Wie der Lachs in den Rhein kam
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Wie der Lachs in den Rhein kam...
Hey!
Ein Schwab macht uns Rhein-Anrainer auf den Rhein-Salm aufmerksam. Wenn das man kein Service ist...
Vielen Dank!
Das guck ich mir an!
Gruß vom
Freimut
(den es eigentlich mehr interessiert, wie der Lachs aus dem Rhein 'rauskommt)
Ein Schwab macht uns Rhein-Anrainer auf den Rhein-Salm aufmerksam. Wenn das man kein Service ist...
Vielen Dank!
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Freimut
(den es eigentlich mehr interessiert, wie der Lachs aus dem Rhein 'rauskommt)
TL!
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Siegfried.
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Re: Wie der Lachs in den Rhein kam...
Hallo Freimut,tea stick hat geschrieben:Hey!
Ein Schwab macht uns Rhein-Anrainer auf den Rhein-Salm aufmerksam. Wenn das man kein Service ist...
er schwamm einst bis zu uns, um seinen Laich für den Nachwuchs an einen guten Platz zu bringen.
Ob wir das Rausnehmen dürfen noch erleben - die Hoffnung stirbt zuletzt.
Grüße
Hartmut
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Hallo,
für mich ist das Lachs-Wanderfischprojekt gescheitert, auch wenn es die Experten vielleicht anders sehen.
Wie lange läuft das jetzt schon? 20 Jahre?
Was ist eigentlich passiert?
Es wurden aus irgendwelchen fernen Ländern Fischeier von hier nicht heimischen Fischen importiert. Mit dem ehemaligen Reinlachs haben diese Tiere nichts zu tun, außer dass es sich um die gleiche Art handelt.
Irgendwann müssen auch die Experten der Sache ins Auge sehen und sie als gescheitert erklären.
Sorry, aber für mich hat der "Besatz" etwas mit einem Forellenpuff gemein.
Man sollte sich m. M. nur um die noch vorhandenen einheimischen Salmoniden kümmern.
Gruß,
T.
für mich ist das Lachs-Wanderfischprojekt gescheitert, auch wenn es die Experten vielleicht anders sehen.
Wie lange läuft das jetzt schon? 20 Jahre?
Was ist eigentlich passiert?
Es wurden aus irgendwelchen fernen Ländern Fischeier von hier nicht heimischen Fischen importiert. Mit dem ehemaligen Reinlachs haben diese Tiere nichts zu tun, außer dass es sich um die gleiche Art handelt.
Irgendwann müssen auch die Experten der Sache ins Auge sehen und sie als gescheitert erklären.
Sorry, aber für mich hat der "Besatz" etwas mit einem Forellenpuff gemein.
Man sollte sich m. M. nur um die noch vorhandenen einheimischen Salmoniden kümmern.
Gruß,
T.
- greypanther
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Hallo Mister T.,
Ganz so dumm wie Du denkst sind die "Experten" nun doch wieder nicht.
Was den Zustand des Lachs 2000-Projektes angeht, so bin ich weitgehend Deiner Meinung. Das Projekt steht auch m. M. kurz vor dem Scheitern oder ist bereits gescheitert. Nicht aber aufgrund der Unfähigkeit der "Experten" sondern an der Gier der Menschen! Ein Großteil der zurück kehrenden Rheinlachse werden nämlich vor den Küsten Irlands und in der Flussmündung in Holland durch Netzfischer weggefangen, so dass derzeit zu wenig Aufsteiger durch kommen, um eine selbsterhaltende Population zu bilden.
Und, was der wissenschaftlich fundierte Besatz von Rheinlachsen mit einem Forellen-Puff zu tun haben soll, das erschließt sich mir nun auch nicht unmittelbar. Im Gegensatz zu den bedauernswerten Kreaturen im "Puff" sind Rheinlachse ganzjährig geschützt (was manche "Sportfreunde" jedoch wenig zu kümmern scheint). Das alleine schon sollte auch für einen Laien die grundlegenden Unterschiede beider "Projekte" einsichtig machen.
Ganz so dumm wie Du denkst sind die "Experten" nun doch wieder nicht.
