Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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orkdaling
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von orkdaling »

Moin Henning,
keiner macht sich ueber Behinderungen lustig !
Diese Rolle (hab nichts mit denen zu tun) wurde nicht fuer Leute mit Behinderungen entwickelt.
Bei der Lage auf dem Markt wo Hersteller ihre Sortimente bereinigen, manche aufgeben, Hændler pleite machen,
gab es und wird es immer solche Neuigkeiten geben um einen neuen Kæuferkreis zu erschliessen.
Warum auch nicht - freie Marktwirtschaft. Letztendlich entscheidet der Kæufer ob er eine Rolle mit Batterien, Einlegesohlen, Echolot ... braucht oder ob es eine Rolle mit Kurbel und eine Seekarte+Kompas macht. (die fallen nicht aus!)
Aber mal ehrlich, wieviele Fische werden beim Fliegenfischen (ausser Lachs oder Hochsee) eingekurbelt. Die werden in der Mehrheit eingestrippt und die Rolle hat nur eine Transportfunktion fuer Leine und Nachschnur.
Unterm Strich, gut das Michael ueber sowas neues auf dem Markt informiert, ebenso gut das Achim seine Bedenken zu den Batterien/Umweltaspekt anmeldet.
Gruss Hendrik
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Henning60
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von Henning60 »

Hallo Hendrik,
das ging nicht speziell an dich, gab auch noch eine andere, etwas zynische, Äußerung ....
Da wir als Gesellschaft immer älter, aber auch meist eingeschränkter werden, fände ich die Entwicklung von kleinen Hilfsmitteln schon sehr gut.
Da kann ich dem Emmo nur zustimmen....
Was Technik angeht stehe ich auf dem Punkt je einfacher, desto funktionssicherer....
Ich bin nie ohne Karte und Kompass mit dem Boot raus.....und immer Paddel mit.

Beim Umweltaspekt sträuben sich mir auch die Nackenhaare, aber da hat Achim ja schon was zu gesagt....

Also nix für ungut...
TL, Henning
Bevor ihr euch streitet klärt die Begriffe......(Konfuzius)
Michl
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von Michl »

Henning60 hat geschrieben:
Mein Fazit: Sicher ein interessanter Schritt im Bereich der Rollentechnik, aber irgendwie am Bedarf vorbei.
Wenn schon erforderlich, würde ich eine eine Mitchel oder Quick mit Federwerk oder eine Vivarelli nehmen.
Der Preis ist ja auch recht stolz :roll:
Die Vorstellung der Rolle finde ich aber vollkommen okay, es ist mal was Neues !

Jetzt bitte ich um Steinigung :oops:
TL, Henning
So isses.
Aus meiner Sicht ein völlig überflüssiges Teil, das auch noch scheixe aussieht.

Könnt ich aber ned beurteilen wenn ichs nicht gesehen hätte...... :D
Deshalb: Test und Vorstellung ist gut, das dazugehörige Fazit zweifle ich aus meiner Sicht an, da bin ich bei Achim.
Das die Tests tendenziell meist gut ausfallen ist auch klar, sonst gäbs ja keine Hersteller mehr die Geräte zur Verfügung stellen.
Für mich nachvollziehbar und in Ordnung, ich seh mir Daten, Optik und Preise an und mach mir selbst ein Bild.

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
FlyandHunt
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von FlyandHunt »

Hallo zusammen,

ich kritisiere einfach nur den ersten Satz "Irgendwann musste es ja passieren..."
Die erste elektrische Rolle habe ich glaube vor 20 Jahren in Frankreich gesehen.
Damals habe ich meinen Vater gefragt, was ist dieses komische dinge vorne an der Rolle.
"ach das ist eine elektrische Rolle, sowas brauchen nur die Franzosen..."

So oder so ähnlich war das Gespräch.

Grüße
Ferdinand
„There is no greater fan of fly fishing than the worm. “ Patrick F. McManus
luedeolli
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von luedeolli »

Moin,

Worüber regt man sich hier auf?
Hebe der unter uns die Hand der nur notwendige Dinge im FF-Regal liegen hat. Spätestens ab der 6. Rute stelle ich für die Meisten die Notwendigkeit in Frage. Wir fliegen um die halbe Welt zum Fischen, kritisieren dann den Einsatz von 50gr. Elektrotechnik? Wo ist die Toleranz? Ist mein Wertegerüst das Richtige oder das von jemand anders?* Dinge die nichts bringen werden sich nicht durchsetzen. Vermutlich stammen die meisten meiner Rollen aus Fernost und werden -nach unseren Standards- unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt. Wer gibt mir das Recht die hedonistischen Motive der Anderen zu bewerten?

BTW lesen sich die Produktreviews sehr Herstellernah und wie Arbeitszeugnisse. Zu verklausuliert, da würde ich mir seitens der Tester manchmal ein wenig mehr Mut wünschen.
Dennoch freue ich mich über jeden Test in diesem Forum und danke den Autoren für die geleistete Arbeit.

