Eine Sinktip werfen - wie?

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Harald aus LEV
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von Harald aus LEV »

Ohne jetzt jemandem auf die Füße treten zu wollen und ehrlich gesagt, ohne alle Postings bis in Detail gelesen zu haben, habe ich bei dem Thread ein eigenartiges Gefühl.
Ein Einsteiger schreibt, dass er bereits 2 Setups hat, mit denen er es mal an nem Teich versuchen will.
Es entspinnt sich eine Expertendiskussion über verschiedene Setups und deren Vor- und Nachteile. Sicherlich alles vollkommen richtig und korrekt.
Aber, ob dies dem Fragesteller nun wirklich hilft? Er hat halt seine beiden Setups und will erst einmal das Beste daraus machen.
Von daher fand ich Hawks Posting für den Moment am effektivsten.
Hawk hat geschrieben:Wichtig ist bei den schnellsinkenden Schnüren grade wenn die so einen Schusskopf artigen Aufbau haben das man da nicht lange mit rumwedelt.
Vorschwung, Rückschwung so das die Keule grade eben draußen ist, Vorschwung und schießen lassen, am besten mit Doppelzug.

Wenn man mit Keule + mehreren metern Running line versucht das ganze in der Luft zu halten wird es seeehr instabil...
Sozusagen Quick And Dirty.
Das ist etwas, mit dem man als Beginner etwas anfangen kann
Alles andere kommt dann später, wenn er bei der Sache bleiben möchte und mal überschaut, wieviel Geld er für die ganzen Setups ausgeben darf.

Nichts für ungut, nur meine Meinung.

Gruß
Harald
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von orkdaling »

Harald,
Frage war nach "wie werfen" gestellt.
Wenn wir mal bei seinen 2 Schnueren bleiben, auch bei seinem Forellenteich, seinen Fliegen....
Kann er denn so wie von Sven beschrieben werfen? Hat er genug Platz fuer Ueberkopf?
Mal abgesehen von den Bedingungen vor Ort -mag er ueberhaupt Ueberkopf, oder doch lieber Unterhandwuerfe?
Und mal abgesehen von Gramm und Grains, von Længen und Sinkraten, vielleicht hat er von eben diesen anderen Møglichkeiten noch nichts gehørt?
All das kønnen wir nicht wissen, wir haben nur Infos zu den 2 Schnueren.
Vielleicht geht es denen die da antworten auch darum genau das zu erwæhnen , Ort und Bedingungen erfordern andere Wuerfe mit eben diesen leinen.
Mir ist die Beschreibung von Sven doch sehr einseitig auf den Ueberkopfstil und Schusskopfprofile ausgelegt.
Kann aber auch daran liegen das ich an vielen Angelgewæssern keinen Platz habe, viel Wind, mehr oder weniger weit werfen muss, vielleicht nur 20% Ueberkopf, eigentlich nur mit normalen WF diesen Stil werfe.
Gruss Hendrik
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Harald aus LEV
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von Harald aus LEV »

orkdaling hat geschrieben:Harald,
Frage war nach "wie werfen" gestellt.
Gruss Hendrik
Hallo Hendrik,
na ja, die Frage war "wie werfen mit meinen Setups".
Und diese Frage wurde von Hawk kurz und bündig und absolut richtig beantwortet.

Alles andere was Du schreibst sind Deine eigenen Interpretationen. Das dies für Dich die richtigen Kombinationen sind, glaube ich Dir gerne. Aber Du bist ein erfahrener Fischer an Gewässern, die teilweise extrem sind und da brauchst du auch ganz ausgefuxtes Zeugs.
Wenn er vielleicht noch nicht so gut werfen kann, wird er es lernen. Wir haben alle einmal angefangen und waren keine Mastercaster.
Ich bin nur der Meinung dass einem Einsteiger eine Expertendiskussion über das Für und Wider unterschiedlicher Setups nicht viel bringt.
Weil er das Ganze gar nicht umsetzen kann. Auch das ist ein Lernprozess.
Dieser ganze Kram mit unterschiedlichen Köpfen, Setups u.s.w. ist eine Angelegenheit, in die man sich reinfuxen muss. Das erfordert Zeit, Übung und eine ganze Menge Geld, bis man das/die Setups für die jeweilige Situation und den eigenen Wurfstil gefunden hat.
Du setzt doch auch keinen Fahranfänger in einen Formel1-Wagen.

