Isar bei Krün

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Fliifi-Sepp
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Fliifi-Sepp »

An der Isar habe ich mal einige Tage bei Lenggries gefischt, will da meine sehr punktuellen Erfahrungen aber nicht posten. Da gibt´s Locals, die das sicher besser wissen.
Aber generell zur Befischung von größeren Voralpenflüssen kann ich schon jahrzehntelange Erfahrungen beitragen:
Generell wird aus meiner Sicht bei deutlich erhöhtem Wasserstand zu schnell zu Sinkschnüren und Streamern gegriffen. Meine Erfahrungen sind, daß auch bei erhöhtem Wasserstand und selbst bei eingetrübtem Wasser Schwimmschnüre mit Trocken- und Naßfliege, sowie Nymphe erfolgreicher als Streamer sein können.
Meine Info´s sind, daß die Isar bei Krün zu der Zeit bei einem Abfluss unter 5 m3/s gut zu befischen wäre. Mit teils über 15 m3/s war der Abfluss 3./4.06. gut 3x so hoch und das macht die Sache natürlich schwieriger.
Habe bei ähnlichen Verhältnissen (Wasser war "angestaubt") jetzt an 3 verschiedenen Tagen an einem Gewässer vergleichbarer Größe in den Alpen aber mit Schwimmschnur, sowie Trocken- und Naßfliege sehr gut gefangen.
Letzten Donnerstag habe ich dann an einem deutlich größeren Fluß bei ca. doppelter Abluss-Menge (statt 20 m3/s waren es 45m3/s) und grenzwertig starker Trübung ebenfalls mit Schwimmschnur und Trocken-/Naßfliege auch gut gefangen.
Wie schon empfohlen wurde, sind unter diesen Bedingungen dann aber die Randbereiche der Flüsse oft besser. Und da braucht braucht man keine Sinkschnur und auch keine Streamer.
Erstaunlich ist wirklich, daß oft selbst unter diesen Bedingungen eine Oberflächen-Aktivität zu erkennen ist. Gerade dann aber reagieren die Fische sehr empfindlich auf Druckwellen (unvorsichtiges Verhalten am und im Wasser). Wenn man die Gewässer nicht wirklich gut kennt, sollte man die Stellen suchen, an denen eine Aktivität von Fischen erkennbar ist.

Gerade unter solchen Bedingungen ist ein Guide (zumindest für einen halben Tag) oder die praktische Hilfe eines Locals sehr zu empfehlen. Sonst hat es aus meiner Sicht wenig Sinn, bei erhöhten Wasserständen an einem unbekannten Gewässer fischen zu gehen.

Ich fische fast nur an größeren Fließgewässern im Alpen- und Voralpenraum. Je größer, desto lieber!

LG Sepp
drehteufel
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von drehteufel »

Norman506 hat geschrieben:Ganz oben am Einstieg für die Rafter ganz bis an die Kante und da dann tief nen dicken Streamer(sehr viel schnelles und tiefes Wasser) du kannst die Isar da nicht queren(wenn du es versuchst erzählst du) ganz wichtig sind die Ränder(wie schon gesagt) am steinbockdenkmal ist auch einen Versuch wert. Die untere Strecke hat einen großes Wehr oberhalb ist das Wasser ruhig und es wird besetzt, darunter fließt die Isar wieder "frei" und spült immer neue Löcher Wege Standplätze, der alpine Angeler bietet für nen Huni eine übertsichtsührung die würde ich investieren ansonsten kann es so laufen wie beim thread starter.

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Hallo Norman,

die Erkundungstour beim Alpine Angler haben wir schon gebucht, das wird am Donnerstag unsere erste Aktion sein. :wink:
Leider soll das Wetter nicht so toll werden, Regen, Regen, Regen...war ja klar, wenn wir losziehen.
Trotzdem werde ich mir das Fischen mit Sinkschnüren und Streamern verkneifen, da ich das überhaupt nicht mag. Ich vertraue auf meine Perdigons und hoffe, dass sich beim Nymphen der eine oder andere Fisch erbarmt, sofern der Fluss überhaupt befischbar ist.
Noch lieber wäre mir die Trockenfischerei, aber das wird vermutlich nicht so der Bringer sein.
Dass der Fluss nicht einfach ist, finde ich nicht schlimm und ist mir lieber, als zu simple Fischerei.