Es wurden nicht Lachse aus "irgendwelchen" Ländern besetzt, sondern man hat in Zusammenarbeit mit dem Marine Institute in Burrishoole/Irland Fische - bzw. deren Laich - ausgewählt, die vor weit über 100 Jahren aus dem Rhein in irische Gewässersysteme umgesetzt worden waren. So sollte den dort noch vorhandenen Genpool der Rheinlachse wieder zu seinem Ursprung zurück geführt werden. Es gibt umfangreiche Literatur zu diesem Thema, vielleicht liest Du Dich da mal ein.Theoretiker hat geschrieben:Was ist eigentlich passiert?
Es wurden aus irgendwelchen fernen Ländern Fischeier von hier nicht heimischen Fischen importiert. Mit dem ehemaligen Reinlachs haben diese Tiere nichts zu tun, außer dass es sich um die gleiche Art handelt.
Was den Zustand des Lachs 2000-Projektes angeht, so bin ich weitgehend Deiner Meinung. Das Projekt steht auch m. M. kurz vor dem Scheitern oder ist bereits gescheitert. Nicht aber aufgrund der Unfähigkeit der "Experten" sondern an der Gier der Menschen! Ein Großteil der zurück kehrenden Rheinlachse werden nämlich vor den Küsten Irlands und in der Flussmündung in Holland durch Netzfischer weggefangen, so dass derzeit zu wenig Aufsteiger durch kommen, um eine selbsterhaltende Population zu bilden.
Und, was der wissenschaftlich fundierte Besatz von Rheinlachsen mit einem Forellen-Puff zu tun haben soll, das erschließt sich mir nun auch nicht unmittelbar. Im Gegensatz zu den bedauernswerten Kreaturen im "Puff" sind Rheinlachse ganzjährig geschützt (was manche "Sportfreunde" jedoch wenig zu kümmern scheint). Das alleine schon sollte auch für einen Laien die grundlegenden Unterschiede beider "Projekte" einsichtig machen.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Hallo zusammen,
heute ist folgender Artikel in der FAZ:
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A3 ... ntent.html
Wenn man die Ergebnisse der Fischzählungen z.B. der Fischtreppen Iffezheim
http://www.wfbw.de/fileadmin/user_uploa ... 020910.pdf
bzw. Gambsheim
http://www.wfbw.de/fileadmin/user_uploa ... 020910.pdf
ansieht, muß man befürchten, daß das Wiedereinbürgungsprojekt der Lachse wirklich scheitert.
Im Vergleich zu den Jahren davor, sieht man, daß es nach 2008 mit den Lachsen wieder dramtatisch bergab zu gehen scheint:
http://www.wfbw.de/fileadmin/user_uploa ... 0-2009.pdf
Weiß jemand, ob es Bemühungen gibt, die Netzfischerei wenigstens im Rheindelta einzuschränken?
Gruß, Michael
heute ist folgender Artikel in der FAZ:
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A3 ... ntent.html
Wenn man die Ergebnisse der Fischzählungen z.B. der Fischtreppen Iffezheim
http://www.wfbw.de/fileadmin/user_uploa ... 020910.pdf
bzw. Gambsheim
http://www.wfbw.de/fileadmin/user_uploa ... 020910.pdf
ansieht, muß man befürchten, daß das Wiedereinbürgungsprojekt der Lachse wirklich scheitert.
Im Vergleich zu den Jahren davor, sieht man, daß es nach 2008 mit den Lachsen wieder dramtatisch bergab zu gehen scheint:
http://www.wfbw.de/fileadmin/user_uploa ... 0-2009.pdf
Weiß jemand, ob es Bemühungen gibt, die Netzfischerei wenigstens im Rheindelta einzuschränken?
Gruß, Michael
- Theoretiker
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Hallo Herr G.,
ich habe auch etwas Literatur über das Wanderfischprogramm gesammelt.
Meine Literatur reicht nur bis 1987 zurück.
Was vorher passiert ist, weiß ich nicht.
Bis zum Jahr 1999 wurde jedenfalls mit Fischen besetzt, deren Eier aus zu dem Zeitpunkt verfügbaren Quellen stammten.
