Lenne oder Möhne???

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Leine-leroy hat geschrieben:Servus,
Was findet ihr an der Möhne so toll?
ich würde immer ein Gewässer mit natürlichem Fischbestand bevorzugen!
wenn man an der möhne fischt kann man auch gleich an Puff fahren!
Maßig besetzte Äschen gehen garnicht!
lg leroy
Hallo Leroy,

Du erzählst absoluten Kappes, es wurden Äschen besetzt mit einer Länge von 7 - 8 cm.

Das Mindestmaß der Äsche dürfte auch Dir sicherlich bekannt sein.

Grüße aus Hamm
Thomas

@all zur Info, der Pächter der Möhne ist nicht E. Brinkhoff sondern Flyfishing Europe bzw. Mirjana Pavlic und das breits seit 2 Jahren :wink:
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fjorden
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Ungelesener Beitrag von fjorden »

Hallo,
ob jetzt an der Möhne kleine oder große Äsche besetzt werden ist auch ziemlich egal. Klar ist das in dem Gewässer fängfähige Fische besetzt werden...hat auch was mit Angebot und Nachfrage zu tun und die meisten wollen "große" Fische. Solange sich an den generellen Einstellungen nichts ändert werden Pächter_innen so verfahren wie an der Möhne, Traun, an jedem Kiessee oder wer weiss wo...mit Ökologie, hegerischem Umgang hat das gar nichts zu tun.
Gruß
Fjorden
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

stephan_81 hat geschrieben:Hallo zusammen,
sieht es an der Lenne wirklich so schlecht aus?
Ich war dieses Jahr bisher nur einmal dort, und das genügt ja nicht um die Lage zu beurteilen.
In den letzten 5-6 Jahren war ich jedoch sehr häufig an der Lenne in Werdohl unterwegs ( 1 bis 2 mal pro Woche ).
Die Tendenz ging in den letzten drei Jahren stetig nach unten und ich lese nun mit Erschrecken aber nicht mit Erstaunen, dass die Lenne als "tot" bezeichnet wird.
Viele Grüße
Stephan
Hallo Stephan,

die Bezeichnung "tot" ist vielleicht ein wenig plakativ, aber irgendwie habe ich das Gefühl es kümmert sich keiner ernsthaft um dieses wunderschöne Gewässer. Im Vergleich zu früher sind die Bestände an den öffentlich zugänglichen Strecken verschwindend gering geworden und es hat Jahr für Jahr weiter nachgelassen. Das hat nach meiner Meinung viele verschiedene Gründe. Zugangsregelung, Entnahmepolitik, Kartenpreise, Komoranproblematik usw. Das könnte man natürlich auch wieder ändern, das Nahrungsaufkommen und die Wasserqualität sind meines Wissens nach wie vor sehr gut und die Lenne hätte bei vernüftiger Bewirtschaftung bestimmt enormes potential. Gerade die Äschenpopulation war vor 10-15 Jahren absolut aussergewöhnlich. Da braucht das Sauerland und die Lenne an erster Stelle keinen mir bekannten Vergleich zu scheuen.
Vielleicht tut sich ja in der Zukunft mal wieder etwas, aber zu Zeit sieht es nach meiner Erfahrung wirklich nicht so gut aus.

LG,

Olaf
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stephan_81
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Ungelesener Beitrag von stephan_81 »

Hallo Olaf,
vielen Dank für deine Einschätzung zur Situation an der Lenne.
Dann scheinen sich ja meine Befürchtungen zu bestätigen.
Ich denke auch, dass die Lenne ein enormes Potential hat.
Es wird Zeit, dass die Fischer dort verschwinden, die ihr Tageslimit immer ausschöpfen müssen und alles abknüppeln, was sie nur bekommen können.
Aber ich habe die Hoffnung, dass sich das durch schlechte Fangzahlen von selbst regelt.
Eigentlich traurig, dass man in sowas seine Hoffnung steckt.
Viele Grüße
Stephan
WolfgangW
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Ungelesener Beitrag von WolfgangW »

Hallo Olaf,
Du darfst an den gleichen Strecken fischen wie ich als Vereinsmitglied.

Dieses Jahr ist folgendes passiert, im Winter sind Möhnesee und Sorpesee zugefrorenen. Was zu Folge hatte das die Kormorane in rissigen Schwärmen in Lenne und Ruhr eingefallen sind.
Zweitens ist die Äsche zu Entnahme freigegeben worden, wo sehr viele Angler, nicht nur die Wurmangler die verbleibenden Äschen dem Garaus gemacht haben.
Die Besatzmaßnahmen (Die Lenne wird auch Besetzt) konnten auch nicht greifen, da sie schneller gefangen wurden, als wie sie Unterstände finden konnten.

Das Wetter spiel auch eine große Rolle, da die Lenne immer öfter mit Starkregen zu kämpfen hatte.

Ich habe mal ein paar Sachen aufgezählt, und hoffe das es in Altena und Werdohl nächstes Jahr besser wird.

Gruß
Wolfgang
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

Moin zusammen,

da die Lenne gerade mal 35 KM von uns entfernt ist, kann ich eure Befürchtungen nachvollziehen. Wolfgang hat die wichtigsten Sachen geschildert. Auch unsere Strecken (Sieg, Ferndorf, Nebenbäche) sind im letzten Winter von vielen, vielen Kormoranen besucht worden. Über 3 Monate hatten wir rund 120 Vögel täglich am Wasser mit der Folge, dass z.B. an unserer Fliegenstrecke der Ferndorf der ehemals sehr gute Äschenbestand (Schonmaß liegt bei 35cm) praktisch verschwunden ist.

So haben wir beim E-Fischen vor 8 Wochen nur noch eine ca. 20cm große Äsche auf 5KM nachweisen können. Darüber hinaus ist der gesamte Bestand an mittleren Fischen (20-40cm) aller Arten verschwunden. Noch so ein "Wintermärchen" und der Genbestand der autochtonen Arten ist komplett ausgemerzt......... :cry: :smt013
Dieses Szenario wird wohl auch Lenne, Ruhr und alle Nebengewässer betreffen.

Ähnliche Phänomenen kannte ich bis letzten Winter ja nur vom Hören-sagen von südlichen Fließgewässern oder dem starken Äschenverlust der Ilm. Heute haben meine Kollegen und ich das an unseren Gewässern erlebt und du fühlst dich besch.....


Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo,

ich fische auch an einigen nichtöffentlichen Strecken im Sauerland die nur vom geflügelten und nicht vom zweibeinigen Kormoran mit Blinker- /Maden- und Streamerrute heimgesucht werden und da sehen die Bestände deutlich besser aus.

Die Lenne ist aufgrund ihrer Grösse und offenen Struktur dem geflügelten Kormoran gegenüber vielleicht mehr exponiert als andere Flüsse, aber ob das der einzige Grund sein kann?

LG,

Olaf
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