Plauderrunde Laksfischen

Das Forum der Lachs- und Meerforellenfischer, sowie aller Ostseeangler. Was geht, wann und wo? Auch hier gibt es sicher viel zu erzählen! Denn mal los!

Moderatoren: Forstie, Maggov, webwood, Matthias M., Michael., Olaf Kurth

orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
erstmal 2 Videos vom Gaulfossen (Gaula /Tøndelag)
https://youtu.be/diUXCw8ibxc
https://vimeo.com/162937944
Wie man leicht erkennt, es handelt sich um den ca 800m langen Bereich des Gaulfossens bei Hovin.
Fossen ist eigentlich /wørtlich uebersetzt der Wasserfall, hier aber eine lange schmale felsige Rinne mit starker Steigung, solch ein Wildwasserabschnitt wird auch als Strøk bezeichnet. Nur mal zur Info, hørt man an vielen Fluessen das man es im Strøk versuchen soll - dazu spæter mehr.

Nun mach ich es mir einfach, verlinke mal das was der Gaula Papst . Jan Erik Granbo , dazu schrieb:

Unterer Teil (Muendung bis Gaufossen)
Gaula ist in den unteren Teilen immer befischbar, und im Juni ist das Angeln besonders gut. In diesem Teil des Flusses gibt es keine Eintrittsbarrieren, und die Gefahr des Fischens auf einem "leeren Fluss" ist somit nicht relevant. In einigen Jahren haben die unteren Teile eine effektive Angelsaison, die bis zu 1 Monat länger ist als im Rest des Wasserlaufs. Der Fluss ist relativ breit und langsam fließend, aber einige Teile haben schöne Kiesgürtel und gespannte Strömungen.

Mittelteil (Gaulfossen bis zum Ausgang von Forda)
Die weißen Kiesgürtel, für die der Fluss bekannt ist, kombiniert mit relativ vielen Windungen und kleinen Flussbefestigungen machen den Wasserlauf einladend und abwechslungsreich. Der Fluss hat hier auch mehr Gefälle als weiter unten im Wasserlauf, was zu einer höheren Wassergeschwindigkeit führt, insbesondere in Zeiten mit geringem Wasserfluss.

Oberteile (Forda nach Ea-fossen)
Dies ist auch ein spannender Teil und kann sehr gute Angelmöglichkeiten bieten. Der Fluss ist viel schmaler als weiter unten im Tal und wechselt zwischen Bächen, kleinen und großen Becken unterschiedlicher Tiefe. Die oberen Teile des Wasserlaufs beginnen später mit dem Fischen als die unteren Teile des Wasserlaufs. Das Angeln hingegen ist in Teilen der Saison sehr interessant, wo das Angeln in den unteren Teilen traditionell langsam ist.

Nebenwasserläufe (Sokna, Bua und Forda)
Das Fischen in den Nebenflüssen ist etwas anders als im Hauptfluss, vor allem die Unterschiede zum unteren und mittleren Teil der Gaula sind groß. Die Nebenflüsse sind naturgemäß viel schmaler und der Wasserfluss kann in kürzester Zeit stark schwanken. Im oberen und mittleren Teil des Wasserlaufs wird der Zeitpunkt des Aufstiegs in den Nebenflüssen dadurch bestimmt, wann der Lachs den Gaufossen ernsthaft passiert, und auch hier wird in der Regel später gefischt, als dies in den unteren Teilen des Wasserlaufs der Fall ist.

Nun gibt es sowas natuerlich nicht nur an der Gaula, auch andere Fluesse haben solche Passagen, Wasserfælle, natuerliche oder kuenstliche Treppen.
Wie man schøn am Beispiel Gaula erkennen kann, der Wasserstand und die Temperatur spielen eine wesentliche Rolle.
Die Muskulatur der Lachse ist stark von der Wassertemperatur abhængig, wechselwarme Tiere.
Unter 8 Grad bleibt ihnen nichts anderes uebrig sich tief bzw an an Kanten rum zu druecken um der Strømung aus dem Weg zu gehen, auch bei ueber 16 Grad geht es mit dem Stoffwechsel, sprich Kræften, wieder bergab. Optimaltemperatur fuer den Aufstieg liegt zwischen 10-14 Grad.
Am Beispiel des Gaulfossens bedeutet das, nur wenn mind. 8 Grad Wassertemperatur und nicht ueber 175m3/sek dort anliegen kommen die Lachse ueberhaupt hoch.
Anders herum, ist das Wasser zu warm, zu niedriger Wasserstand, muessen die Lachse auch darunter pausieren.
Und wie bereits erwæhnt, sowas kann ueberall geschehen, was natuerlich einen erheblichen Einfluss auf den Aufstieg hat.
Dann kann es auch geschehen das einige Bereiche auch fuer den besten Werfer, mit bester Ausruestung... leer sind.
Dumm wenn man zu solch einer Zeit gerade dort gebucht hat, keine "Ausweichmøglichkeit" vorhanden ist.
Dann ist nichts zu machen, vielleicht sind noch einige wenige Einstænde zu befischen und das war`s dann bis wieder neues Wasser kommt oder halt der Wasserstand sinkt.
Gegen Temperatur und Wasserstand sind wir machtlos aber auch wenns nicht so dicke kommt kønnen/muessen wir immer diese beiden Faktoren beruecksichtigen.

Und da wæren wir bei unseren Møglichkeiten.
1. Man kann in den Bereichen wo noch Ebbe und Flut wirken und wenige Kilometer darueber immer mit mehr Fisch rechnen sobald die Fische wieder von See/Fjord rein kommen, also Aufsteiger-
Ist auch von Fluss zu Fluss verschieden, meist geht es ca 2 Stunden vor Hochwasser los. Kann aber auch sein das bei wenig Wasserfuehrung und (Mondphase) niedriger Flut die Fische erst mit dem høchstem Wasserstand rein kønnen. Umgekehrt, bei hoher Flut und genuegend Wasserfuehrung kann es sein das bereit 1-2 Stunden frueher der Aufstieg erfolgt, dann sind sie durch wenn man zu spæt da ist. Das sollte man bei Einheimischen erfragen, jeder Fluss hat eine andere Steigung anderes Profil an der Muendung.
2. Ausruestung anpassen, unabhængig ob wir im Unter- oder Oberlauf fischen - bei 8 Grad sind die Brueder tiefer zu finden, 10-12 eher im Mittelwasser und daruebern braucht es eigentlich nur Floater. Hahaha , jede Regel hat seine Ausnahmen.
Wenn die Bruehe zu warm ist, der "Grosslachspool" eher Badetemperatur und wenig Sauerstoff hat, dann kann der Fisch ueberall stehen, meist Steine, Rinnen, Kanten wo das Wasser schneller strømt, auch unter Bæumen, dort ist mehr Sauerstoff und keine direkte Sonne.
Dort treibt mein Floater samt Fliege aber unter Umstænden drueber ohne das der Fisch danach steigt. Dann vielleicht mal einen Poly probieren um die Fliege 0,3-0,5m runter zu bekommen. Oder statt Floater eine F/H/I benutzen damit die Fliege wenigstens unter der Oberflæche/Strømung sichtbar ist. Situationsbedingt.
Und es kann auch sein, je nach Temperatur, Lichteinstrahlung, das der Fisch sogar steigt und Riffle Hitch, sogar Trockenfliegen nimmt.
3. Auf Schwankungen reagieren. Dort wo ich tags noch im Mittelwasser bei Licht fing, da kønnen die Fische abends direkt unter der Oberflæche steigen.
Morgens , besonders im August wenn die Næchte schøn kuehler sind, ist die Wassertemperatur 2 bis 3 Grad niedriger als abends. Meist spæter Nachmittag bis 20uhr am høchsten. Kann also sein das ich dort wo ich morgens gegen 8 Uhr mit F/S1/S3 fing, aber um 20 Uhr ein Floater oder F//H/I ausreicht sonst fischt man zu tief und Lachse gruendeln nun mal nicht nach Fliegen, hahaha.
4. ørtliche Besonderheiten. es gibt keine Strecke , nicht mal in einem gleichmæssig verlaufendem Teil (Unterlauf, Wiesenauen) wo die Tiefen nicht schwanken oder irgendwelche Steine, Kanten vorhanden sind. Selbst wenn es 2 Wochen lang keine Ænderungen gab und eine gleichmæssige Wasserfuehrung herrscht, irgendwann war da mal Hochwasser, Eis, wurde Gerøll verlagert. Und das erlebt man jæhrlich !
Da wo ich letzte Saison noch einen totsicheren Einstand an warf kann dieser versandet sein, da wo eine schøne Kante war nur noch Gerøll ,aber die Kante ist nun 3 oder 5 m weiter stomab, seitlich ? Das ist natuerlich Insiderwissen, also wiedermal Einheimische beobachten/befragen.