U.a. wurden Lachse aus isländischen, norwegischen und schottischen Quellen besetzt.
Ein Gutes hat das Projekt m. M. aber auch und zwar, dass jetzt einheimische Fischarten wandern können - zumindest dort, wo funktionierende Fischtreppen errichtet wurden oder Gewässer durchgängig gestaltet wurden.
Der Vergleich mit einem Forellenpuff war etwas ironisch gemeint.
Die Themen Netzfischerei und Holländer wurden hier auch ausgiebig diskutiert.
Damals wurde versucht, gegen diese Probleme vorzugehen. Scheinbar hat es nicht viel genutzt.
Wenn man jetzt nicht mehr besetzten würde, kann man davon ausgehen, dass der "Bestand" innerhalb weniger Jahren komplett zusammenbricht.
Somit macht es m. M. zum momentanen Zeitpunkt keinen Sinn mehr diese Fische weiterhin zu besetzten. Wenn sich die Situation irgendwann ändern sollte, könnte man evtl. wieder darüber nachdenken.
Gruß,
T.
ich habe auch etwas Literatur über das Wanderfischprogramm gesammelt.
Meine Literatur reicht nur bis 1987 zurück.
Was vorher passiert ist, weiß ich nicht.
Bis zum Jahr 1999 wurde jedenfalls mit Fischen besetzt, deren Eier aus zu dem Zeitpunkt verfügbaren Quellen stammten.
U.a. wurden Lachse aus isländischen, norwegischen und schottischen Quellen besetzt.
Ein Gutes hat das Projekt m. M. aber auch und zwar, dass jetzt einheimische Fischarten wandern können - zumindest dort, wo funktionierende Fischtreppen errichtet wurden oder Gewässer durchgängig gestaltet wurden.
Der Vergleich mit einem Forellenpuff war etwas ironisch gemeint.
Die Themen Netzfischerei und Holländer wurden hier auch ausgiebig diskutiert.
Damals wurde versucht, gegen diese Probleme vorzugehen. Scheinbar hat es nicht viel genutzt.
Wenn man jetzt nicht mehr besetzten würde, kann man davon ausgehen, dass der "Bestand" innerhalb weniger Jahren komplett zusammenbricht.
Somit macht es m. M. zum momentanen Zeitpunkt keinen Sinn mehr diese Fische weiterhin zu besetzten. Wenn sich die Situation irgendwann ändern sollte, könnte man evtl. wieder darüber nachdenken.
Gruß,
T.
Hi,
das Lachprojekt erinnert mich an den Zustand unserer Gewässer von den 60er bis in die 80er Jahre, als immer wieder totalverluste unter den Fischbeständen auftraten und wir Fischer unermüdlich mit Besatzmaßnahmen einen Fischbestand aufbauten. Es war kein leichter Weg, die heutige Artenvielfalt in unsere Gewässer zurückzubringen.
Das Lachsprojekt hat den Rheinfischen bis jetzt sehr viel gebracht und wird in Zukunft noch mehr bringen, wenn die Zusammenhänge von deren Wanderverhalten, Habitatansprüchen, Nährtiere etc. besser verstanden sind. Weitere Baumaßnahmen und bessere Fischwege an den künstlichen Hindernissen werden auch zur Wiederansiedlung unserer Wanderfische beitragen.
Ich bin dafür, dass das Projekt Rheinlachs weiter läuft. Nur so können wir irgendwann auf einen sich selbst erhaltenden Bestand hoffen.
das Lachprojekt erinnert mich an den Zustand unserer Gewässer von den 60er bis in die 80er Jahre, als immer wieder totalverluste unter den Fischbeständen auftraten und wir Fischer unermüdlich mit Besatzmaßnahmen einen Fischbestand aufbauten. Es war kein leichter Weg, die heutige Artenvielfalt in unsere Gewässer zurückzubringen.
Das Lachsprojekt hat den Rheinfischen bis jetzt sehr viel gebracht und wird in Zukunft noch mehr bringen, wenn die Zusammenhänge von deren Wanderverhalten, Habitatansprüchen, Nährtiere etc. besser verstanden sind. Weitere Baumaßnahmen und bessere Fischwege an den künstlichen Hindernissen werden auch zur Wiederansiedlung unserer Wanderfische beitragen.
