Was für Erfahrungen mit Karpfen
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Was für Erfahrungen mit Karpfen
Ich fische unter anderem am alten Kiesteich, wo auch so einige Karpfen im Rudel schwimmen. Ich sehe sie abends ständig an der Oberfläche schwimmen. Habe schon so einige male eine Trockenfliege angeboten, jedoch ohne Erfolg. Andere Angler aus dem Verein haben kein Interesse an dennen. Bin der einzige Fliegenfischer im Verein. Werde aber oder habe wohl schon doch einige infizieren können, aufgrund meiner Erfolge. Ich habe die Fische gefangen , wo die anderen nichts direkt vor mir fingen.
Möchte dieses Jahr , wenn möglich noch einen Karpfen am Haken bekommen.
Wäre dankbar um genügend Infomaterial, denn der Sommer wart nicht lang und das Jahr ist auch schon wieder fast vorbei
Freu mich schon auf viele Antworten und Diskusionen
Möchte dieses Jahr , wenn möglich noch einen Karpfen am Haken bekommen.
Wäre dankbar um genügend Infomaterial, denn der Sommer wart nicht lang und das Jahr ist auch schon wieder fast vorbei
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Wer nicht oft genug am Wasser steht,der wird auch keine Fische fangen
- Peter Pan
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Hallo cassy,
meine ersten "Fliegenfische" waren Karpfen. Sie nahmen eine Rehhaar-Brotfliege, wenn auch nach vorherigem Anfüttern
.
Spass hats gemacht, aber nach ca. einem Jahr hatten sie den Bogen raus und haben zwar das Brot aber nicht die Brotfliege gefressen.
Einen Versuch ist es wert. Allerdings: wähle Dein Vorfach mit bedacht...
Petri und tight lines,
Peter
meine ersten "Fliegenfische" waren Karpfen. Sie nahmen eine Rehhaar-Brotfliege, wenn auch nach vorherigem Anfüttern
Spass hats gemacht, aber nach ca. einem Jahr hatten sie den Bogen raus und haben zwar das Brot aber nicht die Brotfliege gefressen.
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Petri und tight lines,
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- DryFlyFisher
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Hallo Cassy 1210,
mangels Gelegenheit bin ich zwar nicht der Karpfenprofi aber
ich habe schon ein paar gefangen.
Probiers mal mit leichten 8er oder 10er Nymphen z.B. Montana
oder Gold ripped Hares Ear.
Allerdings binde ich eine gut schwimmende Trockenfliege ca. 20 - 30 cm
hinter die Nymphe um diese in der richtigen Wassertiefe zu halten.
Den Karpfen werfe ich nicht direkt an sondern versuche die Nymphe
in die " Fressbahn " des Karpfens zu ziehen. Direktes Anwerfen
mögen Karpfen nicht.
Dass man Karpfen tocken fangen kann mag möglich sein aber ich
halte eine Nymphe für viel effektiver.
Gruß aus Hessen
Friedemann
mangels Gelegenheit bin ich zwar nicht der Karpfenprofi aber
ich habe schon ein paar gefangen.
Probiers mal mit leichten 8er oder 10er Nymphen z.B. Montana
oder Gold ripped Hares Ear.
Allerdings binde ich eine gut schwimmende Trockenfliege ca. 20 - 30 cm
hinter die Nymphe um diese in der richtigen Wassertiefe zu halten.
Den Karpfen werfe ich nicht direkt an sondern versuche die Nymphe
in die " Fressbahn " des Karpfens zu ziehen. Direktes Anwerfen
mögen Karpfen nicht.
Dass man Karpfen tocken fangen kann mag möglich sein aber ich
halte eine Nymphe für viel effektiver.
Gruß aus Hessen
Friedemann
- MoritzzZZZzzz
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Hallo!
Ich hab den "arme Leute Bonefish" noch nicht gefangen aber schon mal mit ein paar Bekannten drüber gesprochen.
Wie Friedemann schon sagte am besten in die vermutete Fressbahn werfen und sinken lassen....so wie sich die meisten Insekten einfach zu Boden sinken lassen um nicht weiter aufzufallen.
