Saisonstart 2021

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Wurmbunt
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Wurmbunt »

Hallo,
bei uns im Verein beginnt die Saison erst heute (1. Mai).
Der Bach hat mich aber reich für die lange Wartezeit entschädigt. :D
Der erste Fisch 2021!
Saisonstart 2021
Saisonstart 2021
16198649718100.jpg (79.25 KiB) 1007 mal betrachtet
Da war die selbst gemachte Bambusrute mal richtig gefordert -
57cm und bestimmt nicht frisch gesetzt...
Liebe Grüße,
Andi
P.S. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Emmo

Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Emmo »

Bei uns auch. Ein seltsamer Tag. Träge Fische, die sich nicht wirklich gewehrt haben und nach dem Zurücksetzen einfach vor den Füßen stehen blieben. Da hat der Verein mal wieder einen Besatz eingebracht...

Mit Nymphen habe ich erstaunlich gut gefangen. Die Wurmangler gingen erstaunlicherweise fast leer aus. Und noch einen netten Fliegenfischerkollegen kennengelernt und tolle Tipps mit auf den Weg bekommen. :)

Dazu noch auf meine selbstgebundenen Muster gefangen. Danke noch mal für die Unterstützung.
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webwood
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von webwood »

Hallo,

bei mir in Bayern ging es am 16,04 los. Habe mir natürlich frei genommen. Ich wollte zu Saisonbeginn schon sehr gerne einen Fisch zum essen einladen, war aber nichts. Ich fische fast immer in Watstiefeln, Für die Ammer reicht das, wenn man leidlich weit werfen kann. Da war nun ein Hotspot, wo einfach ein Fisch sein muß. War da wohl auch einer, aber nicht für mich. Streamer, Whoolybugger, Nymphe, Naßfliege und Geheimwaffe Spider. Nichts, Null, Nada. Was solls. Als ich aus dem Wasser ging, merkte ich, dass ich kaum noch laufen konnte. Völlig unterkühlte Beine. Am Folgetag eine Fetzen-Blasenentzündung. KVB-Praxis und Antibiotika bekommen. Hat auch relativ schnell gewirkt. Eine Woche später dachte ich, nun geht es wieder mit dem Fischen, wirf halt mehr vom Ufer aus. bzw. halt nicht tief waten. War eine prima Idee von mir. Immer noch Schneider aber dafür Blasenentzündung Nummero 2.

So viel zu meinem Saisonstart.

TL

Thomas
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Dominikk85 »

Bei mir lief es die letzten Wochen echt gut, allerdings fast nur auf Nymphe.
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Fast alle auf meine selbstgebundene hasenohr Und cdc Nymphe.
Dominik
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Hans.
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Hans. »

webwood hat geschrieben:
.../...Ich fische fast immer in Watstiefeln.../... Als ich aus dem Wasser ging, merkte ich, dass ich kaum noch laufen konnte. Völlig unterkühlte Beine../... Blasenentzündung.../... Eine Woche später.../... Blasenentzündung Nummero 2.
Mensch Thomas,

bist doch kein Anfänger :roll: ! WatHOSE und richtig dickes Unterzeug, die Händler sind voll mit guten, warmen (Woll-) Sachen. Dicke Strümpfe (Wollemischung), Unterhose, dann lange Unterhose (ebenfalls mit Wolle), dann Drüberhose (DICKES Fliess), dann die Wathose (Neoprenfüsslinge!), winddicht bis unter die Achseln! Und auch am Oberkörper gut einpacken. Prima Loft Isolierung toppt mit großem Abstand alles (außer Daunen)! Pulswärmer sind eine Wucht! Wollmütze! Man kühlt nicht nur mit den Füßen aus. In 20 Jahren nicht einmal erkältet. Und ich habe durchaus mit Schnee auf Kapuze und Schultern bis zum Ar*** im Stausee gestanden.
Oder Neopren: R.H. im Süden Bayerns hat wieder Neoprenhosen im Shop, auf seinen Videos geht er selber damit ins Wasser. Und nicht nur im Winter. Hat auch schon das gewissen Alter (wie du und ich), in dem man aufpassen sollte :wink:

Also mein Lieber, nix für ungut, aber so etwas kann auch wesentlich schlechter augehen.

