Kormoran - Vergrämung

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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gespliesste
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von gespliesste »

Hallo,

vielleicht ganz interessant ...

https://dafv.de/projekte/kormoran/item/ ... -ueberholt

LG,

Olaf
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fliegenfeger
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von fliegenfeger »

Hallo Olaf,

wie beurteilst du die Lage, bleibt es nur ein Statement von Herrn Gade und man diskutiert endlos weiter oder passiert jetzt mal etwas.

Gruß
Armin
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MahiMahi
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von MahiMahi »

Hallo und sorry das ich da so reinplatze,

der Kormoran ist doch so ein schöner schwarzer Vogel der hat Hunger (muß man doch verstehen) und frisst mir die Fische aus dem Fluß!
Die Äsche welche wirklich bedroht ist sieht keiner die ist auch nicht kuschelig. Die meißten Normalbürger wissen gar nicht was ne Äsche ist.
Es wird da nix großes passieren. Auch wenn wir hier im Württemberg schießen dürfen kommen da immer noch genug Ouerschläger aus der naturfarbenen Ecke.
Wenn du ein Fischwasser hast siehst du das mit ganz anderen Augen. Der Besatz kostet Geld da springt niemand für Verlust ein.
Man müßte endlich mal beginnen die Gelege zu vernichten und da dran zu bleiben, vielleicht wird es dann erträglicher.
Wir haben gerade wieder genug der schwarzen Schaar auf den Bäumen hocken. Das Ergebnis wird sich im Frühjahr zeigen.

LG
Harry
Maggov
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von Maggov »

DerRhöner hat geschrieben:Hallo allerseits

Ich könne noch ergänzen. Ich weiss von Jägern, die eben auch den Aufwand ansprechen, zumal die Jagd auf einen Kormoran per se für Jäger nicht attraktiv ist. (ich sag mal, ungefähr so spannend wie Rotaugen für die meisten Fliegenfischer) Aber sie sind bereit das als Hegemassnahme zu unterstützen, wenn man Sie zumindest auf der Kostenseite frei hält, denn Munition ist auch nicht umsonst und die eine oder andere Räucherforelle schadet vielleicht auch nicht...

Gruss

Christian
Deswegen habe ich den Vorschlag bei uns im Verein eingebracht den Jägern eine Abschussprämie zu zahlen und hoffe der geht durch. Die Rechnung ist aus kaufmännischer Sicht recht einfach: Der Kormoran frißt ein halbes Kilo Fisch am Tag, ein Kormoran weniger macht so über den Winter eine schöne Summe an "Besatzschaden". Den Besatz den ich einbringe ohne zu vergrämen kann oder sollte ich mir sowieso sparen da das die Kormorane doch nur anfüttert. Dann zahle ich doch lieber für einen mittelfristige und halbwegs nachhaltige Verbesserung der Bedingungen.

Wenn Gebhard richtig liegt und nach ein paar Abschüssen die Kormorane das Wasser erstmal meiden kann ich wieder "umschichten". Wenn nicht können wir die Idee immer nich beerdigen.

Das Ganze ist bei uns von der Konstellation auch recht praktisch da es um einen Baggersee geht bei dem die angrenzenden Gewässer im gleichen Jagdgebiet liegen. Auch dort wird geschossen und ich hoffe so auf einen halbwegs breiten Effekt. Genehmigung liegt vor und der Jäger macht auch mit (gerade vor Weihnachten waren sie draussen - ohne Prämie)- jetzt wollen wir nur noch einen weiteren Anreiz bieten um die eben nicht sehr befriedigende Jagd etwas attraktiver zu machen.

Meine Hoffnung ist dass wir so nach 2,3 Winter den Effekt haben den Gebhard beobachtet/beschreibt.

