"Rollwurf" der Neuseeländer

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Thomas E.
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"Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Thomas E. »

Dieser "Rollwurf" dient das System von meist 2 Nympfen (eine schwer) und Bissanzeiger auch weiter auszubringen.
https://www.youtube.com/watch?v=ydo8_4B ... 2H073tgvA4

Rollwurf ist zwar dort die Bezeichung, doch würde ich eher von einem dynamischen D- Cast mit Zugunterstützung sprechen.

Überkopf würden sich diese Montagen schwierig werfen lassen.
Gruß
Thomas Ellerbrock
Magellan

Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Magellan »

Hallo Thomas

Danke für den Link!

Single handed spey !

Mein Favorit wenn nicht die ganze Fliegenschnur samt Vorfach in der Luft sein muss, zb. beim abfischen von Schilfgürteln beim Watfischen. Effizient und unschlagbar (für mein Veständniss der Fischerei) bei Wind und relativ leichten Schnurklassen. Allerdings mit nur einer Fliege.

Gruß
Heiko
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Joosti
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Joosti »

Hallo Thomas, hallo Heiko,

Single Hand Spey eher nicht,
sieht mir sehr nach dem was man in Nordschweden "Byskeloop" nennt aus oder einer Abwandlung davon.
Die Skagitfischer nennen den Wurf glaube "Perrypoke" oder "Wombatcast" und bei dem was da vorn alles dranhängt würde ich das auch eher mit nem sustained Anchor Cast werfen anstatt Überkopf.

Benutze die Technik auch manchmal an der Einhand und das geht mit Zugunterstützung tatsächlich sehr gut.
Hier sehe ich das allerdings zum ersten mal mit einer langkeuligen Schnur.

Grüße Joosti
"Lachsfischen gefährdet Ihren Job, Ihre Gesundheit und das Glück Ihrer Familie" :D
fliegenfeger
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von fliegenfeger »

Hallo,

das sieht nach der neuseeländischen Variante des Froller Cast aus.

Gruß
Armin
Johannes Krämer
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Johannes Krämer »

Hallo Thomas,

ich erinnere mich noch, wie ich im Dezember im Tongariro stand und fast verzweifelt bin...
Diese "schweren" Montagen habe ich einfach nicht richtig rausbekommen und Überkopf war trotz #8 nicht allzu sicher und normaler Spey war auch nicht wirklich effektiv.
Über Google bin ich dann auch auf diesen Tongariro Rollcast gestoßen. Also Video geschaut und gleich mal versucht... Fehlanzeige!!! Hat nicht geklappt. :D
Vom Bewegungsablauf ist das gar nicht so einfach. Darüber hinaus verwenden die Kiwis, soweit ich das dort mitbekommen habe, da ganz andere Set-Ups. Die Rute wird teilweise mit Schnüren geworfen, die z.T. zwei Klassen über der Rute liegen, sonst hat man gar nicht die Masse, um die Wurf effektiv zu nutzen.

Während meines Aufenthalt habe ich verstanden, wieso man diesen Wurf da entwickelt hat.
Zuletzt geändert von Johannes Krämer am 10.06.2020, 09:14, insgesamt 1-mal geändert.
Magellan

Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Magellan »

Joosti hat geschrieben:Hallo Thomas, hallo Heiko,

Single Hand Spey eher nicht,

Hallo Joosti

Gewiss hast du recht, mit der „Zeitaufwendigen“ Zurechtlegerei mit Schnurverlängerung.

Ich bezog mich auf den geformten D-Loop und den eigentlichen cast. Bei meiner geschilderten fischer. Situation mit kleiner Fliege und WF Leine ich das Vorspiel nicht notwendig.