Gruß,
Marco
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Norman506 »

... schau es dir an, das ist alles andere als simpel;-) man muss an der Isar einfach schauen was so geht, wenn man noch nie da war erschlägt es einen... wenn es einen Schlupf gibt, steigt an der Isar alles(alle Größen bafo raini oder Äsche) man muss aktiv sein und mobil bleiben

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motane
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von motane »

Hallo Marco

Mit der Andi (Alpineangler) bist du in gute Händen !! ist ein super freundliche und gute Guide.
Persönlich finde ich das Isar bei Krün ein andere Karakter hat dann der Isar bei Lenggries.
Stimmt der fluss ist nicht einfach, aber dann ist auch nicht Langweilig. (welche Fluss,Bach ist dass nicht..?)
Wettervorhersage ist leider viel Regen (aber kein starke), Strömung kann stark sein !
Sei Mobil und geniesse der traumhafte Ambiente.
Wie hier auch gesagt wurde, fang an bei der Kante und immer ein paar schritte weiter, und dann immer Tiefer gehen.
Unter bäume kannst du auch dein glück probieren mit Chernobyl ants, Foam Hopper..
(Streamer mach ich auch nicht, nutze sehr viel Naßfliege, Spider, lieicht nympfen, und Trocken.)

Unter der woche ist auch ruhiger und weniger ''rafter'', Kajak fahrer.
Alternatif programm: FliFi in Sylvenstein, bei der Isarmündung, Walchensee, oder Rißbach in Karwendel (ist meistens schneller wider klarer, nach viel regen.)

Wünsche dir ein paar schöne Tagen.
Gruß
milo
Milo van den Ouden
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von drehteufel »

Vielen Dank an alle.
Ich denke, dass das Wetter und damit der Wasserstand uns einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen könnte.
Aber egal wie, die paar Tage werden wir trotzdem genießen.
Zur Not machen wir halt einen Abstecher an die Traun, da gab es bisher immer Fische für uns. :lol:
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Norman506 »

Es gibt oberhalb des Sylvenstein noch eine Strecke am einem Nebenbach, einfach mal googlen da war ich noch nicht, aber sie sieht gut aus. Bei Hochwasser den gesunden Menschenverstand nicht außer Acht lassen, die Dorfschänke ist eine gute Möglichkeit [WINKING FACE]

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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Hallo Marco,

die deutsche Traun und deren Zubringer sind eine relativ sichere Bank. Selbst nach den starken Regenfällen gestern und Regen heute ist der Wasserstand lt. den amtlichen Pegelständen dort schon wieder im gut befischbaren Bereich (ohne die tatsächliche Trübung zu kennen).
Und wenn Du Dich dort schon auskennst, ist das sowieso gut.

Die Chance auf die Kapitalen sind übrigens bei erhöhtem und eingetrübtem Wasser meiner Erfahrung nach sogar besser, als bei normalen Wassertänden. Das hat sich dieses Jahr wieder schon mehrfach für mich bestätigt. Auch wenn ich den größten Fisch am Haken nicht landen konnte. Aber trotzdem ist ein ein schönes Erlebnis, wenn man den "Chef vom Pool" an den Haken bringt. Auch wenn er gewinnt, was ihm von Herzen vergönnt ist! Hat ja seine Gründe, warum er so groß geworden ist.

Und Norman;
Eine ganz wichtige Empfehlung ist natürlich auch Deine, die sich auf die örtliche Kulinarik bezieht! Das kommt oft zu kurz.

LG Sepp
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Norman506 »

Hallo,

Und wie war es an der Isar?


Tl

Norman

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Re: Isar bei Krün

Beitrag von drehteufel »

Hallo,

leider kamen wir nur 1x am Freitag zum Fischen. Da war der Abfluss aus dem Sylvenstein zwar auch schon hoch, aber das Wasser nur leicht angestaubt. Laut Aussage eines Einheimischen gibt es zwischen 10-15 Kubikmeter ideale Bedingungen zum Fischen, wir hatten immer über 20. :|
Wir hatten uns an dem Tag die Fellerhof-Strecke vorgenommen und gegen 10 Uhr mit dem Fischen begonnen.
Erstaunlicherweise ging mit meinen Nymphen fast nichts, bis auf eine sehr schlanke, ca. 40er Regenbogenforelle. Immerhin habe ich meine neue Thomas&Thomas Contact II in 11,2ft und Klasse 3 testen können. Die ist echt mega sensibel, top. Aufticken der Nymphe auf Steinen war damit oft richtig gut fühlbar, kenne ich in dem Maße von meiner SAGE ESN HD nicht so.
Die nicht so gute Nymphenfischerei war aber nicht weiter schlimm, da ab und zu steigende Fische zu sehen waren. Die ließen sich mit Caddis-Mustern auch fangen, sodass ich am Ende zwei etwa 30er Äschen, ein paar Bachforellen und einige Regenbogner hatte. Alles keine Riesen, aber sehr schön anzuschauende Tiere.
Gegen 15 Uhr haben wir dann das Angeln beendet.
Die restlichen Tage wurde die Abflussmenge am Sylvenstein noch erhöht, teilweise auf über 23 Kubikmeter.
Kulinarisch waren wir von der Dorf-Schänke angetan, rustikale und reichhaltige Kost, danke für den Tipp. Für den feineren Geschmack gibt es ein sehr gutes Wildrestaurant in der Nähe, die Rehkeule dort war vortrefflich.