Der Karpfen wird den Rest erledigen.
Meine Bekannten meinten es wäre easy aber ich vermute mal die angeln zu viel auf Bonefish und Permit.
Das Frühjahr beginnt langsam in Neuseeland und ich hab auch schon einen "Karpfenteich" (naja, sind wohl mehr verwilderte Koi) ins Visier genommen.
GL & HF
Moritz
Ich hab den "arme Leute Bonefish" noch nicht gefangen aber schon mal mit ein paar Bekannten drüber gesprochen.
Wie Friedemann schon sagte am besten in die vermutete Fressbahn werfen und sinken lassen....so wie sich die meisten Insekten einfach zu Boden sinken lassen um nicht weiter aufzufallen.
Der Karpfen wird den Rest erledigen.
Meine Bekannten meinten es wäre easy aber ich vermute mal die angeln zu viel auf Bonefish und Permit.
Das Frühjahr beginnt langsam in Neuseeland und ich hab auch schon einen "Karpfenteich" (naja, sind wohl mehr verwilderte Koi) ins Visier genommen.
GL & HF
Moritz
-
Marc/Ruhrpott
Morgen zusammen
Schau dich mal hier um da hatten wir das Thema auch schon mal.
http://www.fliegenfischer-forum.de/flyf ... 55583.html
MFG Marc
Schau dich mal hier um da hatten wir das Thema auch schon mal.
http://www.fliegenfischer-forum.de/flyf ... 55583.html
MFG Marc
- Achim Stahl
- Beiträge: 1867
- Registriert: 07.04.2007, 12:48
- Wohnort: Kiel, direkt an der Kyste
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- Danksagung erhalten: 725 Mal
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Hallo Cassie,
ich habe einige Jahre sehr intensiv und auch ziemlich erfolgreich mit der Fliege auf Karpfen gefischt und dabei jede Menge Erfahrungen gesammelt.
Das Fliegenfischen auf Karpfen wird sehr kompetent von meinem ehemaligen Kollegen und Mitfischer Florian Dietze in einer letzjäührigen Ausgabe von Fisch & Fliege dargestellt - nur so als Literaturtip.
Über die Karpfenfischerei wird viel "gefährliches Halbwissen" verbreitet, da die meisten Fliegenfischer eher zufällig einen Karpfen fangen und sich nicht wirklich mit deren Lebens- und Fressgewohnheiten auseinander setzen.
Die Brotfliege als Standartempfehlung Nr. 1 ist ein typisches Beispiel. Natürlich fressen Karpfen dort Brot, wo sie (oder irgendwelche Enten) regelmäßig damit gefüttert werden; aber es gehört keinesfalls zu ihrer natürlichen Nahrung. Deshalb ist die Brotfliege nur bedingt effektiv. Eine große unbeschwerte Nymphe oder ein Wooly Bugger mit Rubberlegs sind oft viel erfolgreicher. Die Fliege muss außerdem gut sichtbar sein, weil man sonst nicht mitbekommt, wie sie genommen wird.
Stehen die Karpfen an der Oberfläche sollte man die Fliege kurz vor dem Fisch ablegen und nicht mehr aktiv bewegen. Oft sieht man nun wie der Karpfen sich langsam darauf zubewegt und die Fliege inhaliert. oft tauchen die Fische auch der abtrudelnden Fliege hinterher, dann sieht man den Karpfen auf dem Kopf stehen. Eine Sekunde warten und dann erst den Anhieb setzen!
Ist das Wasser sehr trüb, kann man auch eine Trockenfliege als Springer oder einen Bissanzeiger kurz oberhalb der Fliege verwenden. allerdings kann dann aus der Fliegenfischerei recht schnell Posenfischen werden.
Noch etwas zu den Fliegenmustern: Fast alles was fressbar aussieht wird im Zweifelsfall akzeptiert. Wichtig ist allerdings, wie bereits erwähnt, die gute Sichtbarkeit - blind fischen auf Karpfen ist ziemlich zweckfrei! Vorteilhaft ist außerdem, wenn sich die Fliege beim lansamen Absinken verführerisch bewegt - mein Lieblingsmuster ist ein weißer Wooly Bugger mit kleinen Kugelkettenaugen und Silly Legs.
