Welcher Lack ?
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Welcher Lack ?
Hallo Leute, mich würde mal interessieren welchen Lack in welcher Verdünnung ihr verwendet. Habe z.Z. einen Epoxylack (Bootslack) von der Fa. Internatinal im Gebrauch und bin eigentlich sehr zufrieden damit, aber er trägt ziemlich stark auf trotz Verdünnung und die Spitze wird rund. So jetzt hab ich eine alte Phillipson und die hat eine wunderbar dünne Lackierung (nicht impregnated) und ich habe mal gehört, die tönten ihre Ruten mit einer Ammoniakverbindung. Hat da jemand Infos darüber? Kann mir auch jemand sagen, welches natürliche Baumharz man zum Lackieren benutzen kann?
Besten Dank Karl
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stefan grau
- Kurt Zumbrunn
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Hallo Karl
Man merkt, dass Du auch aus den Bergen kommst. Jeden Tag verfolge ich die Wetternachrichten und hoffe auf Föhn. Dieser müsste baldmöglichst kommen, sonst haben wir im Juni nur ein beschränktes Einsatzgebiet. Bisher war der Föhn immer verlässlich und so hoffe ich weiter.
In Bezug auf Resin, kann ich Dir leider nicht weiter helfen - vielleicht weiss Stefan Grau mehr dazu.
Herzliche Grüsse aus dem immer noch tief verschneiten Berner Oberland
Kurt
Man merkt, dass Du auch aus den Bergen kommst. Jeden Tag verfolge ich die Wetternachrichten und hoffe auf Föhn. Dieser müsste baldmöglichst kommen, sonst haben wir im Juni nur ein beschränktes Einsatzgebiet. Bisher war der Föhn immer verlässlich und so hoffe ich weiter.
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Trockenfliegen- und Bambuspurist
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Wolfram Schott
Das Wort "resin" heißt nichts anderes als "Harz" (Baumharz). Bei Verletzung der Rinde z.B. tritt Saft aus, der zu Harz erstarrt.
Vor der Erfindung der Kunstharze wurden zur Herstellung von Lacken jedweglicher Art Harze von Pflanzen (Bäumen) in geeigneten Lösungsmitteln aufgelöst. Meistens in Kombination. Einige Harze sind spröde, andere elastisch, wieder andere nicht besonders wasserfest, usw. Eine geeignete Kombination ergab die gewünschten Eigenschaften. Die erhaltenen Flüssig-keiten heißen im deutschen "Firnis" oder auch "Lackfirnis", französisch "vernis" und englisch "varnish".
Einige natürliche Harze sind:
Dammar, Mastix, Copal, Kolophonium, Sandarak, Weihrauch, usw. Es gibt hunderte. Dazu gezählt wird auch, obwohl kein Harz: Bernstein, Schellack u. Ä.
Die Harze werden in der Regel in ebenfalls natürlichen Ölen gelöst, z.B. Leinöl, Mohnöl, Walnußöl, etc. Weil diese oft eine lange Trocknungszeit haben, werden gerne Trocknungs-beschleuniger, "Siccative", zugesetzt. Dies sind i.d.R. Metallsalze.
Kunstharze sind z.B. Polyetylen, Polyvinylchlorid, Polypropylen, Polystyren, und hunderte andere
Noch ein Rezept gefällig (aus einem Buch von 1852)?
"Man zerstoße 18 oder 20 Loth reinen Copal in gröbliche Stücke, thue ihn in einen neuen irdenen Topf, gieße 1 ½ Loth Rosmarinöl darüber, vermische den Copal damit und schmelze ihn über gelindem Kohlenfeuer. Durch das Beimischen wird der Copal etwas erweicht und recht schnell bei mäßiger Hitze schmelzen, ohne etwas an seiner hellen, natürlichen Farbe zu verlieren. Wenn der Copal völlig zergangen ist, werden 8 Loth präpariertes ganz helles weißes Leinöl, und darnach 18 Loth Terpentinöl, nach den in den vorhergehenden Vorschriften angegebenen Regeln beigemischt."
Vor der Erfindung der Kunstharze wurden zur Herstellung von Lacken jedweglicher Art Harze von Pflanzen (Bäumen) in geeigneten Lösungsmitteln aufgelöst. Meistens in Kombination. Einige Harze sind spröde, andere elastisch, wieder andere nicht besonders wasserfest, usw. Eine geeignete Kombination ergab die gewünschten Eigenschaften. Die erhaltenen Flüssig-keiten heißen im deutschen "Firnis" oder auch "Lackfirnis", französisch "vernis" und englisch "varnish".
Einige natürliche Harze sind:
Dammar, Mastix, Copal, Kolophonium, Sandarak, Weihrauch, usw. Es gibt hunderte. Dazu gezählt wird auch, obwohl kein Harz: Bernstein, Schellack u. Ä.
Die Harze werden in der Regel in ebenfalls natürlichen Ölen gelöst, z.B. Leinöl, Mohnöl, Walnußöl, etc. Weil diese oft eine lange Trocknungszeit haben, werden gerne Trocknungs-beschleuniger, "Siccative", zugesetzt. Dies sind i.d.R. Metallsalze.
Kunstharze sind z.B. Polyetylen, Polyvinylchlorid, Polypropylen, Polystyren, und hunderte andere
Noch ein Rezept gefällig (aus einem Buch von 1852)?
"Man zerstoße 18 oder 20 Loth reinen Copal in gröbliche Stücke, thue ihn in einen neuen irdenen Topf, gieße 1 ½ Loth Rosmarinöl darüber, vermische den Copal damit und schmelze ihn über gelindem Kohlenfeuer. Durch das Beimischen wird der Copal etwas erweicht und recht schnell bei mäßiger Hitze schmelzen, ohne etwas an seiner hellen, natürlichen Farbe zu verlieren. Wenn der Copal völlig zergangen ist, werden 8 Loth präpariertes ganz helles weißes Leinöl, und darnach 18 Loth Terpentinöl, nach den in den vorhergehenden Vorschriften angegebenen Regeln beigemischt."