Viele Grüße
Hans
Zuletzt geändert von Hans. am 15.05.2021, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
Man muss nicht alles mitmachen...
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webwood
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von webwood »

Lieber Hans,

es ist ja nicht so, dass ich keine hochwertigen Klamotten habe. Ich war nur zu faul diese anzuziehen.
Saisonbeginn und frischer Besatz, da habe ich doch ratz-fatz meinen Fisch, dachte ich zumindest.
Außerdem ist die Ammer ja nur ein paar hundert Meter von meinem Haus entfernt. Das lohnt sich ja gar nicht, deshalb voll aufzurödeln, Mache ich nur im Winter, wenn ich versuche einen Huchen zu fangen.
Faul und blöd, kostet halt Lehrgeld.

Dein Thomas
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Ich habe es auch immer bitter bereut, wenn ich zu wenig warm angezogen am Wasser war. Ausziehen kann man leicht mal was, aber wenn man nichts dabei hat und es ist kalt, macht das Fischen wenig Spaß.

Der R. H. fischt übrigens schon lange Jahre gerne mit einer Neopren-Wathose. Recht hat er, wenn er sich damit wohlfühlt!

LG Sepp
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von orkdaling »

Moin,
Saisonstart an den grosssen fluessen steht ja noch bevor (1.6.)
Gestern war der Start an einer Reihe der kleineren Lachsfluesse, ich musste umkehren. Da sah es nicht viel anders aus als an der Orkla.
Hier kann man sehen was an Wasser so runter kommt, 50m3 wæren der Durchschnitt.
http://www2.nve.no/h/hd/plotreal/Q/0121 ... 00/uke.gif
Gruss Hendrik
FlyandHunt
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von FlyandHunt »

Auch wenn der Saisonstart vorbei ist, wollte ich nochmal schreiben wie das Jahr verläuft.
Vielleicht sollten wir es eher Saison 2021 nennen, könnten wir ja jedes Jahr so machen...

Nun gut. Das Wetter gestern Abend war ein Traum. Knapp 20 Grad, der Wasserstand war noch erhöht von den Wassermengen im Westerwald.
Die Forellen war ausschließlich auf Trockene aus und so konnte ich in knapp 3 Stunden über 20 Forellen verhaften.
Ein wunderbarer Abendsprung sozusagen.

Grüße
Ferdinand
„There is no greater fan of fly fishing than the worm. “ Patrick F. McManus
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Frank Carstensen »

Moin. Hier bei mir an der offenen Küste werden jetzt zunehmend Köhler (Seelachs) gefangen. Ich konnte auch schon ein paar Exemplare anleinen. Die Fische treffen jetzt aus der Nordsee und dem Atlantik hier ein. Das ist also als Saisonstart zu sehen. Es sind zwar noch keine Riesen, aber trotzdem sind sie immer willkommen. Und mit etwas Glück, kommen wesentlich größere Exemplare in die Region. Mal abwarten.

Bild
Gruß Frank
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webwood
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von webwood »