LG
Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
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Beppo
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von Beppo »

Ein Hallo in die aktuelle Runde,
man kann nur sagen, alle Jahre wieder, eine Wiederholung, der Wiederholung, der ...., ... !
Erkenntnisgewinn gleich Null.
In diesem Sinn
Gruß Beppo
Fliifi-Sepp
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Der Beitrag im DAV ist schon gut. Er argumentiert sachlich und ohne Polemik, so sollte es sein!

Allerdings fehlt mir bei den Beispielen, der vom Kormoran besonders bedrohten einheimischen Fischarten (Aal und Bauchforelle wurden genannt) die Äsche. Insbesondere die Äsche als heimischer Wild-Fisch, der sich in Gefangenschaft nicht vermehren läßt und auf den Wild-Fang von laichbereiten Elterfischen angewiesen ist, ist aus meiner Sicht besonders gut für die Argumentation geeignet.
Die Äsche ist zudem ein wunderschöner Fisch, als Fotomodell und Sympathie-Träger deshalb auch für weniger an Fischen Interessierten sehr ansprechend.
In Ergänzung mit der Bachforelle, die in der richtigen Färbung wie ein Fisch aus dem Amazonas aussehen kann, würden sich diese beiden sehr gut für eine Sympathie-Kampagne für bedrohte Fischarten in der Öffentlichkeit eignen.
Wenn sich die Verbände mal zusammentun würden und entsprechendes Geld in die Hand nehmen, könnte daraus was werden!

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

LG Sepp
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gespliesste
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von gespliesste »

Hallo,

die Einzelmaßnahmen zur Vergrämung sind zur Zeit sicher die einzige Lösung, aber auf Dauer wohl verdammt aufwendig und kaum flächendeckend zu jeder Zeit zu gewährleisten.
So kann es ja auch nicht weitergehen, wollen wir unsere Gewässer die nächsten 50 Jahre mit einem Wachschutz austatten? Und wenn der mal zwei Stunden zu lange schläft haben wir trotzdem einen Totalschaden am Gewässer.
Wenn es eine Lösung fernab eines Populationsmanagement geben würde, hätten wir das sicher längst rausgefunden, alles was wir heute mit der aktuellen Gesetzgebung tun können ist im Grunde Kosmetik. Die Regionen die sehr aktiv sind, können sicher etwas erreichen, aber das ist keine Lösung für das Problem an sich.

Wir wollen und müssen den Schutzstatus für den Kormnoran auf europäischer Ebene langfristig aufheben und ein Populationsmodell etablieren, alles andere ist nur Kosmetik. Die EU hat dazu auch schon Etnscheidungen getroffen (ohne wirklich was getan zu haben) und die Jäger ziehen im Grunde auch mit. So ist auch die Meldung zu verstehen. Ich habe dazu ja schon eine Präsentation im EU-Parlement gehalten. Die Äschen haben wir ja in der Vergangenheit immer benannt, aber wir könnten da auch jede andere Fischart benennen. Kormorane fressen was in ihren Schlund passt, egal wann und wo, überall gibt es massive Schäden an den Fischpopulationen. Das geht jetzt schon fast 30 Jahre so und es ist nach wie vor ein Trauerspiel. Wir bleiben dran. Ausser uns macht ja auch keiner wirklich etwas, also wofür welche Gelder zusammenbringen und wer macht es? Ich bin beim DAFV, dem Dachverband und wir setzen uns dafür in Europa mit Nachdruck ein, auch gegen den Wiederstand einiger anderer europäischer Kollegen. Wer eine bessere Idee hat immer gerne raus damit.

