Land unter

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pitt
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Re: Land unter

Beitrag von pitt »

Moin

Das hat, aus meiner Sicht, mit dem Klimawandel weniger zu tun, als mit dem Verbreitungsgebiet des Menschen und der ständig wachsenden Population. Damit zu tun wie, wo und was wir bauen. Damit zu tun, dass wir wirklich alles zubetonieren und asphaltieren was uns unter die Fingerkuppen kommt. Und damit zu tun, dass wir alle Flüsse in begradigte und stromerzeugende Kanäle umgewandelt haben. Den Regen in diesen geisteskranken Mengen hat es schon immer gegeben, nur die Mutter Natur berechnet immer noch keine Versicherungsschäden, und hat immer noch nicht gelernt, wie Bad News über alle verfügbaren Kanäle zu verbreiten gilt - dafür hat sie uns. Homo est stultus, et avarus, et tentans animal.
Zuletzt geändert von pitt am 15.07.2021, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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MahiMahi
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Re: Land unter

Beitrag von MahiMahi »

Hallo zusammen,
bei meinem Hausgewässer geht die Fischerei seit gestern abend wieder ganz gut.
Mal schauen wie es heute abend sein wird wenn wir fischen gehen.
Aber Leute eines noch: Es gibt Pfifferlinge und Steinpilze zumindest hier in unseren Wäldern. Das ist doch was oder?

LG
Harry
superfredi
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Re: Land unter

Beitrag von superfredi »

Ja - dieses mal haben wir hier in Mitteldeutschland Glück gehabt - ist halt vieles in den süd/westlichen Bundesländern runtergekommen.
Das man nicht weiß, wieviel Wasser über die vollen Talsperren runterkommt ist das eine - aber man sollte keine Angst vor einem Überlaufen der Talsperre haben, wie es hier auch bei uns in den Medien fast schon rüberkommt.
Jede Talsperre ist dafür ausgelegt und gebaut. Die "Tosbecken" sind entsprechend dimensioniert.
Ich drück allen die Daumen die unterhalb wohnen, das nicht zu viel auf einmal runterkommt !
Bin mal über Eure Meldungen gespannt, wie die "Bäche" hinterher aussehen... :smt102
Alles Gute den Betroffenen !
Fred
Beppo
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Re: Land unter

Beitrag von Beppo »

Hallo in die Runde,
man kann den Betroffenen nur alles Gute wünschen, ihnen die Daumen drücken das die Versicherungen sich nicht quer stellen und die jeweiligen Bundesländer alle Geschädigten unterstützen.
Auf der anderen Seite ist es wieder ganz typisch aber auch beschämend, obwohl die Katastrophe kaum vorbei ist, dass sich Politiker wie Laschet quasi reflexartig hinreißen lassen die ganze Sache dem Klimawandel zuzuschreiben. Wir kamen hier im Osten diesmal mit einem blauen Auge davon. Trotzdem standen auch hier Ortschaften unter Wasser. Z.B. in einem Ortsteil von Plauen bekamen die Leute "nasse" Füße. Hatte man früher dort kaum Sorgen mit Hochwasser, so bekommen die Leute jetzt bei jedem größeren Regenguss Angstzustände. Es wurde vor Jahren oberhalb dieser Ortschaft, im Einzugsgebiet des Baches der dort durch diese Ortschaft fließt ein Gewerbegebiet errichtet. Dort wo sich früher Wiesen und Äcker befanden sind jetzt viele Hektar für Gewerbeflächen und Parkplätze mit Beton und Asphalt versiegelt wurden. Die Entwässerung der versiegelten Flächen erfolgt über diesen Bach, der ja wiederum durch diese Ortschaft fließt und dies alles aus eigener Kraft und ohne Klimawandel.
Noch Fragen ...?!
Gruß Beppo
Michl
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Re: Land unter

Beitrag von Michl »

Moin,
schon seit Jahren sagen die Klimaforscher das Extremwetterereignisse bei anhaltendem Temperaturanstieg zunehmen werden.
Genau das passiert gerade.
Wenn in kürzester Zeit, wie an der Ahr, 200 l Regen auf den m2 fallen kommt es zu Sturzfluten, egal ob ein Gebiet bebaut ist oder nicht.
In Braunsbach und anderen Gegenden in BW hat es vor 5 Jahren schon einmal solche Ereignisse gegeben, nur durch Glück kam niemand ums Leben.