Als Vorfachspitze empfehle ich dir Fluorcarbon, nicht unter 0,22 mm.
Die Schnurklasse, die du wählst, sollte von den Hindernissen im Gewässer, der Größe der Fische und nicht zuletzt deiner Drillerfahrung mit kampfstarken Fischen an der Fliegenrute abhängen. Ich betone diesen letzten Punkt, weil ich oft beobachte, dass Fliegenfischer das Kraftpotential ihrer Rute im Drill nicht ausnutzen und, gerade mit leichtem Gerät, den Drill viel zu sehr in die Länge ziehen.
Viel Spaß bei der Karpfenwaid!
Achim
ich habe einige Jahre sehr intensiv und auch ziemlich erfolgreich mit der Fliege auf Karpfen gefischt und dabei jede Menge Erfahrungen gesammelt.
Das Fliegenfischen auf Karpfen wird sehr kompetent von meinem ehemaligen Kollegen und Mitfischer Florian Dietze in einer letzjäührigen Ausgabe von Fisch & Fliege dargestellt - nur so als Literaturtip.
Über die Karpfenfischerei wird viel "gefährliches Halbwissen" verbreitet, da die meisten Fliegenfischer eher zufällig einen Karpfen fangen und sich nicht wirklich mit deren Lebens- und Fressgewohnheiten auseinander setzen.
Die Brotfliege als Standartempfehlung Nr. 1 ist ein typisches Beispiel. Natürlich fressen Karpfen dort Brot, wo sie (oder irgendwelche Enten) regelmäßig damit gefüttert werden; aber es gehört keinesfalls zu ihrer natürlichen Nahrung. Deshalb ist die Brotfliege nur bedingt effektiv. Eine große unbeschwerte Nymphe oder ein Wooly Bugger mit Rubberlegs sind oft viel erfolgreicher. Die Fliege muss außerdem gut sichtbar sein, weil man sonst nicht mitbekommt, wie sie genommen wird.
Stehen die Karpfen an der Oberfläche sollte man die Fliege kurz vor dem Fisch ablegen und nicht mehr aktiv bewegen. Oft sieht man nun wie der Karpfen sich langsam darauf zubewegt und die Fliege inhaliert. oft tauchen die Fische auch der abtrudelnden Fliege hinterher, dann sieht man den Karpfen auf dem Kopf stehen. Eine Sekunde warten und dann erst den Anhieb setzen!
Ist das Wasser sehr trüb, kann man auch eine Trockenfliege als Springer oder einen Bissanzeiger kurz oberhalb der Fliege verwenden. allerdings kann dann aus der Fliegenfischerei recht schnell Posenfischen werden.
Noch etwas zu den Fliegenmustern: Fast alles was fressbar aussieht wird im Zweifelsfall akzeptiert. Wichtig ist allerdings, wie bereits erwähnt, die gute Sichtbarkeit - blind fischen auf Karpfen ist ziemlich zweckfrei! Vorteilhaft ist außerdem, wenn sich die Fliege beim lansamen Absinken verführerisch bewegt - mein Lieblingsmuster ist ein weißer Wooly Bugger mit kleinen Kugelkettenaugen und Silly Legs.
Als Vorfachspitze empfehle ich dir Fluorcarbon, nicht unter 0,22 mm.
Die Schnurklasse, die du wählst, sollte von den Hindernissen im Gewässer, der Größe der Fische und nicht zuletzt deiner Drillerfahrung mit kampfstarken Fischen an der Fliegenrute abhängen. Ich betone diesen letzten Punkt, weil ich oft beobachte, dass Fliegenfischer das Kraftpotential ihrer Rute im Drill nicht ausnutzen und, gerade mit leichtem Gerät, den Drill viel zu sehr in die Länge ziehen.
Viel Spaß bei der Karpfenwaid!
Achim
Früher war mehr Lametta!
