Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.
eine Regel für die Anzahl der Ringe, mit der auch ich gut fahre ist:
Runde auf ganze Feet und zähl noch einen Ring dazu...wären bei dir für die 9er 10 Ringe und für die 9,6er 11 Ringe....jeweils plus Spitzenring.
Ich halte nichts von "standardringlayouts", da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein und dasselbe Layout aus einer schnellen spitzenbetonten Rute ein Optimum herausholt und dies aus einer langsamen Rute mit einer "fast bis in den Fightingbutt durchgehenden Aktion" auch tut. Auch die Teilung einer Rute spielt hier eine gewisse Rolle wenn ich einen Beringungsvorschlag von einer 3 Teiligen Rute auf eine 4 Teilige uebertragen wuerde.
Ich gehe wie folgt vor:
1) Ich schaue mir die Beringungsvorschlaege bei identischer Rutenklasse und Laenge der ueblichen Verdaechtigen (z.B. Sage, TFO...) an, und setze meine Ringe mit kleinen Gummibaendern provisorisch auf den Blank. Den Spitzenring montiere ich vorab schon mit 2K Epoxy. Die Muster- bzw. Basisabstaende duerfen uebrigens gerne von einer halbwegs aehnlich ausgerichteten Rute stammen, um nicht einer Salzwasserrute das Layout einer gemuetlichen Bachrute zu verpassen.
2) Dann versehe ich die Rute mit einer Rolle und einer moeglichst gut sichtbaren Fliegenschnur, befestige den Rutengriff entsprechend und setz die Rute unter eine leichte Spannung. So hab ich nun die Moeglichkeit die Ein- und Ausfallwinkel der Schnur zu pruefen und (durch die provisorische Befestigung mit Gummibaendern) ggfs. nachzujustieren.
3) Ringe vorsichtig verschieben bis sich ein einheitliches Bild ergibt, eventuell auch mit den Ringgroessen etwas spielen um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Ich ordere deshalb normalerweise immer ein oder zwei Ringe je Groesse der verwendeten Laufringe mehr, damit ich flexibel bin.
Generell tendiere ich dazu die Ringgroessen etwas groesser auszulegen als z.B Sage, aber das ist persoenliche Geschmackssache genauso wie die Anzahl der Stripping guides oder die Art des Spitzenringes...
Rgds,
Ole
N.B.: Ich haette hier noch ein Foto posten koennen wie das bei mir dann aussieht, bin dafuer aber zu bloed.
Hi Rutenbauer,
auf meiner Homepage habe ich eine MS-EXCEL Datei zur flexiblen Berechnung der Ringabstände. Die Abstandsfolge beruht auf Berechnungen über die "Eulersche Zahl e", die Grundlage u.a. für natürliche Wachstumsprozesse ist.
Die Sache ist noch nicht mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche und Eingabemaske versehen, wer aber ein wenig experimentieren möchte, kann sich das ja mal durchlesen und runterladen. www.flyran.de
Gruß vom platten Niederrhein