Wir hatten hier bei uns damals 140 l pro m2 in 24 Stunden, da hies es von Behördenseite es sei ein 500-jähriges Hochwasserereigniss.
Das hatten wir vor 3 Wochen wieder, also wars ein 5-jähriges.......
Der Klimawandel steht nicht bevor, er ist da.
Das die exzessive Flächenversiegelung, die wir in immer höherem Tempo betreiben, den Effekt noch verstärkt steht auch ausser Frage.

Aber wir lernen leider nix draus.
Nach einer Woche allgemeiner Betroffenheit gehen wir zur Tagesordnung über, handeln mit Emissionen, bauen noch ein Gewerbegebiet und ein Rückhaltebecken.
Wachstum um jeden Preis ist angesagt.

Gruß Michl
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Harald aus LEV
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Re: Land unter

Beitrag von Harald aus LEV »

In meinen Augen ist die Sache etwas diffiziler.
Wir hier unten im Flachland haben schon seit Jahren riesige Überflutungsflächen eingerichtet, die einen Großteil des Wassers aufnehmen. Da sind z.Zt. immer noch Kapazitäten frei.
Schlimmer ist es im Bergischen Land, an der Ahr und in der Eifel. Durch die umliegenden Mittelgebirge gibt es dort vielfach nicht den Platz um Überflutungsflächen einzurichten, die solche Wassermassen aufnehmen können. Um nicht komplett von den Witterungsbedingungen abhängig zu sein, wurden ja in den letzten Jahrzehnten/Jahrhunderten so viele Talsperren gebaut. NRW ist das Bundesland mit den meisten Talsperren. Denkt mal an die letzten Dürresommer mit Hitzerekorden zurück. Hätten wir keine Talsperren gehabt, wäre es tödlich für Landwirtschaft, Industrie und Privathaushalte geworden. Die Betreiber klagten darüber, dass der Niederschlag kaum noch ausreicht, um die Sperren mach den Sommern wieder zu füllen.
Jetzt gibt es halt das andere Extrem, dass an einem Tag so viel Regen fiel, wie sonst in verregneten Wochen. Wir liegen hier genau am Übergang vom Bergischen Land zum Rheinland - also Berg- und Flachland. Auch hier steht eine Ortschaft großflächig unter Wasser. Das ist halt eine oberhalb der Überflutungsflächen.
Ich habe jetzt die Pegeldaten der beiden Flüsse, die uns hier direkt tangieren. Der kleinere (Normalstand 25-30 cm) hatte den Höchststand von 3,87 m erreicht, der größere (Normalstand 60-70 cm) lag bei 4,55 m! Jeweils die höchsten Werte, die je erreicht wurden.
Auch gestern und heute sind die Martinshörner der ausrückenden Hilfskräfte ständig zu hören.

Gruß
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Harald aus LEV
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Re: Land unter

Beitrag von Harald aus LEV »

Michl hat geschrieben: Aber wir lernen leider nix draus.
Nach einer Woche allgemeiner Betroffenheit gehen wir zur Tagesordnung über, handeln mit Emissionen, bauen noch ein Gewerbegebiet und ein Rückhaltebecken.
Wachstum um jeden Preis ist angesagt.

Gruß Michl
Hallo Michl,
genau so siehts aus.

Gruß
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Harald aus LEV
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Re: Land unter

Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo,
in den bergischen Regionen kommt häufig noch das starke Gefälle der Hügel hinzu. Wenn solch starke Regenfälle runterkommen, saugt sich der Boden voll und der Hang beginnt abzurutschen.
Und was die Bäche angeht können die Gemeinden im Grunde nur versuchen, diese ohne scharfe Kurven großflächig um die Orte herumzulegen. Das kostet natürlich eine Menge Geld, die die einzelnen Gemeinden wahrscheinlich gar nicht aufbringen können. Sie müssten sich zusammenschließen und Gelder von den Kreisen und Ländern erhalten. Und dann gibt es sicherlich noch endlose Diskussionen mit den Grundstückseignern. Also alles nicht so einfach und kurzfristig garantiert nicht regelbar.