Danke für die schnellen und auch ausführlichen Antworten, besonder die mit den natürlichen Fliegentipps, denn auf Brotfliege wollte ich nicht gerade fischen, 1. weil bei uns hier keiner mit Brot anfüttert, 2. Es fischt hier so gut wie keiner auf Karpfen (alle einfach nur Raubfischgeil), 3. richtiges Fliegenfischen sollte schon am Bindetisch anfangen mit natürlichen Fliegenimitationen.
Aber vielen Dank für alle Tipps und Ratschläge, werde sie hoffentlich in den nächsten Tagen in die Tat umsetzen können.
Aber vielen Dank für alle Tipps und Ratschläge, werde sie hoffentlich in den nächsten Tagen in die Tat umsetzen können.
Wer nicht oft genug am Wasser steht,der wird auch keine Fische fangen
Ach ja die Ausgabe vom letzten Jahr habe ich sogar zu hause mit Florian Dietze und auch schon gelesen. Nahm sie mir jetzt noch einmal beherzter zur Brust. Wollte dies Wochenende raus , jedoch ließ das Wetter dies nicht so richtig zu. Hatte keine Karpfen sichtigen können. Schade eigentlich. Blind fischen auf ihnen wollte ich nicht. Fing aber einige Barsche und drei Rotfedern mit der Fliege und einer kleinen Goldkopfnyhme dran. Die Karpfen haben sich wohl nur unten am Grund aufgehalten. Hoffe, dies Jahr wenigstens einen erwischen zu können. Werde dann Bericht erstatten, selbstverständlich
Wer nicht oft genug am Wasser steht,der wird auch keine Fische fangen
Hallo Cassy,
ich habe mittlerweile einige Karpfen gezielt mit der Fliege gefangen und kann mich Achim eigentlich nur anschließen.
Die Fliegenwahl ist oft sekundär, viel wichtiger ist, dass dich die Fische nicht sehen oder zumindest nicht als Gefahr erkennen. Als Gerät verwende ich gerne weiche "Schwabbel", da ich bei diesen weichen Ruten bisher die kürzeren Drillzeiten hatte und das Vorfach geschont wird wenn der Fisch z.B. durch Kraut zieht und einiges davon in der Schnur hängen bleibt. Karpfenfischen ist Sichtfischen. Bei den Fliegen auf gute Haken achten, gerade gebogene Haken sehen nicht nur komisch aus, sie halten auch schlecht
Etwas Backing auf der Rolle ist auch nicht verkehrt, hängt natürlich mit der Größe und Kondition der Fische als auch der Gewässersituation ab, aber 50m sollten es mind. sein. Dementsprechend das Vorfach wählen, was bringt ein schön dünnes Vorfach wenn es nicht einmal den Wiederstand der Fliegenschnur im Wasser hält, geschweige denn den des Bremsdruckes..
Es ist immer wieder schön zu sehen welche Farbe das Backing hat
In dem Sinne, Jan
ich habe mittlerweile einige Karpfen gezielt mit der Fliege gefangen und kann mich Achim eigentlich nur anschließen.
Die Fliegenwahl ist oft sekundär, viel wichtiger ist, dass dich die Fische nicht sehen oder zumindest nicht als Gefahr erkennen. Als Gerät verwende ich gerne weiche "Schwabbel", da ich bei diesen weichen Ruten bisher die kürzeren Drillzeiten hatte und das Vorfach geschont wird wenn der Fisch z.B. durch Kraut zieht und einiges davon in der Schnur hängen bleibt. Karpfenfischen ist Sichtfischen. Bei den Fliegen auf gute Haken achten, gerade gebogene Haken sehen nicht nur komisch aus, sie halten auch schlecht
Etwas Backing auf der Rolle ist auch nicht verkehrt, hängt natürlich mit der Größe und Kondition der Fische als auch der Gewässersituation ab, aber 50m sollten es mind. sein. Dementsprechend das Vorfach wählen, was bringt ein schön dünnes Vorfach wenn es nicht einmal den Wiederstand der Fliegenschnur im Wasser hält, geschweige denn den des Bremsdruckes..
Es ist immer wieder schön zu sehen welche Farbe das Backing hat
In dem Sinne, Jan