Ich bin dafür, dass das Projekt Rheinlachs weiter läuft. Nur so können wir irgendwann auf einen sich selbst erhaltenden Bestand hoffen.
-
Siegfried.
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Hallo T.,
da machst du deinem Nick aber mal alle Ehre, schön zurück lehnen und denen die was tun dann erzählen "hab ich euch doch gleich gesagt, geht sowieso nicht" - sehr schön, muppet show von der Galerie. Nur kann das so nicht stehen bleiben, dafür ist das Thema nicht blöd genung.
Ich kann und will nicht ganz so weit ausholen, obwohl es sich lohnen würde die Entwicklung zur Vermeidung künftiger Fehlentwicklungen noch mal richtig nachzuvollziehen. Kurz zusammengefasst kann man aber zumindest für NRW sagen: Nicht das Projekt, sondern die erste Generation der Projektmanager ist gescheitert.
Dafür gibt es ganze Reihe von Gründen und die reichen von einfacher Unwissenheit gepaart mit persönlicher Überheblichkeit, über Ignoranz gegenüber Literatur und Erfahrung aus dem Ausland sowie Ablehnung angeblich nicht professioneller, an Eigeninteressen orientierter Mitwirkung aus dem Inland über Trittbrettfahrer, die alle Räder noch mal selbst erfinden mussten bis zu ökosophischen, statt klar erfolgsorientierter und überprüfbarer Zielvorgaben.
Beispiel gefällig? In den ersten Jahren hat man sich ausschließlich um das parr und smolt- Stadium gekümmert, danach war black box und Rückkehrer waren erst mal egal. So ist denen Jahre lang gar nicht aufgefallen, dass der Rhein sich in NL in mehrere Arme aufteilt, dass es da tatsächlich noch Wehre gibt und nur ein Nadelöhr wirklich nach draußen führt. Leute die Zwischenvermehrung von Rückkehrern vorschlugen, wurden als unökologische Gierschlunde diffamiert, die nur sea-ranching wollten um möglichst schnell fischen zu können. usw. usw.
Aber damit auch das klar ist, die Leute die das jetzt in NRW machen (nur da kenn ich mich ausreichend aus), sind für all die Fehler der Vergangenheit nicht verantworlich und machen vor dem Hintergrund, dass sie mit dem alten Sch... noch immer zu kämpfen haben und z.T. (wie auch von dir T.) zu Unrecht damit identifiziert werden, einen sehr guten Job.
Natürlich lässt sich immer noch etwas besser machen, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass in den nächsten 3 - 5 Jahren sehr wohl von einem Lachsbestand in NRW-Rheinzuflüssen gesprochen werden kann. Dass es auch noch welche geben wird, wo Besatz dominant bleibt, sei mal dahin gestellt. Das ist in S fast überall und in vielen Flüssen in N, GB, IS und IRL auch nicht anders!
Es gibt nix Gutes außer man tut es.
Siegfried
da machst du deinem Nick aber mal alle Ehre, schön zurück lehnen und denen die was tun dann erzählen "hab ich euch doch gleich gesagt, geht sowieso nicht" - sehr schön, muppet show von der Galerie. Nur kann das so nicht stehen bleiben, dafür ist das Thema nicht blöd genung.
Ich kann und will nicht ganz so weit ausholen, obwohl es sich lohnen würde die Entwicklung zur Vermeidung künftiger Fehlentwicklungen noch mal richtig nachzuvollziehen. Kurz zusammengefasst kann man aber zumindest für NRW sagen: Nicht das Projekt, sondern die erste Generation der Projektmanager ist gescheitert.
Dafür gibt es ganze Reihe von Gründen und die reichen von einfacher Unwissenheit gepaart mit persönlicher Überheblichkeit, über Ignoranz gegenüber Literatur und Erfahrung aus dem Ausland sowie Ablehnung angeblich nicht professioneller, an Eigeninteressen orientierter Mitwirkung aus dem Inland über Trittbrettfahrer, die alle Räder noch mal selbst erfinden mussten bis zu ökosophischen, statt klar erfolgsorientierter und überprüfbarer Zielvorgaben.