Gruß
Harald
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Michl
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Re: Land unter

Beitrag von Michl »

Harald aus LEV hat geschrieben:Hallo,
in den bergischen Regionen kommt häufig noch das starke Gefälle der Hügel hinzu. Wenn solch starke Regenfälle runterkommen, saugt sich der Boden voll und der Hang beginnt abzurutschen.
Und was die Bäche angeht können die Gemeinden im Grunde nur versuchen, diese ohne scharfe Kurven großflächig um die Orte herumzulegen. Das kostet natürlich eine Menge Geld, die die einzelnen Gemeinden wahrscheinlich gar nicht aufbringen können. Sie müssten sich zusammenschließen und Gelder von den Kreisen und Ländern erhalten. Und dann gibt es sicherlich noch endlose Diskussionen mit den Grundstückseignern. Also alles nicht so einfach und kurzfristig garantiert nicht regelbar.

Gruß
Harald
Hallo Harald,

Du kannst die Bäche nicht verlegen.
Die Gewässer haben sich ihr Bett in Jahrtausenden gegraben und die Täler eingeschnitten.
Da geht nix mit drumrum, da die Täler eben schmal sind und um die Gewässer in den Ortschaften verbaut.
Zudem holt sich das Gewässer bei derartigen Ereignissen sein altes Bett wieder zurück, das hatten wir alles schon.

Ich wohne 60 m von einem in normalen Zeiten 30 cm tiefen Bach, wir hatten regelmäßig Hochwasser bis 2 m, bis talaufwärts Dämme gebaut wurden die bei Bedarf den Durchfluss auf einerträgliches Maß verringern und an ungefährdeten Stellen große Flächen einstauen.
Das hat bisher geholfen, auch wenns in letzter Zeit häufig knapp davor war, dass die Dämme überlaufen.
Die letzten Male als ich Wasser im Haus hatte kam es immer aufgrund Starkregen den Berg runter, das passiert mittlerweile fast jedes Jahr.
Ich hab mich darauf eingerichtet, bei bestimmten Anzeichen werden entsprechende Maßnahmen getroffen.
Wenn wir wegfahren wird das prophylaktisch gemacht.
Aber der Tag wird kommen an dem das alles nix mehr nützt, das sehe ich gerade ganz klar.

Man kann schon was tun, aber bei derartigen Niederschlagsmengen hast Du im Bergland keine Chance.

Was die betroffenen Leute da durchmachen ist mit Worten nicht zu beschreiben.
Hoffentlich folgen den Beteuerungen der Politik auch schnell Taten........

Gruß Michl,
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Re: Land unter

Beitrag von Dominikk85 »

Langfristig muss man natürlich beim Klima was tun, aber bis das wirklich wirkt werden Jahrzehnte vergehen weil das Wirtschaftswachstum der schwellen und drittweltländer die ersparnis der Industrieländer auffrisst (dennoch muss man natürlich gerade deshalb sofort damit anfangen).

Die Frage ist was man in den nächsten 2 Jahrzehnten bis die klimapolitik wirklich wirkt tun kann.

Flächenversiegelung und begradigung der Flüsse wird man kaum so schnell zurückbauen können, Deiche sind natürlich eine Möglichkeit, aber kaum an jedem Bächlein umzusetzen, vor allem wenn Bau und ackerland direkt am ufer liegt.

Dominik
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Re: Land unter

Beitrag von Sigi »

Nabend,

es ist nicht leicht, als Ahnungsloser zu all dem bereits gesagten noch was hinzuzufügen. Deiche gehen jedoch schon mal gar nicht. Wasser läßt sich nun mal nicht einsperren.

Auch meine Fischreviere befinden sich im Bergischen, jedoch vorwiegend in der Eifel, die ich ziemlich regelmäßig besuche.
Durch die letzten 3 extrem trockenen Jahre hat ja der Borkenkäfer in den Monokulturen großflächig gewütet. Beim Durchfahren der Nordeifel, sowie dem Bergischen weiter
Richtung Sauerland sah man nur noch Mondlandschaften. Alles platt.

Nun meine Frage: kann das auch damit zusammenhängen, dass die Thermik durch die furztrockenen Böden dazu beiträgt, dass sich über solchen Regionen Unwetter zusammen
brauen, die sich quasi kaum, oder sehr langsam von der Stelle bewegen? War ja auf der Isobarenkarte so erkennbar.

