Schweden - Landrechte und deren Auswirkungen

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Noatak
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Re: Schweden - Landrechte und deren Auswirkungen

Beitrag von Noatak »

Es ist so, dass die Rentierbestände in den letzten Jahren zugenommen haben. So gibt es auch kritische Stimmen, dass es in den Tundragebieten zu Überweidung kommt. Dies hat natürlich in diesen sensiblen Regionen natürlich Auswirkungen auf das Ökosystem. Und auch im hohen Norden ist das Land längst nicht mehr unbegrenzt. So müssen sich die Nutzer dieser Regionen (seien es Besucher oder Einheimische) anpassen und ihren Beitrag zur Erhaltung beitragen.

Ich lerne daraus, dass es immer wieder Parallelen gibt: Im Alpenraum haben wir ja ganz ähnliche Themen, wo einerseits eine traditionelle Alpwirtschaft mit Sommerweiden sich im Wandel/Konflikt befindet. Grössere Bestände an Vieh (auch schwerere Tiere mit mehr Futterbedarf), Düngung in Zonen mit kurzer Vegetationszeit, Wirtschaftlichkeit, Erschliessung mit Strassen, Herdenschutz, Subventionen, etc. versus Erhaltung von Kulturlandschaften und Verbundenheit zum Land und zu Traditionen.

Ich tu mich einfach etwas schwer, wenn sich Bewohner zu Themen/Problemen so verhalten, wie wenn sie noch vollkommen nach traditioneller Art vom Land leben. Auch sie leben in der heutigen Zeit mit vielen Annehmlichkeiten, das ist ja auch völlig OK so. Es gehört dann aber auch dazu, dass man zu Themen wie Übernutzung/Nachhaltigkeit sich nicht nur reflexartig auf Traditionen beruft. Es gibt ja durchaus auch Besucher/Fischer, die sich rücksichtsvoll verhalten und den Ort so verlassen, wie es sich gehört. Und ja, auch die anderen gibt es...


Gruss Hans
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Hans.
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Re: Schweden - Landrechte und deren Auswirkungen

Beitrag von Hans. »

Noatak hat geschrieben:.... versus Erhaltung von Kulturlandschaften....
Hallo Hans,

die Kulturlandschaften sind ja durch den Menschen entstanden, durch z.B. bäuerliche oder forstwirtschaftliche Nutzung. Auf der Schwäbischen Alp z.B. sind es die sog. Wacholderheiden, die zu den schönsten Landschaften in BW zählen. Aber die sind entstanden durch die Schafhaltung. Die Schafe haben alles abgefressen, nur den Wacholder nicht. Die Schafhaltung geht zurück, die Wacholderheiden verbuschen und schon seit zig jahren bestehen Bemühungen, die Wacholderheiden auch ohne Schafe zu erhalten. Man will eine Kulturlandschaft retten, obwohl es die Kultur, die diese Landschaft "erzeugt" hat, immer weniger gibt.

Will nur sagen, man klebt oft an den Traditionen und will die sich ändernde Welt fernhalten. Ein Hinterfragen ist, wie du schreibst, absolut notwendig.

Gruß
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
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