Die Holländer und damals auch die Dänen und Schweden wollten von dem Thema nichts wissen. Die hätten keinem Kormoran auch nur eine Feder verbogen. Die Dänen und Schweden denken langsam um, da die Kormorane mittlerweile auch ihre Küstengebiete plündern und die Lachssmolts auffressen (So eine Überraschung!). Die Holländer haben wenig Schäden im eigenen Land (haben ja auch kaum Fliessgewässer) aber haben langsam verstanden, dass auch sie dafür verantwortlich sind, was die Kormorane in anderen Ländern in ihrem Winterzug anrichten. Früher dachten die andern Ländern es gehe uns (deutschen, österreichern, slowenen und schweizern) nur darum die Vögel abzuschiessen, aber das ist überhaupt nicht unser intereresse. Es geht darum bedrohte Fischarten zu schützen. Es ist eine klassische loss-loss Situation. Die EU deckt das ganze Spiel mit ihrem Schutzstatus und den Ausnahmeregelungen zum Abschuss. So wird sie allen gerecht und die Kormorane und die Fische müssen darunter leiden. Die Vogelschützer haben ihr Recht mit dem Schutzstatus und uns Angler sagen sie immer ihr habt doch die Ausnahmeregelungen. Der NABU hat vor einigen Jahren Gebiete mit großen Kormroranbrutkolonien gekauft und führt dort stolz Führungen durch. Wenn die Vögel dann im Herbst wegfliegen ist das ja nicht mehr deren Problem. So brütet der Vogelschutz so viel wie möglich aus und die Angler und Jäger schiessen sie so viel wie möglich ab. Vogel- und Fischschutz 2.0 - Einfach nur krank!

LG,

Olaf
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von orkdaling »

Moin Olaf,
will dir nicht widersprechen, die Zeiten der Bedrohung des Vogels sind vorbei, er ist nun die Bedrohung.
Aber wie du am Beispiel DK und S selber siehst, es ist relativ einfach eine Woche Jagd (sprich Abschuss) zB an der SkjernÅ durch zu fuehren. Jæhrlich, Info an die lachsfischer, los geht es.
Auch in S geht es wo notwendig den Vogel oder Robben - Ueberbestænden ! an den Kragen - und das sind doch auch EU Lænder !
Hier ist der Vogel, die Robben, Biber jagbares Wild und hat Abschussquoten wie halt Hirsch und Elch oder Wolf. (bis auf Wolf alles essbar, hahaha)
Es geht also wenn der politische Wille da ist !
Gruss Hendrik
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von orkdaling »

Aktuell - 15.2.2022
Regierungsbezirk Kalmar (Land/Suedschweden) beschliesst das 2022-2024 bis 2900 Kormorane geschossen/gefangen werden duerfen.
Begruendung:
Die Fischerei in der Umgebung besteht sowohl aus lizenziertem Fischen als auch aus Sport- und Freizeitfischen. Hinsichtlich des Vermögensschadens durch fehlenden oder beschädigten Fang, Schäden am Gerät und dergleichen beurteilt die Kreisverwaltung, dass es sich um einen schweren Schaden und einen erheblichen Vermögensschaden handelt, der eine Entscheidung über die Schutzjagd rechtfertigt. Außer der Schutzjagd gibt es keine geeigneten Lösungen.
( Quelle - https://www.lansstyrelsen.se/kalmar/om- ... skarv.html )
Ich denke mal eine eindeutige und abgewogene Begruendung
Gruss Hendrik
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von gespliesste »

Hallo,

in Dänermark gibt es neue Initiativen: https://dafv.de/projekte/kormoran/item/ ... anplan-vor

LG,

Olaf
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von orkdaling »

Moin,
nicht nur Forellen, Æschen sind bedroht. Die Regierung des Verwaltungsbezirkes Stockholm sieht sich auch 2022 gezwungen regulierend ein zu greifen.
Die Entscheidung betrifft vier Arten der Jagd
Schützende Jagd für stationäre und mobile Fanggeräte und Fischzucht
Schutzjagd an Freilassungsorten ( gemeint wo die vorgezogenen ausgesetzt werden - meine Bemerk.)
Schutzjagd in Schutzgebieten auf Fische
Schutzjagd zum Schutz der Barschbestände
Schutzjagd in Horsfjärden 1. April - 30. April (Kvarnholmen, Fjärdingsman, Skallbaken und Länsman)
Insgesamt dürfen 1.900 Kormorane gefällt werden.