Oder: Wenn der "Superbrennstoff Braunkohle" noch bis 2135 weiter verheizt wird, das Loch in Garzweiler noch größer wird, dieses dann evtl. geflutet wird, entsteht ja wieder
eine andere Thermik in der Region. An solche Szenarien mag ich gar nicht denken.

Auf alle Fälle wünsche ich allen Betroffenen für die nächste Zeit viel Kraft und Zuversicht.

Sigi
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pitt
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Re: Land unter

Beitrag von pitt »

Hallo
Harald aus LEV hat geschrieben: Und was die Bäche angeht können die Gemeinden im Grunde nur versuchen, diese ohne scharfe Kurven großflächig um die Orte herumzulegen.
Man löst keine Probleme auf die gleiche Art, wie sie verursacht wurden.
Sigi hat geschrieben: Oder: Wenn der "Superbrennstoff Braunkohle" noch bis 2135 weiter verheizt wird, das Loch in Garzweiler noch größer wird, dieses dann evtl. geflutet wird, entsteht ja wieder
eine andere Thermik in der Region. An solche Szenarien mag ich gar nicht denken.
Ich kenne nur zwei Wasserlöcher in unseren Breitengraden, die Einfluss auf das Wetter nehmen können, der Genfersee und der Bodensee, die anderen sind viel zu klein für sowas.
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Re: Land unter

Beitrag von Michl »

Hallo,
das Mikroklima ist nur ein kleiner Faktor, trägt zwar auch zum Gesamten bei, aber ist nicht für derartige Lagen verantwortlich.
Momentand sind die Veränderungen des Jetstreams wohl das, was den Wetter- und Klimaforschern Kopfzerbrechen bereitet.
Deren Bewegungen haben in Nordamerika an der Westküste eingeheizt und über uns nasse Luft eingeschaufelt die sich auf der Stelle gedreht hat.
Insgesamt nimmt die Geschwindigkeit wohl ab, und das bringt mit sich das bestimmte Lagen länger verweilen.
Das ist natürlich stark vereinfacht, das Gesamtbild ist aber selbst für hochqualifizierte Wissenschaftler noch nicht eindeutig.

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Harald aus LEV
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Re: Land unter

Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Michl und Pitt.
Habt Ihr andere Lösungsansätze? Oder soll Eurer Meinung nach gar nichts gemacht werden außer einfach abwarten?
Ihr mögt ja Recht haben, trotzdem sollte etwas getan werden, um evtl. in der Vergangenheit gemachte Fehler zu korrigieren. Alles beim Alten zu belassen und auf den Klimawandel zu verweisen mag zwar grundsätzlich richtig sein, ist aber keine Lösung. Sagt dass mal den Menschen, die ihr Hab und Gut, oder sogar Angehörige verloren haben.
Ich erhebe mit meinem Vorschlag keinen Anspruch darauf, dass das überall so gemacht werden soll/kann. Aber vielleicht gibt es andere Lösungen, wie etwa Rinnen an geeigneten Stellen, die, wenn die Bäche ansteigen, das überschießende Wasser aufnehmen und in andere Bereiche ableiten, oder notfalls auch Dämme/Deiche, die das Wasser von den Orten fernhalten oder Auffangbecken, die mit starken Pumpen versehen sind, um das Wasser in weniger gefährdete Bereiche zu pumpen, oder, oder oder.
Das sind Überlegungen von einem Laien, nicht von einem Wasserbauer. Notfalls holt man sich Hilfe in den Niederlanden. Deren Erfahrungen mit Wassermanagement sind bekannt.
Das kostet natürlich Geld. Hier müssen die jeweiligen Landes- oder gar die Bundesregierung unterstützen. Es braucht Politiker die handeln und nicht nur die Orte besuchen, Betroffenheit zeigen und warme Reden halten.

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Re: Land unter

Beitrag von Harald aus LEV »

Michl hat geschrieben:H
Deren Bewegungen haben in Nordamerika an der Westküste eingeheizt und über uns nasse Luft eingeschaufelt die sich auf der Stelle gedreht hat.
Gruß Michl
Hallo Michl,
das konnte man sehr gut in den Regenradarprogrammen beobachten. Da war ein bis zu mehrere hundert Kilometer breites Regenband, dass von Holland bis in die Schweiz reichte und sich ständig auf der Stelle drehte, aber nicht weiter zog, wie es normalerweise der Fall ist.

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