An den Beispielen, die man noch weiterfuehren kønnte, sieht man aber das man im wesentlichen Wasserstand und Temperatur beachten muss und danach seine Sinkrate bzw das Schnurprofil auswæhlt, Was natuerlich auch Einfluss auf den Wurfstil hat.
Dort wo ich bei 70m3 einen kurzen kopf mit Sinkrate fischte, einen Skagit oder Scandi mit Poly, dort kann es pløtzlich (nur einen Tag spæter, manchmal nur 3 Stunden wo die Gezeiten wirken) ein Long Belly sein, zumindest aber nichts was plums macht oder drueber treibt.
Mal fischt man ein 12ft Vorfach mit 0,40mm, mal sind es 15ft und 0,35 - und ich rede hier von nur wenigen hundert Metern Strecke.

Es bringt also nichts irgendwelchen Vorhersagungen, gar Hændlerratschlægen zu folgen,
wenn diese das betreffende Fluesschen gar nicht kennen oder halt nur zu einer Zeit mit Idealbedingungen befischen.
Krasse Beispiele hab ich erlebt - Lachsangeln ist einfach, du musst nur dicht unter der Oberflæche fischen.
Fuer gleichen Fluss aber- breit, starke Strømung, du brauchst Poly/Wechselspitzen S3/5 und S5/S7
Und bei den Ruten, natuerlich nur das Beste vom Besten. hahaha .Natuerlich noch 300m Backing auf entsprechender Rolle.
Da ist der Fisch an manchen meiner Fluesschen schon links an der ersten Sandbank, rechts um irgendwelche Felsen geschwommen oder steht tief in einer Aussenkurve oder noch schlimmer- 100m flussauf, Wende und mit Vollgas 100m flussab - das kurbelt keine Rolle so schnell auf, da muss man manchmal folgen.

Eine Regel die alles abdeckt gibt es nicht, man muss immer die Situation, die ørtlichen Bedingungen beachten.
Und wenn møglich, sich vorher informieren was zu erwarten ist. Sowas durchstøbern https://elveguiden.no/no/elv/gaula?tabType=aboutelven
https://www.inatur.no/laksefiske/58a867 ... 431682e1b1 oder halt die Seiten der Vereine.

Fliegen, hahaha, auch da muss ich schmunzeln
https://kvalitetsfluer.vilkasstore.com/ ... ube_ml.png
https://tubeflue.no/assets/img/1024/102 ... image.jpeg
Die obere ist die Gaula Fliege, die untere die Trønder Fliege - nur die Gaula liegt nun mal im Trøndelag, uebrigens sieht die Bjerkreimsflua (Sued Norge) genau so aus wie die Gaulaflue- Schwarz und Blau- ist nun mal was fuer klares kuehleres Wasser und die Fliegen mit rot, orange, gelben Anteil sind was fuer torfige, getruebte Fluesse.
Und wenn man den Statistiken vertaut, die meisten Fische werden immer noch (landesweit, ebenso S und Fi) auf Shadows gefangen halt mit entsprechend farbiger Unterschwinge bzw der Grøsse den Verhæltnissen angepasst.

Wie sagte doch der Hændler zu einem Bekannten der sich jedes Jahr hier rum treibt, Lachsangeln ist einfach.
Darum sieht man auch kein Auto mit nicht wenigstens 2 Ruten auf dem Dach.
Ich fahre manchmal los mit 2 baugleichen Ruten , nur andere Køpfe drauf, einen kuerzeren mit Sinkrate und einen længeren Floater sowie einer EH mit Wechselspitze.
Manchmal ist es auch eine Switch fuer die Løcher oder schmalen Passagen, eine 13,6ft #8/9 mit F/I und 2 Poly mit Sinkrate dazu und eine #10 mit Long Belly.
Am næchsten Tag aber nur mit dem Rad und einer 13ft #7 in der Hand - so einfach , hahaha.

Gruss Hendrik

Ach ja, am Gaulfossen wurden schon 8m3 aber auch 800m3 (Hochwasser) gemessen, 3 Grad bei Saisonstart sowie 20 Grad und Gewæssersperrung im August.
Hier an der Orkla gibts im Gegensatz zur Gaula 5 Hochwasserstaustufen bzw Stromgewinnung - Mindestabgabe 20m3 und nicht ueber 400m3.
An einem meiner kleineren Fluesschen war 2021 so wenig Wasser das nur an drei Regentagen je 2 Fischtage møglich waren, 6 Tage in der gesamten Saison!
fliege1
Beiträge: 122
Registriert: 28.09.2006, 19:45
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von fliege1 »

Hallo Hendrik
Danke für Deinen Beitrag. Es ist trotzdem nicht einfach an einem bekannten Fluss das Erste mal zu fischen.Ich habe die Erfahrung am Mandal gemacht vor zwei Jahren da hat mir das lesen über den Fluss,Fliegen u.s.w. nicht geholfen.
Würde gern mal an der Orkla oder Gaula fischen. Das ist aber ein weiter weite Weg bis dahin.
Deine Beiträge sind aber immer Sehr Informativ und ich lese sie gern.
Danke


Gruß Hagen
Benutzeravatar
Joosti
Beiträge: 420
Registriert: 04.06.2011, 17:05
Wohnort: Bad Salzungen
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von Joosti »

Hallo Hendrik,

danke für die Video-Links, insbesondere dass mit der Drone ist cool.
Ich halte immer an der Brücke und schaue 5-10 min wenn ich nach Norge komme, liegt auf dem Weg und ist ne Art Tradition geworden.
Leider finde ich in der Video-Beschreibung keinerlei Hinweise darauf, wann und vor Allem bei welchem Wasserstand die Aufnahmen entstanden sind.
Sieht nach Herbst und (sehr) wenig Wasser aus.
Weisst du da mehr ?

Die Anreiner im Unterlauf (alles Unterhalb des Gaulfossens) hoffen angeblich immer darauf, dass der Fluss möglichst lange in der Saison viel Wasser führt, damit die Lachse diese Engstelle nicht passieren können.
Was ist da die Grenze, ich hab mal was von um die 120m³/s gelesen, kommt das hin ?
Das auf dem Video dürfte nicht mal die Hälfte sein.