Gruß
Harald
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von orkdaling »

Moi Harald,
da will ich dir nicht widersprechen.
Ich kenne nicht seine Fæhigkeitem , nicht sein Platzangebot und ich wuerde eine #6/9ft auch mit Switch Cast werfen.
Dann noch ein længeres Vorfach benutzen als am SK .... aber vielleicht sind die Teichforellen auch nicht scheu und støren sich nicht an einem Plums - æh
ueberkopf einschlagenden Schussskopf.
Und das sollte auch ein Anfænger hin bekommen, zumindest wissen. Glaube die fangen in den Kursen auch mit Rollwuerfen an.
Naja egal ,ich sehe es von der praktischen, taktischen Seite.
Gruss Hendrik
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von troutcontrol »

orkdaling hat geschrieben:... und støren sich nicht an einem Plums - æh
ueberkopf einschlagenden Schussskopf.
Wo ist doch gleich der große Unterschied bei switch / underhand / surf cast in Bezug auf die Landung des Schusskopfes ? Die Fallhöhe ?? Die Geschwindigkeit ??? :roll:
Martin
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von orkdaling »

& Martin
Das Profil - so einfach!

Oder anders gesagt - Plumkopf mit kurzem Vorfach gegen langes duenn auslaufendes Front Taper mit langem Vorfach ergeben eine Præsentationsmøglichkeit die in keiner Weise zu vergleichen sind. So sicher wie das Amen in der Kirche !
So verhælt es sich zwischen schiessen und ausrollen (egal ob wir von EH, Switch, DH sprechen) und darum gibt es auch genau dafuer die verschiedensten Profile.
Bitte den Zusammenhang beachten, diese Aussage bezog sich nicht auf laden der Rute!

Und zur Fragestellung bzw zur Empfehlung mit dem "kurzen fackeln" mit dem erwæhntem Vision Bottem Kopf und der erwæhnten 9ft #6.
Das wird es wohl nicht mit kurzen fackeln werden. Selbst wenn der 9,15m Kopf von 150gr mit nur einem Rueckschwung aufgenommen werden kann, so ist die Abstimmung nicht stimmig. Das bedeutet das mind. der erste Vor- und Rueckschwung gebraucht werden um zu verlængern damit etwas mehr Schnuer fuer einen Doppelzug vor die Spitze kommt und gleichzeitig etwas mehr Gewicht (1,5m = ca 2g)
Und wenn dann die Geschwindigkeit + Gewicht stimmt (fuer Geuebte mit den 2 Vor und Ruckwuerfen) duerfte sich diese Montage werfen lassen.
Wenn zu dieser Rute ein passender Kopf (egal ob SK oder WF) um 200gr (so wie alle Hersteller sie anbieten/empfehlen) zum Einsatz kæme, na dann wære neben den Ueberkopfwurf auch ein Switch Cast møglich.
Unabhængig ob Anfænger oder Fortgeschrittener, die Physik (in Form von Abstimmung und Stil) læsst sich nicht austricksen.
Gruss Hendrik
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von troutcontrol »

Verstehe.
Schussköpfe sind demnach kurze Plumpsköpfe.

:wink:
Martin
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von troutcontrol »

orkdaling hat geschrieben:
& Martin
Das Profil - so einfach!

Oder anders gesagt - Plumkopf mit kurzem Vorfach gegen langes duenn auslaufendes Front Taper mit langem Vorfach ergeben eine Præsentationsmøglichkeit die in keiner Weise zu vergleichen sind. So sicher wie das Amen in der Kirche !
So verhælt es sich zwischen schiessen und ausrollen (egal ob wir von EH, Switch, DH sprechen) und darum gibt es auch genau dafuer die verschiedensten Profile.
Sinker mit dünn auslaufendem Fronttaper? Hab ich was verpasst?

