Meinungen zu verschiedenen 2K-Lacken
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
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Out-Cast
Meinungen zu verschiedenen 2K-Lacken
Guten Morgen, verehrte Rutenbaugemeinde,
mir ist klar, dass man ums Probelackieren und austesten nicht herum kommt. Trotzdem würde mich nun mal interessieren, was ihr für Erfahrungen gemacht habt, welche 2K-Lacke ihr präferiert und warum (z.B. Aftcote, Flex Coate/Light, Gudebrod, Trondak und wie sie alle heissen). Aber auch, ob ihr Lacke kombiniert, z.B. eine Schicht Flex Coate und darüber ein oder zwei Schichten Flex Coate Light oder umgekehrt.
Ich freue mich auf eure Meinung.
Gruß und T.L., Frank
mir ist klar, dass man ums Probelackieren und austesten nicht herum kommt. Trotzdem würde mich nun mal interessieren, was ihr für Erfahrungen gemacht habt, welche 2K-Lacke ihr präferiert und warum (z.B. Aftcote, Flex Coate/Light, Gudebrod, Trondak und wie sie alle heissen). Aber auch, ob ihr Lacke kombiniert, z.B. eine Schicht Flex Coate und darüber ein oder zwei Schichten Flex Coate Light oder umgekehrt.
Ich freue mich auf eure Meinung.
Gruß und T.L., Frank
Flex Coat high build
Hallo,
ich benutze jetzt seit mehr als 10 Jahren Flex Coat High Build und bin damit sehr zufrieden. Ich lackiere grundsätzlich nur eine Schicht. Ich habe mir so meine "Technik" entwickelt. Ich trage den Lack sehr dick auf, erwärme ihn dann vorsichtig (er wird dann flüssiger) und nehme soviel Lack mit dem Pinsel ab bis es passt.
Ich habe auch vor kurzem mal Flex Coat Lite ausprobiert, nur ist mir der Vorteil der dünneren Konsistenz mit der Notwendigkeit mehrere Lackschichten aufzubringen, nicht klar. Die Ergebnisse finde ich nicht besser. Vorteilhaft finde ich Flex Coat Lite eventuell beim lackieren Feder-Inlays.
Grundsätzlich halte ich das Lackieren für den "gefährlichsten" Part beim Rutenbau. Hier kann am meisten schiefgehen, was ich nur schwer korrigieren kann. Daher versuche ich möglichst wenig zu lackieren.
Vor ein paar Jahren habe ich auch schon mal einen Lack von U-40 ausprobiert, mit schlechteren Ergebnissen. Allerdings glaube ich, dass es entscheidend ist, Erfahrungen mit einem Lack zu sammeln und die Ergebnisse zu verbessern.
Gruß
Stefan
ich benutze jetzt seit mehr als 10 Jahren Flex Coat High Build und bin damit sehr zufrieden. Ich lackiere grundsätzlich nur eine Schicht. Ich habe mir so meine "Technik" entwickelt. Ich trage den Lack sehr dick auf, erwärme ihn dann vorsichtig (er wird dann flüssiger) und nehme soviel Lack mit dem Pinsel ab bis es passt.
Ich habe auch vor kurzem mal Flex Coat Lite ausprobiert, nur ist mir der Vorteil der dünneren Konsistenz mit der Notwendigkeit mehrere Lackschichten aufzubringen, nicht klar. Die Ergebnisse finde ich nicht besser. Vorteilhaft finde ich Flex Coat Lite eventuell beim lackieren Feder-Inlays.
Grundsätzlich halte ich das Lackieren für den "gefährlichsten" Part beim Rutenbau. Hier kann am meisten schiefgehen, was ich nur schwer korrigieren kann. Daher versuche ich möglichst wenig zu lackieren.
Vor ein paar Jahren habe ich auch schon mal einen Lack von U-40 ausprobiert, mit schlechteren Ergebnissen. Allerdings glaube ich, dass es entscheidend ist, Erfahrungen mit einem Lack zu sammeln und die Ergebnisse zu verbessern.
Gruß
Stefan
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Forecaster
Hallo Frank,
ich denke, daß man mit allen speziellen Rutenbaulacken gute Ergebnisse erzielen kann. Die Konsistenz der Lacke kann man verändern (erwärmen, Aceton).