Beispiel gefällig? In den ersten Jahren hat man sich ausschließlich um das parr und smolt- Stadium gekümmert, danach war black box und Rückkehrer waren erst mal egal. So ist denen Jahre lang gar nicht aufgefallen, dass der Rhein sich in NL in mehrere Arme aufteilt, dass es da tatsächlich noch Wehre gibt und nur ein Nadelöhr wirklich nach draußen führt. Leute die Zwischenvermehrung von Rückkehrern vorschlugen, wurden als unökologische Gierschlunde diffamiert, die nur sea-ranching wollten um möglichst schnell fischen zu können. usw. usw.
Aber damit auch das klar ist, die Leute die das jetzt in NRW machen (nur da kenn ich mich ausreichend aus), sind für all die Fehler der Vergangenheit nicht verantworlich und machen vor dem Hintergrund, dass sie mit dem alten Sch... noch immer zu kämpfen haben und z.T. (wie auch von dir T.) zu Unrecht damit identifiziert werden, einen sehr guten Job.
Natürlich lässt sich immer noch etwas besser machen, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass in den nächsten 3 - 5 Jahren sehr wohl von einem Lachsbestand in NRW-Rheinzuflüssen gesprochen werden kann. Dass es auch noch welche geben wird, wo Besatz dominant bleibt, sei mal dahin gestellt. Das ist in S fast überall und in vielen Flüssen in N, GB, IS und IRL auch nicht anders!
Es gibt nix Gutes außer man tut es.
Siegfried
Fische sind zu schöne Geschöpfe um nur einmal bewundert zu werden
- Theoretiker
- Beiträge: 305
- Registriert: 28.09.2006, 21:34
- Hat sich bedankt: 6 Mal
Hallo S.,
Die Leute in NRW machen (machten?) einen tollen Job!
Setzen jahrelang Lachse in Flüsse, die mit mehreren Stauseen verbaut sind wohl(nicht)wissend, dass niemals ein einziger in sein Laichgewässer zurückkehren konnte.
Es gibt sicher niemand, der an einen Aufstieg von Lachsen durch eine Kraftwerksturbine glaubt - auch niemand, der von Fischen noch nie etwas gehört hat.
---
Wie sieht es denn momentan aus?
Bei den Wetterverhältnissen müsste doch schon ein Aufstieg im Gange sein.
Gruß,
T.
Das glaubst du doch wohl selber nicht.Siegfried Darschnik hat geschrieben:So ist denen Jahre lang gar nicht aufgefallen, dass der Rhein sich in NL in mehrere Arme aufteilt
Die Leute in NRW machen (machten?) einen tollen Job!
Setzen jahrelang Lachse in Flüsse, die mit mehreren Stauseen verbaut sind wohl(nicht)wissend, dass niemals ein einziger in sein Laichgewässer zurückkehren konnte.
Es gibt sicher niemand, der an einen Aufstieg von Lachsen durch eine Kraftwerksturbine glaubt - auch niemand, der von Fischen noch nie etwas gehört hat.
Wo die Bestände auch intensiv befischt werden, was hier nicht der Fall ist.Siegfried Darschnik hat geschrieben:ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass in den nächsten 3 - 5 Jahren sehr wohl von einem Lachsbestand in NRW-Rheinzuflüssen gesprochen werden kann. Dass es auch noch welche geben wird, wo Besatz dominant bleibt, sei mal dahin gestellt. Das ist in S fast überall und in vielen Flüssen in N, GB, IS und IRL auch nicht anders!
---
Wie sieht es denn momentan aus?
Bei den Wetterverhältnissen müsste doch schon ein Aufstieg im Gange sein.
Gruß,
T.
- Tigersclaw
- Beiträge: 49
- Registriert: 10.09.2010, 11:04
- Wohnort: Dresden
- Hat sich bedankt: 5 Mal
- Danksagung erhalten: 8 Mal
huhu,
bin grade beim stöbern hier auf das thema aufmerksam geworden und mir ist grade n kleiner denkfehler seitens MichaelS aufgefallen.