Grüße Joosti
"Lachsfischen gefährdet Ihren Job, Ihre Gesundheit und das Glück Ihrer Familie" :D
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin Joosti,
man sagt bei ca.200m3 kommt kein Fisch mehr hoch, Jan Erik Granbo von Granbo Flyfishing der die dortige Schule am Gaula und Forra betreibt, schreibt ja bereits ab 175m3 bei 8 grad. Wie man weiter lesen kann trifft das oft im oder Anf.Juni ein, manchmal den gesamten Monat. Also ist der Juni unterhalb Fossen eine sichere Bank.
Aber selbst bei 10 oder 12 Grad und ueber 200m3 wird es schwer die 800m zu ueberwinden.
Umgekehrt ist es bei zu wenig Wasser, unter 20m3 auch der Fall.
Oft ist Ende Juli, Anfang August solch eine Lage, mehrfach wurde wegen zu wenig und zu warmen Wasser gesperrt bis der næchste Regen die Lage entspannte. 2020 waren 2 Wochen, 2021 nur 5 tage dicht. Klimaænderung læsst gruessen.
Es kann aber ebenso nach jedem Starkregen geschehen das die Fische mal nicht hoch kommen, immerhin hat der Fluss 200km Einzugsgebiet (ohne die vielen Bæche)
https://youtu.be/nRSWt3E9H0E

Sowas mit wenig Wasser bzw 18 Grad, traf die letzten Jahre an vielen Fluessen ein. Stjørdal 2020 oder Steinkjer, Verdal - alles in der Trondheimfjordregion.
Kennst du ja sicher von Steindalselva, zeitweise kommt nichts den Wasserfall bzwTreppe hoch.
Hier mal 2021 1. Augustwoche direkt an der Bruecke Osen/Coop , da geht bei Ebbe und Sonne nichts hoch.
thumbnail (8).jpg
thumbnail (8).jpg (205.97 KiB) 3629 mal betrachtet
Spæter bei Flut wenigsten so, aber auch da muss man "leicht" zur Sache gehen und wenn møglich die Nachtstunden nutzen auch wenn es nicht dunkel wird so ist zumindestens keine direkte Sonneneinstrahlung, beste Zeit 22-01uhr.
CIMG0429 (1).JPG
CIMG0429 (1).JPG (200.97 KiB) 3627 mal betrachtet
Hier mal Bilder von Einlauf OJFF 5 bei 25m3, liegt etwas oberhalb der Sandbænke bzw genau 50-100m unterhalb endet die Gezeiteneinwirkung so das dort immer Aufsteiger durch kønnen. Mein Lieblingsplatz ist dann entweder am querliegenden Baum( reicht eine Switch ) oder halt an der linken unteren Bildecke (13ft #7 ausreichend bei solchen Bedingungen)
CIMG0384.JPG
CIMG0384.JPG (317.68 KiB) 3627 mal betrachtet
Wenn aber keine Steine am Rand zu sehen sind, ist eher eine #8/9 oder gar 10 angesagt und dann stehe ich auch nicht mehr an der unteren Bildkante sondern auf der Sandbank (hier links) sonst sind die Beine weg, hahaha.
stromauf.jpg
stromauf.jpg (76.79 KiB) 3627 mal betrachtet
Und wenn das Gerøllfeld links unter Wasser ist, dann haben wir ca 50m3, die meisten fischen dann vom bewaldetem Ufer, nur wenige trauen sich noch den Marsch auf die Sandbank zu. Die wissen aber auch wo der geeignete Untergrund ist, keine Løcher oder kohlkopfgrosse Rollsteine.
Auch da sollte man auf Einheimische høren, die wisssen genau anhand von Landmarken wieviel m3 gerade runter kommen, die wissen auch wielange ein Regenguss braucht der 20 oder 50km oberhalb nieder ging. Man will ja auch wieder zurueck ohne die Klamotten in die Wathose zu stecken und diese als Schwimmhilfe zu nutzen.
Bilder nur mal um zu zeigen, an einer Stelle, von der Switch, ueber #7 oder #8/9 bis hin zur #10 ist alles møglich und da muessen keine 2 Tage dazwischen liegen.
Also mit einer Rute und einer Strippe ist da nicht viel zu machen.

Ausserdem sollte man bei der Planung beachten das es fruehe und spæte Fluesse gibt, i.d.R, erfolgt der Aufstieg (Grosslachse wie auch spæter wenn der Hauptaufstieg ist) alles nørdlich vom Trondheimfjord ca 2 Wochen frueher. Nur die Fische in den kleineren Fluessen haben den Hauptaufstieg immer zum Monatswechsel Juni/Juli.
Das heisst nun aber nicht das man nur zu Sankt Hans gut fangen kann wenn der Hauptaufstieg erfolgt.
Am Beispiel der Wasserfuehrung erkennt man das man immer damit rechnen muss das mal weniger in den Fluss rein kommt und mal mehr, auch das der Aufstieg im Fluss mal stoppen kann und bei besseren Bedingungen ein Run einsetzt.
Mal drehen die Fische im Fjord Ehrenrunden und warten ab, im Fluss dann relative Stille, der einsetzende Regen bringt neben mehr Wasser auch Abkuehlung und dann kann es Schlag auf Schlag gehen. Bis sich vielleicht der Wind dreht. Wie das? Die am Fjordeingang besenderten Fische ( durch Forschungsinst,/Uni) brauchen i.d.R. 5-6 Tage um vom Eingang des Trondheimfjords bis zur Gaula, Orkla, Stjørdal. Bei hoch ausfallender Flut/Springflut gar nur 4 Tage. Dreht sich der Wind und sie muessen mehr gegen Meeresstrøme schwimmen dauert es mitunter 8 Tage und wenn dann gerade wenig Wasser den Bach runter kommt, na dann hat man 3 Tage oder eine Woche ein richtiges Aufstiegsloch. Dann kann man nur Einstænde abklopfen, irgendwo steht immer noch was, die sind aber weitaus vorsichtiger als Neuaufsteiger.

Wenn man nur eine Woche hat, wære mir das Risiko Anfang Juni ( noch Hochwasser møglich) oder aber Anfang August (wenig Wasserfuehrung) einfach zu gross.
Sicherer ist dagegen letzte Juniwoche und die ersten drei Juliwochen. Ausserdem, wenn man 2 oder mehr Wochen unterwegs ist kann man schnell mal an einen Fluss der aus einem anderem Einzugsgebiet kommt. Aus Berg/Felsregionen die sind schnell runter und genau so schnell angestiegen, mal kein wasser dann Land unter.
Andere wieder die Wælder, Hochmoor durchfliessen bzw von dort Bacheinlæufe haben sind da wesentlich stabiler. Sollte man bei Reiseplanung/Flussauswahl beachten.

Ach ja, immer eine EH dabei haben. Fuer extrem wenig Wasser und/oder Løcher ab zu klopfen, fuer einen Ausweichtag an einen der kleineren Fluesse/Bæche und jeder hat irgenwo eine Muendung wo es neben Lachsen auch Mefo gibt. Oder vom Oberlauf der Gaula/Orkla ist man in weniger als 1 Stunde an Glomma oder Tolga oder ... wo es Bafo und Æsche gibt. Gleiches gilt natuerlich auch fuer die Fluesse im Sueden oder an der Westkueste.

Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin , noch was zum anschauen bzw Wissenswertes.

Hier mal was aus "suedlichen" Gefilden, zumindest fuer uns. 2 der wohl bekanntesten Fuesse in Sør-Norge sind Bjerkreim- und Mandalselva
https://bjerkreimselva.no/videofilmer-f ... reimselva/
https://youtu.be/Z7sCGZDuwH0?list=TLGGt ... NjAxMjAyMg
Und sowas findet man auch auf den Fluss- Seiten der Vereine, Betreiber usw - Desinfizierung der Ausruestung (Gilt fuer alle die das Flussysthem wechseln- landesweit)
https://lakseelver.no/de/node/22779/organisations/278

Hier was aus unserem Nord-Trøndelag - Namsen - den man wie alle anderen Fluesse auch bei Norske Lakseelver findet- https://lakseelver.no/nb/map
https://lakseelver.no/nb/elver/namsenvassdraget
Und wenn man dort schaut- die neuen Regel ab 2022 - die sich aus den Bedingungen der letzten Jahre (Klima) ergeben haben. Sowas kann also ueberall geschehen, dann ist es gut eine Ausweichmøglichkeit zu kennen.
Auszug: (Go...-uebersetzer , hab nur einige grobe Schnitzer geændert)
§2Zwischensaisonbewertung

Das Managementteam ist verpflichtet, zur Mitte der Saison eine Bewertung als Grundlage für die Bewertung der Beschränkungen in den Fangregeln durchzuführen. Der Vorstand von NE erhält vor Saisonbeginn eine vorab genehmigte Vereinbarung mit den Behörden. Dieser wird veröffentlicht, sobald er verfügbar ist. Die wichtigsten Merkmale der Vereinbarung sind nachfolgend aufgeführt:

Situation A - Mehr als 130% Erreichung des Laichbestandsziels: Der Fangdruck kann auf Wunsch erhöht werden. Die Erhöhung des Fischereidrucks muss jedoch daran angepasst werden, wie hoch die Prognose über dem Laicherbestandsziel liegt, und auch die Unsicherheit in den Prognosen muss berücksichtigt werden.
Situation A> Konsequenz * wird im Frühjahr 2022 veröffentlicht