Für mich ist die Verarbeitungszeit wichtig, denn 9 oder 10 Ringe+ Verhülsungen in 20 min, das haut nicht so richtig hin. Deshalb nehme ich DIAMONDITE Pure Coat Rod Finish von http://www.SWIFTYMFG.COM , eine Stunde Verarbeitungszeit, danach laut Hersteller nach einer Stunde trocken, ich warte trozdem mindestens 4 Stunden. Den Lack kann man auch über verunglückte Lackierungen drüberziehen, die abgebunden haben, tolles Zeug. Habs bei eBay in den Staaten geschossen, ich glaube 15$ US, und ich komme gut klar damit.
Skit fiske, Holger
ich denke, daß man mit allen speziellen Rutenbaulacken gute Ergebnisse erzielen kann. Die Konsistenz der Lacke kann man verändern (erwärmen, Aceton).
Für mich ist die Verarbeitungszeit wichtig, denn 9 oder 10 Ringe+ Verhülsungen in 20 min, das haut nicht so richtig hin. Deshalb nehme ich DIAMONDITE Pure Coat Rod Finish von http://www.SWIFTYMFG.COM , eine Stunde Verarbeitungszeit, danach laut Hersteller nach einer Stunde trocken, ich warte trozdem mindestens 4 Stunden. Den Lack kann man auch über verunglückte Lackierungen drüberziehen, die abgebunden haben, tolles Zeug. Habs bei eBay in den Staaten geschossen, ich glaube 15$ US, und ich komme gut klar damit.
Skit fiske, Holger
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Forecaster
Hallo,
also ich mische den Lack nach Vorschrift (2 zu 1) mit einem Holzspatel und trage ihn einmal auf, dann lasse ich die Rute drehen (Grillmotor)
und nehme , was zuviel ist, mit dem Pinsel wieder auf. Keine Lampe, keinen Brenner, kein Feuerzeug. Und wirklich eine Stunde Zeit nach dem Mischen.
Hat mich überzeugt, da ich eigentlich kein Meister des Pinsels bin und trozdem nun, für meine Begriffe, Recht ansehnliche Lackierungen hingekriegt habe.
Skit fiske, Hoger
also ich mische den Lack nach Vorschrift (2 zu 1) mit einem Holzspatel und trage ihn einmal auf, dann lasse ich die Rute drehen (Grillmotor)
Hat mich überzeugt, da ich eigentlich kein Meister des Pinsels bin und trozdem nun, für meine Begriffe, Recht ansehnliche Lackierungen hingekriegt habe.
Skit fiske, Hoger
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olewillers
- Beiträge: 294
- Registriert: 28.09.2006, 22:03
- Wohnort: 119526 Moskau, RF
Hallo Forecaster
Mich würden einmal Fotos der Ergebnisse interessieren wenn das möglich ist. (Direktes Betrachten fällt aufgrund der Entfernung Schleswig Holstein - Sachsen ja wohl aus.)
Was für ein Lack ist das denn wenn kein Epoxy-Lack? Auf der Homepage halten die sich ja auch sehr bedeckt dazu mal abgesehen davon dass die Sagen kein Epoxy.
RGDS,
Ole
Mich würden einmal Fotos der Ergebnisse interessieren wenn das möglich ist. (Direktes Betrachten fällt aufgrund der Entfernung Schleswig Holstein - Sachsen ja wohl aus.)
Was für ein Lack ist das denn wenn kein Epoxy-Lack? Auf der Homepage halten die sich ja auch sehr bedeckt dazu mal abgesehen davon dass die Sagen kein Epoxy.
RGDS,
Ole
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Forecaster
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Out-Cast
Moin, Jungs, und danke für eure Antworten. Nun ist es ja etwas schwierig, Lackierergebnisse zu beurteilen. Was Olaf schon angerissen hat: Wie trägt z.B. der DIAMONDITE auf, ist er eher zäh, mitteldickflüssig oder dünner? Lackiert man eine oder mehrere Lagen?
Ich bin nunmal kein Freund, von Lack auftragen und hinterher von der Wicklung wieder abnehmen. Daher bemühe ich mich, die erste Schicht so knapp wie möglich zu bemessen, also das Garn nur zu tränken und dann noch ein bis max. zwei dünne Lagen nachträglich aufzubringen. Das hat in meinen Augen den Vorteil, dass ich sehr genau einschätzen kann, ob der Lack gleichmäßig verteilt ist und die Wicklung vollständig und gleichmäßig bedeckt ist. Auch möchte ich durch die knappere Dosierung verhindern, dass die Übergänge zwischen Wicklungen und Stegen an der Vorderseite des Rings zulaufen. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass das mit knapp bemessener Lackmenge und nicht zu dünnem Lack besser zu kontrollieren ist.
