Die ganz großen Bachforellen?!

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Thomas aus Hamm
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Beitrag von Thomas aus Hamm »

Hallo Roland,

stimmt, der Fisch ist anscheinend aus der Möhne, Fische die ich, bzw. meine
Köllegen an der Möhne gefangen haben, hatten zwar auch diese Größe,
sahen aber gottseidank nicht so aus.

Du gehörst zu den wenigen glücklichen Fliegenfischern die Ihr eigenes
Gewässer befischen können, weiterhin liegst Du geographisch besser als wir
Fast-Norddeutschen, betrachte es als Geschenk.

Fest steht, daß von seiten Brinkhoff sehr viel getan wird, um die Gewässer-
struktur weiter zu verbessern, ich glaube es wird eine Menge Geld in
diesen Flußabschnitt gesteckt und zwar nicht nur in Fischbesatz sondern
wie bereits gesagt in renaturierungsarbeiten.

Gehört habe ich, daß in diesem Frühjahr über 10.000 BAFo-Brütlinge, sowie
Bachschmerlen ausgesetzt wurden.

Ein älterer Herr aus Allagen erzählte mir bei meinem letzten Besuch das
die Vereine oberhalb von Erichs Strecke mit großen Forellen besetzt haben,
könnte natürlich sein, daß die genannten Vereine nicht mit einer so großen
Sorgfalt Ihre Fische ausgesucht haben und diese sich dann mit der Strömung
nunmehr in Erichs Streckabschnitt rumtreiben; wie gesagt Eine VERMUTUNG.

Wir Fastnorddeutschen und das sind auch einige Forumskollegen, sind
froh, daß wir die möglichkeiten haben an der Möhne zu fischen, 28 € hin oder her:rolleyes:

Die stark Kormoran geschädigten Flüsse wie Lenne, Ruhr und Diemel mit
Ihren handlangen Äschen und forellen ist man irgendwann leid.

Vielleicht verstehst Du uns jetzt besser.


Gruß Thomas
Marcel Karssies

Beitrag von Marcel Karssies »

Jens,

Danke für den verweis. Warum gleich die puff-forelle als vertreter von Brinkhoffs Mohne dargestellt wurde ist mir unklar. Hat wohl irgendwie was damit zu tun wie uber die Mohne gedacht wurde. Der bericht von MM finde ich sehr gut weil der das gewasser gut beschreibt.

Als wir an der Mohne waren war wohl gerade besatz gewesen denn wir haben unheimlich gut gefangen. Als ich die puff-forelle hakte war der kampf
eher zu vergleichen mit einer brasse. Das war aber ein ausnahme fall.
Alle anderen forellen haben sich von einer ganz anderen seite sehen lassen.
Jedenfalls war die bachforelle eine echte schonheit. Bei den regenbogen waren auch schone fische dabei, es gab aber auch ein par exemplare die sicherlich aus einem teich gekommen sind.
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roland k
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Beitrag von roland k »

Thomas, ich verstehe dich hinsichtlich der leergefressenen Flüsse voll und ganz. Bei uns hat auch der Vogel stark gewütet und ich ärgere mich täglich wenn ich am Wasser bin darüber.:mad: Mit meinem Postings will ich ausdrücken, dass der "Naturschützende Fliegenfischer" mit Naturschutz überhaupt nichts am Hut hat, wenn er seinen Gewässerbesatzt mit diesen ausgelutschten impotenten Zuchtrainis tätigt und man sich dann einbildet etwas für die Natur gemacht zu haben. Diejenigen „Naturschützenden Fliegenfischer“ die das dann auch noch durch ihre Tageskartenkäufe unterstützen, wären für mich dann wenn ich ein Fussel wäre nicht wirklich als Naturschützer glaubhaft. Das hört sich jetzt etwas krass an an, jedoch denke ich verstehst du was ich damit sagen will.