Bild
Martin
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von orkdaling »

Moin,
wir redeten von EH SK - wie lang sind die?
Hatte ja mal am Anfang einige Links gebracht was da so auf dem Markt ist, von SA,GL, Zpey, von Salmologic ... kann man schøn sehen wie lang und wie schwer und welches Profil.
Sogar ob die fuer Kueste, Bach, EH, Switch ,DH gedacht sind, ob die fuer schiessen oder zum ausrollen geeignet sind - findet man alles in den Produktbeschreibungen
Zu deiner Frage:
Ist ein EH SK und denn (vielleicht noch mit Sinkrate) so lang wie eine WF mit vielleicht noch 8 oder 10m Front Taper?

Aber Martin, ich war heute morgen 9 uhr schon werfen, Schnur/Rutenabstimmung im Aussenbereich vom Orklabad.
1 .Leine war ein LB - 22m intergrierter Sinkkopf 59g
2. Leine war ein LB - 17m mit nur 56g
Wie sehen die wohl aus? Vorne sau duenn, hinten ist der Kopf sau dick bevor es wieder auf Runningline runter geht ,noch dazu haben die dort 2/3 der Masse im Belly damit ich eine Wurfmasse im D-loop habe und nicht in dem langen duenen Zeug was mir da im Wasser absæuft.
Ok, hab auch Floater da ist die Masse halbiert, 50% im 10m Front taper und 50% im 8m Belly .
Profil und Masseverteilung - die haben sich was gedacht!
Oh , das sind ja Vollschnuere. Ok, hab auch Køpfe mit solchem Profil, allerdings gibt es die DH Køpfe nur bis 16m .

Zum SK werfen vielleicht noch, ein Beispiel von Scientific, sieht man gleich fuer welche Klasse bzw Rute.

GRAIN WEIGHT SINGLE HAND - SPEY - SWITCH - TIP FOR SKAGIT
150 3/4 10’ Sonar Leaders
180 4/5 3/4 10’ Sonar Leaders
210 5/6 - 3 - 4 10’ Sonar Leaders
240 6/7 - 3/4 - 4/5 10’ Sonar Leaders
270 7/8 - 4 - 5 10’ Sonar Leaders/
8’ 80gr TC TIPS
300 8 4/5 5/6 8’ 80gr TC TIPS
330 8/9 5 6 8’ 80gr TC Tips/
10’ 120gr TC Tips
360 8/9 5/6 6/7 8’ 80gr TC Tips/
10’ 120gr TC Tips
390 9 6 7 10’ 120gr TC Tips

Und noch eine Tabelle wie so ein Plumser ausehen kann
WEIGHT HEAD LENGTH GRAIN WEIGHT
150 GRAIN 11’ / 3,4m 150gr / 9,8g
180 GRAIN 11’ / 3,4m 180gr / 11,7g
210 GRAIN 12’ / 3,7m 210gr / 13,6g
240 GRAIN 13’ / 4,0m 240gr / 15,6g
270 GRAIN 14’ / 4,3m 270gr / 17,5g
300 GRAIN 15.5’ / 4,7m 300gr / 19,4g
330 GRAIN 17’ / 5,2m 330gr / 21,4g
360 GRAIN 18’ / 5,5m 360gr / 23,3g
390 GRAIN 19.5’ / 5,9m 390gr / 25,2g
420 GRAIN 21’ / 6,4m 420gr / 27,2g

Sowas gibt es natuerlich auch von anderen Herstellern, fuer Skagit Schusskøpfe, zu Scandi Schusskøpfen, fuer EH,SW,DH und WF mit Schusskopfprofil.

Und dann duerften wir ja zum Thema zurueck, wenn es keine weiteren Fragen gibt.
Gruss Hendrik
troutcontrol
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von troutcontrol »

Der obere Kopf auf dem Bild hat ein Fronttaper von 9 m, ich würd ihn nicht als dünn auslaufend bezeichnen.
Es gibt einfach keine Sinker mit massetechnisch dünn auslaufendem Fronttaper, da diese U-mäßig abtauchen würden.