Der jetzige Bestand im Stockholmer Schærengebiet betrægt 5.900 und die Abschussquote 1.900 in 2022 ( 2021 - 2.500)

Gibt aber auch andere Probleme, die den Aufstieg anadromer Arten unmøglich machen und auch da muss regulierend eingegriffen werden.
https://www.lansstyrelsen.se/images/18. ... enfors.jpg
Der Biber ist unser größtes Nagetier und die Art ist im gesamten Landkreis weit verbreitet. Es kann Schäden an Ernten, Wäldern, Wasser, Infrastruktur und Eigentum verursachen. Es gibt eine lange allgemeine Jagdsaison für Biber (1. Oktober bis 10. Mai) und der Biberdamm kann ohne Genehmigung vom 1. Mai bis 30. September abgerissen werden.

Gruss Hendrik
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von orkdaling »

Eben bei den Dænen gelesen, kann man mit verfolgen !
"Es ist kostenlos, an der Anhörung teilzunehmen, die am Mittwoch, den 11. Mai um stattfinden wird 16.45-18.45."
https://multimedia.europarl.europa.eu/e ... ITTEE-PECH
Gruss Hendrik
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von gespliesste »

Hallo,

wir haben am Do. 12.05.2022 dazu mal wieder eine Anhörung im EU-Parlament mit einigen schlagkräftigen Vorträgen, dazu übernimmt bald Tschechien die Ratspräsidentschaft und da werden wir wieder im Rahmen der Europenan Anglers Alliance (EAA) eine Konfrenz auf Ebene der EU anberaumen. Wir bleiben da dran an dem Thema ...

LG,

Olaf
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von Harald aus LEV »

gespliesste hat geschrieben: 10.05.2022, 23:28 Hallo,

wir haben am Do. 12.05.2022 dazu mal wieder eine Anhörung im EU-Parlament mit einigen schlagkräftigen Vorträgen, dazu übernimmt bald Tschechien die Ratspräsidentschaft und da werden wir wieder im Rahmen der Europenan Anglers Alliance (EAA) eine Konfrenz auf Ebene der EU anberaumen. Wir bleiben da dran an dem Thema ...

LG,

Olaf
Hallo Olaf,
dann mal viel Erfolg. Berichte bitte, wie es gelaufen ist.

Gruß
Harald
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Re: Kormoran - Vergrämung

Beitrag von gespliesste »

Hallo,

anbei die Zusammenfassung von dem Hearing, ich weiss das ist viel Stoff. Aber das war extrem interessant und wir wollen zeitnah einen Versuch starten das Problem einer breiten Öffentlichkeit mit Nachdruck näher zu bringen. Die Präsentation von BirdsLife (also der Vogelschutzfraktion) war im Grunde eine Frechheit und extrem schwach, es waren die gleichen alten Argumente, die wir seit 30 Jahren hören, die haben sich kein Stück weiterentwickelt und hoffentlich könnte ihnen das irgendwann zum Verhängnis werden:

- Nebelkerzen
- Kormorane schaden den Fischbeständen nicht
- Ihr habt doch alle mittel das Problem zu lösen
- wir brauchen mehr wissenschaftliche Erkenntnisse
- wenn wir die Flüsse renaturieren, dann ist das Problem gelöst

Aber die Zeiten haben sich geändert und vor allem die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Dr. Niels Jepsen und einigen anderen lassen sich kaum noch ignorieren. Wir wollen da als DAFV zeitnah öffentlich gas geben. Dänemark und Schweden haben mittlerweile auch massive Probleme und angekündigt das Problem so nicht mehr länger hinzunehmen.

Mal sehen was geht ...

Zusammenfassung auf englisch:

The European Parliament’s Fisheries Committee (PECH) held its hearing on “The cormorant problematic affecting EU fisheries and aquaculture” on Wednesday this week. Please find here below the key elements for each presentation and a brief summary of the MEPs’ reactions and statements (complementary information and especially figures can be found in the slides for each speaker – see links below).