Vielleicht ist es aber auch ein Weg gegen den Kormoranschaden wenn in allen Wässerchen nur noch 50+ Fische schwimmen, denn die bekommt der Kormoran nicht mehr durch seinen Schlund und wir wären auch glücklich ;)

Offensichtlich geht man an der Möhne auch den anderen richtigen Schritt und versucht durch naturnahe Renaturierungsmaßnahmen die Sünden der Vergangenheit auszubügeln.
Wie sagt unser Oberfischguru „Stoana (große Störsteine) müssen ins Wasser, dann sind auch Fische da“ :yes:

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
JensR

Beitrag von JensR »

Hallo Roland,

kleine Frage am Rande:

Wie oft warst du schon fischen an Erich Brinkhoff's Möhnestrecke?


Fragt!

Jens
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Michael.
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Beitrag von Michael. »

Vielleicht ist es aber auch ein Weg gegen den Kormoranschaden wenn in allen Wässerchen nur noch 50+ Fische schwimmen, denn die bekommt der Kormoran nicht mehr durch seinen Schlund und wir wären auch glücklich
Hallo Roland,

tatsächlich gehen die Überlegungen vieler geschädigter Gewässerpächter fast zwangsläufig in diese Richtung.
Wenn jeden Winter alle durch den Schlund rutschenden Äschen- und Forellenjahrgänge einfach weggefressen werden, wird nahezu jede vernünftige Bewirtschaftung sinnlos.
Einzig geltende Begründung für ein o.g. Tun ist jedoch, dass Angler auch dann noch Fische fangen können (müssen???)... sonst nichts! Stark zugespitzt natürlich dann im "kommerziellen Gewässer". Gegenüber der Umwelt aber eigentlich nicht vertretbar...

Gruß
Michael
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Beitrag von Michael. »

Jungens nochwas:
die Frage war, ich zitiere:

"Nun meine Frage, in welchen Gewässern, vor allem Deutschland, besteht die reale Möglichkeit Bachforellen von 50+++ zu fangen? "

Wieso machen wir eigentlich aus Allem 'ne Grundsatzdiskussion und gehen an der Frage vorbei...

Nu' aber mal zurück zum Thema.

Also ich würd' dem Matthias gern sagen: komm an Ilm oder Saale. Aber auch hier ist ne 50+ ein Lottogewinn...

Gruß
Michael
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roland k
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Beitrag von roland k »

Hallo Jens,
noch nie und werde auch nicht hingehen.Anhand der vielen Bilder/Berichte/Erfahrungen von Kollegen über die Möhne/Hegertraun kann ich mir meine eigene Meinung zur Fischerei dort bilden. Mein Ding ist das nicht.....

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
JensR

Beitrag von JensR »

Anhand der vielen Bilder/Berichte/Erfahrungen von Kollegen über die Möhne/Hegertraun kann ich mir meine eigene Meinung zur Fischerei dort bilden


Hallo Roland,

genau da bin ich anderer Meinung!! :verlegen:
Habe mir das schon so gedacht - es passt so schön ins Bild!


Gruß & nichts für ungut !

Jens
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roland k
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Beitrag von roland k »

das habe ich mir auch gedacht das du das hören wolltest, deshalb bin ich schön ehrlich geblieben und du jetzt glücklich und zufrieden :rolleyes:

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
JensR

Beitrag von JensR »

Herr K.,

Sie haben Post! ;)


Gruß, Jens
Fischerhans

Beitrag von Fischerhans »

Hallo Matthias,

das mit dem Niederungsbach / Wiesenbach kann ich nur bestätigen.
Unser Verein bewirtschaftet ein Teilstück einer der unteren Zuläufe des Neckars, die Strecke teilt sich an unserer oberen Gewässergrenze in zwei Bachläufe.
Der eine Bachlauf ist 2-3 m breit, der andere 3-6 m.
Es werden alljährlich etliche Fische um die 50 cm gefangen, Rekordfische
sind bei 60cm.
Im letzten Jahr haben wir bei einem Kameradschaftsfischen (alle maßigen Fische werden entnommen) an einem optimalen Tag mal ein Durchschnittsgewicht von 1 Kg. erzielt.
Ältere Fische haben grundsätzlich lachsfarbenes Fleisch vom großen Anteil von Bachflohkrebsen in der Nahrung.

