begriffe wie "die Tierschützer" und "die Umweltschützer" sind irreführend!

Auch Angler sind oft Tier- und Umweltschützer. Es müßte deshalb korrekt heißen:
"Andere Tier- und Umweltschützer wie beispielsweise NABU, WWF ..."

Wir sollten also verstärkt das Gespräch und die Zusammenarbeit mit anderen Umweltschützern suchen. Wie das Beispiel WWF zeigt, bekommen die Interessen der Unterwasser-Welt eine ganz andere Medien-Wirksamkeit, wenn wir zusammen arbeiten!
Jedenfalls bringt das wesentlich mehr, als wenn wir uns gegen so starke Umweltschutzverbände wie den WWF stemmen.

Und nur im konstruktiven Gespräch kann auf die Anliegen der Unterwasser-Welt aufmerksam gemacht werden. Wenn wir das Feld in den starken Umweltschutz-Verbänden allein den Vogel- und Otter-Schützern überlassen, brauchen wir uns nicht zu wundern, daß die ihre Interessen besser durchbringen, als wir unsere Interessen für die Unterwasser-Welt!

LG Sepp
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon blauangler » 01.07.2021, 10:22

immerhin berichtet hierzulande der NABU von erfolgreichen Renaturierungsmaßnahmen des LFV Bayern im aktuellen Mitgliedermagazin:
https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... /nh221.pdf S.18/19

Grüße
Thomas
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Beppo » 01.07.2021, 10:25

Hallo Sepp,
du hast auf der einen Seite Recht, auf der anderen Seite wiederum nicht. Die stärksten Naturschutzverbände sind die Angelverbände. Man rechnet in Deutschland zwischen 2 bis 2,5 Millionen Mittglieder in den landesweiten Angelverbänden. Rechnet man noch die nicht organisierten Angler hinzu, dann kommt man auf etwa 5 - 6 Millionen Angler in Deutschland.
Da die Angelverbände gleichzeitig anerkannte Naturschutzverbände sind, schlagen sie mit ihrer Mitgliederzahl solche Verbände wie NABU, Grüne Liga, BUND etc. meilenweit ab. Ihnen scheint gar nicht bewusst zu sein, welche Macht und Einfluss sie hätten, würden sie dies nur richtig anwenden und an einem Strang ziehen. Und hier beginnt die Krux an der Sache. Innere Querelen unter den Verbänden und auch geografisch bedingte Unstimmigkeiten (Ost-West) lassen für die Zukunft auf nichts besseres hoffen. Wir könnten auftreten wie ein "Elefant", benehmen uns aber wie eine Kirchenmaus.
In diesem Sinn - Gruß Beppo
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon orkdaling » 01.07.2021, 12:18

moin,
das wæren dann ja 5-6 mio Wæhlerstimmen und wenn man die Angehørigen mit einbezieht dann sogar ca 10 mio die den etablierten Parteien die Stimmen weg nehmen kønnten wenn man nicht die Interessen der Anglerschaft bzw Naturschutz befolgt.
Oder mal darueber nachdenken ob es was bringt wenn man die Kræfte vereint und sowas gruendet - "Jæger und Fischer Verband" der sogar auf kommunaler Ebene mit regieren kønnte.
Geht nicht ? NJFF = Norsk Jeger og Fisker Forbundet, Regional = Orkla Jeger og Fisker (muss man wohl nicht uebersetzen) und aus Erfahrung weiss ich, da tanzt sogar der Buergermeister an wenn er gerufen wird.
Gruss Hendrik
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Harald aus LEV » 01.07.2021, 16:09

Genau das ist der Punkt.
Die Anglerschaft ist wesentlich zahlreicher als die Mitglieder der Naturschutzverbände.
Jedoch sind diese wesentlich besser organisiert und haben von Beginn an ihr Augenmerk auf PR und Öffentlichkeit gelegt. Dies haben die Vertreter der Angler und auch der Jäger versäumt. Mittlerweile ist die Lobby der Jäger besser geworden. Der Landesjagdverband NRW hat einen sehr guten Präsidenten der es geschafft hat, eine bereits in Kraft getretene Novelle des Jagdgesetzes, die die Jäger arg beschnitten hat, zu kippen.
Hier haben die Angler einen enormen Nachholbedarf. Deshalb ist es zu überlegen, vermehrt mit anderen Naturschutzverbänden zu kooperieren und deren Medienpräsenz zu nutzen.
Natürlich wird das nicht auf allen Ebenen und bei allen Themen funktionieren. Aber man kann versuchen Verständnis für die andere Position zu zeigen und ggfs. einen Konsens zu finden.
Auch eine Kooperation mit den Jägern, wie Hendrik es beschreibt, ist sicherlich überlegenswert.
Warum für sich allein kämpfen, wenn man Verbündete - zumindest in Teilbereichen - finden kann.

Gruß
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Beppo » 01.07.2021, 16:18

Ergänzend wäre meinem letzten Kommentar noch der allseits bekannte Spruch anzufügen: -"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat bereits verloren"-.
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Re: WWF u. Tiroler Fischerverband

Beitragvon Harald aus LEV » 01.07.2021, 16:28

Beppo hat geschrieben:Ergänzend wäre meinem letzten Kommentar noch der allseits bekannte Spruch anzufügen: -"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat bereits verloren"-.
Beppo


Beppo,
so siehts aus. :daumen

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