OK Leute,

das ist jetzt wirklich Off-Topic, erzähle ich aber trotzdem, weil es so lustig war. Dieser Saisonstadt liegt schon einige Jährchen zurück. (Wird schon kein Mod. merken :wink: )
In Norge um Stavanger war ich blinkern. Nichts, null, nada. Sehr ungewöhnlich, da ich bisher bei der Küstenfischerei eigentlich immer zumindest einen Dorsch schnell hatte.
Meiner Frau wurde irgendwann im Zelt langweilig und sie schnappte sich eine Pilkrute, band den buntesten Jig den sie fand an und hat ausgeworfen. Dann kam ein Schrei "Thomas- Hilfe!!!"
Die Küste dort ist stark zerklüftet, so Minifjorde, Ich war nicht weit weg, aber dennoch kein Sichtkontakt. Ich fetz also zurück und da saß meine Frau, mit beiden Beinen um einen Felsen geschlungen und am Ende der ja nun mal bocksteifen Pilkrute tobte es. Es war ein Pollak von gut 1 Meter, dem der Drill gar nicht gefiel. Wir konnten den Fisch landen.

Die Geschichte geht aber noch weiter. Wir waren nach dem Drill an unserem Zelt, als vom Meer her ein verfrorenes Männchen kam. Es hieß Ludwig, war Östereicher und Matrose auf einem Holzfrachter. Er erzählte, er habe sich am Abend zuvor die Rettungs-Motorbarkasse ausgeliehen um noch bischen in den Scheren rumzuschippern, als dann der Motor ausfiel. Er wollte keine Signalraketen abfeuern, da die Seenotrettung in Norge angeblich recht teuer sei. Er vertraute darauf, irgendwann durch die Strömung Land zu erreichen. War ja auch so. Dann bat er mich, ob ich ihn nicht zu seinem Frachter fahren könnte, Klar machte ich das, es hatte ja ohnehin wie fast jeden Tag in Norge mal wieder zu regnen begonnen. Dafür gab er mir 30 Kronen, und an seine Schiff angekommen, gab er mich gleich darauf nochmals 100 Kronen. Nun konnte der Frachter aber ohne Rettungsbarkasse nicht auslaufen. Ich habe dann dem Kapitän anhand seiner Seekarte (gar nicht so leicht zu lesen, wenn man von See zum Land umdenken muss) gezeigt, wo unser Zelt ungefähr steht.
Die Köchin des Frachters fuhr dann mit mir und Funkgerät zurück und lotste die Küstenwache zur Barkasse um sie abzuschleppen. Dafür gab sie mir 500 Kronen. 630 Kronen an einem veregneten Vormittag verdient war nicht so schlecht. Da habe ich mir in Norge einen eigentlich unbezahlbaren Six-Pack Bier gegönnt.

Und um halbwegs beim Thema zu bleiben. ich bekam vor diesem Urlaub eine Fliegenrute mit Rolle, Schnur und ein paar Fliegen geschenkt. Keine Ahnung von nix. Bei Rückschwung fing ich meine erste Forelle. Von da an war ich dem Fliegenfischen verfallen. Das war also der FlFi Saisonstart in meinem Leben.

TL
Thomas
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Re: Saisonstart 2021

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Schöne Geschichte, Thomas.

Und ja, Ferdinand, man könnte diesen Faden auch "Saison 2021" nennen und das jedes Jahr so machen.

Mein persönlichen Erfahrungen in der Saison 2021 waren bisher sehr gut. Aufgrund der kalten Temperaturen hatten wir erst sehr spät Schmelzwasser und deshalb kam ich auf außergewöhnlich viele Fischtage bis Ende Mai. Auch die Ergebnisse waren sehr gut.
Jetzt ist an den größeren Flüssen bei uns erst mal weitgehend Pause. Auch wenn zu der Zeit weniger (aber immer noch) Schmelzwasser das Problem ist, sind es im Sommer die vielen Gewitter. Fast immer irgendwo im Einzugsgebiet "scheppert" es, was zu starker Trübung des Hauptflusses führt, auch wenn es nur Seitentäler der Hauptflüsse betrifft.

Aber es gibt ja bei uns auch eine Reihe von kleineren Flüssen, die dem Schmelzwasser nicht mehr unterworfen sind und die ein kleineres Einzugsgebiet haben, damit die idealen Sommergewässer fürs FF sind.

LG Sepp
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