Aufgrund der Bodenbeschaffenheit (kein Kiesgrund/ kaum steiniger Grund)
ist das natürliche Brutaufkommen sehr gering, Besatz leider unbedingt notwendig. Der Besatz erfolgt mit einjährigen wie auch mit zweijährigen Fischen. Dieses Gewässer (und sicher viele ähnliche Bäche) ist natürlich nicht das optimale Fliegenwasser, da es einen sehr starken Uferbewuchs aufweist und nur geringe Oberflächentätigkeit festzustellen ist.
Ich bin übrigens der einzige, der mit der Fliege fischt, habe derzeit noch einen Jungangler "in der Ausbildung", der seine ersten Schritte macht.
Allerdings konnte auch ich mir es noch nicht vollständig abgewöhnen, die Telespinn mit ans Wasser zu nehmen...
Als vor 15 Jahren noch die ortsansässige Metzgerei direkt ihre Abwässer einleitete, wuchsen die Fische noch schneller..

Ich denke, es gibt eine Vielzahl solcher Bäche in Deutschland.
Meist wird aber (wie bei uns) ein Eintritt in den Verein erst die Möglichkeit zum Fischen bieten.
Matthias

Beitrag von Matthias »

Hallo Fischerhans,

bei uns in Brandenburg gibt es einige Gewässer, welche neben tiefen und ruhigen Strecken auch flache und schnelle Strecken mit kiesigem Untergund haben (z.B. durch Rückbau von Wehren zu Sohlgleiten). Bei Kontrollbefischungen konnten bereits die ersten fingerlangen "Forellchen" nachgewiesen werden, welche nur aus natürlicher Reproduktion stammen können ... das stimmt schon sehr positiv, wenn man bedenkt, wie manche Gewässer zu DDR-Zeiten "vergewaltigt" wurden.

Viele Grüße, Matthias
Tommy76

Beitrag von Tommy76 »

Hi Matthias,

im Bayerischen Wald beim Ewald Liebel im Grossen Regen da gibt es auch solche Monster.Du wohnst im Taunus,an welchen Bäche fischst du den da? Wäre nett wenn du mir das sagen könntest.Ich komme aus dem Raum Frankfurt und da hätte Ich schon interresse mal fischen zu gehen oder in einen Verein einzutretten.Wäre echt nett wenn du mir helfen könntest.

Gruss Thomas
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Matthias M.
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Beitrag von Matthias M. »

Hallo Forumsgemeischaft,
Vielen Dank für die so zahlreichen Antworten und Tips ;)

Nun zu Thomas Frage, im Taunus gibt es eine Menge schöner kleiner Forellenbäche wie z.B. Eschbach, Erlenbach, Usa und vorallem die Weil.
Für die wirkich interessanten Salmoniden Strecken besteht jedoch nicht die Möglichkeit Gastkarten zu bekommen.
Das einzigste Srecke, die mir bekannt ist, ist vom Eschbach.
Dieses Stück, ist in meinen Augen jedoch uninteressant, da der Fischbestand zu 99% aus Döbeln besteht und Forellen nur in den seltesten Fällen gefangen werden. Wenn du jedoch doch Lust hast bekommst du die Gastkarten beim Angel-Bär für 13€.
Die Weil ist sicherlich das beste Fliegenfischer-Gewässer im Taunus, so gut wie alle Strecken gehören zum Weilburger-Fischereiverein.
Dieser Verein erlaubt wegen der hohen Mitgliederzahl und dem damit erhöhten Befischungsdruck jedoch nur 15 Mal pro Jahr die Weil zubefischen. Dies war für mich nicht akzeptabel.
Ich wohne in Friedrichsdorf/Köppern und bin deshalb in einem Verein des Erlenbaches etabliert. Mein Verein hat die höchst Mitgliederzahl jedoch voll ausgeschöpft. Für ein Stück der Usa ist der usinger Angelverein zuständig.

Sorry, wegen der verspäteten Antwort. (Ich war zwei Tage streamern auf Hecht am Edersee)

TL Matthias
max.s.

Beitrag von max.s. »

Hallo Thomas,
ich komme auch aus dem Raum FFM und hab im Taunus mal am saubach geischt und habe da mehrere Bachforellen um die 30cm und eine Regenbogenforelle von 52 cm gefangen....ie Karten für das Gewässer kriegst du auch beim Angel Bär in Frankfurt

Max
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