Dr. Niels Jepsen, Senior researcher, Technical University of Denmark (DTU), Section for Freshwater Fisheries Ecology, Denmark - Impact of cormorant predation on wild and stocked fish populations and fisheries
• Cormorants colonies in Denmark are growing and birds are staying longer because of mild winters.
• Study on the impact on fish stocks in the Ringkøbing Fjord:
o Half of the tagged eel were eaten by the same colony during the first year;
o 100% of tagged flounders were eaten in the first 15 days;
o 40 – 50 % of tags from Salmon smolts were recovered from one colony.
• Modelisation of the impact on Western Baltic cod based on several parameters (number of birds present in the area, foraging period, proportion of cod in their diet, etc) concludes that an estimated that 15 million cod specimen are eaten annually by cormorants in the Danish part of Western Baltic ; while the total recruitment per year is estimated to only 4 to 17 million cod per year.
• The presence of cormorants in river bodies is relatively recent phenomenon explained by climate change (very cold winters in 2009-2010 and 2010-2011).
• In conclusion, it is certain and scientifically relevant to say that the impact of cormorants on many fish stocks in Danish Rivers, Lakes and Coast is very high. This leads not only to economic and cultural losses but also to biodiversity losses and hinders the achievement of the Water Framework Directive goals.

Anna Pyc,Carp producer, Polish Trout Breeders Association - How cormorant predation affects fisheries/aquaculture: experiences on the ground and problems faced
• Cormorants eat up to 700gr of carp per day.
• Many local solutions have been tried (protecting fish ponds, reducing the availability of fish, auditory and visual deterrent, shooting), including habitat modification and restoration but they are not effective and very costly, the cost of these solutions adding to the loss that still happen. Cormorants adapt very quickly to new protective / carrying devices.
• Need for long term solutions, a verified management plan:
o Regulation of the cormorants population in Europe.
o No protection (remove protection status) of cormorant in the aquaculture area.
• An temporary measure: better compensation of losses in the fish production.

Oliver Martini, Aquaculture operator, Board Member of the Italian Aquaculture Association, Venice – The economic dimension of cormorant predation on the EU aquaculture sector
• The economic loss due to cormorants predation is estimated between 623 and 690 euros per hectare exploited per year, depending on the fish species. Fish farmers of course expect some losses due to predation and other natural factors, but here the is a reduction by 3 between the expected economic outcome and the actual result.
• In terms of fish caught, the difference between the expected level of catches and the actual number of fish caught varies greatly from one species to the other.
• The cormorants population in the Veneto region has been growing non-stop since 1997 (no stabilisation in the recent years compared to other geographic areas). Some are nesting and staying beyond the winter months.
• Many preventive and protective tools have been tested and used as well but the losses remain dramatic.
• Need for an effective management plan for cormorants, including monitoring and control of the population – urgently.

Stefan Jäger, Chair of the Cormorant Commission in the German Fisheries Association and Managing Director of The Association of Fisheries cooperatives of North Rhine-Westphalia - Absence of pan-European cormorant management puts fishery and environmental policy goals at risk
• Recalled the Common Fisheries Policy, the Water Framework Directive and the Bird /Habitats Directive’s objectives. The unmanaged population of cormorants leads to:
o Loss of valuable aquatic food production
o Loss of ecosystem services due to unmanaged predation (impacts on water bodies)
o Loss of biodiversity
• There is a ‘Bermuda triangle’ between the EU directive, the Member States derogation and the regional (16 landers) responsibility which leads to a vacuum and an unmanaged population.
• There is a decoupling between breeding areas and affected areas.
• Call to action:
o Establishment of an European Cormorant Management plan based on:
 Pan-European population model to ensure
• stable cormorant population
• stable fish populations
 Plan needs to cover migration, nesting and resting areas.