Wir kommen auf jeden Fall nochmal wieder.

PS: Am Montag sind wir spontan zur Weißen Traun gefahren. Erschreckend, was die "nachhaltige" Stromgewinnung so für Auswirkungen hat. Oberhalb des Siegsdorfer Wehrs war so gut wie kein Wasser im Fluss, die verbliebene Brühe stank nach fauligen Algen. Wir haben nacht nicht einmal 2h die Angelei abgebrochen, da wir keine Lust mehr auf einen Stellenwechsel hatten. Das Ganze für günstige 85 Euro je Karte...super. Ich bin wirklich gern dort, aber die Weiße Traun ist erstmal abgehakt.
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Norman506 »

... du meinst unterhalb Höpflinger wehr kein Wasser... das ist doof. Ü 10 Fische für den ersten Besuch Isar ist super.


Tl

Norman

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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Norman506 »

Ah, jetzt weiß ich wo du meinst das Teilstück zwischen Siegsdorf und Höpflinger wehr im Wald ... da haben wir auch schon bei extremem Niedrigwasser gefischt...
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von drehteufel »

Genau das Stück meine ich. Da war auch kaum ein Fisch zu sehen, anders als all die anderen Male, als wir dort waren. Und so niedrig habe ich es dort auch noch nicht gesehen. Sind dann nur vom Siegsdorfer Wehr flussaufwärts bis zur Straßenbrücke gegangen und waren schon bedient.
Leider gab es nur Karten für Weiße Traun oder Hochberg. Hochberg ist aber auch kaum Wasser, wenn man an der Schwimmbadbrücke anfängt.
Naja, egal, war trotzdem ein gelungener Trip.
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von huchenfan_in »

drehteufel hat geschrieben: PS: Am Montag sind wir spontan zur Weißen Traun gefahren. Erschreckend, was die "nachhaltige" Stromgewinnung so für Auswirkungen hat. Oberhalb des Siegsdorfer Wehrs war so gut wie kein Wasser im Fluss, die verbliebene Brühe stank nach fauligen Algen. Wir haben nacht nicht einmal 2h die Angelei abgebrochen, da wir keine Lust mehr auf einen Stellenwechsel hatten. Das Ganze für günstige 85 Euro je Karte...super. Ich bin wirklich gern dort, aber die Weiße Traun ist erstmal abgehakt.
85€ für die Weiße Traun ist ja mal ne Ansage. :shock: Was hätten denn die anderen Traunstrecken gekostet?
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Re: Isar bei Krün

Beitrag von Norman506 »

Men 10er mehr ;-) 65 plus prime time Zuschlag plus 10€ fischmarker die bekommstbdu aber wieder,

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Re: Isar bei Krün

Beitrag von drehteufel »

huchenfan_in hat geschrieben:
drehteufel hat geschrieben: PS: Am Montag sind wir spontan zur Weißen Traun gefahren. Erschreckend, was die "nachhaltige" Stromgewinnung so für Auswirkungen hat. Oberhalb des Siegsdorfer Wehrs war so gut wie kein Wasser im Fluss, die verbliebene Brühe stank nach fauligen Algen. Wir haben nacht nicht einmal 2h die Angelei abgebrochen, da wir keine Lust mehr auf einen Stellenwechsel hatten. Das Ganze für günstige 85 Euro je Karte...super. Ich bin wirklich gern dort, aber die Weiße Traun ist erstmal abgehakt.
85€ für die Weiße Traun ist ja mal ne Ansage. :shock: Was hätten denn die anderen Traunstrecken gekostet?
Hallo,

ich glaube, Hochberg und Traunstein liegen ähnlich vom Preis, die traditionelle Strecke könnte sogar noch minimal teurer sein. Weiß ich aber nicht genau.
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