Und da es die nicht gibt, versteht ich deine Ausführungen zu diesem Thema schlichtweg nicht.
Zuletzt geändert von troutcontrol am 29.03.2021, 07:53, insgesamt 2-mal geändert.
Martin
fjorden
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von fjorden »

Hallo Hendrik,
ich glaube du stiftest hier mit den langen theoretischen Posts zu Keulenprofilen und Gewichten mehr Verwirrung als Erkenntnisgewinn. Du hast geschrieben dass du eine Bottom Express und Teeny T Schnur noch nicht geworfen hast. Ich kenne die Schnur sehr gut und habe die sehr häufig gefischt. Eine T 150 reicht für eine 6er Rute und eine T 200 für eine 7 und 8er Rute.
Gruß
Fjorden
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von orkdaling »

Fjorden,
schau die Tabellen von allen fuehrenden Herstellern an, schau dir an was die fuer ihre 6er Ruten angeben bzw ihre Schnuere dazu, egal ob sinkend oder mit verschiednen Raten oder Floater.
Es geht hier nicht um eine Marke sondern um das Prinzip. Genau darum hab ich mal die gebrauchlichsten Typen erwæhnt , siehe weiter oben.
Dazu hab ich festgestellt (und das findet man sogar bei den Produktbeschreibungen, den Videos) wie man solche Teile benutzt und fuer was.
Nicht eine meiner GL, oder Scott oder Salmologic in #6 wuerde ich mit 150gr ausreichend belasten, weder der (Mit-) Entwickler der GL Multi Tip Køpfe wuerde das tun, (den ich persønlich kenne) und auch nicht Henrik Mortensen ræt zu solchen Gewichten.
Wenn man mit der erwæhnten Rute und 150gr die Vision oder jeden anderen vergleichbaren Kopf in Switch cast werfen wuerde, wære das Problem sogar noch grøsser.
Ich weiss auch nicht was Martin wollte, er hatte ein Zitat von mir gebracht aber im ganz anderen Zusammenhang.
Es gibt nun mal nicht nur die Køpfe die uns in schønen Bildern præsentiert werden, was erzæhle ich , das ist ja nur ein kleiner Teil vom Spektrum.
Siehe zB die Tabellen von SA UST, die von mir eingestellten Werte sind von einem EH Skagit Schusskopf.
Bei SA kann man diese auch als Scandi Schusskopf und jeweils als Vollschnur mit solcher Keule finden. Uebrigens in der Tabelle sieht man nicht nur was eine #6 braucht , nee auch was eine 7 oder 8 als EH oder Switch oder Spey braucht. Eine 7/8 mit 200gr hab ich noch nirgends gefunden, noch nie darueber gelesen .

Wenn man sich das rein zieht was die so in ihren Schnur ABC (GL) oder Instructionen (SA) schreiben, egal ob als Anfænger oder Fortgeschrittener , dann ist das fuer mich keine Verwirrung sondern Erkenntnisgewinn (wie du schreibst). Ich wuerde es sogar als Grundwissen bezeichnen! Sonst braucht man keine alten AFFTA Tabellen mehr, keine WG Angaben auf den Ruten usw.
Aber so ist`s nun mal, die Mehrheit kennt nur die gewøhlichen SK, ræt nur zu diesen und Ueberkopf.