Andererseits wäre bei zäherem/dickerem Lack die Frage, ob das Garn bei der ersten Lackierung auch vollständig durchtränkt ist und somit Garn, Steg und Blank gut verbindet (spricht eher für dünnere Lacke).
Die Abbindezeit (Verarbeitbarkeitszeit) ist natürlich interessant. I.d.R. setze ich bei Lacken, die ca. 20 Minuten verarbeitbar sind, durchaus mehrere Mischungen pro Lackierdurchgang an (bisher Flex Coat). Blasenbildung ist übrigens bei Flex Coat bisher nicht erspart geblieben. Daher würde ich aus Neugierde gern mal den Aftcote ausprobieren. Der klingt viel versprechend, ist allerdings auch etws teurer.
Gruß, Frank
Ich bin nunmal kein Freund, von Lack auftragen und hinterher von der Wicklung wieder abnehmen. Daher bemühe ich mich, die erste Schicht so knapp wie möglich zu bemessen, also das Garn nur zu tränken und dann noch ein bis max. zwei dünne Lagen nachträglich aufzubringen. Das hat in meinen Augen den Vorteil, dass ich sehr genau einschätzen kann, ob der Lack gleichmäßig verteilt ist und die Wicklung vollständig und gleichmäßig bedeckt ist. Auch möchte ich durch die knappere Dosierung verhindern, dass die Übergänge zwischen Wicklungen und Stegen an der Vorderseite des Rings zulaufen. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass das mit knapp bemessener Lackmenge und nicht zu dünnem Lack besser zu kontrollieren ist.
Andererseits wäre bei zäherem/dickerem Lack die Frage, ob das Garn bei der ersten Lackierung auch vollständig durchtränkt ist und somit Garn, Steg und Blank gut verbindet (spricht eher für dünnere Lacke).
Die Abbindezeit (Verarbeitbarkeitszeit) ist natürlich interessant. I.d.R. setze ich bei Lacken, die ca. 20 Minuten verarbeitbar sind, durchaus mehrere Mischungen pro Lackierdurchgang an (bisher Flex Coat). Blasenbildung ist übrigens bei Flex Coat bisher nicht erspart geblieben. Daher würde ich aus Neugierde gern mal den Aftcote ausprobieren. Der klingt viel versprechend, ist allerdings auch etws teurer.
Gruß, Frank
Also ich kann leider nicht aus eigener Erfahrung sperechen aber ThreadMaster und Aftcote sollen besser sein als Fex Coat von der verarbeitung und vom vergilben. Beide haben aber immer noch probleme mit
Blasen im Lack und da kommt DIAMONDITE ins Spiel es soll besser als Flex Coat sein und man soll ueberhaupt keine Probleme mit Blasen haben. Es soll so sein wie warmer Honig. Diamondite ist immer noch so was wie ein Geheimtip in den USA aber die es benutzen schwoeren drauf. Will man es genau wissen mueste man alle drei mal testen.
Olaf
Blasen im Lack und da kommt DIAMONDITE ins Spiel es soll besser als Flex Coat sein und man soll ueberhaupt keine Probleme mit Blasen haben. Es soll so sein wie warmer Honig. Diamondite ist immer noch so was wie ein Geheimtip in den USA aber die es benutzen schwoeren drauf. Will man es genau wissen mueste man alle drei mal testen.
Olaf
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Out-Cast
Und genau das wird passieren
Hallo, Olaf, Diamondite und Aftcote sind bestellt. Mein Kumpel Ole hat auch noch einen Lack aus den Staaten mitgebracht, den wir noch nicht kennen bzw. ausprobiert haben. Nun wird demnächst ordentlich gewickelt und in illustren Variationen testlackiert. Da du ja die Idee mit dem Rutenschaufenster hattest, werde ich dann zu gegebener Zeit mal die Ergebnisse einstellen, falls gewünscht. Sonst berichte ich hier einfach so.
Gruß, Frank
Gruß, Frank
Hallo Frank, ist der Lack vom Freund vieleicht der ThreadMaster ?
http://www.lamarreelseats.com/polymer.htm Bin schon gespannt auf die Ergebnisse!
Olaf
http://www.lamarreelseats.com/polymer.htm Bin schon gespannt auf die Ergebnisse!
Olaf
Zuletzt geändert von OWK am 19.09.2006, 22:32, insgesamt 1-mal geändert.