Situation B - 91 <% Erreichung des Laicherbestandsziels: Die geltenden Fischereivorschriften werden beibehalten. Das Laicherbestandsziel scheint mit der aktuellen Befischung erreicht zu sein, und sollte es trotzdem nicht erreicht werden, dürfte die Abweichung vom Managementziel gering sein.
Situation B> Konsequenz * wird im Frühjahr 2022 veröffentlicht

Situation C - 51-90% Erreichung des Laicherbestandsziels: Die Befischung muss für den Rest der Saison gesenkt werden, damit das Laicherstandsziel erreicht wird bzw. die Abweichung möglichst gering ist. Die Verschärfung muss im Verhältnis dazu stehen, wie gering das Ergebnis unter dem Laicherbestandsziel liegt, und auch die Unsicherheit in den Prognosen muss berücksichtigt werden.
Situation C> Konsequenz * wird im Frühjahr 2022 veröffentlicht

Situation D - Weniger als 50 % Erreichung des Laicherbestandsziels: Die Befischung wird eingestellt, um sicherzustellen, dass der Laicherbestand so nah wie möglich am Laicherbestandsziel liegt.
Situation D> Konsequenz * wird im Frühjahr 2022 veröffentlicht

Die norwegische Umweltbehörde kann während der Zwischensaisonbewertung auch allein außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen, wenn der Zugang zu Lachs (<50% des Normalwerts) im Namsfjorden sehr schlecht ist.

Die beschlossene Zwischensaison-Entscheidung wird veröffentlicht, sobald sie Mitte Juli vorliegt

§3 Quotenregelung, Mindestgröße und Wiederfreigabe

Die Kontingente sind personengebunden und nicht auf andere übertragbar.
Die Quoten gelten für den gesamten Wasserlauf.
Das Tageskontingent folgt dem Datum.
Saisonkontingent folgt dem Kalenderjahr.
Wenn die Tagesquote für Lachs erreicht ist, endet die Fischerei für den laufenden Fangtag.
Wenn die saisonale Quote für Lachs erreicht ist, endet die Fischerei für die Saison.
Tageskontingent:

Lachs: 4 getötete Lachse pro Tag, davon maximal 1 Lachs über 65cm.
Meerforelle: In Namsen und Sanddøla, 1 Stk. und im Høylandsvassdraget 2 Stk. getötete Meerforelle pro Tag.
Saisonkontingente:

Lachs: 12 getötete Lachse pro Saison.

Ja ich høre schon das Erstaunen einiger FF- Gaula, Orkla hat nur eine Entnahmequote von 4 Fischen - Namsenvassdrag (Namseneinzugsgebiet) aber 12.
Das hat nicht damit zu tun das es da mehr Fisch gibt sonder eher etwas mit dem Befischungsdruck bei nur 2 EW/km2