Anouk Puymartin, Marine Policy Officer, BirdLife Europe and Central Asia - Solutions for the coexistence of cormorants and fisheries and aquaculture
• About the Cormorant population:
o Estimated population size pan-Europe (incl. Russia, Turkey, Caucasus): ~ 926 000 ind. (min 828 000-max 1 030 000)
o EU: ~ 489 000 ind. (~53% of the pan-Europe)
o Stabilisation trend in Denmark, Germany and Sweden over the last years.
• Very difficult to assess the direct impact on wild fish stocks because there are other mortality factors and ecosystem complexities. Cormorant is one factor amongst others.
• The issue is mainly economic and local. Having a global population management plan will be infective to tackle local impacts. Reducing the global population will not necessarily lead to a reduced pressure on stocks and especially not on fish farms as Cormorants are opportunistic. There is no scientific basis to support an EU management Plan.
• The purpose of the derogation is not to decrease the overall population but only to prevent significant damage – killing should be limited to direct risk and used as a last resort.
• Member States’ reporting on the use of the derogation is very limited and fragmented. The Commission has been very lenient.
• Calls for:
o More funding to develop new preventive solutions and for research;
o Local solutions to a local problem;
o Restoring Cormorants and fish habitats as a best way to protect both.

Béla Halasi-Kovács, Chairman of the Environment Committee, FEAP and ViceChair of the Hungarian Aquaculture & Fisheries Interbranch Association – The legal framework and the limits of derogations: what it means in practice
• About the Cormorants population:
o The European Great cormorant population is estimated at 803,000-1,020,000 mature individuals. (BirdLife International 2015)
o The total number of European population is estimated at 1,600,000 individuals. (European Anglers Alliance 2015)
o 406,000-421,000 pairs of breeding population (Keller, V., Herrando, S., Voříšek, P. (2020)
o Breeders x 3,75 (YOY + immature) = total number of population. (Intercafe 2012a)
• Uncoordinated population management in Europe, varying use of the derogations, is very problematic.
• Main asks:
o Maintaining the derogation is essential to sustain the EU aquaculture, even to protect the populations of threatened fish species, but the current practices are not a sufficient solution.
o Need for an operative European Great Cormorant Management Plan, to determine the carrying capacity of the different habitat types and regions. To determine the eligible measures on spatial and time scale.
o Stable, long term financial support for the scientific basis of the activity and the monitoring of the results, as well as for the protection activities and their equipments.

Several MEPs took the floor to ask questions to the experts of make comments.
• Annie Schreijer-Pierik (EPP, Netherlands), François-Xavier Bellamy (EPP, France), Clara Aguilera (S&D, Spain), Fred Matic (S&D, Croatia), Emma Wiesner (Renew Europe, EPP) all said that the current tools are not adapted and not enough.
• Aguilera and Matic called for an EU-wide or regional management plan(s).
• Soren Gade (Renew Europe, Denmark), Schreijer-Pierik and Bellamy called for a removal of Cormorant from the protected species list and to make it huntable.
• Wiesner and Aguilera called for innovative solutions which can guarantee ecosystem balances and protect fish stocks and aquaculture production.
• On the other hand, the Greens MEPs, Caroline Roose (France) and Ska Keller (Germany) questioned the relevance of the discussion and debate, considering that humans and industrial fishing are greater pressure on fish stocks than cormorants. They asked more details on the scientific evidence of a direct top down impact of cormorants on wild fish stocks.
• Gade concluded the hearing by saying that he will, including as PECH Vice-Chair, remain personally ceased on the matter and fight for solutions to be found. He regretted the absence of the European Commission in this hearing.

Anbei der Link zu der Präsentation von Jepsen und Stefan Jäger:
https://www.europarl.europa.eu/cmsdata/ ... Jepsen.pdf
https://www.europarl.europa.eu/cmsdata/ ... 0Jager.pdf

LG,

Olaf
Zuletzt geändert von gespliesste am 13.05.2022, 22:54, insgesamt 4-mal geändert.
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