Martin, man kann auch einen GL Schusskopf oder einen von LTS oder... nehmen , ich rede von 16m die man selbst auf die Rute zuschnippeln kann.
Da geben die fuer #8/9 im Belly 3g an , fuer die #10/11 sogar 4g/m die man von hinten weg schneiden soll.
Ein #10/11 hat 50g, Belly halbe Længe = 8m, das wæren dann schon mal 32g, bleiben fuer die 8m des Front Tapers 18g.
Bei den Long Belly Vollschnueren noch extremer , die haben ja 750 oder gar 850gr und die duennen Front Taper sind ca 10m lang.
Hab da heute mal gemessen, die mit S3 oder S5 haben 1,2mm, die Floater laufen noch mehr aus und haben 1.08mm /10cm vor dem Loop.
Also eher vergleichbar mit einer WF Spitze, jedenfalls nicht vergleichbar mit einen SK oder Sinkschnur der herkømmlichen oder sagen wir besser alten Generation. Auch wenn Gl eben wieder einen aufgelegt hat, #6 mit 247gr!, sowas ist nicht mehr der Renner, nicht mal an der Kueste, die meisten nehmen wieder WF (mit unterschiedlichen Kopflængen/Sinkraten/Profilen) weil man da eine schøne Handlingszone hat. Somit besser fuer verschiedene Ruten geeignet und verschleissfreier als eine duenne Running. Wenn ich schon das Bild sehe, die Loops , nee danke.
https://www.guideline.no/produkter/flue ... 0000120339
CIMG0342.JPG
CIMG0342.JPG (200.05 KiB) 794 mal betrachtet
Sogar diese SK , die GL nicht mehr fertigt, kann man auf Grund des Profils und der Gewichtsverteilung nicht wie die gewøhnlichen SK werfen, nee man nutz das Gewicht im Belly was sich im D Loop befinden muss. Die heutigen LB von Cortland, Mackenzie und auch RIO sind noch besser geworden und erfreuen sich grøsster Beliebtheit besonders in den letzten Sommern. Auch da geht der Trend weg von schweren plumsenden Zeug.
Die Fangzahlen bestætigen das, ich kann die letzten 5 Jahre verfolgen, sehe das sich die Ergebnisse meiner Mitstreiter fast verdoppelt haben, auch wenn andere von schlechten Aufstiegsjahren /Klimaeinwirkung usw. reden.
Was hat das nun mit EH zu tun, ganz einfach, genau so sind die Leinen fuer Switch cast aufgebaut, also keine gleichmæssige Gewichtsverteilung, daher kein Ueberkopfwerfen mit diesen Dingern. Und da sich das Klima geændert hat kommen diese Leinen und Ruten auch immer mehr zum Einsatz.
Ach ja, hat man fueher mal gefragt was man am Meer so auf Mefo braucht, fast immer #7 oder #8 mit 18 oder 20g, SK oder WF mit kurzer Keule...
Heute fischen viele mit #6 an der Kueste - 16g /247gr, seltsam wie sich die Zeiten doch ændern.

Ich hør lieber auf , sonst verwirre ich ja noch mehr. Erstaunlich finde ich allerdings das selbst Fortgeschrittene, egal ob sie nun vorwiegend am Bach oder Fluss oder Meer unterwegs sind, sich so einseitig auf eine Methode/Stil festlegen. Hauptsache immer die neueste Rute.
Gruss Hendrik
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von troutcontrol »

orkdaling hat geschrieben:Hab da heute mal gemessen, die mit S3 oder S5 haben 1,2mm, die Floater laufen noch mehr aus und haben 1.08mm /10cm vor dem Loop.
Also eher vergleichbar mit einer WF Spitze, jedenfalls nicht vergleichbar mit einen SK oder Sinkschnur der herkømmlichen oder sagen wir besser alten Generation.
Hendrik,
dir dürfte nicht entgangen sein, dass wir MASSEN werfen - und keine DURCHMESSER. Das Vergleichen der Durchmesser von Schnüren mit unterschiedlichen Sinkraten hat keine Aussagekraft, sondern führt lediglich zu falschen Behauptungen und Schlussfolgerungen.

Bild

Der obere Schusskopf auf dem Bild hat einen Spitzendurchmesser von 1,00 mm, der untere liegt bei 1,03 mm !!!
Zuletzt geändert von troutcontrol am 27.03.2021, 11:05, insgesamt 2-mal geändert.
Martin
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von orkdaling »

Moin,
Martin, genau das, also das wir Massen oder von mir aus Gewichte mit Profilen werfen sage ich ja permanent!!!
Wir werfen nun mal keine Marken oder Tabellen durch die Luft.
Und weil wir Massen werfen muessen wir berucksichtigen wie diese auf der Længe des SK bzw WF Kopfes verteilt sind.
Bei meinen Beispielen mit den 1,08m auslaufenden 8 bzw 10m langen Front Tapern befinden sich laut Hersteller 1/3 der Masse im FT was sich von 2,5mm verjuengt. 2/3 der Masse befinden sich im im Belly, was die Wurfmasse darstellt.
Ich hatte frueher schon man einen Atlantic Salmon von SA beschrieben ( LB`s bauen die leider nicht mehr)
Ich fische auf meinern kleinsten DH 13ft 7# - eine Schnur mit 38g /16m Keule, Masseverteilung - 14g FT, 24g Belly - laut Hersteller)
Bei diesem RIO ist das nicht so ausgepægt, den gibts auch nur als Floater , man sieht aber schøn das Profil https://www.rioproducts.com/products/in ... -head-spey
Nun kønnte ich noch Bilder/Profile von Cortland, Mackenzie, oder ... bringen die zB S3 oder S5 Spitze haben, aber auch da laufen die nach vorne aus und das Wurfgewicht sitzt im Belly - konstuktiv , fuer Trad. Spey hergestellt.
Interessant finde ich die Hybid von Vision und die Spitzen dazu, mal sehen ob es die zum Saisonstart hier gibt https://visionflyfishing.com/product/hy ... ered-tips/