Nun gibt es auch eine Reihe von Kleinlachsfluessen die man weder bei Norske Lakseelver (vertreten ca 60% der Eigner) , auch nicht bei Elveguiden findet, bleibt noch http://www.inatur.no oder man fragt an den ørtlichen Tankstellen /Sportlæden, mancher Besitzer verkauft dort seine Karten (Tag, Woche, Saison)
Beispiel der bereits erwæhnte Steindalselva in der Osen Kommune - direkt am Fluss liegt ein COOP mit den Cafe Osen, dort Kartenverkauf aber nur gegen cash.
Oder hier bei mir zwischen Gaula und Orkla liegen Børsa und Vigda, Karten an der YX Tanke Buvika oder Coop Børsa.
In der Heim Kommune /Kyrksæterøra /E39 (also auf der Kuesten/Fæhrenstrecke von Ålesund nach Trondheim) kann man bei Sport 1 karten fuer mehrere Fluesse der dortigen Region erwerben. Hervorheben will ich da nur Fjelna direkt an der E 39 im Ort Vinjeøra /Vinjefjordmuendung (das ist der Fluss 2021 nur 6 Fischtage hatte)
https://youtu.be/rOpIyTaP_Xk und schaut mal bei ca 6:30 Kjerringhølen und hier mein 6/2021 Bild mit "etwas weniger" Wassser, reichte eine #6 EH aus.
42776025ih.png
42776025ih.png (689.58 KiB) 3588 mal betrachtet
Also es gibt bei Ausweichbedarf immer eine Møglichkeit an eine Karte zu kommen, nur fragen muss man und dann verraten die sogar die gængigen Farbmuster.
Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
mal ein paar andere Laksbilder, hahaha, da will man kein Lachs sein und auf das Fruehjahr warten.
Morgenspaziergang zu meiner Lieblingszone OJFF 5 - 11:30h . minus 18
Sonne zeigt sich heute
CIMG0496.JPG
CIMG0496.JPG (129.07 KiB) 3485 mal betrachtet
angekommen
CIMG0498.JPG
CIMG0498.JPG (273.34 KiB) 3485 mal betrachtet
Spitze der Sandbank - ohne Eis da dort noch Gezeiteneinwirkung
CIMG0499.JPG
CIMG0499.JPG (197.32 KiB) 3485 mal betrachtet
Follobekken (Bachmuendung)
CIMG0500.JPG
CIMG0500.JPG (190.7 KiB) 3485 mal betrachtet
CIMG0501.JPG
CIMG0501.JPG (193.26 KiB) 3485 mal betrachtet
und wieder zu hause nach 3/4 Stunde
CIMG0494.JPG
CIMG0494.JPG (209.4 KiB) 3485 mal betrachtet
Morgen Eisangeln geplant aber bei der Temperatur lasse ich die Saibline schwimmen, hahahaha.
Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
wie sieht es am Tag darauf aus, nur noch -15 und das Wasser dampft uebern Fjord
thumbnail (24).jpg
thumbnail (24).jpg (22.42 KiB) 3392 mal betrachtet
also duerfen die Mefo & Co auch weiter schwimmen.
Fliegenkisten aufræumen angesagt.
Fallen mir doch ein paar Fliegen auf die ich nicht so oft fische aber ab und zu wollen die Lachse und Mefo einfach keine længlichen Shadows- warum wissen wohl nur sie.
Das kann im grossen Strom genau so sein wie in den kleineren Fluessen/Bæchen, auch bei kalten oder warem Wasser.
Dann kommen manchmal solche Hakenfliegen zum Einsatz
CIMG0502.JPG
CIMG0502.JPG (148.25 KiB) 3392 mal betrachtet
Der mittlere ist ein Kanin Zonker, wird sehr gern genommen wenn man die Schnur verzøgert, stoppt und wieder treiben læsst.
Nicht nur das sich das Teil auf und ab bewegt, es blustert sich dabei auch immer schøn auf und streckt sich wieder. Irgendwie reizt das dann doch wo vorher mehrfach die ueblichen Tubenfliegen drueber oder vorbei schwammen.
Das orange Teil ist eher was wenn ich irgendwelche bekannten Einstænde anwerfe, nicht fuer die Oberflæche, je nach Wasserstand/Temperatur im Mittelwasser oder tiefer und dort vorbei laufen lasse und ebenfalls kurze Stop (nur 1 sek) einlege. Das reicht aus um diesen kleinen Dingern Leben zu verschaffen und der eine oder andere sonst stur stehende Fisch schlægt doch noch zu.
Manchmal muss man auch "riffeln", wichtig dabei den Lauf nur leicht verzøgern, mit der Rutenspitze die Leine mal hin und her bewegen damit die Fliege dabei etwas seitlich schwingt https://youtu.be/sXKuYusRBs4
Wenn die Oberflæchenstrømung zu stark wird, Schaum /Weisswasser, ist es aber besser ganz dicht darunter zu fischen.
ZB ein Intermed Poly statt normales Vorfach reicht aus damit die Fliege nicht unsichtbar ueber die Wellen hoppsert.
Eine sehr effektive Methode besonders in den kleineren Fluessen wo an jedem Stein ein Fisch stehen kann.
Auch braucht man da keine besondere Ausruestung, das geht mit einer EH oder Switch und einer WF Leine drauf.
Uebrigens der meist gemachte (Denk)Fehler, der Fisch steht hinter dem Stein. Ja kann sein, oft an den Stromkanten, besonders Mefo und kleine Lachse.
Grøssere stehen oft im Staudruck vor dem Hindenis. Man denkt der Fisch steht dahinter weil er dort die Fliege nimmt, aber meist ist es so das sie vorsichtig die Sache beæugen, mitschwimmen und kurz bevor die Fliege den Bereich des Einstandes verlæsst schlagen sie zu. Also immer ein gutes Stueck vor dem Einstand an werfen und nicht, wie es viele tun, den Stein /Fels als Standplatz nutzen und die Stromkanten dahinter befischen, das erst spæter.
Und keine Angst vor kleinen Haken, ein scharfer Einzelhaken dringt tief in den Kiefer ein, grosse Drillinge sitzen øfter im Kiemenbogen.
Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
eine der wohl in allen Regionen gefischte Fliege - Sunray Shadow -gibt es heutzutage in allen Farbvarianten, auf Plastik-, Alu-, Kupfertube.
Der Erfinder war Raymond Brooks damals in den 60igern am Lærdal, da hatte das patentierte Teil eine milchige Plastiktube, nach Patentablauf wurden sehr schnell die farbenfrohesten Muster gefischt. Was ja auch Sinn macht, konnte man doch mit Hilfe einer farbigen Unterschwinge auf Wassertemperatur und Truebung eingehen.
Statt nur Ziegenhaar und Eichhornunterschwinge wurden dann die tollsten Materialien, teils von nun geschuetzten Tierarten eingesetzt und die Vermarktung trieb die Preise bis auf heutige 9€.
Muss es aber Affenhaar und Jungle Cock sein?
Hier mal 2 Muster
https://rifflinghitch.com/wp-content/up ... 4x626.jpeg
https://www.guidelineflyfish.com/Media/ ... 23996.Jpeg
Man kann aber auch sowas kaufen
https://www.adh-fishing.de/fliegen/flie ... gen-medium
https://www.adh-fishing.de/fliegenbinde ... benfliegen
Auf das Røhrchen kommt bei mir nur noch etwas Eisbær als Unterschwinge, Oberschwinge Ziegenhaar.
Eisbær muss nicht sein, dann halt ein anderes etwas steiferes Haar, nur damit das lange Ziegenhaar nicht eintailt.
Auf die Tube, verwende solche aus Alu bzw etwas kuerzere (ca 1cm) aus Kupfer kommt dann nur noch ein Stueck Schlauch.
Hat den Vorteil das ich nur schwarze Sunrays brauche und das Schlauchstueck ist dann in Farbe wechselbar, orange, gelb oder gruen -ja nach Wassertruebung.
Nur die milchigen Plastiktuben erhalten ein farbloses Stueck Silikonschlauch.
Ich denke mal das ich nicht einen Fisch damit weniger bekam als mit den aus verschiedensten Materialien bestehenden farbenfrohen und teueren Shadows.
Die Lachse verteilen keine Designerpreise, ein Stueck Schlauch kønnen die wohl kaum von einer farbigen Hechel/Unterschwinge unterscheiden, jedenfalls nicht im schnellfliessendem Fluss.
Wenns anders wære hætte ich in den zurueck liegenden Jahren weniger fangen muessen als vorher mit den Kunstwerken.
Das Silikonstueck hælt auch super den Einzelhaken, Drillinge sind nicht mehr erforderlich. Diese (10-14) nutze ich nur wenn ich den Haken freischwingend montiere.
Dazu muss die Unterschwinge aber lang genug sein damit nichts eintailt. Das bringt nicht weniger Fænge aber die Fische lassen sich schonender løsen.
Diese langen schmalen Shadows spielen super in der Strømung, lassen sich selbst in etwas ruhigeren Passagen Leben einhauchen wenn man die Schnur kurz verzøgert und frei gibt.
Auch ueberschlagen die Shadows nicht, wie oft kuerzere Fliegen, in turbulenten Bereichen bzw wenn man Leben einhauchen will.
Selbst in kleineren Bæchen/Fluessen fische ich die Shadows immer zuerst, dann natuerlich 4-6cm lang und nicht die 12 oder gar 16cm langen Shadows die in grøssen Fluessen mit reichlich Strømung gefischt werden. Erst wenn nichts auf diese langen Teile geht wechsle ich zu meist orangefarbenen Cascaden.
Die kuerzeren Cascaden, fische ich eher in ruhigeren Bereichen oder wenn es ordentlich eingetruebt ist.
Allerdings muss man aufpassen, bei Sonne und torfigem Wasser ( was oft als tee- oder cognacfarben bezeichnet wird) kann sich das schnell in der Farbe so gleichen das die Fische die Fliege nicht oder zu spæt bemerken. Dann sind Rot- oder Gelbtøne oder halt sowas wie Willie Gunn angebracht.
https://www.skittfiske.no/Media/Cache/I ... 35310.Jpeg
In den dænischen Fluessen , eher Art Wiesenbach, sind auch solche rot/gelben Tøne angesagt. Die sind aber auch nicht mit den kalten klaren Gebirgsbæchen zu vergleichen wo oft schwarz/gruen/blau gefischt wird.
Jedenfalls ist es immer von Vorteil wenn man schaut was die Einheimischen fischen, die farbenfrohen Muster fangen oft mehr Kæufer als Fische.
Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
Auszug (Fazit)
"Es gab nie einen besseren Zeitpunkt, um mit dem Spey-Werfen zu beginnen, egal ob man eine Ein- oder Zweihandrute verwendet. Schnurdesigns sind besser denn je und die Leistungsmesslatte für Spey-Schnüre ist in den letzten fünf Jahren dramatisch gestiegen. Dies führt jedoch bei vielen zu Verwirrung, da die Auswahlmöglichkeiten riesig erscheinen. Viele Hersteller haben sich schuldig gemacht, Linien speziell für Marketingnischen zu entwickeln, anstatt für spezifische Anwendungen, was die Verwirrung noch verstärkt..." http://www.scientificanglers.com/overvi ... es-design/
Mehr braucht man dazu wohl nicht zu sagen, ich will mal sehr verkuerzt auf Sinkarten und einige Stile eingehen bzw wann und wo man die braucht.
Es gibt eine Vielfalt, ob man alles haben muss sei dahin gestellt.
Eigentlich, egal ob man nun mit der EH , der DH im Skagit, Scandi oder Spey Stil unterwegs ist, man bræuchte eigentlich nur 3 verschiedene Leinen und deckt alles an Tiefen ab.
Da wære eine F/H/I , reiner Floater nur wenn die Fische wirklich unter der Oberflæche ziehen oder flache Bereiche befischt werden, eine zumindest Interm. Spitze hælt die Fliege auch bei Strømungsturbulenzen dicht unter der Oberflæche.
Dann eine Leine F/S1/S3 deckt das Mittelwasser ab, so um 10-12 Grad und eine Sinkrate S5/S7 um wirklich grundnah zu fischen was bei Wassertemperaturen 6-8grad notwendig ist.
Nun gibt es aber auch zB I/S2/S4 und in Verbindung mit einer neutralen Running hælt man diese Kombi auch noch auf Entfernung im Mittelwasser.
Eine schwimmender Running in Verbindung mit einer Abstufung des Kopfen - Floater/Inter/Sink kann besonders bei starker Oberflæchenstrømung, bei Seitenstrømungen/Stromkanten genau diesen wimmenden Teil erfassen, weg ziehen, Schnurbogen bzw fur zuviel Auftrieb sorgen. Da hilft dann auch keine beschwerte Tubenfliege, die Montage læuft zu hoch.
Mit F/H/I und einer F/S1/S3 und 2 Polys kann man auch schnell auf Tiefen reagieren. Ich hab nur Poly S3/S5 die notfalls an die F/H/I kommen und Poly S5/S7 die notfalls an die F/S1/S3 kommen- Poly aber nur um schnell reagieren zu kønnen, normal fische ich immer die dreistufigen Leinen. Wie sowas von RIO
https://www.rioproducts.com/products/intouch-scandi-3d
Sowas gibt es auch zB bei GL und leider nicht mehr oder nur noch als Restbestænde der UST von SA (sowohl als normale wie auch Short Variante)
Wie und von wem ist eigentlich Wurst, die Short oder Power sind immer die Kurzvariante (1-1,5m kuerzer als die Normalen) die natuerlich das gleiche Gewicht haben. Sie sind deshalb so interessant weil sich diese besser eignen wenn man noch Polys koppeln will.
Natuerlich, will ich nicht verschweigen, auch sowas mit dann 4 Sinkraten gibt es, was mir persønlich aber zu kurz ist, das kommt ja schon an Skagitlængen ran
https://www.guidelineflyfish.com/produc ... 0000131807
Oder halt sowas von Vision, fuer EH,SW und DH https://visionflyfishing.com/product/hybrid-2/
Aber auch da gibt es vergleichbares mit den 3D und wenn ich meine schwedischen Mitfischer sehe, die fangen genau so gut damit wie ich mit den UST von SA
https://visionflyfishing.com/product/ace/
Es ist also nicht so entscheident woher das Zeug kommt (Mist gibt es nicht mehr) die Sinkrate mus zur aktuellen "Wander oder Aufenthaltstiefe" stimmen.