Deine Links der Fischaufstiegsanlangen sind gut und schön, aber schau dir mal bitte den Untersuchungszeitraum an!! 01.01- 2.09.10 , während bei dem jahresvergleich das gesamte jahr einbezogen wurde.
Ich kann nur von "unseren" sächsischen Lachsen reden (wird wohl nicht so gravierende unterschiede geben), die ab ca. mitte oktober erst im den betreffenden Heimatgewässern zu finden sind. Die wanderung von Wehr Geesthacht bis Lachsbach dauert nachweißlich ca. 22 tage (für etwas mehr als 400 km). Rechtnet man das also zurück, ist grade der Monat September einer der wichtigsten und aussagekräftigsten Monate, was den Lachsaufstieg betrifft. Und genau der fehlt zum gröten Teil. Somit haben deine Links meiner meinung nach, leider absolut keinerlei aussagekraft, was den Lachaufstieg 2010 betrifft.
Zum befischungsdruck: soweit ich weiß ist die Fangquote des Lachses auf 0 gesenkt worden.
ob das lachsprogramm im Rhein gescheitert ist, oder nicht, wage ich nicht zu urteilen, da ich da absolut kein hintergrundwissen habe. Meiner meinung nach war es wichtig, einfach etwas zu tun. Jeder macht fehler, doch soweit ich weiß, haben "wir" in sachsen zum teil aus diesen fehlern lernen können.
Ich hoffe und glaube auch fest daran, das der lachs in absehbarer zeit wieder fester bestandteil der einheimischen flora sein wird. leider nicht mehr so zahlreich wie vorher, jedoch vorhanden und als halbwegs stabile Populationen.
henry
bin grade beim stöbern hier auf das thema aufmerksam geworden und mir ist grade n kleiner denkfehler seitens MichaelS aufgefallen.
Deine Links der Fischaufstiegsanlangen sind gut und schön, aber schau dir mal bitte den Untersuchungszeitraum an!! 01.01- 2.09.10 , während bei dem jahresvergleich das gesamte jahr einbezogen wurde.
Ich kann nur von "unseren" sächsischen Lachsen reden (wird wohl nicht so gravierende unterschiede geben), die ab ca. mitte oktober erst im den betreffenden Heimatgewässern zu finden sind. Die wanderung von Wehr Geesthacht bis Lachsbach dauert nachweißlich ca. 22 tage (für etwas mehr als 400 km). Rechtnet man das also zurück, ist grade der Monat September einer der wichtigsten und aussagekräftigsten Monate, was den Lachsaufstieg betrifft. Und genau der fehlt zum gröten Teil. Somit haben deine Links meiner meinung nach, leider absolut keinerlei aussagekraft, was den Lachaufstieg 2010 betrifft.
Zum befischungsdruck: soweit ich weiß ist die Fangquote des Lachses auf 0 gesenkt worden.
ob das lachsprogramm im Rhein gescheitert ist, oder nicht, wage ich nicht zu urteilen, da ich da absolut kein hintergrundwissen habe. Meiner meinung nach war es wichtig, einfach etwas zu tun. Jeder macht fehler, doch soweit ich weiß, haben "wir" in sachsen zum teil aus diesen fehlern lernen können.
Ich hoffe und glaube auch fest daran, das der lachs in absehbarer zeit wieder fester bestandteil der einheimischen flora sein wird. leider nicht mehr so zahlreich wie vorher, jedoch vorhanden und als halbwegs stabile Populationen.
henry
Angeln ist mehr als Fische fangen.
- Frank.
- Ehren-Moderator
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Lieber Henry,Tigersclaw hat geschrieben:Zum befischungsdruck: soweit ich weiß ist die Fangquote des Lachses auf 0 gesenkt worden.
ja, aber ... Ich weiß von mehreren Vereinen, dass bei der Durchsicht der Fangbücher seit ca. zwei Jahren immer wieder der Fang von unglaublich großen Regenbogenforellen oder sogar Bachsaiblingen (!) auffällt ...
Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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