*(beziehe mich ausschließlich auf das Konsumverhalten von Fliegenfischern)
Beste Wünsche,
Olli
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webwood
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von webwood »

Man könnte doch im Schlepptau, also z.B. hinten am Watgürtel so einen kleinen Dynamo mit Propeller nachschleppen. Der lädt dann die Akkus, zudem CO2 neutral wieder auf.
Blödsinn aus!
Frank, also unser Ehrenmoderator Frank hatte vor vielen Jahren mal nachgefragt, was ein Bekannter von ihm als Fliegenfischer, welcher einen Arm verlor nun machen kann. Ausser Bindestock mit universeller Klemme für Äste etc. zum anknüpfen der Fliegen viel uns nichts ein. Drill schien unlösbar. Also warum bei einer Behinderung keine elektrische Spule? Macht wohl Sinn. Ich selbst schaue mich so langsam ja auch nach einem watauglichen Rollaror um.

TL
Thomas
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von Achim Stahl »

Hallo Thomas,
webwood hat geschrieben: Frank, also unser Ehrenmoderator Frank hatte vor vielen Jahren mal nachgefragt, was ein Bekannter von ihm als Fliegenfischer, welcher einen Arm verlor nun machen kann. Ausser Bindestock mit universeller Klemme für Äste etc. zum anknüpfen der Fliegen viel uns nichts ein. Drill schien unlösbar. Also warum bei einer Behinderung keine elektrische Spule?
Diesen Aspekt finde ich sehr interessant. Das wäre auch in meinen Augen ein echtes Argument. Aber letztendlich kann ich mir nicht wirklich vorstellen, mit welcher Behinderung man zwar werfen aber nicht drillen und nicht mit einer mechanischen Automatikrolle klarkommen kann. Falls es solche Fliegenfischer gibt, ist für diejenigen die Rolle natürlich eine große Hilfe.


Viele Grüße!


Achim
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von Master of Windknots »

Achim Stahl hat geschrieben:Aber letztendlich kann ich mir nicht wirklich vorstellen, mit welcher Behinderung man zwar werfen aber nicht drillen und nicht mit einer mechanischen Automatikrolle klarkommen kann.
https://youtu.be/Wux0UTS9hlg
Bye de Alexander
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MahiMahi
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von MahiMahi »

Hallo,
schon mal überlegt ob es Leute mit oder ohne Behinderung gibt die so was dann doch wollen, weil (must have)?
Wenn zehn Kunden vor der Tür stehen und jeder sagt ich möchte gerne die neue E-Fliegenrolle haben, dann würde kein Händler sagen kriegst du bei mir nicht.
Wenn ich vor ca. sechs Jahren geahnt hätte was es mit dem E-Bike für einen Lauf nimmt dann hätte ich auch solche Dinger verkauft.
Man kann ganz gut davon leben.

LG
Harry
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webwood
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von webwood »

Servus Harry,

dein Argument hat was, weil logisch. Solange die Waidgerechtigkeit nicht darunter leidet, ist gegen solche Innovationen ja nichts zu sagen. Beheizbare Korkgriffe beim winterlichen Fliegenfischen wären ja auch noch eine Option. Stromquelle hat man ja dann mit elektrischer Rolle ohnehin schon dabei. Wer meint, sowas (Behinderung mal ausgenommen) zu brauchen, nur zu. Davon leben unser Händler.
So und nun zu meiner eigenen Nase, an die ich mir gerade fasse: Zu 95% fische ich mit einer 5er Elentti Stratocaster, dann habe ich noch einen steifen Sage-Stock für Hecht und Huchen, sowie eine uralte 2er Glasfieber RST für das herbstliche Äschenfischen, sowie, weil ich meinte ich brauche das, eine Bambus Hardy Palakona. Eine kurze indianerfischen Bambusgerte bekam ich von einem Freund auch noch geschenkt und eine Zweihand (mit der ich nicht recht klar komme) habe ich zudem ebenfalls noch. Ich denke es ist sozusagen Arttypisch bei Fliegenfischern, mehr zu kaufen, als man braucht, auch wenn man es sehr schätzt minimalistisch nur mit Fliegenweste und Gerte am Wasser zu sein. Das Zeug auf meinem Bindeplatz reicht wohl auch noch für die Urenkel
Fazit: Irgendwie haben wir eigentlich alle einen Dachschaden, aber wenns nun mal Spaß macht.....

TL
Thomas
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MahiMahi
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Re: Geräte-"Test" elektrische Fliegenrolle

Beitrag von MahiMahi »

Hallo Thomas,

das macht Spass...
und wenn wir mal in meinen Schrank schauen, finden wir bestimmt noch was für dich. :lol:

LG
Harry
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