Warum nun solch ein langes Zeugs wie es bei der Long Belly oder Hybrid Technik genannt verwendet wird.
Logisch weil die eleganter fliegen und plums kann ja jeder werfen - hahaha - nee war Spass.
Wenn es kalt ist und die Fische der Strømung ausweichen muss man runter, das kønnte mit Skagit oder halt den oben verlinkten Leinen geschehen.
Die langen Leinen, meist reine Floater, werden also gefischt wenn die Fische nicht tief stehen, in flachen schnellen Passagen, auf Entfernung und erforden nicht das stændige Einstrippen. In Verbindung mit langen Vorfæchern rollt man die Fliege genau vor den Standplatz bzw an den Wanderweg heran (wenn bekannt und das sind sie den Benutzern)

Wenn ich zurueck schaue, noch vor wenigen Jahren waren die Langleinen fast verschwunden, da wurde man noch dumm angeguckt weil man keinen Skagit oder Scandi warf.
Erst als die Klimaænderungen die heissen Sommer mit bis zu 30 Grad (hier in Mittel und Nord Norwegen) und sehr geringem Wasserstand verursachten, da holte man das Zeug hervor. Aber immer noch wenige Fischer sind damit unterwegs, die oft mitleidig schauen, hahaha.
Nee, auch in normalen Jahren ist der Einsatz von 15ft und #10/11 Spey/Scandi meist auf die Zeit begrenzt wo es kaltes und reichlich Wasser gibt, aber eben auch die LB-Technik dort wo weniger bzw flaches Wasser fliesst, die Fische oberflæchennah wandern, ueber 12 Grad. Da wo man nur metertiefe Einstande vorsichtig anwirft. Das hat also nichts mit dem absuchen tiefer Pools zu tun.

Und bei den EH und SW ist es nicht anders, macherorts kann man mit einer WF fischen, dann aber wieder ein kurzer Kopf mit Sinkrate um zB an einem Einstand schnell auf die erforderliche Tiefe zu kommen bevor die Fliege vorbei ist, sowas hier
CIMG0474.JPG
CIMG0474.JPG (213.24 KiB) 3287 mal betrachtet
Hængt natuerlich auch von der Umgebung ab, kann ich waten, Fluess mitten im Wald oder muss ich nebenher wie an dænischen Wiesenauen.
Es bleibt beim alten abgedroschenen Spruch : Ort - Zeit - Bedingungen !
Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
etwas weiter oben sieht man Bilder von vor wenigen Tagen, -18 Grad.
So. -17, Mo. -15, Di.-13 und heute +8 angesagt, Regenfælle mit bis zu 100ltr entlang der gesamten Kueste.
Ich werd mal wenns hell ist die Ablæufe frei schlagen wo ja teilweise 10cm Eis drueber sind, irgendwo muss das Wasser ja hin.
Die Kommune arbeitet schon die gesamte Nacht durch. Das ist natuerlich extrem und wohl auch noch nicht im Januar in dieser Heftigkeit aufgetreten.
Aber æhnliches kann euch im Sommer erwarten, zumindest die letzten 5 jahre gab es ja in ganz Europa extreme Trockenheit und dann Land unter.

Wasserstænde, selbst hier wo noch Hochwasserstaustufen helfen, kann es in wenigen Stunden von 20m3 Mindestabgabe schnell mal auf 120m3 steigen, aber auch 200m3 sind keine Seltenheit und dann wird es mancherorts schon fast unmøglich, zumindest sind nicht mehr alle Bereiche zu befischen weil man einfach nicht ran kommt.
Hier (Orkla Mittelwert 50-70m3 je nach Jahreszeit) kann man sowohl bei 20m3 als auch bei 120m3 Fliegenfischen.
Ausruestung -hatte ich schon beschrieben - alles von EH , SW, DH und in den Klassen #7 bis #10/11 ist møglich. Natuerlich dann auch andere Schnuere und andere Fliegen. logisch - nicht anders als an einem Gebirgsbach nur halt eine Nummer grøsser.

Manche verwenden sowas
224890932_10164847306560538_3957554312369868089_n.jpg
224890932_10164847306560538_3957554312369868089_n.jpg (99.35 KiB) 3227 mal betrachtet
verwendet man natuerlich nicht bei normalen Wasserstænden, jedenfalls nicht das Kaliber. Warum, 42g und schaut auf die Længe.
Klar werfe ich auch 42g, sehr oft bei høherem Wasserstand, dann aber die bereits erwæhnten Scandi mit mehrfach Sinkrate mit und ohne Poly, die wæren in dieser Gewichtsklasse schon mal ueber 12 statt 8m. Das ist aber nicht der Hauptgrund, eine 15ft mit 42g læsst mich unter solchen Umstænden die Schnur besser fuhren, besser strømauf menden, Schnur hat Zeit entlang einer Strømkante zu sinken.
Wenn man oben rechts schaut, da steht auch fuer was diese Leinen gedacht sind.
Ich kenne zumindest keine Lachsfliege die nicht mit einer Spey- oder Scandileine geworfen werden kønnte, auch keinen Poly den ich nicht genau so tief runter bekommen wuerde, aber das sollen die selber entscheiden die sich fuer die Steelhead Variante entschieden haben die uns die Verkaufsmaschinerie herueber gebracht hat.
Zu den Langleinen hatte ich ja schon was geschrieben, ist schon ein Unterschied ob neben dem Standplatz ein 8m Kopf mit 6g/m oder halt ein 8 oder gar 10m Front Taper landet, besonders dann wenn nicht mehr so viel Wasser den Bach runter kommt.