Martin, im uebrigen hatte ich genau dazu schon mehrfach die Masseverteilung dieser Schnuere beschrieben, also bitte nicht wieder in anderem Zusammenhang darstellen. Es ging nur darum zu zeigen wie duenn die Sinker auslaufen kønnen - im Gegensatz zu herkømmlichen SK !

Anders ist die Masse im herkømmlichen EH-SK verteilt, auch in einem DH SK (Skagit). Aber das brauch ich wohl nicht erklæren, diese kennen die meisten Fliegenfischer zur Genuege.

Wenn wir hier ueber das werfen von Sinkern reden, dann muss man sich erstmal ein bestimmtes Grundwissen zu eigen machen (was natuerlich auch fuer Floater oder zusammengesetztes Zeug gilt - alles unterliegt physikalischen Gesetzmæssigkeiten.
Ich hatte dazu folgendes empfohlen: leider nur engl. oder norsk/svensk
https://www.scientificanglers.com/taper ... damentals/
https://www.guidelineflyfish.com/produc ... -lines-faq
Nur wenn man das Zusammenspiel von Belly und Front/Rear-Taper versteht,
nur wenn man weiss wie sich Profiltyp, Masseverleilung auswirken,
nur dann kann man ueberhaupt richtig einschætzen wann, wo und wie ich einen SK oder WF mit Sinkrate einsetze.
Auch kann man mit diesen Wissen Schluesse auf den erforderlichen Wurfstil bzw die erforderliche Ausruestung unter den jeweiligen Bedingungen ziehen.
Auszug/Uebersetzt vom Gockel
"BAUCH
Der Abschnitt mit dem größten Durchmesser, der Bauch, trägt auch den größten Teil des Gewichts und damit der Energie.
Längere Bäuche erhöhen die Wurfweite und Genauigkeit
Kürzere Bäuche schießen besser und wirken schneller, opfern jedoch die Genauigkeit
HINTERER TAPER
Die Länge der hinteren Verjüngung bestimmt, wie reibungslos die Energie auf den Bauch übertragen wird."

Das halte ich fuer extrem wichtig, genau diesen Uebergang (Rear Taper/Handlingszone) hast du an den einfachen Schusskøpfen nicht.

Genau darum ging es mir mit meinen Beispielen!
Eigene Erfahrungen sind ja nicht zu verachten, sie schliessen aber die Gesetzmæsigkeiten nicht aus und veranlassen auch keinen Hersteller davon ab zu weichen. Darum bauen die auch keinen Sinker (egal welchen) mit 150gr in #6, darum hab ich auf die fuehrenden Hersteller verwiesen, um zu sehen was es so auf dem Markt gibt.
Manchmal kommt es mir hier so vor wie man es aus Sprichwørtern kennt :
"was Hænschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr" oder aber " was der Bauer nicht kennt ..."
Ich will natuerlich niemanden zu nahe treten, das gilt fuer selbst ernannte Anfænger genauso wie fuer die selbst ernannten Fortgeschrittenen, mich eingeschlossen.
Aber ich stelle eben fest das man zu sehr auf wenige møgliche Varianten setzt den Fischen an die Schuppen zu kommen.
Wenn ich nach Uebersee, die Insel oder nach Skandinavien schaue, wird das extrem deutlich. (Ich sehe niemanden mehr der mit einfachen SK am Meer, der Ostsee oder aber den Mefo-,Bafo-, Æschen-, Lachsfluessen unterwegs ist. seltsam !?)
Wundert es denn nicht warum man bei den fuehrenden Herstellern nur noch wenige herkømmliche SK gibt, aber mehr WF mit Sinkspitzen, mehr Multi Tips, Hybrid mit Wechselspitzen, Swichtleinen mit und ohne Sinkspitze/PolY ....
Klar wollen die ihren Schnitt machen, sollen sie auch, letztendlich entscheide ich was fuer mich bzw meine Bedingungen am besten passt.