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olewillers
- Beiträge: 294
- Registriert: 28.09.2006, 22:03
- Wohnort: 119526 Moskau, RF
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Out-Cast
Zwischenstand
Hallo, Olaf, Moin, Folks,
mein Freund Ole hat sich in den vergangenen Tagen die Mühe gemacht und ein Kohlefaserstück rauf und runter beringt, bewickelt (mit und ohne Zierwicklungen sowie verschieden farbigen Garnen) und anschließend mit unterschiedlichen Kombinationen aus Flex Coat, Flex Coat Light und Classic Rod Coat lackiert. Dünn, mitteldick, dick, ein- und mehrlagig. Nach unserem Ermessen schneidet der Classic Rod Coat deutlich besser ab in Konsistenz, Verarbeitbarkeit , Blasenbildung und im Gesamtbild als der Flex Coat/Light. Auch scheint er sich zum Überlackieren von größeren Flächen (Schriftzüge) besser zu eignen.
Beim Flexcoat hatten wir wieder Verfärbungen/Einschlüsse, die wir uns nicht erklären konnten. Dagegen waren die Ergebnisse beim Classic Rod Coat nahezu perfekt.
Lackiert wurden die Wicklungen (mit und ohne Ring) in Kombinationen von z.B.
Lage Flex Coat (CF)/Flex Coat (CF), jeweils dünn
Flex Coat Light/(FCL)Flex Coat (FC), jeweils dünn und normal
FC/FCL, jeweils normal + dünn
Classic Rod Coat (CRC)/FCL, jeweils normal + dünn
CRC/CRC, jeweils dünn, etc.
Das beste Ergebnis war nach unserer Einschätzung bis jetzt aber definitiv Classic Rod Coat auf Classic Rod Coat, mehrlagig dünn aufgetragen. Die Rute, die wir damit lackieren erhält heute Abend die dritte und vermutlich letzte Lackschicht. Und natürlich bin ich gespannt auf das Finalresultat. Ole wird euch dazu natürlich auch noch einiges erzählen können.
Als nächstes werden wir mal den Aftcote sowie den Diamondite ausprobieren.
Gruß, Frank
PS: Weitere Infos wird euch diesbezüglich Ole geben können, da er die ganzen Lackierprozesse ausgeführt hat.
mein Freund Ole hat sich in den vergangenen Tagen die Mühe gemacht und ein Kohlefaserstück rauf und runter beringt, bewickelt (mit und ohne Zierwicklungen sowie verschieden farbigen Garnen) und anschließend mit unterschiedlichen Kombinationen aus Flex Coat, Flex Coat Light und Classic Rod Coat lackiert. Dünn, mitteldick, dick, ein- und mehrlagig. Nach unserem Ermessen schneidet der Classic Rod Coat deutlich besser ab in Konsistenz, Verarbeitbarkeit , Blasenbildung und im Gesamtbild als der Flex Coat/Light. Auch scheint er sich zum Überlackieren von größeren Flächen (Schriftzüge) besser zu eignen.
Beim Flexcoat hatten wir wieder Verfärbungen/Einschlüsse, die wir uns nicht erklären konnten. Dagegen waren die Ergebnisse beim Classic Rod Coat nahezu perfekt.
Lackiert wurden die Wicklungen (mit und ohne Ring) in Kombinationen von z.B.
Lage Flex Coat (CF)/Flex Coat (CF), jeweils dünn
Flex Coat Light/(FCL)Flex Coat (FC), jeweils dünn und normal
FC/FCL, jeweils normal + dünn
Classic Rod Coat (CRC)/FCL, jeweils normal + dünn
CRC/CRC, jeweils dünn, etc.
Das beste Ergebnis war nach unserer Einschätzung bis jetzt aber definitiv Classic Rod Coat auf Classic Rod Coat, mehrlagig dünn aufgetragen. Die Rute, die wir damit lackieren erhält heute Abend die dritte und vermutlich letzte Lackschicht. Und natürlich bin ich gespannt auf das Finalresultat. Ole wird euch dazu natürlich auch noch einiges erzählen können.
Als nächstes werden wir mal den Aftcote sowie den Diamondite ausprobieren.
Gruß, Frank
PS: Weitere Infos wird euch diesbezüglich Ole geben können, da er die ganzen Lackierprozesse ausgeführt hat.
Zuletzt geändert von Out-Cast am 25.09.2006, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.