Und da wære ich bei meinen anderen Lieblingen - EH und Switch in #7/8 fuer die Sommerfischerei.
Diese Leinen gibt es leider nicht mehr, Rio hat das Sortiment auch ziemlich eingeschrænkt, und dann auch noch mit der meist gefischten Sinkrate in dieser Zeit F/H/I
257587502_10215952695889787_652635014084343596_n.jpg
257587502_10215952695889787_652635014084343596_n.jpg (354.4 KiB) 3227 mal betrachtet
Na ja, gluecklicher Weise haben die noch diese hier , allerdings nur Floater https://www.rioproducts.com/products/intouch-trout-spey
und Scientific hat noch die Spey Lite , sowohl mit integriertem Skagit wie auch Scandi Belly https://www.scientificanglers.com/produ ... spey-lite/
Bei GL findet man diese, ob man aber soviele Sinkraten braucht, muss man von Fluss zu Fluss entscheiden , auch ob diese Leine fuer die Switch ausreicht, https://www.guidelineflyfish.com/produc ... 0000066941
Meist reicht diese WF fuer die Einhand Ruten https://www.guidelineflyfish.com/produc ... 0000116451
Wie man sieht, fuer die Switch braucht man ein paar Kørner mehr als fuer die EH, Gl machte es sich mal sehr einfach nachdem sie nicht mehr die Switchleinen neben EH und DH hatten, einfach eine Klasse høher wæhlen, hahaha. Bei RIO und SA findet man aber Tabellen die es einfacher machen, man sieht welches Gewicht zur EH passt und was eine Switch in gleicher Klasse erfordert.
Nur mal so als Beispiel, eine GL Switch in #7/8 ist mit 19-21g angegeben - richtig - wenn ich das Teil Ueberhand benutze, also nach EH klassifiziert.
Auf dieser Gerte muss ich aber eine RIO mit 350 grain oder SA Speyleine mit 360Grain/23g fischen (findet man als Tab. im Link)
Man muss aber auch beachten und wie lang die leinen/bellys sind bzw ob ich in Switch Cast oder gar Scandi/Unterhand werfe.
Wieder nur als Beispiel, meine Scott 11,6ft #8 wirft mit 24-26g im Switch Cast am besten, aber Unterhand hænge ich da Scandi Køpfe ran wo selbst die kurzen je nach Hersteller 10,8 bis 11,2m und 28g-30g haben.
Manchmal findet man auch sowas, da wird ein Switch Chucker #7 bzw OPST Head mit 475grain empfohlen. Das ist also nicht mit #8 EH Betrieb zu vergleichen obwohl man ja mit der Switch durchaus beides betreiben kann.
270766808_10158407526021811_8253890056133182493_n.jpg
270766808_10158407526021811_8253890056133182493_n.jpg (78.39 KiB) 3217 mal betrachtet
Aber unterm Strich, man kennt seine Ruten und ob ich an der GL SW #7/8 nun 21g oder 23 g habe, sch... egal , man kann beides werfen schlieslich bestimme ich ja mit wieviel Geschwindigkeit. Und bei der Scott ist das nicht anders, wenn ich da 11m mit 28g ran hænge dann nicht um damit Ueberkopf zu werfen sondern Unterhand - was mir ja die Bedingungen am Wasser vorgeben.

Und wenn solche "Restwasser" uebrig bleiben ist doch wohl eine EH oder SW vøllig ausreichend - bis es wieder schuettet und die langen Dinger mit #10/11 angesagt sind.
thumbnail (11).jpg
thumbnail (11).jpg (190.03 KiB) 3217 mal betrachtet
thumbnail (12).jpg
thumbnail (12).jpg (80.07 KiB) 3217 mal betrachtet
Also EH oder Switch sollte man dabei haben wenn man fuer ein paar Tage oder gar Wochen die Lachse ærgert.
Solche Bedingungen kønnen euch im Sueden / Mandal, Bjerkreim genau so treffen wie an den Fluessen der Westkueste Schwedens.

Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
was baumelt man denn so alles an die Strippe?
Zu einem natuerlich Fliegen in Grøsse und Farbe den Bedingungen angepasst.
Hier mal zwei Seiten was es so alles gibt (hætte auch eine Seite von einem der Forenpartner sein kønnen oder .., gibt reichlich Auswahl)
https://www.guideline.no/produkter/fluer/laksefluer
https://shop.lts-flyfishing.com/produkt ... aksefluer/
Aber neben Grøsse und Farbe gibt es einen gewaltigen Unterschied!
Selbst wenn die Dinger in etwa gleich gross sind, Hakenfliegen und Tubenfliegen gleich gut fangen, einschenklige, zweischenklige Muster gibt , den grøssten Unterschied sieht man hier
271546235_10158707268372201_2695047706619320782_n.jpg
271546235_10158707268372201_2695047706619320782_n.jpg (98.39 KiB) 3153 mal betrachtet
271587738_10158707268132201_6882519328908668390_n.jpg
271587738_10158707268132201_6882519328908668390_n.jpg (56.39 KiB) 3153 mal betrachtet
Bei Tubenfliegen kann ich einen stupfen Haken austauschen, ich kann einen Einfachhaken, einen Doppelhaken oder auch Drilling benutzen und es gibt sowohl Plastik und Metalltuben (Alu, Kupfer, Messing - verschiedenen Længen/Gewichte).
Ich kann die Hakengrøsse anpassen auf die zu erwartenden Fische, ich kann mich fuer einen kleinen Drilling als Nachlæufer freischwingend entscheiden oder halt ganz klassisch mit einem Silikonstueck verbinden.
Oh ja, darueber streiten sich die Gelehrten, ich fische zu 80% so https://www.guideline.no/Media/Cache/Im ... 17278.Jpeg
also Einfachhaken. Bisher keine schlechtere Fangquote fest gestellt aber die Aussteigerquote ist deutlich niedriger.
Ich fuehre es darauf zurueck das nur eine Spitze besser im knochigem Kiefer eindringt als so eine Dreipunktaufhængung.
Selbst bei der Mefofischerei lange experimentiert, meist mit solchen Tuben ( heissen da Rørflue) , die Dinger werden genau so genommen wie die Hakenfliegen.
Geht natuerlich nicht mit kleinsten Gammarus oder Tanglæufern aber die ueblichen Fliegen von 8 bis Gr 1 passen auf Tuben.
Magnus und Omø - auch da lassen sich die Haken wechseln und in Grøsse anpassen.
Mini-Tube-740-DST-03-Magnus-Red-Tag.jpg
Mini-Tube-740-DST-03-Magnus-Red-Tag.jpg (72.65 KiB) 3149 mal betrachtet
Mini-Tube-740-DST-04-Omoe-Bristle.jpg
Mini-Tube-740-DST-04-Omoe-Bristle.jpg (106.92 KiB) 3149 mal betrachtet
Wenn zB neben Mefo dicke Dorsche oder Seelachse in Ufernæhe sind dann kommt halt ein etwas stabilerer Haken zum Einsatz, zB ein kleiner Einfach-Tubenhaken von der Lachsfischerei oder auch ein Owner Mosquito 5177 (kleines Øhr und Rundbogen). da biegt nichts auf , selbst bei Meterfischlein.
Und selbst meine nicht so schønen langen Dinger(lege da echt keinen Wert auf einen Designerpreis so wie es auch der Lachs nicht macht)
CIMG0357.JPG
CIMG0357.JPG (129.34 KiB) 3149 mal betrachtet
fische ich mit zB solchen Owner in Gr 1 und 2 und Fische die diese Tubenfliegen nehmen ,von 8-12 sogar16cm, die hængen auch am mittig befestigtem Einfachhaken.
Gruss Hendrik

Oh ja, man kønnte nun wieder diskutieren ob ein Einfachhaken mit Widerhaken oder ein Drilling mit angedrueckten Flunken mehr Løcher/Schæden verursacht.
Aber ich gehe zuerstmal nicht an den Fluss um Fische zu dressieren, sie zu ærgern... ich hab eine Quote. Punkt!
Mancherorts gibt es nun auch eine Entnahme und Releasquote. ZB Saisoquote 10 plus Releasquote von 15 wobei man an einem Tag nur 2 releasen darf, der dritte muss mit oder man muss vorher aufhøren. Das ist dann mal das Ergebnis wenn 2 Lachsfischer in einer Saison (2021) zusammen knapp 150 Fische releast haben, das steht dann im Widerspruch zu einer sinnvollen Verwertung und man braucht sich nicht wundern wenn in der Regionalzeitung von Tierquælerei gesprochen und dazu eine Leserdiskussion getartet wird. So geschehen und den gesamten Winter diskutiert. Nur ueber die neue Trabbahn diskutiert niemand mehr.
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin,
im LMF lese ich das da jemand etwas ungluecklich war bei der Suche nach Angelmøglichkeiten (Gaula, Orkla; Stjørdal), keine Karten zu bekommen.
Mal ganz klar - keine Karten zu bekommen gibt es nicht , Punkt !
Auch an den grossen Fluessen haben die Kommunen es zu ermøglichen das "jedermann" fischen kann. Unabhængig seiner Fæhigkeiten (Fliege, Wurm, Blech) aber eher unabhængig seiner Møglichkeiten (finanziell,kørperlich)
Dazu muessen die Kommunen Strecken pachten, diese werden von den ørtlichen Vereinen verwaltet, betreut.
Es gibt also sowohl fuer der Rollstuhlfahrer wie auch den Jugendlichen/Pensionist Karten. Nur die Privatstrecken, also Eigner/Pæchter regeln das marktwirtschaftlich.
Nur heute kauft man nicht mehr oder sehr selten eine Papierkarte ueber den Verein oder den Sportladen (ist aber noch møglich).
Auf den Seiten der betreuenden Vereine findet man Links wo und wie man an Karten kommt. oder halt sowas http://www.inatur.no/
Auch kannn am sich an die Personen wenden die an den jeweiligen Strecken fuer die Kontrolle verantwortlich sind. Namen und Tel-Nr hængen dort in den Schutzhuetten aus.
Wer also mit den Strecken des Orkla Jeger og Fiskerforening Probleme hat, kann mir gerne eine PN schreiben oder halt hier vor Ort kaufen.
https://www.inatur.no/laksefiske/5cf133 ... one-5-ojff https://www.inatur.no/laksefiske/5cf103 ... one-6-ojff
So æhnlich ist das natuerlich auch bei den Kollegen an der Gaula geregelt (Melshus Jeger og Fisker) oder Stjørdal JFF https://www.njff.no/nord-trondelag/stjordal/fiske
Auch findet man was zur Uebernachtung -einige Beispiele Orkla
http://orklaguide.com/overnatting/
Gruss Hendrik