Gruss Hendrik

Ich verlasse diesen Faden mal mit einer Geschichte fuer die die es møgen. (ja dem Einen ist mein Geschreibe zu lang, der Andere sendet eine PN oder mail und bedankt sich, weil er Zusammenhænge erkannt hat)
Vor Jahren fische ein Mann unterhalb meiner Zone, gab dort Kurse. Er hatte ca 10m lange Bellys mit langen Vorfæchern. Diese nannte man dann Andersson Stil oder danach Scandinavien. Dort war er sehr erfolgreich in einer tiefen Aussenkurve die sich unmittelbar hinter meiner Zone anschliesst.
Nun war ich aber auch ab und an etwas oberhalb zu gange. Da fischte jemand mit sehr langen Long Belly Leinen.
Genau am Uebergang seiner Zone zum Einlauf meiner (Trettøya) befindet sich eine Schwelle quer uebern Fluss der da gut 50m breit ist. Tiefe je nach Wasserstand von knie - bis ar...tief.
Was ist nun richtig ? Unterhalb stand Gøran mit seinen (Scandi)Schusskøpfen, oberhalb steht Tellis mit seinen Long Bellys (mit denen er es mal zu Weltmeisterehren brachte). Und ich steh in der Mitte auf meiner Insel. Unterhalb Rinnen von bis 3m Tiefe, teils Weisswasser. Oberhalb sogar 80m breit , Rieselstrecke und bis max Bauchnabeltiefe. (die Stellen muss man treffen)
Also mit was sollte ich denn nun fischen? Logisch , den Bedingungen angepasst.
Nun ist wohl klar warum ich immer mit 2 Ruten los latsche und seit einigen Jahren (klimabedingt, zeitweise wenig Wasser) keine Plumser mehr gebraucht werden. Oben schon gar nicht, da sind die Long Bellys angesagt. Unten macht es eine abgestufte Leine je nach Wasserstand von F/H/I ueber F/S1/S3 und notfalls mal ein Poly 5 angehængt. Als ich anfing mit der Orkla Fischerei war ich froh einen Fisch /Woche zu erwischen.
Mit neuen Erkenntnissen die ich mir ober- und unterhalb abgeguckt hatte kam ich so vor ca 5 Jahren auf einen Wochenschnitt von 3 Fischen.
Mit Anpassung der Gerætschaft auf die sich fast tæglich ændernden Bedingungen hatte ich letztes Jahr einen Tagesschnitt von ueber 1/ Tag.
An meinen Wurfkuensten hat sich nichts geændert, muss wohl doch an der Abstimmung liegen, der leichteren Fischerei, also Verzicht auf die Plumser.
Anders kann ich mit auch nicht erklæren das im Fjord, den Bacheinlæufen die Fangzahlen gestiegen sind obwohl es auch hier immer weniger Mefos gibt.
Nicht einen SK mehr im Gebrauch, dort wo ich diese fischte kommen WF teils mit Sinkspitzen zum Einsatz. Statt Plums , ablegen, præsentieren, richtige Tiefe finden...
Ach ja, nicht nur ich bin der der Glueckliche der seine Fænge trotz geringerem Aufstieg, trotz geringerem Vorkommen steigern konnte, so erging es auch meinen Mitstreitern, in der Laksbørse finden sich 3 Jugendliche (von 16-18J) unseres Vereins die die Saison 2020 mit ueber 30 Fischen abschlossen - ohne Plums vorne dran ! Da kommen dann noch ein paar aus den Kleinlachsfluessen hinzu wo die wie ich auch mit Switch unterwegs sind.
Sollte man da noch an Zufall glauben ?
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Re: Eine Sinktip werfen - wie?

Beitrag von troutcontrol »

orkdaling hat geschrieben: Martin, im uebrigen hatte ich genau dazu schon mehrfach die Masseverteilung dieser Schnuere beschrieben, also bitte nicht wieder in anderem Zusammenhang darstellen. Es ging nur darum zu zeigen wie duenn die Sinker auslaufen kønnen - im Gegensatz zu herkømmlichen SK !
Alles wird gut ! :mrgreen:
Martin
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