Gruß
Heiko
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alfredo.fly
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von alfredo.fly »

Was ein Scheiss :D
Gruß Willi
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piscator
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von piscator »

Moin, überschwere Schnüre sind typisch für sustained anchor Würfe (Skagit) und mit ner Einhandrute braucht man dafür etwas mehr Schnurbogen und Dynamik. Das ist eine Variante des Perry Poke -- der natürlich auch ohne den Zwischenschwung geht. So ähnlich wie man auch die Schnur beim Überkopfwurf im Rückschwung verlängern kann (minimiert das Gefuchtel). J.
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Trockenfliege »

alfredo.fly hat geschrieben:Was ein Scheiss :D
Gruß Willi

Warum kommst du zu diesem Urteil?
Hast du es schon mal ausprobiert? Oder hast du Methoden, die unter den gegebenen Umständen besser/einfacher funktionieren?
Hast du schon mal mit einem solchen Setup geworfen?

Ich war 2 Mal am Tongario und kenne die Fliegen/Gewichte, die da geworfen werden.
Ich habe sie allerdings normal per Überkopfwurf an einer echten 6er Schnur geworfen. Dabei muss man auf eine passende Wurfgeschwindigkeit achten, damit die schwere Nymphe, bez. in meinem Fall das Bleischrot mit Tunsten ummantelt, nicht zum gefährlichen Geschoss mutiert.

Durch so einen Rollwurf wird die Gefahr durch das Gewicht/schwere Nymphe minimiert, man kann ihn auch an Stellen mit weniger Rückraum anwenden, aber es sind die schon angesprochenen schweren Schnurklassen erforderlich.

LG
Reinhard
Zuletzt geändert von Trockenfliege am 03.10.2020, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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alfredo.fly
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von alfredo.fly »

Hallo Reinhard,
das ist nur meine persönliche Meinung, viel zuviel Getüddel, „Radau“ im Wasser.
Da ist man mit einer leichten Zweihandrute viel besser bedient und alles geht flüssig in einem Wurf. :D
Wer will kann es ja so machen wie in dem Video.

Gruß Willi
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Harald aus LEV
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Harald aus LEV »

Sieht interessant aus.
Ist mir persönlich aber zu hektisch und bringt mir zu viel Unruhe und Scheuchwirkung ins Wasser.
Da ist eine Zweihand schon effektiver, wie Alfredo schreibt.
Aber jeder wie er mag.

Gruß
Harald
RFFS-
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Magellan

Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Magellan »

Harald aus LEV hat geschrieben: ...Ist mir persönlich aber zu hektisch und bringt mir zu viel Unruhe und Scheuchwirkung ins Wasser.
? in diesem speziellen Fall mit relative “leichter Leine” von Scheuchwirkung zu sprechen erschließt sich mir nicht. Ich würde die Distanz zum Fisch, (in diesem Fall offensichtlich tiefstehend) das aufsetzen der Montage, auf nicht weniger als 10m einschätzen.

Harald,wer pauschalisiert denn da? :wink:

Es soll sie noch geben, die Gewässer, die ohne Besatz und entsprechenden Befischungsdruck eine etwas unsensiblere Präsentation der Fliege ermöglicht...

Gruss
Heiko
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Thomas E.
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Thomas E. »

Um die schwere Montage im D- Cast auszubringen, braucht man nunmal ein bestimmtes Leinengewicht und Profil.
Ob das mit der Zweihand besser/ unauffälliger geht, bezweifle ich.
Zumal die Schnur recht weit ausgefischt wird und man für den nächsten Wurf ja irgendwie verlängern muß.

Ich glaube schon, das die Kiwis für Ihre Bedingungen das Optimale gefunden haben. :)
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Joosti
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Re: "Rollwurf" der Neuseeländer

Beitrag von Joosti »

Thomas E. hat geschrieben:Ob das mit der Zweihand besser/ unauffälliger geht, bezweifle ich.
Ich sehe das ähnlich wie Thomas,
am Ende kommt es auf das passende Schnurprofil an.
Einhand oder Zweihand macht da keinen Unterschied.

Ich hatte es ja etwas eher schon mal erwähnt, dieser Wurf wenn auch mit anderer Schnur heißt in Nordschweden Byskeloop.

Im folgenden Video Minute 03:10 wird er gezeigt.

https://www.youtube.com/watch?v=MtOA6m0ZCVc

Für mich ist der Ablauf identisch mit dem des Tongario Rollcast.

TL Joosti
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