Ach ja, das Thema øffentliche Strecken, fængt man eh nichts. (die Privat Pools der Grosswildjæger zumindet Juni sind auf Jahre bestellt)
Wer im Juli nichts fængt kann nicht fischen. Punkt!
Ich hatte hier ja mal Bilder von Enkeln und ihren Fischen rein gestellt, erspare ich mir nun. Wenn also 7 und 10 jæhrige was fangen kanns ja nicht so schwer sein, die stelle ich aber zur richtigen Zeit an die richtige Ecke hahahah.

Nachtrag - hier kann man auch seinen Wunschfluss eingeben https://elveguiden.no/no/elver
fliege1
Beiträge: 122
Registriert: 28.09.2006, 19:45
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von fliege1 »

Moin Moin Hendrik
Ich bin begeistert für die vielen Informationen und möchte dir mal ein Dank zukommen lassen.Bin jedes Jahr in Norwegen und habe immer meine Erlaubnisscheine in Öffentlichen Ausgabestellen gekauft.Ich würde sie auch bei inatur.no gern kaufen aber leider bin ich der norwegischen oder englischer Sprache nicht mächtig aber mit etwas Mühe geht es.In den letzen zwei Jahren bekam ich die Lizenzen aber auf mein Handy von Inatur.no dank der Verkäufer.

Gruß Hagen
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin, nichts zu danken!
hab die Plauderrunde eigentlich gestartet weil a) nicht all zu viele Lachsheinis hier im Forum sind und teils irrige Vorstellung zur Lachsfischerei rum geistern, b) um Infos zu geben wie man an die Lachsfischerei ran kommt auch wenn man eigentlich nur mal zum Meeres oder Æschenfischen vorbei schaut.
Ja das ist ein wichtiger Hinweis, wenn man absolut keine Peilung hat, sich nicht mit Karten ueber iphone usw auskennt, einfach in ein Angelgeschæft oder Tanke die auch Karten verkaufen und da wird geholfen. Notfalls werden auch Karten gegen cash ausgestellt. Hatte ich erwæhnt, zB das Cafe Osen am Steindalselva oder die Kontrolleure des Vereins die ja namentlich mit Tel-nr. ausgehængt sind. Oder hier im Ort die Best -Tanke im OT Fannrem fuer die Orkla und Skjenald, oder YX in Buvika fuer Vigda und sowas gibt es in vielen Orten - uebrigens nicht nur fuer die Lachsfluesse sondern auch entlang der Glomma .... wo die Æschenfischer aufschlagen.
Die staatlichen , also Fischereiaufsicht, kontrollieren dagegen nur die gesetzlichen Bestimmungen, also den sogenannten Lachsschein bzw Desinfektion.
Diese Abgabe kann man hier bezahlen, kommt auch aufs Telefon
https://fiskeravgift.miljodirektoratet. ... l?Length=4
Gruss Hendrik
orkdaling
Beiträge: 3415
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
Hat sich bedankt: 205 Mal
Danksagung erhalten: 620 Mal

Re: Plauderrunde Laksfischen

Beitrag von orkdaling »

Moin ,
das hatte ich ja ganz vergessen. Natuerlich gibt es die ganz Harten, die sich vom 1. Juni an einen ganzen Pool mieten, sogar welche die auf Jahre hinaus eine Strecke gepachtet haben.
Soll ja Leute geben die dort allein oder mit einen Mitfischer tæglich und das ueber einen Monat nur auf den Traumfisch gehen, den Pool rund um die Uhr bombardieren, 50 Fische releasen....
Das ist nicht so mein Ding, aber das kann ja jeder fuer sich entscheiden.
Es ist natuerlich einfach gute Ratschlæge zu geben wenn man selber eine Karte vom Verein hat, 3 Monate Saison, selbst zu Fuss anmarschieren kann.
Wir (damit meine ich Mitfischer vom Verein und regelmæssig kommende Gæste aus Oslo, oder Dk oder...) sehen es etwas lockerer.
Da wird auch mal zusammen der Grill angefeuert, das schlagen ganze Familien mit Freunden und Enkeln auf. Dennoch hælt sich das anzahlsmæsssig in Grenzen. Viele Einheimischen "muessen" am Wochenende zu ihrer Huette am Meer oder in den Bergen, im Juli sind ja eh Ferien und reisen angesagt, kommt schon vor das ich morgens tagelang allein oder nur mit 1 Fischer unterwegs bin.
Nachmittags sieht es da anders aus - da grillt man auch besser - abends so gegen 21 uhr wird es wieder ertragreicher , hahaha.
Und man will ja auch mal Freundschaften mit den Lachsen und Anwohnern anderer Fluesschen pflegen, da gehe ich auch mal 3 Tage oder eine Woche auf Reisen. (aber nicht die letzte Juni und die ersten 3 Juliwochen- da bekommt mich keiner weg)
Naja, zumindest nicht morgens und abends, tagsueber kann man ja mal nach den Mefo schauen weil die ja dann im Meer keine Schonzeit haben (aber im Fluss ganzjæhrig)
Man kann ja auch mal die EH wedeln weil eben grossen Seelachse unter den Heringen lauern und diese von Land aus zu erreichen sind ... usw.
Aber was macht die mitreisende Sippe ? Bus nach Trondheim zum Dom, die Festung, die Einkaufstempel. Oder doch lieber die recht gut erreichbarennund beschriebenen Berghøhen besteigen.
Muss ja nicht gleich so geschehen https://www.bing.com/videos/search?q=re ... &FORM=VIRE
Man kan ja auch die Kæserei im OT Gjølme besuchen , liegt natuerlich direkt neben der Orklamuendung, hahaha http://www.orkladalysteri.no/
Gleich daneben liegt einer dieser Berge , mit super Aussicht auf mein Mefo-Revier http://www.foldenfoto.net/rokollen-i-or ... 82326.html
Oder hier was raus suchen https://www.visitorkland.no/kategori/turtips
Kletterhalle https://www.visitorkland.no/attraksjoner/klatrehallen und Orklabad https://www.visitorkland.no/attraksjoner/orklandbadet
oder eine Fahrt mit der Eisenbahn nach Løkken, wo man nicht nur essen kann sondern vielleicht mal bei Intersport , æh LTS rein schaut hahaha.
https://www.visitorkland.no/attraksjone ... t-av-thams
Also auch die Nichtangeler kann ma schon mal eine Woche bei Laune halten . Wobei ich noch nie erlebt habe das die Kids nicht die Rute schwingen, ist ja gratis fuer sie.

Lachsfischen ist also weder was fuer Reiche und nicht nur fuer die harten verbissenen Kæmpfer.
Gruss Hendrik
Antworten